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Laney

Unterkiefervorverlagerung notwendig? - Zweifel!

Liebe alle! Nach dem heutigen Besuch bei meiner Kieferorthopädin habe ich ein wenig gegoogelt und bin auf dieses tolle Forum hier gestoßen. Ich hoffe mir, einige Ratschläge in Bezug auf ein großes Problem holen zu können.

Ich bin 23 Jahre alt und trage seit Anfang Sept. 2009 (wieder) eine festsitzende Zahnspange (Metallbrackets in OK und UK).

Ich hatte bereits im Alter von 11 Jahren für 1 Jahr eine festsitzende Zahnspange, allerdings nur im OK. Ich habe im Oberkiefer sehr große Schneidezähne, dafür aber eine Aplasie der zweiten Schneidezähne, d.h. diese waren gar nicht angelegt. Auf Grund des Platzmangels im OK hat man sich damals entschlossen, die fehlenden zweiten Schneidezähne nicht zu ersetzen und quasi die Eckzähne gleich neben den ersten Schneidezähnen einzureihen. Im UK wurde gar nichts gemacht, offenbar wurde damals kein Problem in der Zahn- bzw. Kieferstellung gesehen.

Im Laufe der Jahre hat sich aber auch ein sehr großer Platzmangel im UK bemerkbar gemacht, der sogar soweit ging, dass die unteren Eckzähne "vor" die unteren Schneidezähne gedrängt wurden. Aus diesem Grund konnte ich die Eckzähne auch kaum mehr putzen und sie verfärbten sich ziemlich.

Auf Grund dieser Geschichte bin ich letzten Herbst - mit dem Segen meiner Eltern, die die Sache mit den Eckzähnen auch problematisch fanden und sich bereit erklärten, eine Regulierung zu finanzieren - zu meiner jetzigen Kieferorthopädin gegangen. Diese hat vor ca. 8 Jahren auch schon die Zähne meines Bruder reguliert, der ursprünglich einen noch viel größeren Platzmangel und eine viel "wildere Zahnstellung" hatte als ich (zum Teil waren die Zähne richtig "verdreht"). Jedenfalls hat er jetzt wunderschöne Zähne und alle waren mit dieser Behandlung sehr zufrieden.

Nach einem Erstgespräch wurden Abdrücke, Fotos etc. gemacht und ein paar Woche später hatte ich gemeinsam mit meinem Vater einen Termin bei der Kieferothopädin zur Befund- und Heilplanbesprechung. Ich erwarte nichts Schlimmes, da ich ja eigentlich nur den Engstand im UK aufgelöst und meine Eckzähne wieder eingereiht haben wollte. Der Behandlungsplan, den sie uns präsentierte, hatte es allerdings in sich. Ich hätte ein zu kurzes UK (um 3mm) und daher eine Kieferfehlstellung und bräuchte zusätzlich zur kieferorth. Behandlung eine Kiefer-OP (Unterkiefervorverlagerung). Sie erklärte auch gleich, wie diese OP im Detail ablaufen würde und hatte digitale Vorher-Nachher-Bilder von meinem Gesicht vorbereitet. Ich war ziemlich geschockt, vor allem von diesen Bildern, weil ich auf der Nachher-Prognose ziemlich anders aussah. Ich habe grundsätzlich kein Problem mit meinem UK, ich habe auch kein "fliehendes" Kinn oder so und bin generell mit meinem Aussehen sehr zufrieden. Ich wollte nur nicht dass mir meine Eckzähne unten verfaulen oder ausfallen!! :evil: Das hab ich ihr auch gesagt und klargestellt, dass ich diese OP auf keinen Fall möchte.

Ich habe kurz darauf den Rat einer Kieferchirurgin (die mir auch alle Weisheitszähne operativ entfernt hat) eingeholt und sie meinte, dass diese OP bei mir nicht notwendig wäre, da mein UK-Rückstand sehr geringfügig wäre und dass sie mich von selbst gar nicht darauf angesprochen hätte. Na also, dachte ich mir, rief gleich meine Kieferorthopädin an und hab nochmals betont, dass diese OP nicht in Frage kommt und ich die Behandlung bei ihr auch nur unter dieser Prämisse beginnen würde. Sie hat dann gemeint, dass ich nach der Behandlung für den Rest meines Lebens in der Nacht eine "Schiene" tragen müsse, damit sich die Zahnstellung durch Zähneknirschen etc. nicht wieder verschiebt. Ich habe eingewilligt und wir haben die Behandlung begonnen.

(Übrigens meinte auch mein normaler Zahnarzt, dass meine Kieferorthopädin branchenintern dafür bekannt ist, eine absolute Perfektionistin zu sein und ihren Patienten oft auch "unnötige" Behandlungen aufzuhalsen. Deswegen würde er sie seinen Patienten auch nicht mehr empfehlen. Auch alle meine Bekannten und Freunde haben gemeint, dass sie nicht verstehen können, warum diese OP bei mir notwendig sei.)

Mein Problem ist, dass sich jetzt, nach ca. 1 Monat Behandlung, plötzlich eine Lücke zwischen meinen Schneidezähnen im OK und UK gebildet hat, d.h. die unteren Zähnen stehen plötzlich weit zurück und ich habe das Gefühl, dass meine Kieferorthopädin meine Zähne doch auf die OP vorbereitet. Ich hab Angst, dass ich nach ein paar Monaten Behandlung einen total schlechten Biss habe oder eine extrem hässliche Zahnstellung und mir gar nichts anderes übrig bleiben wird, als in diese OP einzuwilligen!!!

Meine Eltern haben das 1. Behandlungsjahr schon bezahlt, ebenso wie die (sehr hohen) Kosten für die Behandlungsplanung. Ich habe echt kein gutes Gefühl mehr dabei und befürchte, einen großen Fehler begangen zu haben. Ich würde mir gerne eine zweite (eigentlich dritte) Meinung einholen bzgl. dieser OP, aber ich hab keine Ahnung ob es nicht eh schon "zu spät" ist. Was meint ihr dazu? War vielleicht jemand schon in einer ähnlichen Situation?

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