Tisara

Operation oder feste Zahnspange

Hallo zusammen,

ich habe zwar viele ähnlich Topics gefunden, die ähnlich wie mein Topic lauten, aber irgendwie passt es dann doch nicht 100 % auf meine Situation. Deshalb mache ich nochmal ein neues Topic auf.

Erst einmal zum Sachverhalt:

Vor gut einem Jahr wurde mir von meiner Zahnarztin geraten meine Zähne korrigieren zu lassen, da ich möglicherweise später sonst Probleme im Kiefergelenk bekomme. Mittlerweile habe ich ab und zu leichte Schmerzen im Gelenk und ich Knirsche regelmäßig nachts mit den Zähnen. Hier hat eine Knirscherschiene zumindest Lärmmäßig abhilfe geschaffen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich war bei einem Kieferorthopäden, welcher mir zwei Möglichkeiten offeriert hat:

Diagnose:

OK: basal: retrognath nicht geschwenkt

dental: stark protrudierte Front bei leichtem Platzmangel,

Rotation 12/22, Labialkippung

--> klingt für mich nach Überbiss mit offenem Biss

UK: basal: stark retrognath nach posterior geschwenkt

dental: retrudierte, engstehende Front, großer Platzmangel,

Ausssenstand 33/43, Rotationen 33-34

--> meine Zähne haben im Unterkiefer keinen Platz

1. Eine feste Zahnspange

-> Extration von zwei Zähnen im Oberkiefer (15,25) um Platz zu schaffen und die restlichen Frontzähne "nach hinten" zu ziehen. Weitere Behandlung mit dem Multiband

-> beim UK werden die forderen Zähne an den Ecken abgeschleift (slicen) und einen Bogen zu formen

Diese Methode würde ca. 2 Jahre dauern, kostet mich ca. 6000 Euro und zwei gesunde Zähne, was ich am schlimmsten finde, da ich sonst überhaut nichts an den Zähnen habe. Leider bekommt man eine Korrektur auch nicht 100% hin :-|

2. OP in Kombination mit einer festen Spange

Hierzu habe ich diverse Meinungen:

Mein derzeitiger Kieferorthopäde würde mir eine OP empfehlen, da hier eine 100 % Korrektur möglich ist. Daraufhin bin ich zum Kieferchirugen gegangen und habe mir den Ablauf der OP erklären lassen. Eigentlich war ich danach etwas erleichtert, weil er mir gesagt hat, das die Schmerzen nicht so heftig seien wie bei der Weisheitszahn Extraktion. Ich habe mir aber trotzdem noch eine weitere Meinung eingeholt bei einem Kieferchirugen/-orthopäden. Dieser hat mit davon abgeraten. Weil es 1. zu risikoreich ist und 2. nicht so schlimm sei bei mir, dass eine OP nötig sei.

Ich weiß mittlerweile nicht mehr, was ich machen soll. Ich habe das Gefühl, je mehr Ärzte ich frage, desto mehr Meinungen bekomme ich auch :confused:

Was sagt ihr dazu? Was würdet ihr mir raten? Ward ihr schon in der selben Situation?

Vielen Dank schon mal und noch einen schönen Abend!

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Hallo Tisara,

ich war nicht ganz in deiner Situation. Eine OP war bei mir unumgänglich.

Also ich persönlich würde eher zur OP tendieren. Denn ist denn überhaupt gewährleistet, dass durch eine reine Korrektur mit Zahnspange die Gefahr von Problemen mit den Kiefergelenken gebannt wird? Und ich wäre auch nicht bereit zwei gesunde Zähne zu opfern.

Allerdings ist eine Kiefer-OP auch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Das ist schon ein großer Eingriff. Doch aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Schmerzen in Grenzen halten und auch die Regenration recht schnell voran geht.

Gruß Steffen

PS: Würde die Krankenkasse bei dir die OP zahlen?

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Ich wünschte, ich hätte auch nur eine Variante zur Auswahl. Dann würde ich mich nicht so schwer tun.

So wie ich das verstanden habe, kann mit beiden Varianten weiterhin Kiefergelenkprobleme auftreten.

