Eichkätzchen

Dental-/Uniklinik vs. niedergelassene Kieferorthopäden?

Ich hoffe das Thema gibt's noch nicht (jedenfalls habe ich kein ähnliches gefunden), sonst können es die Moderatoren gerne löschen.

Aktuell bin ich auf der Suche nach dem passenden Kieferorthopäden.

Vor 3 Jahren, als ich eine neuerliche Behandlung beginnen wollte, war ich bei einer niedergelassenen KFO, die mich, da ich auch ein kieferchirurgischer Fall bin, an die Universitätszahnklinik in Wien verwiesen hat - gelandet bin ich in der Dentalklinik Margareten.

Aus der Behandlung ist nichts geworden aber ich frage mich, ob es in bestimmten Fällen besser bzw. dringend notwendig ist, in eine Zahn-/Kiefer/etc.klinik zu gehen als zu einem niedergelassenen KFO? (Ich hatte bis jetzt eher eine schlechte Meinung von solchen Kliniken...)

Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Antworten, bzw. Tipps zur KFO-Suche und Auswahl geben! Ich möchte mir ein "Kindheitstrauma-Deja Vue" mit einem unfähigen KFO ersparen aber das Telefonbuch zu durchpflügen bringt es ja auch nicht wirklich, oder?

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Hallo

Hier gibt es schon nen paar User, die sich KFO-technisch in einer Uni-Klinik behandeln lassen, aber ich glaube die Mehrheit (auch wenn ich es nicht besser weiß :-D) hier geht zu niedergelassenen KFOs.

Ebenso wie ich - ich dachte zwar vorher auch an eine Zahnklinik (Uni) - aber nach einigen Besuchen bei mehreren KFOs bin ich bei meinem jetzigen geblieben.

Ich finde, dass es nicht falsch ist, zu mehreren KFOs wie KFCs zu gehen um eine 2t oder sogar dritt-Meinung einzuholen. Bei mir ging es auch darum, dass mein Doc nicht weit von der Arbeitstelle weg ist, oder auch auf dem Weg liegt, so erspare ich mir unnötige Fahrerei und kann vielleicht mal in der Mittagspause hin. Von daher habe ich eine Vorauswahl getroffen und die dann nacheinander besucht.

Viel Erfolg dir weiterhin

VG

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Hallo,

ich bin in der Zahnklinik der Uniklinik Gießen in KFO-Behandlung und damit sehr zufrieden.

Dafür warenbei mir 3 Punkte ausschlaggeben:

1. An der Zahnklinik sind die Behandlungskosten am geringsten (im vergleich zu den davor angeschauten Praxen).

2. Die Zahnklinik ist für mich schnell zu erreichen.

3. Die Zahnklinik arbeitet mit einem bekannten KFC in Bad Homburg zusammen (was für mich sehr wichtig ist).

Allerdings glaube ich nicht, dass es zwingend notwendig oder besser ist sich in einer Zahn-/Kiefer/etc.klinik behandeln zu lassen, da es sehr viele gute niedergelassene KFOs gibt.

Gruß Steffen

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also ich war als Kind bei einem niedergelassenen KFO, bei der jetzigen Behandlung hatte ich mir mehrere niedergelassene KFO´s angesehen und die Unizahnklinik und ich fand es in der Uni am besten, obwohl ich im Vorfeld nicht unbedingt positiv der Klinik gegenüber eingestellt war, bin nur auf Empfehlung hin und war sehr angenehm überrascht.

Meine erlebten Vorteile:

1. alle Abteilungen unter einem Dach (KFO, KC, Zahnarzt, Prothetik)

2. deutlich geringere Kosten als bei den niedergelassenen KFO´s

3. alles wird vom Arzt persönlich gemacht

4. immer sehr schnelle Terminmöglichkeiten wenn was ist

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Vielen Dank für eure Antworten!

Mir ist es eben auch schon aufgefallen, dass hier die Mehrheit(?) bei niedergelassenen KFOs in Behandlung ist, deswegen war ich ja auch im Nachhinein so erwundert, warum ich damals weggeschickt wurde. :confused: (Aber vielleicht war die noch aus dem Jahrgang, in dem sie an der Uni gelernt haben: "Kieferchirurgische Fälle?! Nur zur Uniklinik!" ;-) )

Na ja, aber wie's aussieht bin ich eben doch einem Vorurteil aufgesessen. Ich werde mich einfach dort auch beraten lassen und schauen, ob mir das Klima dort zusagt.

