Francis Ann

Erstes Beratungsgespräch - wieso wollen manche KFOs nur privat abrechnen?

Hallo liebes Forum,

habe schon vor einer Weile einen anderen Thread erstellt, wo ich unten Erwähntes schon geschildert habe. Aber nun geht es mir um einen etwas anderen Aspekt - Kostenübernahme des ersten Beratungsgesprächs? Scheinbar macht das jeder KFO wie er es will?!?

Muss glaube ich etwas weiter ausholen:

Und zwar war ich vor 1 Jahr bei zwei verschiedenen KFOs um mir zwei unabhängige Meinungen zu meiner Fehlstellung einzuholen.

Der eine KFO wurde mir sozusagen empfohlen. Ich habe dort also angerufen und um einen Beratungstermin gebeten. Die Dame am Telefon hat mir sofort verklickert, dass ich als Erwachsene diese Beratung mit 30 Euro irgendwas selbst zahlen müsse. Sie machen das nicht mit der Krankenkasse.

Ich war also dort und fand den KFO sogar sehr nett und kompetent, obwohl ich es schon komisch fand mit dem privat abgerechneten Termin.

Die andere KFO eine Woche später hat ungefähr die gleiche Schnell-Diagnose gemacht und wirkte genauso kompetent.

Allerdings haben die nach meiner Versichertenkarte gefragt und nicht nach Bargeld! Das sei normal, das Beratungsgespräch übernehme immer die Kasse. Egal wie es danach weitergeht - ob privat oder über die Kasse.

Ok. Das fand ich schon mal komisch - zwei so unterschiedliche Auffassungen von was die Kasse zahlt und was nicht?

Gut. Ich habe mich dann für die zweite KFO mit der Kassenabrechnung entschieden.

Meine Fehlstellung ist wohl auch stark genug, als dass die KK die Behandlung (mit OP und so) zahlt. Ich war inzwischen auch schon zur Beratung beim KC. Der sagte das Gleiche.

Da meine KFO nun letztens aber mit einem dicken Kostenplan über Zusatzleistungen für ca. 2.200 Euro kam (über 660 Euro allein für Bracketumfeldversiegelung) und mir das irgendwie "unseriös" vorkommt, zumal sie ohne das komplette Zusatzpaket nicht behandeln möchte, will ich evt. noch mal wechseln. Die hatten noch nicht mal teurere Brackets mit aufgeschrieben - die kämen dann also noch dazu!

Eine Freundin hat mir ihre ehemalige KFO empfohlen. Habe mir vorhin dort telefonisch einen Beratungs-Termin geben lassen. Die Sprechstundenhilfe hat mich aber (wie bei dem einen KFO 2008 ) darauf hingewiesen, dass ich die Beratung privat zahlen müsste. Die Kasse übernehme das nicht, da ich über 18 Jahre alt bin. Ich wollte mich jetzt am Telefon nicht mit ihr streiten, weil sie drauf bestanden hat, dass das so sei. Also habe ich erstmal den Termin für nächste Woche genommen. Absagen kann man ja immer noch die Tage.

Ich habe danach dann schnell noch bei meiner KK angerufen (v.a. auch um von dieser Seite mal zu hören, dass die Zusatzleistungen, die meine aktuelle KFO machen will, stark überteuert sind). Auf die Frage ob ein Beratungsgespräch nun in dem Falle, dass ich mir eine andere KFO suchen möchte, bezahlt wird, sagte man mir "Ja, auf jeden Fall!". Es sei Quatsch und ich könne in der Praxis sagen, dass meine KK das zahlt.

Nun weiß ich nicht ... soll ich jetzt in der Praxis anrufen und darauf bestehen, das nicht selbst zu zahlen? Wahrscheinlich wollen die das so nicht. Oder was hat das zu bedeuten?

Macht das nicht auch auf Euch irgendwie einen etwas unseriösen Eindruck, wenn das, was naturgemäß über die KK abgerechnet werden kann, vom Patienten trotzdem privat verlangt wird?

Ich fühle mich jetzt total in der Zwickmühle. Ich war 2004 schon bei einem KFO gewesen, der wollte mich nur privat behandeln - trotz nötiger OP. Davon habe ich dann aber Abstand genommen. Meine ZÄ hat mich aber immer wieder drauf angesprochen, doch noch mal zu einem anderen KFO zu gehen. Was ich ja 2008 dann in Angriff genommen habe mit den zwei KFOs. Und nun bin ich bei einer gelandet, die 660 Euro für Bracketumfeldversiegelung nehmen will und die, zu der ich gedenkte zu wechseln, rechnet schon gleich mal privat ab, wo eigentlich die KK zahlt. Von einer weiteren KFO, auf deren Praxis ich gestoßen bin, ist mir von Vornherein abgeraten worden ... Und an der Uni-Klinik geht´s mir zu chaotisch zu.

Was soll ich bloß tun??? :roll:

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du könntest bei diesem nächsten Gespräch sagen, sie sollen dir die rechnung zuschicken (wie bei einem privatpatient) da du mit deiner kasse gesprochen hast und sie es übernehmen, da würdest du die rechnung dann bei der kasse einreichen. Dann musst du erstmal nicht Bares auf den Tisch legen. Weiss nicht, ob das weiterhilft? Wäre aber erstmal meine erste Idee...

