Yvo1985

Bimax am 03.09.2009 in Osnabrück

Operationsbericht meiner Bimax 2009

02.09.2009 Aufnahmetag:

Um 10.00 Uhr morgens mussten meine Schwester und ich uns in der Anmeldung im Klinikum Finkenhügel Osnabrück melden, das dauerte erstmal schon ca. eine Dreiviertelstunde bis wir dran kamen dann wurden wir auf die Station 03 geschickt dort mussten wir noch ein bisschen warten, dann kamen wir auf unser Zimmer was zum Glück ein 2- Bettzimmer war so das ich mit meiner Schwester alleine ein Zimmer hatte das war sehr entspannt. Der Tag ging dann so weiter mit Untersuchungen und Besprechungen bei den Ärzten, um 14.00 Uhr waren wir dann fertig und sind dann erstmal noch mit dem Bus in die Stadt gefahren ein bisschen shoppen. Um 17.30 Uhr bekamen wir dann unser letztes Essen hatten aber nicht wirklich Hunger, da die Aufregung langsam durchkam, um 21.30 Uhr haben wir dann die ersten LMAA Tablette bekommen die hat ganz gut geholfen, haben super geschlafen.

03.09.2009 OP- Tag:

Morgens um 06.30 Uhr wurden wir geweckt bzw. ich, dann musste ich mich duschen, hab dann noch meine Haare geföhnt und dann machten die Schwestern auch schon Stress das ich meine sexy Klamotten anziehen soll, mich ins Bett legen und dann die Tabletten nehmen das waren dann noch mal 3 Stück. Ich war zu meiner Überraschung total ruhig, um 7.20 Uhr wurde ich nach oben in den OP geschoben wo noch gar keine Ärzte da waren deshalb musste ich noch etwas warten, als ich dann beim Anästhesisten war hat der noch ein bisschen mit mir geschnackt bis dann die eine Ärztin mir die Maske vor die Nase gehalten hat und von dem Zeitpunkt an weiß ich gar nichts.

Um ca. 14.00 Uhr bin ich dann auf Intensiv wieder aufgewacht, hatte eine Magensonde, einen Katheter, und 2 Drainageschläuche in mir zudem noch ein Paar Geräte die den Blutdruck messen und die Herztöne überwachen.

Ich habe dann den Pfleger gebeten mir meine Brille zu besorgen und einen Spiegel, Brille hat er mich auch gebracht den Spiegel hat er leider nicht gefunden und auf Intensiv gab es auch anscheinend keinen. Dann hat er mir noch eine Zeitschrift gebracht an die ich mich leider nicht mehr erinnern kann da ich immer wieder eingeschlafen bin. Irgendwann wurde mir dann berichtet das meine Schwester ihre UK- Rückverlagerung auch gut überstanden hat, das war das wichtigste was mir an dem Tag gesagt wurde.

04.09.2009 1. Tag post- op

Wecken brauchte man mich morgens nicht da ich eh nicht viel geschlafen hatte in der Nacht. Dann hab ich das erste Mal was durch die Magensonde zu essen bekommen und was zu trinken über nen Schnabelbecher dann wurde ich auf mein Zimmer gebracht zu meiner Schwester, der erste Anblick war dann sehr erschreckend und lustig zugleich als wir uns angucken konnten. Dann passierte das wovor ich die ganze Zeit Angst hatte, mir wurde schlecht, ich klingelte nach der Schwester die mir dann einen Tropf anhängte der aber nicht schnell genug durchlief dann kam es und ich hab schnell geklingelt dann haben die mir einen Beutel an die Magensonde gehängt und dann ging es auch schon los ich musste mich übergeben, zum Glück haben die den Rest dann abgesaugt, danach gings mir dann besser. Dann musste ich ca. 6 mal nacheinander aufs Klo erst wollten die das ich auf die Pfanne gehe das war nicht wirklich toll zum Glück durfte ich ab dem 2. mal auf die Toilette gehen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Schlafen und einem Kurzbesuch von unseren Eltern. Essen durch die Magensonde klappte dann bei mir auch immer besser, bei meiner Schwester war das ziemlich kompliziert da die Sonde irgendwie verstopft war.