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Hallo,

finanzielle Anreize spielen bei allen Ärzten eine Rolle. Bei UKs spielt dieser Faktor aber eine wesentlich geringere Rolle (sofern Du nicht PKV versichert bist).

Solltest Du eine Kieferoperation haben solltest Du hier auf jeden Fall Dir die Qualitätsberichte ansehen. www.bqs-online.de

Ein Qualitätsmessung an sich erfolgt (leider) noch nicht, aber auch die Anzahl der Fallzahlen ist interessant. Eine höhere Fallzahl geht mit deutlich höheren Erfolgsquoten einher. Das ist sogar empirisch nachweisbar ;-).

Hier wäre ich mir aber nicht mal so sicher, ob die Fallzahlen einer Uk so viel höher sind als bei Niedergelassenen.

Für Niedergelassene gibt es einen solchen Qualitätsbericht leider noch nicht. Du kannst aber einfach beim Niedergelassenen nachfragen. Auch eine "Aktennotiz" der genannten Zahl kann nie schaden.

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Also beim Erstgespräch nicht nur fragen was er/sie "da" machen würde, sondern auch, wie oft der KFO solche Fälle, wie den meinen, schon (erfolgreich) behandelt hat?!

Ist eigentlich einleuchtend - dass ich da nicht draufgekommen bin? Das wird sicher ein wesentliches Kriterium meinerseits werden!!! 8)

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@Eichkätzchen: Sorry, habe gerade gesehen, dass Du nicht aus Deutschland bist. Vielleicht gibt es bei Euch auch etwas wie den BQS wie bei uns....

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Hallo!

Ich war in der Uni-Zahnklinik in Wien in Behandlung - einmal als Kind (zwischen 9 und 13 Jahren) und dann mit 20 Jahren noch einmal zur Nachbehandlung, weil sich alles verschoben hatte, da hab ich aber nach drei Monaten die Behandlung abgebrochen. Ein Jahr vor der zweiten Behandlung wurden mir alle vier Weisheitszähne herausoperiert - auch dort.

Meine Erfahrungen sind so-so.

Die guten Seiten:

- Kostenfaktor. Ich weiß nicht mehr genau, wie viel meine Mutter bei der ersten Behandlung bezahlt hat, aber auf jeden Fall weniger, als es irgendwo anders gekostet hätte. Die Nachbehandlung musste ich gar nicht bezahlen.

- Bei der ersten Behandlung haben sie eine ziemlich schwierige Zahnstellung (andere Ärzte meinten, man müsste Zähne ziehen) ohne Extraktion sehr gut hingekriegt.

- Die zweite OP (rechte Seite) lief super, nette Chirurgin, die die Zähne in 15 Minuten draußen hatte. Ich hatte danach kaum Schmerzen.

Die schlechten Seiten:

- Schlechte Beratung: Ich wurde kaum informiert, was gemacht wird, was das bewirkt usw.

- Behandlungmethoden, die von anderen Ärzten als nicht mehr unbedingt zeitgemäß angesehen werden: Im Rahmen der zweiten Behandlung wurden mir an den unteren Frontzähnen Spikes eingesetzt, obwohl ohnehin abgesprochen war, dass ich zu einem Logopäden gehe, um etwas gegen das Zungendrücken zu unternehmen. Und das Ganze, ohne mich vorher zu fragen. (Mir wurde nur gesagt, sie setzen da was ein, das wird am Anfang ein bisschen pieksen - haha!!!) Ich finde, sie hätten mich entscheiden lassen müssen, ob ich mir das antun möchte, mir die Zunge daran aufzuschlitzen, oder ob ich doch lieber eine etwas längere Behandlungsdauer in Kauf nehme.

- Auf der rechten Seite hat ein anderer Chirurg, als abgesprochen, meine Weisheitszähne herausopiert. Als ich ihn danach bei der Kontrolle gesehen habe, was ich ganz entsetzt: Ziemlich ungepflegt, halblange fettige Haare usw. Ich hatte ca. 10 Tage lang ziemlich starke Schmerzen und drei Monate danach ist die Backe wieder angeschwollen - weil er ein Stückchen Zahn drinnen vergessen/übersehen hatte.