Nein, den Weg zur Krankenkasse habe ich noch nicht gemacht, da mein Kfo erst wissen möchte, welchen Weg ich gehen möchte. Wenn ich mich für die OP entscheide, muss ich sicherlich nochmal zum Gutachter und ein Genehmigungsverfahren muss erst angeleihert werden. *seufz*

Gruß,

Steffi

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HI Steffi,

ich habe ein ähnliches Problem wie Du!

Ich habe auch einen Überbiss+Engstände im OK+UK.

Wenn Du magst, kannst Du ja mal schauen in meiner Vorstellung.

Die Methode, die Du beschreibst mit 2 Zähnen ziehen, nennt sich Camouflage-Methode. Damit schiebt man beim Überbiss die Frontzähne einfach nach hinten.

Wurde mir neben einer Gaumennahterweiterung auch vorgeschlagen, kam für mich aber alleine wegen der 2 Zähne ziehen überhaupt nicht in Frage. Hier im Forum habe ich gelesen, daß das Gesicht danach eingefallen aussehen kann, aber nicht muß. Meine Kiefer sind eh schon klein, weil mein KFO damals vor 17 Jahren bei meiner ersten Behandlung einen Headgear zur Wachstumshemmung im OK eingesetzt hat. Ich habe das Glück, daß mein Distalbiss nur so groß ausgeprägt ist, daß man ihn noch mit einer Herbst-Apparatur behandeln kann. Soll zwar ungangenehm sein und die Rückfallgefahr ist groß, aber da ich eh danach eine verbundene Schiene von mir aus lebenslang tragen will, ist mir das egal.

Die Schmelzreduktion im UK hatte ich schon bei meiner letzten Behandlung. War überhaupt nicht schlimm und kommt jetzt auch wieder bei mir.

Vielleicht fragst Du mal noch nach einer weiteren Meinung. Bei Erwachsenen ist die Behandlung des Distalbisses leider eingeschränkt ohne OP, aber ein paar Schlupflöcher wie die Herbst-Apparatur gibt es doch.

LG, NIna

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Hi,

sollte das Finanzielle eine untergeordnete Rolle spielen, mache den Weg davon abhängig, welches Ergebnis Du möchtest.

Nicht falsch verstehen, wenn ich den Begriff "Pseudo-Korrektur" benutze, aber bei der Non-OP Methode, die mir anfangs auch mal erzählt wurde, solltest Du den KFO fragen, ob damit wirklich die Fehlbelastung für das Gelenk behoben wird. War in meinem Fall nämlich nicht. Da wäre es eine reine optische Korrektur der Lücken und Rotationen, ohne dass weder das Profil korrigiert, noch mein Kiefergelenksproblem behoben wurde.

Ich hätte den Weg ohne OP gern gegangen, aber es hätte nichts wirklich korrigiert, nur etwas Kosmetik und das wäre mir Zeit, Aufwand und Geld nicht wert gewesen.

Überleg' Dir, welches Ergebnis Du möchtest und welches Ergebnis langfristig saniert. Ich reagiere auf die Frage "gesunde Zähne ziehen" genauso wie Du und außer den 4x8er durfte ich Gott sei Dank alle behalten.

VG

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Meiner Meinung nach sollte eine OP immer der letzte Weg sein. Immerhin wird einem der Kiefer gebrochen und das ist nicht ohne. Viele, die irgendwann einmal einen Knochenbruch erlitten haben, leiden bekanntlich noch Jahre oder Jahrzehnte später darunter - auch wenn alles längst ausgeheilt ist. Zudem können Nervenstrukturen verletzt werden, was zu vorübergehenden Taubheitsgefühlen (ein Mund- Kiefer- Gesichtschirurg sagte mir mal was von bis zu 2 Jahren) führen kann.

Ich will hier keine Anti-OP-Rede halten. Es gibt sicher tausende Patienten, die eine solche OP ohne jegliche Probleme überstanden haben und hunderte Ärzte die das ganze jeden Tag durchführen.

