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OK-Vorverlagerung am 24.09.09 bei Dr. Liokumowitsch, Schlosspark-Klinik Berlin

Hallo zusammen!

Da ich vor meiner OP etliche Berichte gelesen hab und diese mir sehr sehr geholfen haben, will ich jetzt natürlich auch von meiner OP berichten:-D

Was wurde gemacht:

Der OK wurde nach vorne verlagert (wie viele mm weiß ich gerade nicht, so circa 4), an der Gaumennaht verbreitert sowie einige mm nach links geschwenkt.

22.09.

Anästhesie-Vorbesprechung in der Klinik, mit Blutabnahme und den üblichen Untersuchungen. Dann wurde mir noch gesagt, dass ich am OP-Tag so gegen Mittag an der Reihe sein würde.

24.09. OP-Tag, Donnerstag

Um kurz vor 7 Uhr morgens waren mein Freund und ich in der Klinik. Leider war noch kein Bett frei, und ich konnte erst um 10 Uhr auf mein Zimmer. Dann hab ich aber direkt die OP-Kleidung bekommen und mich ins Bett gelegt. Etwas später kam eine Schwester und hat mir die lang ersehnte Pille gebracht:-D Zu dem Zeitpunkt war ich eigentlich gar nicht sehr nervös, komischerweise, ich hatte eher Angst vor der Angst, die noch kommen könnte…

Gegen 12 Uhr wurde ich in den Vorbereitungsraum geschoben. Die Braunüle wurde gelegt, dann kam ich auch schon in den OP. Da ich so eine Art Allergie gegen örtliche Betäubungsmittel habe, wollte der Anästhesist mir keins in die Vene spritzen. Er meinte zu mir, dass das Narkosemittel dann wohl ein bisschen brennen würde… na ja, schön war es nicht, aber nach ein paar Sekunden war ich schon eingeschlafen.

Um halb fünf bin ich im Aufwachraum aufgewacht. Ich hab am ganzen Körper gezittert wie blöd, das ist das erste, woran ich mich erinnere. Dann fing ich an zu heulen, warum auch immer… Eine Schwester kam und kümmerte sich um mich. Im Halbschlaf hörte ich sie zu einer anderen sagen, dass mein Blutdruck auf 60 zu 40 abgesackt war, kein Wunder, dass ich mich nicht so topfit gefühlt hab, haha, mit so einem niedrigen Blutdruck macht man keine großen Sprünge.

Dann wurde ich aufs Zimmer gebracht. Zu meiner unendlichen Erleichterung hatte ich weder eine Magensonde noch Drainageschläuche, noch sonst irgendwelche Schläuche an mir. Auch keinen Splint. Mir wurde was gegen Übelkeit gegeben, damit ich mich nicht übergebe.

Meinen Mund konnte ich ausreichend weit öffnen, und sprechen konnte ich auch. Naja, deutlich ist anders, aber es hat gereicht, um meinen Freund auf den neuesten Stand zu bringen.

Den restlichen Tag hab ich so vor mich hin gedämmert und gegen die Übelkeit gekämpft. Es gab ein paar Schlucke Wasser aus der Spritze, mehr nicht.

Die Nacht war erwartungsgemäß anstrengend, ich hab mehr oder weniger aufrecht geschlafen, und bin dauernd aufgewacht. Also war ich richtig froh, als um 7 Uhr die Schwestern reinkamen. Zum Frühstück gabs Fresubin, hmmm.

1. Tag nach der OP, Freitag

Den ganzen Tag über war ich natürlich immer noch ziemlich matschig im Kopf und wackelig auf den Beinen. Außerdem hat mich die Braunüle in der Hand wahnsinnig gemacht. Also hab ich so lange jede Schwester und jeden Pfleger, der ins Zimmer kam, genervt, bis sie mir gezogen wurde. Ursprünglich sollte ich darüber noch zwei Portionen Antibiotika bekommen, aber ich hab darauf bestanden, dass ich die auch als Pillen schlucken kann. Nachdem dieses Nadeldings endlich weg war, gings mir besser.

Später kam noch eine Vertretung meines KC vorbei (der KC hat eine eigene Klinik und nutzt die Schlosspark-Klinik für diese Art von Operationen), um sich ein Bild von mir zu machen. Ich hab erfahren, dass die OP super verlaufen ist und alles soweit gut aussieht.