Das sind so meine Erfahrungen, die sich aber auch sicher nicht verallgemeinern lassen. Es kommt wahrscheinlich wirklich darauf an, bei welchem Arzt man ist. Aber es ist auf jeden Fall ein ziemlich unpersönlicher Massenbetrieb.

Ich habe mich inzwischen entschlossen, das Thema Kieferorthopädie wieder anzugehen. Meine Zahnärztin hat mich an einen KFO im ersten Bezirk verwiesen. Da war ich bei einem Beratungsgespräch und dessen Diagnose sah ganz anders aus: Nach seiner Einschätzung ist der offene Biss gesundheitlich weniger schädlich, besorgniserregend sei, dass die Backenzähne nicht gut zusammenbeißen bzw. dass ich keinen sicheren Biss habe. (Hatte früher mal einen Jasper Jumper drinnen und seitdem schwanke ich beim Zubeißen immer zwischen zwei Positionen.) In der Zahnklinik haben sie gesagt, dass hinten alles passt. Der nun schlägt eine Muskelenspannungsschiene vor, damit der UK wieder seine wirkliche Position findet (er meinte, dass UK in Wirklichkeit viel weiter hinten liegt, und dass die einzige Möglichkeit, den weiter nach vor zu kriegen, eine OP wäre, von der er mir aber abraten würde - meiner Meinung nach widersprüchliche Philosophie zum Jasper Jumper, muss da aber nochmal nachfragen, wie das zu verstehen ist) und dann Einschleifen der Backenzähne. Fixe Zahnspange würde er auf den ersten Blick eher als kosmetische Frage sehen. Ist also ganz was anderes. Ich hatte beim ersten Gespräch ein gutes Gefühl, überlege aber, ev. noch eine andere Meinung hinzuzuziehen. Außerdem fand ich das Angebot für die Zahnspange ziemlich teuer - und er arbeitet mit keinen Kassen zusammen.

Ich hoffe, dass das für dich vielleicht hilfreich war. Falls du noch Fragen hast, kannst du mir auch gerne eine PN schicken.

Lg

P.S.: Warum bist du dann doch nicht in die Zahnklinik gegangen?

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Danke, dass du mir so lange und detailliert geantwortet hast!

Das mit dem nicht-informiert werden finde ich schlimm! Ich hab schon mit so vielen Ärzten gestritten (und sie deshalb auch gewechselt) wegen dem Nicht-Zuhören aber es scheint echt eine Ärzte-Krankheit zu sein ... :-?

ich kann das gar nicht leiden, wenn quasi "über mich hinweg behandelt wird" aber dann erst mitbekommen zu müssen, dass einem die Kieferorthopäden gar nicht zu gehört haben und erst recht machen was sie wollen, finde ich nur arg! Zu solchen Zuständen passt auch die Massenabfertigung, von der du schreibst.

Also ich glaube, wenn ich dorthin gehe, dann nur um eine weitere Meinung einzuholen - jedenfalls werde ich besonders auf der Hut sein!

Zu deiner Frage: Ich war damals noch minderjährig und meine Mutter stand zwar einer erneuten Behandlung positiv gegenüber aber wie sie das Wort Operation gehört hat, wollte sie keine Einwilligung mehr geben (Obwohl ich dann schon längst 18 gewesen wäre). :(

Apropos: Heute war ich auf der Schwarzspanierstraße und habe auf einem Schild gesehen "Facharzt für Kieferorthopädie und Kiefer- Mund- und Gesichtschrirurgie" kann mich aber leider nicht mehr an den Namen erinnern.

Was haltet ihr davon?: Ich denke, dass so ein KFO sicher mehr "über den Tellerrand hinausblickt" aber andererseits würde ich mich eher nicht von ein- und demselben Arzt KFO und KFC-technisch behandeln lassen - ich glaube, dann fehlt irgendwie das Gefühl, dass sich 2 Seiten prüfend über die Schulter schauen. Mal abgesehen von dieser renommierten Chirurgin ... ;)

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Hallo!

Ja, das ist eine gute Frage mit der Kombination Kieferorthopädie/-chirurgie. Beide deine Argumente sind bedenkenswert. Aber ich denke, dass ein guter KO ohnehin über den Tellerrand hinausblicken können sollte ;-)

Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Glück bei der Suche!

Ich hab morgen Termin für Abdrücke und Diagnostik... Bin mal gespannt und hab mir noch offen gelassen, in welchem Ausmaß ich mich auf eine Behandlung einlasse.

Lg

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