Wenn der KFO jedoch die glückliche Möglichkeit sieht, es auf einen sanfteren Weg zu schaffen, würde ich das in Anspruch nehmen. Zwei gesunde Zähne weniger sind nichts gegen einen Knochenbruch.

Im Endeffekt musst du selber entscheiden. Wie wichtig ist dir ein 100%iges Ergebnis? Oder tun es vllt. auch 90%? Welches Risiko möchtest du hierbei eingehen?

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Wie groß ist denn der Überbiss und wie "stark" sind die Schmerzen denn? Hast Du überhaupt Schmerzen. Du kannst ja mal in meinen Beiträgen stöbern. Ich habe einen Überbiss mit Tendenz zum offenen Biss. Habe aber nur die Zähne vorne "schön" richten lassen und lebe mit dem Überbiss. Eine OP wäre in meinem Falle Quatsch gewesen. Wie ist Dein Profil? Ist es auffällig? Stört es Dich??? Wie kannst Du kauen?

Ich habe trotz des Überbisses keinerlei Probleme und sehe auch "normal" aus. Daher habe ich mich gemeinsam mit dem Arzt gegen eine OP entschieden.

Immer daran denken: Lohnt es sich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen?!

Mich mailte vor Monaten eine Frau an, die sich nur deswegen hier angemeldet hat, um mich zu unterstützen das ich mich gegen die OP entschieden habe (bei meinem Problem). Sie hatte das Selbe kleine Problem und die OP ist voll in die Hose gegangen. Sie hat Schmerzen ohne Ende und ist völlig fertig heute.

Achso, gesunde Zähne ziehen kam weder für meinen Arzt noch für mich in frage. Ich will mich nicht amputieren.

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Hallo Steffi,

das ist eine ziemlich schwierige Entscheidung. Fest steht allerdings, dass die Camouflage-Methode (also das Ziehen zweier Zähne und die Rückkippung der OK-Front) an Deinen Kiefergelenksproblemen nichts ändern wird, eher im Gegenteil. Problematisch ist auch, dass diese Methode zusätzliche Probleme hervorrufen KANN (nicht MUSS), z.B. Verschlechterung der Nasenatmung. Auf der anderen Seite ist eine OP zweifelsohne mit einigen Risiken verbunden. Wie gesagt, keine einfache Entscheidung. Ich persönlich habe mich übrigens nach langem Abwägen für eine OP entschieden. Allerdings kommen mir angesichts der Tatsache, dass der OP-Termin ziemlich nahe ist, doch wieder einige Zweifel. ;)

Ich habe trotz des Überbisses keinerlei Probleme und sehe auch "normal" aus. Daher habe ich mich gemeinsam mit dem Arzt gegen eine OP entschieden.

Ich habe das Ergebnis im Bilderforum gesehen. Ist wirklich sehr schön geworden! Ich würde mich auch nicht operieren lassen, wenn ich nur einen leichten Überbiss hätte. Scheinbar hast Du im Gegensatz zu mir auch keine Probleme mit dem Lippenschluss und dem Abbeißen.

Mich mailte vor Monaten eine Frau an, die sich nur deswegen hier angemeldet hat, um mich zu unterstützen das ich mich gegen die OP entschieden habe (bei meinem Problem). Sie hatte das Selbe kleine Problem und die OP ist voll in die Hose gegangen. Sie hat Schmerzen ohne Ende und ist völlig fertig heute.

Kannst Du etwas ins Detail gehen (gerne auch per PN)? Würde mich sehr interessieren.

LG, Quina

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Ich habe das Ergebnis im Bilderforum gesehen. Ist wirklich sehr schön geworden! Ich würde mich auch nicht operieren lassen, wenn ich nur einen leichten Überbiss hätte. Scheinbar hast Du im Gegensatz zu mir auch keine Probleme mit dem Lippenschluss und dem Abbeißen.

Nein, ich habe keine Probleme mit dem Abbeißen, ich "schwenke dann nach vorn". :razz: Auch der Lippenschluss funktioniert, wobei ich zugeben muß, MEHR, also größer, dürfte der Überbiss nicht sein. Man kann auf meiner Unterlippe innen schon einen kleinen Abdruck der Frontzähne sehen, aber das stört mich null.