Der restliche Tag verlief ereignislos. Mir war schlecht.

Gegen Nachmittag fing es dann an, aus meiner Nase zu laufen. So eine eklige Mischung aus Blut und Wundsekret. Das ging eine ganze Weile, bis ein Pfleger dann vorsorglich den KC anrief. Der sagte aber, dass das völlig normal sei, und in den nächsten Tagen immer mal wieder passieren könnte. Bah, das verbesserte meine Übelkeit nicht gerade.

2. Tag nach OP, Samstag

Entlassung!! Um 9 Uhr war mein Freund da, um mich abzuholen. Ich hab mich von einer Schwester nochmal mit Schmerzmitteln und Tropfen gegen Übelkeit versorgen lassen, dann gings nach Hause (mit einem Taschentuch vor der Nase, um nicht alles vollzutropfen).

Endlich zu Hause, da fühlt man sich gleich viel besser und viel weniger krank. Schlecht war mir aber immer noch, und ich konnte einfach nichts von meiner Flüssignahrung runterwürgen.

Die Schwellung hatte übrigens an diesem Tag ihren Höhepunkt erreicht, ich hatte wirklich das Gefühl, dass mein Gesicht jederzeit platzen könnte.

Kurze Zusammenfassung der darauffolgenden Tage

Die Übelkeit ist dann am Sonntag endlich verschwunden, und ich konnte etwas mehr essen. Kartoffelbrei und Suppe.

Am Montag musste ich zur Kontrolle in die Praxis meines KC. Da war ich zum Glück nicht mehr wackelig auf den Beinen, deshalb war es kein großes Problem.

In den nächsten Tagen habe ich dann viel Zeit auf dem Sofa verbracht, so eine OP geht schon ganz schön an die Verfassung.

Acht Tage nach der OP

Jetzt bin ich wieder fit, kann rausgehen und fühle mich gut. Ich esse alles Mögliche, das unter „weiche Kost“ fällt (kleingematschter Fisch, Süßkartoffeln, Mousse au chocolat, Pudding). Die Schwellung ist noch ordentlich, ich sehe aus wie ein kleines Äffchen.

Ab und zu tropft mir noch etwas blutiges Wasser aus der Nase, aber wirklich nur tröpfchenweise. Dafür hatte ich keine Drainagen, deshalb nehme ich das gerne ich Kauf.

Taubheit

Besonders der Bereich um die Nase und der Gaumen sind noch ziemlich taub. Die Wangen sind aber schon größtenteils wieder aufgewacht. Jeden Tag kommt ein kleines Stück zurück, nachdem es sich mit ausgiebigem Kribbeln angekündigt hat, und dann wird es euphorisch willkommen geheißen!

Zur Optik

Kann ich noch nicht so viel sagen, da mein Gesicht eindeutig noch durch die Schwellung verzerrt ist… Aber die Zähne passen schon sehr gut aufeinander, konnte es gar nicht glauben, als ich zum ersten Mal in den Spiegel geguckt hab. Fotos gibt es bestimmt demnächst.

So, das wars. Lang geworden. Falls ihr Fragen habt, immer her damit!

Liebe Grüße,

Julia

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Hallo Julia,

habe gerade mit Interesse Deinen Bericht gelesen, von dem Arzt auch schon das eine oder andere gehört.

Wenn ich Deinen Bericht richtig verstanden habe, hat man alles in einem OP-Schritt gemacht- also Gaumennahterweiterung und OK-Vorverlagerung?

Das klingt ja gut!!!

Hattes Du im Vorfeld gesundheitliche Probleme oder den Eingriff "nur" aus ästhetischen Gründen machen lassen?

LG, bin auf Deinen Bericht gespannt.

Mona

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Hört sich toll an! Freu mich für dich ;-)

Ist das normal dass man schon nach 2 Tagen entlassen wird, wenn nur der OK 'gemacht' wird?

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mein glückwunsch zur überstandenen op!!

ich werde auch in der schloßpark-klinik operiert und mich würde mal interresieren ob du vorher bescheid sagen musstest das du was gegen übelkeit möchtest?hab so schon meine probleme mit dem erbrechen aber wenn dann eventuell der mund auch noch "zugeschnürt" ist...:shock::(

hm...aber ich frage mich auch wenn blut im magen ist -und das lässt sich ja nicht verdauen- es oben nicht raus kommt und man auch keine magensonde hat...wo geht das denn dann hin???:confused:

lg

franzi

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Hey Glückwunsch zur überstandenen OP!!

