goodonthedancefloor

Implantat anstelle des ret. Eckzahns

Schönen guten Abend,

ich hätte mal eine Frage an einen Fachkundigen ;)

Ich werde demächst mit meiner KFO darüber sprechen aber würde mir auch gerne andere Meinungen einholen.

Also ich bin 18 Jahre alt und nun schon seit mehr als 5 Jahren in kiefero. Behandlung. 4 Jahre lang trage ich nun schon meine feste Zahnspange. Zum einen durch Schlusigkeit meines früheren KFO und zum anderen durch meine pubertäre Sturheit zieht sich diese Behandlung nun schon so lang. Mein früherer KFO hatte lange Zeit versäumt Röntgenbilder zu machen, wodurch erst später erkannt wurde, dass meine beiden Eckzähne im Oberkiefer retiniert sind. Beide Zähne wurden freigelegt und in die zur späteren Position gezogen. Der Eine sitzt jetzt schon fast in Endposition wohingegen der andere sich nicht fortbewegen lässt. Nun muss man dazusagen, dass der an dem Zahn nur ein Knöpfchen befestigt ist und er mit einer Seidenligatur versucht wird rauszuziehen. Das wirkt kräftemäßig natürlich keine Wunder, aber ein Bracket lässt sich daran nicht anbringen, weil er nicht weit genug draußen ist. Zudem muss ich min. 1mal EXTRA zum KFO gehen, weil dieses Seidenbändchen trotz aller Vorsicht immer wieder reißt.

Nun denke ich ernsthaft darüber nach, mir ein Implantat setzen zu lassen, da einerseits meine Zähne durch das jahrelange Tragen der Zahnspange geschädigt werden/sind und zum anderen ich keine weiteren 2 Jahre warten kann oder möchte. Klar, bergen Implantate ein gewisses Risiko aber ich denke mir bleibt irgendwo auch keine andere Wahl. Auch meine Zahnärztin meinte, dass die Chancen, dass der Zahn sich gut herausziehen lässt, eher gering sind, weil mein Knochenwachstum ja schon beendet sei.

Nun zur Frage: Was denken Sie ist in diesem Fall mir zu raten? Wie sollte ich vorgehen? Kann meine KFO sich querstellen und mir einen Strich durch die Rechnung machen, wenn ich das Implantat wirklich möchte? Oder muss sie meinen Wunsch akzeptieren und die Bahandlng dann eben anders (mit Implantation) weiterführen? Werden solche Fälle finanziell von gesetz. Krankenkassen unterstützt? (also wenn der Zahn sich nicht herausziehen lässt)

Ich wäre sehr glücklich über Antworten!:)

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Moin,

Der Eine sitzt jetzt schon fast in Endposition wohingegen der andere sich nicht fortbewegen lässt.

Das ist wohl die Frage. Hat man denn alles versucht den zu mobilisieren ? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten das zu tun.

Nun denke ich ernsthaft darüber nach, mir ein Implantat setzen zu lassen, da einerseits meine Zähne durch das jahrelange Tragen der Zahnspange geschädigt werden

Natürliche Zähne sind immer besser als Zahnersatz (da gehören auch Implantate dazu). Was passiert dann mit dem Eckzahn ? Wenn man den zieht, bleibt meistens ein recht großer Defekt im Knochen, der eine Implantatversorgung deutlich erschwert. Lässt man den Eckzahn da, wo er ist, kann man da kein Implantat setzen.

Klar, bergen Implantate ein gewisses Risiko

Das da wäre ?

...dass die Chancen, dass der Zahn sich gut herausziehen lässt, eher gering sind, weil mein Knochenwachstum ja schon beendet sei.

Das hat mit Knochenwachstum überhaupt nichts zu tun. Wenn der Zahn einen normal ausgebildeten Zahnhalteapparat besitzt kann man den auch bewegen.

Werden solche Fälle finanziell von gesetz. Krankenkassen unterstützt? (also wenn der Zahn sich nicht herausziehen lässt)

Nein, Implantate sind Privatleistungen. Zuschuß gibt es für eine Krone, die auf das Implantat gesetzt wird, aber das ist der deutlich kleinere Teil der Kosten.

Gruß Steve

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Moin,

1.Das ist wohl die Frage. Hat man denn alles versucht den zu mobilisieren ? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten das zu tun.

2.Natürliche Zähne sind immer besser als Zahnersatz (da gehören auch Implantate dazu). Was passiert dann mit dem Eckzahn ? Wenn man den zieht, bleibt meistens ein recht großer Defekt im Knochen, der eine Implantatversorgung deutlich erschwert. Lässt man den Eckzahn da, wo er ist, kann man da kein Implantat setzen.

3.Das da wäre ?

4.Das hat mit Knochenwachstum überhaupt nichts zu tun. Wenn der Zahn einen normal ausgebildeten Zahnhalteapparat besitzt kann man den auch bewegen.

Nein, Implantate sind Privatleistungen. Zuschuß gibt es für eine Krone, die auf das Implantat gesetzt wird, aber das ist der deutlich kleinere Teil der Kosten.

Gruß Steve

1.Nunja, bisher wurde versucht ihn mit dieser Seidenligatur zu bewegen durch dieses Knöpfchen,das auf den Zahn geklebt wurde. Meine KFO meinte, sie könne da nichts anderes machen, so gern sie das auch wollte. Darf ich fragen, was die anderen Möglichkeiten da wären?

2.Ja das weiß ich. Der Eckzahn würde herausoperiert werden.

3.Damit meine ich allein schon das Risiko, dass das Implantat nicht hält bzw. die Behandlung fehlschlägt.