Kannst Du etwas ins Detail gehen (gerne auch per PN)? Würde mich sehr interessieren.
Gerne morgen per PN. Jetzt muß ich erstmal weg. LG!

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Oje, so viele Fragen. Ich habe mir ehrlich gesagt noch nie so viele Gedanken gemacht dadrüber, weil ich schon immer damit lebe und mich daran gewöhnt habe. Also erstmal zu den Schmerzen im Kiefergelenk. Manchmal ist es ganz schlimm, vorallem nach dem Sport komischerweise. Ich habe häufig aber Kopfschmerzen, leider kann ich da nicht eindeutig sagen, ob die von meinem Kiefer kommen.

Ich habe einen Überbiss von ca. 10 cm. Meine Lippen bekomme ich schon aufeinander und an meinem Profil fällt es auch nicht auf, dass ich einen Überbiss habe. Was mich ziemlich nervt, ist das abbeißen. Das war zwar auch schon immer so gewesen in meinem Leben, aber ich kann mir gar nicht vorstellen normal in einen Apfel reinzubeißen. Ich kann zwar reinbeißen, aber reiße dann immer seitlich ab.

Kann es auch mit meinem Überbiss zusammenhängen, dass ich durch die Nase schlecht Luft bekomme? Ich atme ziemlich häufig durch den Mund. Beim Sport immer, nachts auch und tagsüber mal so, mal so...

So das waren jetzt glaube ich alle eure Fragen.

Liebe Grüße

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Ich glaube, alles hängt von Deinem Leidensdruck ab. Wenn Du unbedingt gerade Zähne haben willst, wirst Du eine OP in Kauf nehmen, sofern das med. angezeigt ist. Das Atmen durch den Mund hat bestimmt was mit dem Überbiss zu tun - (aber bestimmt 10mm, oder?) die Lippen schließen ja nicht so einfach und man atmet dann unwillkürlich durch den Mund. Korrigierte Zähne sind wunderbar - die Lippen schließen prima und sind auch nicht mehr so trocken.

LG Beatrix

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Hi,

ich hatte einen Überbiss von 13mm. Also da war bei mir kein Abbeißen Möglich. Wenn ich nen Apfel gegessen hatte, dann habe ich lediglich mit dem Unterkiefer ein kleines Stück "rausbrechen" können. Der Abdruck von den oberen Schneidezähnen war dann immer schön im Apfel zu erkennen. Auch Pizzastücke abbeißen ging bei mir nicht. Habe immer nur den Belag vom teig ziehen können.

Du hast geschrieben, dass du ne Stufe von 10mm hast. Denke dir könnte es wohl so ähnlich gehen, oder? Und ich glaube kaum, dass es möglich ist eine Stufe von 10mm ohne OP aus zu gleichen.

Probleme mit der Nasenatmung können von der Kieferfehlstellung her kommen, müssen aber nicht. Ich hatte auch Probleme mit der Nasenatmung. Diese wurden bei der OP dann gleich mit beseitigt und es ist der Wahnsinn, was das für ein Unterschied ist. Ich schlafe dadurch Nachts auch viel besser!

Also du siehst, dass eine OP schon Vorteile hat und vor allem ein Stück mehr Lebensqualität mit sich bringt. Daher solltest du einfach für dich abwägen, ob es dir reicht gerade Zähne zu haben, oder doch zu einer OP bereit bist, aber dafür auch deutlich posstivere Effekte.

Gruß Steffen

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Hallo Tisara,

ich hatte/habe ein ähnliches Problem wie du, nur ist es bei mir nicht so extrem ausgeprägt (hatte vor Behandlungsbeginn nur etwa 3mm Überbiss und wird bis kurz vor der OP wahrscheinlich auf 5mm wachsen), aber das mit den Schmerzen im Kiefergelenk, besonders nach Sporteinheiten und Knirschen kenne ich auch. Es muss noch nichtmal unbedingt der Kiefer selbst sein, der wehtut, sondern es können auch die Muskeln ringsumher auf die falsche Position und Anspannung reagieren.