Jetzt muss ich auch nochmal fragen: Nur 2 Tage post OP??? Das ging aber schnell, mein KFC hat gesagt 7-10 Tage, vielleicht 5 Tage aber auf keinen Fall früher.

Warst du denn nicht auf der Intensiv???

LG

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Danke euch fürs Lesen:-)

@mona1965:

Genau, es wurde alles in einem Schritt gemacht. Die Alternative wäre zuerst eine „klassische“ Gaumennahterweiterung mit Apparatur gewesen, dann in einem zweiten Schritt die Verlagerung. So musste ich jetzt nur eine OP über mich ergehen lassen…

Ich hatte eigentlich keine wirklichen gesundheitlichen Probleme, aber der Biss war schon arg schief (siehe Bilderforum), das hat mich sehr gestört, optisch und funktional.

@Neuling: Ja, das scheint so üblich zu sein, ich weiß aber nicht, ob es an der Klinik oder am Kieferchirurgen liegt. Ich hab aber mitbekommen, dass auch Patienten mit einer Unterkieferoperation nach zwei Tagen entlassen werden.

@Franzi: Ich bin auch immer schnell dabei was Übelkeit und Kreislauf angeht… also du musst dir da gar keine Sorgen machen. Schon bei der Vorbesprechung hat mir die Anästhesie-Ärztin gesagt, dass ich sofort nach der OP ein Medikament gegen Übelkeit kriege. Das sollte nämlich möglichst vermieden werden, dass man kurz nach OP erbricht. Mir war zwar immer mal wieder leicht übel, aber ich habs drin behalten. Außerdem war der Mund ja gar nicht verschnürt.

Und: alle in der Klinik sind wahnsinnig nett, man konnte jederzeit Bescheid sagen, wenn irgendwas war, und sie haben einem sofort sehr lieb geholfen.

Ich denke, da bist du gut aufgehoben.

Ach so, und ich glaube nicht, dass das Blut komplett unverdaulich ist, es liegt halt nur schwer im Magen...also will der Magen es schnell wieder loswerden. Wenns aber drinbleibt, wird es halt irgendwann verdaut. Denk ich...

@Bella: Ja, ich bin Donnerstag operiert worden, und durfte Samstag morgen nach Hause. Ich war nach der OP kurz im Aufwachraum, danach bin ich auf mein Zimmer gekommen, eine ganz normale Station.

Hat mich ehrlich gesagt auch ein bisschen gewundert, weil ich hier so viele Geschichten gelesen habe mit Intensivstation, Magensonde, Beatmung und so weiter...

War aber völlig ok, war zwar etwas wackelig auf den Beinen, aber als ich dann erstmal zu Hause war, war alles gut.

Ansonsten noch ein kurzes Update, 14 Tage post-OP:

Soweit geht es mir ganz gut, nur hab ich beim Schlucken dauernd so ein Knacken im Gaumen, das hat mir schon Angst gemacht, ich dachte, es wäre irgendwas locker.

War heute beim KFC, der hat ordentlich an meinem Oberkiefer gerüttelt. Scheint alles fest verschraubt zu sein, nur schrappen die beiden Knochenplatten, die bei der Spaltung ja entstanden sind, manchmal gegeneinander. Das verursacht das Knacken, gruselig...:shock:

Aber nächste Woche krieg ich eine Schiene zur Fixierung, außerdem soll ich mich möglichst schonen, und dann wird das wohl!

Liebe Grüße,

Julia

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ui da bin ich aber erleichtert das da alle sehr nett sein sollen!:smile:

habe ja am 13. meinen nächsten kfo termin und da erfahre ich dann op ich mit meinen kfc den op-termin ausmachen darf oder doch noch etwas warten soll!

ich hoffe er hat dann eine positive nachricht für mich!:D hab zwar angst vor der op aber ich will es auch langsam hinter mich bringen! :522:

die sache mit deinen knochenplatten finde ich auch unheimlich!:shock:

lg

franzi

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Hi Julia,

da ich auch bei Dr. Liokumowitsch in Behandlung bin, würde mich interessieren, ob er vor der OP eine Simulation erstellt hat, wie dein Gesicht nach der OP aussehen wird.