4.Ok, mag sein, aber woran liegt es dann, dass man bei Jugendlichen retinierte Zähne besser bewegen kann als bei Erwachsenen?

Schon mal vielen Dank für die Informationen!

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1.Nunja, bisher wurde versucht ihn mit dieser Seidenligatur zu bewegen durch dieses Knöpfchen,das auf den Zahn geklebt wurde. Meine KFO meinte, sie könne da nichts anderes machen, so gern sie das auch wollte. Darf ich fragen, was die anderen Möglichkeiten da wären?

2.Ja das weiß ich. Der Eckzahn würde herausoperiert werden.

3.Damit meine ich allein schon das Risiko, dass das Implantat nicht hält bzw. die Behandlung fehlschlägt.

4.Ok, mag sein, aber woran liegt es dann, dass man bei Jugendlichen retinierte Zähne besser bewegen kann als bei Erwachsenen?

Schon mal vielen Dank für die Informationen!

Hallo Goodonthedancefloor!

Ich antworte dir hier jetzt nicht als Fachfrau, sondern als Betroffene, die auch viele Erfahrungen mit anderen Betroffenen ausgetauscht hat. Bei mir und den anderen, die ich kenne, wird bzw. wurde ebenfalls mit einem Nylonfaden am kleinen Knöpfchen gezogen, sobald der Zahn dann etwas aus dem Gaumen herausgewachsen war und gut sichtbar war, kann dann auch eine Art Hebel gesetzt werden. Der Zug mit dem Nylonfaden ist auf jeden Fall ausreichend - wenn sich denn der Zahn prinzipiell bewegen lässt.

Wenn sich ein Zahn nicht bewegen lässt, kann das daran liegen, dass er eine verkrümmte Wurzel hat (das lässt sich aber vorab schon ganz gut am Röntgenbild feststellen) oder daran, dass er schon an einer Stelle mit dem Knochen verwachsen ist (das sieht man am Röntgenbild nicht unbedingt, dafür aber meist am CT). Je älter man ist, desto höher ist das Risiko, dass der Zahn bereits ankylosiert (verknöchert) ist. Falls du noch kein CT gemacht hast, könntest du ja mit deinem KFO mal darüber sprechen.

Vielleicht mags du aber zuerst mal schreiben, wann deine Eckzähne freigelegt wurden, seit wann sie aktiv (mit dem Nylonfaden) bewegt werden und ob sich denn dein 2. Eckzahn in dieser Zeit überhaupt bewegt hat (war das Knöpfchen von Anfang an sichbar?). Es kann z.B. schon mal über ein Jahr dauern, bis der Zahn durchbricht und dann nochmal so lange, bis er in der richtigen Position steht. Einige Zeitangaben deinerseits könnten deshalb hilfreich sein.

Liebe Grüße

Alexandra

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Hey, schön von dir zu hören :)

Also die Freilegung meines einen Zahns, der sich so gut bewegen lies, ist schon 3 Jahre her. In dieser Zeit wurde er aber nicht wirklich aktiv behandelt, wodurch man sagen kann, dass er innerhalb des letzten Jahres herausbewegt wurde. Zeitgleich mit der Freilegung des anderen.

Ja also der Eckzahn war seit der Freilegung schon zu sehen. Das Knöpfchen wurde darauf gesetzt und nun wird seit ca 14 Monaten versucht diesen Zahn herunterzubewegen. Von der Lage her, ist er eigtl optimal positioniert, er müsste nur noch ein wenig gedreht werden, aber er bewegt sich ja nicht nach unten. Das bringt mich wirklich zum Verzweifeln. Das hat bei mir mittlerweile auch schon psychologische Aspekte. Ich meine ich laufe nun schon meine ganze Jugend lang mit einer festen Klammer und 2 Zahnlücken herum, wohingegen keiner meiner Freunde eine hat :(

Vielen Dank schonmal für die Tipps bzgl. Verköcherung. Darauf werde ich meine KFO mal ansprechen ;)

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Hallo!

Dass sich dein Zahn seit 14 Monaten überhaupt kein Stück sichtbar bewegt, ist schon etwas seltsam. Vielleicht richtet er sich aber auch gerade im Gaumen auf (von waagrecht auf senkrecht), sodass du zwar von außen nichts erkennen kannst, sich aber im Gaumen einiges getan hat. Darüber könnte ein neues Röntgenbild Aufschluss geben.

Es soll aber auch vorkommen, dass eine weitere Freilegung notwendig ist, bei der nochmal etwas Knochen rundherum entfernt wird und der Zahn vielleicht auch ein bisschen gelockert wird. Auch bei mir hat der KFC den Zahn ziemlich hin und her gestemmt, um ihn zu lockern, damit er sich danach dann leichter bewegen lässt. Schaut bei dir wirklich immer noch gleich wie am Anfang nur das Knöpfchen (Attachment) heraus? Oder ist vielleicht inzwischen doch ein bisschen mehr vom Zahn zu sehen oder ist er ein wenig näher an den Bestimmungsort herangerückt?

Wenn dich deine Zahnlücke (warum hast du 2?) so arg stört, könntest du darüber nachdenken, dir inzwischen einen Kunstzahn in die Spange einpassen zu lassen. Ich hab zwei davon und in meinem Freundeskreis hat nicht mal jemand gemerkt, dass sie nicht echt sind. Im Gegenteil, einige haben mich gefragt, wann meine Milchzähne denn gezogen werden (dabei bin ich die schon seit einem Monat los und habe eben die Lücken mit Kunstzähnen geschlossen). Wenn die Kunstzähne gut ausgewählt und angepasst werden, sehen sie wirklich echt aus. Das wäre eine Möglichkeit, um das Warten für dich etwas leichter zu machen.

Liebe Grüße

Alexandra

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