Zu deiner Qualentscheidung ob mit oder ohne OP..

Wenn du dich einfach nur so mit einer Spange behandeln lässt, wirst du ohne Frage nach Abschluss ebendieser gerade Zähne haben, allerdings bleibt die Fehlstellung garantiert vorhanden, da es nur schwer vorstellbar ist, 10mm durch Zähneziehen wegzubekommen, vor allem, weil diese Distanz nicht etwa durch extrem schiefstehende Zähne verursacht wird, sondern weil die Kiefer nicht optimal gewachsen sind und zueinander passen.

Dadurch, dass dieses Problem auch nach der Behandlung bestehen bleibt, haben die Zähne letztenendes eine deutliche Tendenz dazu, wieder zurückzuwandern, was wiederum bedeuten würde, dass die ganze Arbeit umsonst war.

Mir wurde das damals auch so angeraten, denn ich hatte vor Behandlungsbeginn enorme Hemmungen mich für eine OP zu entscheiden und bin extra zu einem Kieferorthopäden gefahren, der mit den sanftesten Methoden arbeitet und grundsätzlich Operationen ablehnt (insgesamt war ich bei 3 Orthopäden, 2 Chirurgen).

Als dieser mich dann untersuchte meine er im Prinzip dasselbe...

Solange keine Schmerzen bestehen, sollte man versuchen das Ganze optimal zu gestalten und den Kiefern Entlastung zu bieten (bei mir hätte das Korrektur der Frontzähne und lebenslange Tragen einer Knirscherschiene bedeutet..)

Wenn aber schon Schmerzen vorhanden sind.. du kannst davon ausgehen, dass es sich noch schmerzhafter gestalten könnte im Laufe der Zeit.

Bei mir gings letztenendes sehr schnell, ich bin buchstäblich schreiend zum Kieferchirurgen gelaufen und war froh, als ich die ersten Brackets im Mund hatte.

Letztenendes sind Schmerzfreiheit und ausgeglichene Kiefer eine Investition, die man für sein restliches Leben macht, selbst wenn es auf operative Maßnahmen hinausläuft, ich habe mich damals für den Weg der vollendeten Behandlung entschieden.

Mir hat einer der Kieferorthopäden die ich aufgesucht habe übrigens auch gesagt, es müssten Zähne gezogen werden, in meinem Fall waren das 4 (oben und unten Prämolaren).

Jetzt habe ich Damon-Brackets an den Zähnen und da musste gar nix raus, der Engstand hat sich quasi von selbst beseitigt.

Auch vom Finanziellen her finde ich geht es in Ordnung, ich zahle das Ganze in Raten ab, macht keinerlei Probleme.

Achso und zu Knochenbrüchen.. Klar ist das unangenehm aber gut ruhiggestellt, verheilt jeder und das wäre bei einer so geplanten Operation definitiv der Fall. Und selbst die Brüche, die unerwartet kommen, kann man Jahrzehnte später nicht wirklich wahrnehmen, was ich mit meinen ganzen Eskapaden von früher bestätigen kann (Die Operation am Kiefer wird der 8. Bruch in meinem Leben..)

Also keine Angst, Chirurgie ist heutzutage nicht mehr Keule auf Kopf.

Mein persönliches Fazit ist also: In Ruhe entscheiden, nicht den Kopf verdrehen lassen von dem ganzen Geschwirr aus dem Forum und den Ärzten :) und am besten noch eine KFO aufsuchen, der z.B. Damon als Methode anbietet, sodass nix gezogen werden muss.

Viel Erfolg bei deiner weiteren Entscheidung!