LG, momo

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Hallo Momo,

nein, sowas hat er nicht gemacht... ich hab aber auch nicht danach gefragt, deshalb weiß ich nicht, ob es überhaupt die Möglichkeit gibt.

Im Nachhinein wäre eine Simulation vielleicht ganz gut gewesen, denn so richtig glücklich bin ich über mein neues Aussehen nicht:(

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Hey Julia,

das hört sich aber nicht sehr schön an =(

Hast du denn Vorher- Nachherbilder zum Vergleich? Das würde mich ja mal sehr interessieren, da im Internet kaum etwas über Dr. L. zu finden ist und seinen OP-Ergebnissen.

LG, momo

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Hi Momo,

ich hatte vorher mal Fotos online, hab sie aber erstmal wieder rausgenommen, solange bis das alles 100% abgeschlossen ist.

Ich denke, Dr. L. ist ein guter Chirurg, hab ich auch von mehreren Seiten gehört, zu deiner Beruhigung:-)

Nur seit alles nicht so gut läuft bei mir (OK wächst nicht richtig an), komm ich mit ihm nicht mehr klar...

Aber da so selten was schiefgeht, musst du dir bestimmt keine Sorgen machen, wollte dir das nur sagen, damit du Bescheid weißt.

Falls du Details wissen willst, kannst mir ja eine PN schreiben.

Liebe Grüße!

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Im Nachhinein wäre eine Simulation vielleicht ganz gut gewesen, denn so richtig glücklich bin ich über mein neues Aussehen nicht:(

bist du seitdem grün angelaufen oder so?

weil deine fotos waren eine der schönsten veränderungen die ich bisher im forum gesehen hab.

ist sicher frustierend wenn die behandlung dann keine ende nimmt und man nochmal operiert werden muss...

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bist du seitdem grün angelaufen oder so?

:lol: Ja, wahrscheinlich bin ich vor lauter Frust grün angelaufen...

Nein, irgendwo hatte ich es auch schonmal geschrieben, von der Seite siehts super aus, aber von vorne irgendwie komisch. Das liegt aber wahrscheinlich an den Restschwellungen, und manchmal kann ich mich auch damit anfreunden. Aber es gibt halt Tage, da bin ich noch ein bisschen unglücklich. Wahrscheinlich hab ich auch noch mehr mit Schwellungen zu kämpfen (auch nach so langer Zeit), weil ja mein Kiefer noch etwas in Bewegung ist und dadurch die Bruchflächen und alles nicht richtig zur Ruhe kommen.

Damit wollte ich aber nicht sagen, dass der Chirurg das nicht gut gemacht hätte, sondern dass ich mich einfach noch nicht richtig dran gewöhnen kann (und es wahrscheinlich immer besser ist, sich mithilfe einer Simulation sein neues Aussehen zeigen zu lassen).

Liebe Grüße

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Hey Julia,

bekomme Anfang September OK und UK beim selben Arzt in der Schlosspark-Klinik gemacht...

Wie gehts dir denn mittlerweile? Habe gelesen, dass dein OK nicht richtig angewachsen ist (Januar 2010), hat sich das denn reguliert?

Bist du froh, dass du die OP gemacht hast oder bereust du deine Entscheidung?

Freue mich über Antwort, bis dahin

liebe Grüße

anaconn

bearbeitet von anaconn

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Also ich bin ebenfalls sehr zufrieden mit Herrn Dr. Liokumowitsch.

Bei mir wurde zwar keine OK-OP durchgeführt aber ich habe mir Zahnimplantate setzen lassen und kann nur sagen das ich wieder mehr Selbstvertrauen bekommen habe.

Ich kann endlich wieder Lachen ohne das ständig die hässlichen Zahnlücken zum Vorschein kommen. Ich habe in der Klinik nur beste Erfahrungen gemacht und kann Herrn Dr. Liokumowitsch nur empfehlen.

P.S. Ich habe jetzt gesehen das eine Webseite von Herrn Dr. Liokumowitsch im Netzt ist.

Für Interessierte stehen hier einige Informationen zu Behandlungen bereit.

www.klinik-am-kurfuerstendamm.de

Ich hoffe ich konnte Euch helfen!

Naddel

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