05.09.2009 2. Tag post- op

Das war eigentlich der schlimmste Tag wir waren ziemlich angeschwollen aber wenigstens wurden uns an dem Tag die Drainagen gezogen das war nicht wirklich angenehm aber weh tat es auch nicht, nur ein komischen Gefühl. Ansonsten haben wir allen Besuch abgesagt da wir mega angeschwollen waren und es uns echt nicht gut ging, meine Tante und Onkel kamen aber trotzdem da die das nicht mitbekommen haben. Dann hat mir die eine Schwester warum auch immer ein neues Pflaster an meine Magensonde gemacht das war ein großer Fehler weil dabei hat sie sich irgendwo anders hinbewegt, ich weiß bis heute nicht ob sie weiter rein oder raus geschoben wurde jedenfalls konnte ich das so nicht aushalten hatte das Gefühl das ich mich übergeben muss oder ich ersticke. Nachdem ich den Schwestern das schon 2x gesagt hatte und die meinten das kann nicht sein kam dann die Nacht da wurde es dann richtig schlimm, die Nachtschwester sagte dann das sie mir die rausziehen könnte aber das mir dann die Ärzte am nächsten Tag bestimmt bei Bewusstsein eine neue legen würden. Das wollte ich natürlich gar nicht und dachte ich halte das noch aus, 2 Stunden später ging dann gar nichts mehr da ich dachte ich ersticke, die Schwester hat mir dann also doch die Sonde gezogen, danach konnte ich dann wenigstens gut schlafen.

06.09.2009 3. Tag post- op

Am morgen wachte ich recht entspannt auf da die Sonde ja zum Glück raus war. Dann gabs auch schon das erste mal Brühe und flüssigen Wackelpudding, klappte soweit auch ganz gut, meine Schwester bekam weiterhin ihre Nahrung über die Sonde was sich dann aber auch als sehr schwierig herausstellte. Die Schwestern sagten das ihre Sonde verstopft sei weil sie nicht richtig nachgespült hat was aber gar nicht sein konnte, also gab es dann erstmal keine Nahrung bis die Ärztin kam ich hatte tierische Panik das mir eine neue Sonde gelegt wird, die Ärztin sagte dann aber das sie meiner Schwester auch die Sonde rausziehen und wir dann auch keine neuen bekommen würden, da waren wir sehr erleichtert. Übrigens war in der Sonde meiner Schwester ein Knick, es war also nicht ihre schuld das nichts mehr durch ging. Ab jetzt gab es also für uns beide Essen durch den Strohhalm. Ansonsten verlief der Tag ganz gut haben auch schon etwas mehr besuch bekommen, was sich dann abends auch bemerkbar machte da wir super früh eingeschlafen sind.

07.09.2009 4.Tag post- op

Der Tag begann damit das um ca. 8.00 Uhr morgens schon die Chefarztvisite war, dauerte natürlich nicht wirklich lange wie immer einmal kurz gucken alles ok, wunderbar, tschüß. Später am Vormittag mussten wir dann erst oben im Krankenhaus zum Röntgen und später auch noch mal in die Ambulanz zum 2. Röntgen, das war ein sehr interessanter Anblick auf dem Röntgenbild bei mir 6 Platten und ca. 20 Schrauben zu sehen. Bei meiner Schwester waren es nur 2 Platten und 8 Schrauben. Nachmittags wieder etwas besuch so verging der Tag.

08.09.2009 5. Tag post- op

Morgens wieder einmal Visite ich hab dann schon mal vorsichtig angefragt wann wir vielleicht nach Hause können, die Ärzte meinten dann Ende der Woche, also haben wir uns auf Freitag eingestellt. Nach dem Mittag haben wir mal wieder unsere Runde gedreht ums Krankenhaus und dann draußen auf unsere Oma und Opa gewartet, mit denen waren wir dann auch den ganzen Nachmittag unterwegs später kamen noch ein paar Freundinnen vorbei. Am Abend wollte meine Schwester uns noch mal einige neue Strohhalme holen als sie von dem Arzt angesprochen wurde der uns operiert hat ob wir nicht vielleicht am nächsten Tag nach Hause möchten, sie hat natürlich sofort ja gesagt, etwas seltsam da ich ja morgens noch gefragt hatte. Wir freuten uns jedenfalls riesig vielleicht am nächsten Tag nach Hause zu können und sagten auch gleich allen bescheid. In der Nacht schlief ich das erste mal für kurze Zeit auf der Seite.

