Melinda

Wie muss ich vorgehen - Fragen über Fragen...

Hallo liebe Foris,

ich bin ganz neu hier und irgendwie erschlagen mich die ganzen Informationen hier im Forum noch etwas.

Nun bin ich jetzt 31 Jahre alt, hatte jedoch von 12-18 diverse Zahnspangen und bis 19 noch eine Schiene - Retainer- für nachts ca. 18 Monate lang. Danach war die Behandlung abgeschlossen.

Von einer OP war nur am Rande mal die Rede " wenn Sie möchten könnten wir Sie optisch optimieren und den Unterkiefer nach vorne holen, notwendig ist das aber nicht". Somit entschloss ich mich also dagegen.

Die Zähne sahen auch gut aus, nur sagte mir damals niemand dass das sich im Laufe der kommenden Jahre ändern wird. :roll:

Mittlerweile beiße ich mir mit einem Vorderzahn ständig auf der Lippe herum, der andere Vorderzahn ist stark nach hinten verschoben. Das stört mich ungemein. Optisch sieht es zudem grässlich aus ganz verschobene Zähne zu haben. Sie werden kontinuierlich seit 7 Jahren wieder schief.

Heute war ich beim KFO, da meine Zähne oben und unten schief sind und ich einen Überbiss habe.

Der KFO riet mir unbedingt zu einer fixen Zahnspange oben und unten und dazu einer Kiefer-OP am Unterkiefer, da meiner so stark zurück liegt, dass bloß der Vorderzahn welcher stark nach hinten verschoben ist mit dem Zahn des Unterkiefers Kontakt hat. Alle anderen Zähne im Vorderbereich berühren sich gar nicht.

Mein KFO meinte, wenn ich die OP mache übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung fast alle Kosten -lediglich wenn ich eine schönere Zahnspange mit hochwertigeren Brackets haben möchte usw. muss ich selber bezahlen. Ohne OP könnte ich von gut 5.000 Euro ausgehen und müsste diese Behandlung selber bezahlen. Zudem wäre aber langfristig das Ergebnis ohne eine OP schlecht.

Nachdem ich da schon so vieles durch habe, fast 20 Jahre meines Lebens ständig Probleme mit den Zähne, möchte ich schon ein gutes Ergebnis und möchte die OP haben.

Ich bin verheiratet und bei der IKK (BW-Hessen) über meinen Mann mitversichert.

Da ich Hausfrau bin, ist das Geld bei uns nicht gerade dick vorhanden.

In kommender Zeit habe ich (diese Woche und Mitte November) Termine im Katharinenhospital, Marienhospital und einem anderen KFC.

Wie muss ich weiter vorgehen, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt?

Was mache ich nachdem ich bei den Gesprächen mit den Kieferchirurgen war?

Muss ich mit dem Kostenplan des KFO und KFC zur Krankenkasse und so lange keine Zahnspange und Behandlung beginnen bevor ich nicht weiß, ob die KK die Kosten übernimmt?

Mein KFO meinte, ich solle einfach zum KFC gehen, mir dort einen aussuchen der mir zusagt, den Behandlungsplan aufstellen lassen, mit allen Plänen wieder zu ihm kommen und er erledigt das dann mit der Krankenkasse. Er sieht in meinem Fall kein Problem die Kosten erstattet zu bekommen.

Er würde mir, nachdem ich weiß bei welchem KFC ich die OP machen möchte, die Zahnspange legen, mich ca. 1 Jahr betreuen, dann kommt die OP, danach die Endkorrektur der Zähne beim KFO und der Retainer als Schiene die ich mein Leben lang nachts tragen soll.

Kann ich dieser Aussage vertrauen und schon mit der Behandlung beginnen?

Soll ich das so machen?

Oder selber mit der KK spreche?

Ich lese hier so unterschiedliche Dinge und weiß nun gar nicht wie ich am besten vorgehen soll.

Was könnt ihr mir aus eurer Erfahrung heraus raten?

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Hallo Melinda,

herzlich Willkommen hier im Forum. Deine Geschichte kommt hier wohl vielen bekannt vor... lange Zahnspange getragen und dann doch wieder alles schief...

Ich würde es ähnlich machen wie Dein KFO es Dir gesagt hat. Arbeitet Dein KFO nicht direkt mit einem Chirurgen zusammen? Mit der Behandlung beginnen würde ich vor der Kostenzusage allerdings nicht. Die lässt nach der Behandungsplanerstellung aber in der Regel auch 2-10 Wochen auf sich warten. Die Krankenkasse selber anschreiben oder anrufen musst Du eigentlich nicht. Ich hatte zwischenzeitlich, weils bei mir etwas länger gedauert hat, mal angerufen aber richtig weiter helfen konnten die mir auch nicht.

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Wie muss ich weiter vorgehen, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt?

Hallo und willkommen im Forum.

Das sollte alles vom Kieferorthopäden ausgehen. Du selbst musst da nichts machen. Wenn eine Behandlungsnotwendigkeit zur kombiniert kieferorthopädischen/kieferchirurgischen gegeben ist, kann der Kieferorthopäde das beantragen.

Was mache ich nachdem ich bei den Gesprächen mit den Kieferchirurgen war?