Reki

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Hallo,

es ist eine vertrackte Geschichte: Zum einen besteht ein medizinisches Problem, zum anderen schlagen die Ärzte verschiedene Lösungen vor. Beinahe muss man sagen: nur zwei Lösungen! Denn in vielen Bereichen der Medizin gibt es sicherlich noch viele andere Aspekte und Heilungsmethoden. Leider kann man von der Ferne keine echten Ratschläge geben, denn das Ausmaß der Abweichung ist für die Entscheidung OP ja/nein entscheidend. Man kann deshalb nur raten, sich von verschiedenen Seiten beraten zu lassen. Postiv ist ja doch, dass die verschiedenen Ärzte ihre Meinung klar sagen und begründen, so dass der Patient über sich selbst entscheiden kann! Viel schlimmer wäre es doch, wenn ein Arzt sich hinstellen würde und sagt, so und so machen wir das und basta!

Viel Glück und Geduld!

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Hi!

Ich war auch bei 2 KFOs.

Die 1. meinte: 2 Zähne im OK ziehen, dann Breckets und dann eine OP (UK vorverlegen)

Der 2. meinte: (total unabhängig von der 1. Meinung, denn dem hab ich nicht gesagt, dass ich schon einen ungefähren Therapievorschlag bekommen habe) 2 Zähne im OK ziehen, dann Breckets und Gaumenbogen

--> ich: Hm, gar keine OP?

Er meinte: Wenn du unbedingst willst, aber er würde das ohne machen.

Da ich keine Kieferbeschwerden habe und mir damals "nur" die schiefe Front im OK gestört hat, habe ich mich für Variante 2 entschieden.

Die Risiken bei einer OP sind nicht ohne. Narkose, der Eingriff selbst, die Wundheilung usw. hängt viel zusammen und alles sollte optimal verlaufen.

Von daher war meine Entscheidung recht schnell gefallen.

Das ganze dauert ca 3 Jahre. 1 Jahr und 2 Monate hab ich hinter mir :smile:

lg

tarisa

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Hallo zusammen,

vielen Dank erst mal für euren vielen Berichte und Erfahrungen. Ihr habt mir damit wirklich weitergeholfen. Letzten Freitag hatte ich einen Termin in der Kieferorthopädie in der Uni Klinik Göttingen. Ich schätze, die haben oft mit "Fällen" wie mir zu tun und sind deshalb auch nah am Thema dran.

Die Ärztin, die mich beraten hat, war auch sehr bemüht und hat mir alles genau erklärt. Auch sie hat mir beide Optionen genannt...OP oder zwei Zähne im OK müssen raus, unabhängig von der ersten Meinung. Sie hat mir eines sehr klar gemacht, dass meine Kiefergelenkbeschwerden bei beiden Optionen nicht verschwinden werden. Dies wäre ein ganzheitliches Problem, das viele Ursachen haben kann. Wenn man genau wüsste, dass die Kiefergelenkprobleme von Schiefen Kiefer oder schiefen Zähnen alleine ausgelöst werden, dann wäre die Sache einfach. Sie hat mir geraten, mich auch Orthopädisch untersuchen zu lassen, da es häufig vorkommt, dass Verspannungen im Nackenbereich "hochziehen" in den Kopf/Kiefer. Auch logopädisch habe ich mir ein falsches Schluckverhalten angewöhnt, dass das verschieben meiner Zähne gefördert hat.

Desweiteren lassen sich viele Operieren, die auch eine Leidensdruck haben, was das Profil betrifft. Bei vielen sieht man von der Seite, dass ein Über- oder Unterbiss besteht.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mich nicht operieren lasse, da ich weder etwas an meinem Profil auszusetzen habe noch die Kiefergelenk Probleme beheben kann.

Liebe Grüße,

Steffi

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.....Sie hat mir eines sehr klar gemacht, dass meine Kiefergelenkbeschwerden bei beiden Optionen nicht verschwinden werden. Dies wäre ein ganzheitliches Problem, das viele Ursachen haben kann. ....
Endlich mal einer der es nicht künstlich als Verkaufsargument für eine OP "aufbauscht"! Sehr vernünftig.

Ich persönlich glaube Du hast Dich richtig entschieden.

LG!

PS: Gute Retainer (ich habe gleich 2 davon im Oberkiefer) verhindern ein Wandern nach erfolgreichem "gerade rücken"!

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