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Hallo Els,

das könnte ich machen! Die Sprechstundenhilfe hat auch gesagt, ich müsse nicht unbedingt bar zahlen, sie können mir auch eine Rechnung zusenden.

Aber nachher übernimmt die Kasse das nicht - sind doch andere Sätze, je nachdem ob eben privat oder nicht privat abgerechnet wird? Außerdem in meinen Augen unnötiger Papierkram!

Na ja ... ich finde es jedenfalls komisch. Meine KK sagt mir sie wollen das zahlen, aber der Arzt will das Geld nicht von denen annehmen??? Hallo? Was soll das denn?

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Aber manchmal glaube ich, sind die Ärzte und ihre Assistenten einfach nur nicht richtig informiert.

Ich war letztens ja beim Kieferchirurgen. Dort hatte ich gleich an der Rezeption gebeten, dass man mir doch eine Überweisung zu meiner KFO erstellt, da ich ja nach dem KC-Termin dort wieder hin musste. Die Sprechstundenhilfe des KC sagte mir aber, dass das nicht nötig sei - ich solle einfach die Quittung der Praxisgebühr bei meiner KFO vorzeigen. Das würde reichen. Mir kam das direkt komisch vor (da mir das so ähnlich schon mal passiert war). Aber man will ja keinen Streit anfangen, wenn die andere Person im Gegensatz zu einem selbst vom Fach ist und sehr bestimmend auftritt.

Ich bin dann zu meiner KFO. Die fragte nach der Überweisung, ich hatte keine, sie reagierte genervt und meinte, dass sie das dann bei der KC-Praxis halt nachfordern müssen und hat sich aufgeregt, wieso das so oft verpeilt wird von anderen Ärzten. Sie hat mir aber auch ein wenig Vorwürfe gemacht, wieso ich nicht darauf bestanden hätte. Habe ich ja eigentlich, aber wie gesagt, ich wollte am Ende nicht laut werden bei dem Kieferchirurgen ;-) Die Sprechstundenhilfe war echt überzeugt von ihrer Meinung.

In dem Moment habe ich mich erinnert, dass mir das schon mal mit meiner ZÄ passiert war. Ich war dort gewesen und hatte Praxisgebühr gezahlt. Habe dann nach einer Überweisung zur KFO gefragt. "Nein, die brauchen Sie nicht ... es reicht wenn Sie die Quittung über die 10 Euro vorzeigen". Ts ... von wegen. Die KFO hat mir gesagt, dass ich die Überweisung doch gebraucht hätte und es einfach blöd ist von meiner Zahnärztin. Habe dann halt 10 Euro gezahlt.

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Hallo,

bevor ich meine Behandlung begonnen habe, war ich im vorigen Jahr und im Jahr davor bei 3 verschiedenen Kieferorthopäden. Bei 2en davon wurde das erste Gespräch wohl auch über die Kasse abgerechnet. Bei einer habe ich dann nach (!) dem Gespräch die Information erhalten, ich würde eine Rechnung bekommen. Daraufhin habe ich gemeint, dass ich das nicht ok finde, weil sie vorher nichts dazu gesagt hat, ich also nicht wusste, dass sie das bei mir abrechnen will und dass das bei den anderen KFO auch nicht gemacht wurde.

Sie meinte, sie müsste das machen, weil ich ja schon über 18 sei und die Kasse dass nicht übernähme und die anderen KFO dann (durch die Blume gesagt) nicht ganz legal gearbeitet hätten.

Als ich die Rechnung über 54 € (!!) dann erhielt, habe ich noch einen wütenden Brief an die Kfo geschrieben, dass ich das nicht in Ordnung finde und schon gar nicht, weil mir vor(!) dem Gespräch dazu nichts gesagt wurde und ich unter den Umständen auf ein 3.Kfo Gespräch gerne verzichtet hätte.

Die Antwort der Kfo auf den Brief wirkte relativ versöhnlich, aber als Patient hatte sie mich dennoch verloren. Das fand ich ziemlich daneben und hatte ich wie gesagt vorher auch nicht erlebt. Ich wusste leider nicht, dass ich die Rechnung der KK hätte schicken können.

Bei meiner jetzigen Kfo (für die ich mich nun entschieden habe), hatte ich vorher gefragt, ob die Beratung was kostet und die meinte gleich, dass sie das über die Kasse abrechnen könne.

Interessant, fand ich....

Also ich hatte persönlich für mich den Schluss gezogen: Welcher Kfo da privat abrechnet ist für mich nicht der Richtige. Ich erwarte schon von einem Kfo, dass er mir unnötige Kosten und Arbeit mit solchen Dingen erspart. Und da bin ich mit meiner jetzigen Orthopädin sehr zufrieden.

Gruß

Suri

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die erstberatung ist immer über die kasse abzurechnen, egal wie alt man ist! in dem beratungsgespräch wird ja erstmal festgestellt ob überhaupt eine behandlung erforderlich ist und gehört daher zu einer vor- bzw. routineuntersuchung.

in dem moment wo der kfo abdrücke nimmt, röntgt ect. beginnt die behandlung! selbst die genaue diagnosestellung gehört da bei manchen schon dazu. die behandlung wird aber nur dann von der kk gezahlt, wenn vorher ein kostenplan eingereicht und auch genehmigt wird. vorher wird der kfo hier nix tun.

meine diagnoseunterlagen und die erstellung des behandlungsplans + abdrücke haben so 120 euro gekostet ;-)

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