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sandra-astrid

Bimax OP am 15.09.2009 in Paracelsus Klinik in Osnabrück

Meine Vorgeschichte beginnt genau vor einem Jahr mit dem Besuch beim Kieferorthopäden in Lingen.

Was ich natürlich schon lange wusste, dass bei meinem Biss nur noch eine OP helfen kann, hat er mir natürlich bestätigt.

Mein Unterkiefer stand vor meinem Oberkiefer und oben war der Kiefer viel zu eng, im rechten Kiefergelenk hatte sich mittlerweile eine beginnende Arthrose entwickelt.

Gesagt getan und beim Kieferchirurgen in Osnabrück vorgestellt, der mir zur Zahnspangenbehandlung mit anschließender OP geraten hat.

Habe dann im Oktober letzten Jahres meine Zahnspange bekommen vorher noch zwei Weisheitszähne geopfert und es ging los.

Die Zähne bewegten sich super gut und am 15. September 2009 war es endlich soweit.

Der Aufnahmetag war Montag, der 14.09.2009, wo ich herzlichst auf der Station D1 in der Paracelsus Klinik in Osnabrück aufgenommen wurde.

Es passierte außer Blutabnahme nicht mehr viel an diesem Tag. Abends bekam ich noch eine tolle Mahlzeit bestehend aus etwas Brot und Salat - das war dann übrigens meine letzte feste Nahrung für ca. 3 Wochen. Dr. A. kam noch bei vorbei und erklärte mir, es werden dann morgen der OK um 3 mm nach vorne und 3 mm nach oben gesetzt und der UK um 5 mm nach hinten. Er versicherte mir nochmals, dass alles gut werden wird.

Zur Nacht bekam ich dann noch eine Schlaftablette, meine Bettnachbarin war ca. 90 Jahre und schnarchte in den höchsten Tönen, die dann auch schnell wirkte.

OP Tag – 15.09.2009

So gegen 7.00 Uhr wurden wir geweckt und meine Bettnachbarin wurde als erstes verlegt. Somit hatte ich für den Rest meines Aufenthaltes Gott sein Dank ein Einzelzimmer.

Ich habe mich noch sehr ausgiebig geduscht und die Haare gewachsen und dann in meine bereitgelegte OP Kleidung geschlüpft.

Durch Dr. A. wusste ich, dass ich gegen 11.00 Uhr operiert werden sollte. Ca. um 10.00 Uhr bekam ich dann meine Tablette und noch eine andere zur Beruhigung. Bei mir haben diese Tabletten jedoch leider eine andere Wirkung – ich drehe total auf!!!

Um 10.30 Uhr ging es dann echt noch sehr munter hoch in den OP! Dr. A. und die Narkoseärztin warteten schon auf mich. Sie waren wieder beide total nett und freundlich und erklärten mir jeden Schritt der passierte. Als ich dann den Zugang bekam dauerte es wirklich nur ein paar Minuten und ich war im Land der Träume.

Das erste was ich sah um ca. 15.00 Uhr war die Narkoseärztin, die neben meinem Bett stand und mich fragte, ob ich wüsste wo ich bin und ob ich sie erkennen würde.

Na klar, mir viel es wieder ein!! Ich lag auf der Intensivstation und war Gott sei Dank operiert!

Sie sagte, die OP wäre super verlaufen und Dr. A. käme auch sofort vorbei.

Mir ging es zu diesem Zeitpunkt einigermaßen gut und Schmerzen hatte ich erstaunlich wenig. Die Intensivschwestern waren sehr nett und ich fragte, ob ich eventuell einen Spiegel haben könnte. Sie musste laut lachen und brachte mir einen!

Viel sehen konnte ich natürlich nicht, war aber beruhigt, als ich sah, dass mein Unterkiefer hinter meinem Oberkiefer stand.

Ich schlief dann endlich wieder ein und wurde erst durch ein lautes Piepen über meinem Kopf geweckt. Die Schwester kam sofort und sagte, mein Gott ihr Blutdruck spielt ja total verrückt!!! Er war so hoch – dass mir dann ein Medikament zum Blutdrucksenken gespritzt wurde. Dieses Spielchen wiederholte sich dann in der Nacht noch zweimal doch am nächsten Morgen hatte ich alles überstanden.

Hab mich am Morgen dann im Liegen gewaschen und musste trotz Verdrahtung meinen Mund bzw. die Zähne putzen. Übelkeit und Erbrechen habe ich in der ganzen Zeit im Krankenhaus nicht gehabt - GOTT SEI DANK!!!