09.09.2009 6. Tag post- op

Am frühen morgen kam die Schwester ins Zimmer um uns zu wecken und uns zu fragen ob wir heute nach Hause gehen, wir haben dann nur gesagt das der Arzt so was angedeutet hat. Dann war Visite und es stand fest, wir konnten nach Hause sollten aber vorher noch mal ins Behandlungszimmer kommen. Die Putzfrau hat mich dann gleich gebeten das wir schon mal unsere ganzen Sachen zusammen packen und auf Bett legen damit sie den Rest schon sauber machen können. Wir sind dann ins Behandlungszimmer dort wurden uns die Drähte entfernt und stattdessen sehr straffe Gummis eingesetzt, die waren so straff das man den Mund trotzdem noch nicht öffnen konnte und der Splint war auch immer noch drin. Um elf Uhr war unsere Mama da um uns abzuholen dann noch schnell zur Abmeldung und ab nach Hause.

Die nächsten Tage verliefen recht ruhig, man versuchte schon mal sich etwas mehr zu bewegen wobei ich immer sehr schnell kaputt war aber das wurde jeden Tag besser. Am 12. Tag post- op mussten wir dann noch mal hin um uns die Fäden ziehen zu lassen, zu unserer Überraschung wurden auch die Gummis und der Splint entfernt, so das wir ab jetzt nicht nur endlich Milchprodukte sondern auch Brei zu uns nehmen dürfen. Die Körperliche Belastung steigern wir von Tag zu tag wobei meine Schwester da nicht solche Probleme hat wie ich. Auch die Schwellung wird von Tag zu Tag weniger.

Das war soweit erstmal alles von mir!!

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Herzlichen Glückwunsch zu deiner/eurer überstandenen OP. Ich wünsch euch ne Gute Besserung und das alles voll gut verläuft!

LG

P.S. Is ja toll, dass ihr euch gemeinsam operieren habt lassen!

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Super, dass ihr es geschafft habt! Ich will mich ja auch in Osnabrück operieren lassen und bin deshalb doppelt neugierig:)

Habt ihr euch gut aufgehoben gefühlt? Waren die Schwestern ok? Durftet ihr gleich am 1. Tag auf die Normalstation? Wie läuft die Nachbehandlung? Alles gut?

Liebe Grüße, Josey

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Hallo, und herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP. Auch ich habe eine Schwester, der auch, wie bei mir eine Bimax OP bevorsteht. Noch wollen wir uns nicht zum selben Zeitpunkt operieren lassen.Euren Entschluß finde ich dennoch sehr gut. Euch beiden weiterhin gute Besserung! lg smile32

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Danke für eure ganzen lieben Wünsche, im Moment gehts uns ganz gut sidn auch schon langsam wieder angefangen zu arbeiten is zwar noch etwas anstrengend aber geht schon recht gut.

@smile32: Ich würde das jedem empfehlen sich mit jemandem zusammen operieren zu lassen wenn das zeitlich alles passt. Ich war sehr froh das wir zusammen da waren schon im Krankenhaus war das sehr angenehm zu zweit zu sein und auch jetzt im nachhinein is es immer ganz schön wenn man sich so direkt austauschen kann aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden :-)

Liebe Grüße Yvonne

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Momentan schauen wir nur, was sich an den Zähnen so tut,ich bin meiner Schwester 1/4 Jahr voraus. Allerdings steht bei noch keinem ein OP Termin oder Zeitraum für eine Bimax fest. Das Krankenhaus und die Station werden die gleiche sein. Und ob man dem Personal so ein geballte Zwillingspower zumuten sollte, na ich weiß nicht so recht... :-) Das mit dem Verwechseln ist ja jetzt schon so eien Sache...:-)

Weiterhin gute Besserung und lg von smile32

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