Dir erstmal darüber klar werden, was der Onkel gesagt hat und dich dann entscheiden.

Muss ich mit dem Kostenplan des KFO und KFC zur Krankenkasse und so lange keine Zahnspange und Behandlung beginnen bevor ich nicht weiß, ob die KK die Kosten übernimmt?

S.o.

Behandlungsbeginn vor Zusage würde ich nicht machen. Dann sind schon Tatsachen am laufen.

Oder selber mit der KK spreche?

Würde ich auch nicht machen. Qualifizierte Aussagen bekommt man da selten.

Um das zu beurteilen müsste der Sachbearbeiter Zahnarzt und MKG Chirurg sein und das isser vermutlich nicht :twisted:

Gruß Steve

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Was mache ich nachdem ich bei den Gesprächen mit den Kieferchirurgen war?

Muss ich mit dem Kostenplan des KFO und KFC zur Krankenkasse und so lange keine Zahnspange und Behandlung beginnen bevor ich nicht weiß, ob die KK die Kosten übernimmt?

Kann ich dieser Aussage vertrauen und schon mit der Behandlung beginnen?

Soll ich das so machen?

Oder selber mit der KK spreche?

Ich lese hier so unterschiedliche Dinge und weiß nun gar nicht wie ich am besten vorgehen soll.

Was könnt ihr mir aus eurer Erfahrung heraus raten?

Wie schon oben steht, Du selbst musst nichts beantragen, das macht der KFO. Du bekommst allerdings nach dem Antrag vom KFO Post von der Versicherung mit Nachricht, ob sie es übernehmen, oder nicht. Die Dauer bis zur Entscheidung kann seeeehr unterschiedlich sein. Ich hatte vergleichsweise Glück mit 14 Tagen Bearbeitungszeit. Kann auch deutlich länger dauern.

Der KFC sendet keinen Antrag an die Kasse, der teilt Dir und dem KFO nur seinen Behandlungsvorschlag mit. Damit ist allerdings nur der chirurgische Teil beschrieben, das Übrige ist nicht sein Job wie der Name schon sagt. Sollte bei Dir keine GNE (Gaumennahterweiterung nötig sein, Dein Text klingt zumindest so), wirst Du den Chirurgen bis zu aktiven Phase vor der OP nicht mehr sehen. Es wird übrigens nicht immer so sein, dass Du Deine Behandlungspläne auch tatsächlich zu Gesicht bekommst. Du kannst den bei der Kasse/beim KFO erfragen (mir hat es die Kasse geschickt in Kopie), dasselbe gilt für das Marienhospital, die schicken dem behandelnden Arzt das Schreiben, Dir selbst nicht. Mich hat es interessiert und ich habe mir beides besorgt. Übrigens solltest Du wissen, dass auch bei einer Kassenübernahme ca. 800€ an OP-Kosten auf Dich zukommen für die OP-Simulation/-planung.

Du kommst ausdem Schwäbischen/Stuttgarter Raum? Dann könntest Du noch einen Termin bei Jens Faßnacht in Ludwigsburg machen, ist ein ehem. Marienhospitalchirurg und dazu noch sehr sympathisch.

Beginnen würde ich in keinem Fall, bevor die Kasse keine Stellung genommen hat und die Kassenübernahme schriftlich vorliegt. Auch wenn die KFO natürlich am liebsten gleich loslegen.

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Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für die schnellen und kompetenten Antworten! :-D

Mir war heute beim KFO fast schon schwindelig als er mir sagte das ich unbedingt eine OP benötige, mit so einer Diagnose habe ich gar nicht gerechnet.

Zumindest weiß ich nun wie ich weiter vorgehen muss und werde also keine Behandlung beginnen bevor ich nicht weiß ob die KK die Kosten übernimmt. Danke für eure Ratschläge!

Da ich sicher gehen möchte für eine OP das richtige Team gewählt zu haben, stelle ich mich allen drei KFC vor - ist das ok für die KK da jeweils mit einer Überweisung aufzutauchen?

Mal schauen, was sie zur "dringend benötigten UK-VV" sagen - Wow, langsam verstehe ich schon eure Abkürzungen hier. :mrgreen:8)

Zumindest machen mir eure Berichte Mut auf eine OP einzugehen, obwohl sie mich doch echt abschreckt, da sie ziemlich "brutal" aussieht.

Nun gut, was sein muss muss dann sein.

@Chris: Ich komme aus dem Stuttgarter Raum, ja. Vielen Dank für deine Empfehlung des KFC. Da ich schon drei KFCs konsultieren werde, möchte ich die KK nicht noch mit einer 4. Überweisung ärgern. Die Auswahl scheint mir nun kompetent genug zu sein und für einen KFC werde ich mich entscheiden.

Das weitere Kosten auf mich zukommen ist mir bewußt, selbst wenn die KK die Kosten weitestgehend übernimmt. Die Höhe ist jedoch ok für uns und tragbar. Weniger, wenn ich alles (inkl. OP) bezahlen müsste...

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Hallo zusammen, vor einigen Tagen wurde ich ganz nett beim KFC beraten, dieser wird seinen Bericht an den KFO schicken und dieser wiederum an die KK.

Jetzt darf ich nur noch abwarten und Daumendrücken für die Genehmigung.

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