Um 11.00 Uhr wurde ich dann wieder auf die normale Station verlegt und dort habe ich mich erst mal richtig im Spiegel betrachtet.

Mein Gesicht war stark angeschwollen und am Hals und am Kinn war ich leicht blau. Die Schwellungen nahmen im Laufe des Tages aber noch zu und das Blaue wurde noch etwas intensiver!

Am Nachmittag kamen dann mein Mann und meine Tochter mich besuchen. Sie schauten echt ganz schön sparsam als sie mich das erste Mal sahen. Doch sie sagten auch sofort, die OP hat sich für dich echt gelohnt - du siehst echt toll aus. Ich habe mich darüber total gefreut!!!! Aber mußte auch etwas lachen, weil meine Tochter meinte, wie ein kleiner Hamster!!!

Von Mittwoch bis zum Sonntag gab es bei mir dann keine weiteren Komplikationen - bis auf die Schmerzen, die sich immer in der Nacht entwickelten. Ohne Schmerzmedikamente habe ich es dann auch kaum ausgehalten. Über Tag konnte man sich meistens mit Besuch oder sonstigen Sachen ablenken.

Jetzt noch etwas zum Essen. Durch meine Verdrahtung konnte ich nur flüssige Nahrung zu mir nehmen.

Morgens gab es warmen Vanillepudding, klare Brühe und eine Tasse Tee im Schnabelbecher. Zum Mittag bekam ich immer eine Fruchtkaltschale, eine Cremesuppe ohne Einlage und eine klare Brühe. Zum Abendessen gab es wieder einen Vanillepudding und eine warme Brühe.

Frag mich mal einer was ich im Augenblick nicht mehr essen kann???!!!!

Aber egal – am Montag stand dann meine Entlassung an – freu!!!

Morgens wurde mir dann von meinem Kieferchirurgen, der übrigens jeden Tag bei mir vorbei schaute, die Verdrahtung geöffnet.

Das war ein Gefühl!! Ich sollte den Mund aufmachen und wusste nicht mehr ganz genau wie ich das machen sollte. Ich hatte natürlich auch Angst, dass ich etwas kaputt mache beim Öffnen. Aber dann klappte es erstaunlich gut.

Danach musste ich noch bei ihm in der Praxis vorbei kommen zum Röntgen. Echt interessant die Schrauben und Platten! Hinterher ging es noch nach Lingen zu Dr. V.. Alle waren begeistert von meinem tollen Ergebnis und sagten, es hätte sich für mich optisch und auch bisstechnisch wirklich gelohnt.

Ich bekam noch ein paar Gummis rechts und links in den Kiefer eingehangen, um die Bisslage optimal zu stabilisieren.

Mittlerweile sind jetzt ca. 3 Wochen seit der OP vergangen. In der Zwischenzeit hat sich bei mir einiges getan.

Schmerzen habe ich in den ganzen 3 Wochen jeden Tag gehabt. Das Gefühl kommt im Gesicht immer mehr zurück und ich merke die Schrauben neben meiner Nase total stark - die bereiten mir auch die Schmerzen. Dr. A. hat mir erklärt, dass sie sich in den Knochen einfügen müssen und dass, dieses bei einigen Personen Schmerzen verursachen kann. Ich bin vor ca. 5 Jahren am Nasenseptum operiert worden und dabei wurde mein Kieferknochen etwas verkürzt. Jetzt konnte Dr. A. die Schrauben für den Oberkiefer nicht so optimal platzieren und dadurch die Schmerzen.

Mein Kinn und meine Unterlippe sind immer noch taub, meine Oberlippe und meine Nase haben schon wieder etwas Gefühl. Morgens bin ich auch nicht mehr so angeschwollen wie in den ersten zwei Wochen. Alles wird echt von Tag zu Tag besser!!

Mit meinem neuen Aussehen bin ich total zufrieden und meine Schmerzen im Kiefergelenk sind auch etwas besser geworden.

Ich kann nur jedem, der sich zur OP entscheidet raten, diesen Schritt durchzuziehen. Die Zeit nach der OP ist bestimmt nicht einfach aber im großen und ganzen hat es sich für mich schon heute gelohnt!

Liebe Grüße Sandra

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Herzlichen glückwunsch zur Überstanden Op

Es freut mich das dir das Ergebnis gefällt dann hat es sich ja gelohnt für dich

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