Chris80

Jugend- oder Erwachsenenbehandlung

Ich habe mir schon öfter Gedanken gemacht, wie ich diese Behandlung aktuell im Vergleich zur Teenagerzeit wahrnehme und die Belastung dadurch. Ich muss ehrlich sagen, dass ich diese zweite Runde - abgesehen von der kommenden OP - als deutlich angenehmer empfinde und sie wird ja viel schneller und kontinuierlicher, da feste Spange dieses Mal, stattfinden.

Ich komme auf diese Gedanken meist, weil viele meiner Freunde nun Eltern werden und da unsere Kieferstellung ja erblich weitergegeben wird, habe ich mal darüber nachgedacht, wie ich das mit meinem potentiellen Nachwuchs machen möchte, bzw. vermitteln möchte. Nicht falsch verstehen, zum Kfo gehe ich dann mit ihr/ihm auf jeden Fall sehr früh mit dieser Geschichte im Hinterkopf. Wenn ich dann aber gefragt würde, was ich dazu empfinde 1,5 Jahre als Erwachsener eine Feste zu tragen (wer weiß, was es bis dahin noch an Innovationen gibt), oder 4 Jahre und mehr als Jugendlicher, ist meine Entscheidung gar nicht so leicht. Das ist auch der Grund, warum ich das Behandlungstagebuch schreibe, damit ich das dann irgendwann einfach mal ausdrucken und ihm/ihr in die Hand drücken kann.

Das einzige, was dort fehlt, ist der Faktor Pubertät, Hänseleien in der Schule etc. das findet alles nicht statt und zu unterschätzen sind diese Punkte nicht, finde ich.

Hat jemand ähnliche Gedanken? Sind ja doch viele 30er hier. :grin:

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Ich bin noch nicht ganz 30, nähere mich aber dennoch unweigerlich :-) . Ich hab ähnliche Gedanken wie Du! Als Kind musste ich knapp 3 Jahre eine Zahnspange tragen. Mein Arzt hatte es auch einml so angesprochen, dass er, wenn ich bei ihm in Behandlung gewesen wäre, hätte er mich was die Behandlung als Jugendliche angeht verschont. Ich hätte so oder so operiert werden müssen. Aber andererseits - Behandlungen wie z. B. eine GNE machen meiner Meinung nach als Jugendliche mehr Sinn, da kann ja der OK ohne Op geweitet werden. Sehr schwierig das ganze. Hattest Du als Kind / Jugendlicher denn schon eine Behandlung? Wäre Deine Kieferfehlstellung stärker ausgeprägt, wenn Du keine Behandlung gehabt hättest?

Ich denke noch nicht darüber nach, ob ich Kinder haben will, aber der Faktor, dass ich meine Kieferfehlstellung weiter geben werde, ist bei mir dennoch im Kopf!

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Über das Thema habe ich auch schon oft nachgedacht.

Ich glaube, rückblickend gesehen wäre es besser gewesen, ich wäre als Kind und Jugendliche effizient behandelt worden, dann wären mir viele Jahre der Hänselei und ein Selbstbewusstsein unter dem Nullpunkt wohl erspart geblieben.

Allerdings war ich ja von meinem 10. - 18. Lebensjahr in Behandlung, was aber leider nicht den gewünschten Erfolg hatte. Zweifellos war davon ein Teil meine Schuld, aber ich habe es einfach nicht ertragen, Zahnspangen zu tragen, die einen massiv am Sprechen hindern (z.B. Doppelvorschubplatten) oder einfach nur beschissen aussehen und zu noch mehr Hänseleien führen als die eigentliche Fehlstellung (z.B. Headgear 23h/Tag). In einem gewissen Alter möchte man nicht, sobald man aus der Schule kommt, eine so behindernde Spange tragen und sämtliche Freizeitaktivitäten dem unterordnen (bei mir Musikinstrumente, mehrere Chöre, Gesangsunterricht etc.). Alle Geräte, die meinen Unterkiefer nach vorne bringen sollten, führten dazu, dass ich dauernd das Gefühl hatte, mein UK wird so weit nach vorne gezogen, dass es ihn hinten "ausrenkt" - schon damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass man die große Distanz (damals 12 mm) mit so einer losen Spange beheben kann. Dazu kam, dass ich die Behandlung als sehr traumatisierend erlebt habe. Ich fand meinen KO extrem unsympathisch und er hat mir und meiner Mutter nie etwas erklärt. So etwas wie einen Behandlungsplan gab es wohl nicht, zumindest kannten wir ihn nicht. Ich habe die Behandlung mit 17 abgebrochen, was heißt, dass ich versucht habe, ihm zu erklären, dass ich nach 4 Jahren fester Spange (mit 16 Bändern!!!!) nicht jetzt wieder 16h/Tag Minimum eine Doppelvorschubplatte tragen möchte und ob das nicht anders ginge. Nein, ginge nicht.

Heute frage ich mich, wozu ich eigentlich 4 Jahre eine feste Spange getragen habe, wenn dadurch weder der Engstand noch der Overjet behoben wurden und ich danach wieder jahrelang lose Spangen tragen sollte.

Erst mit Mitte 20 habe ich mich getraut, meinen Zahnarzt wieder auf das Thema anzusprechen.

Er meinte, er habe sich die ganzen Jahre über die Behandlung gewundert, aber er habe nichts gesagt, weil er einem Kollegen nicht reinreden wollte und er ja selber auch kein KO ist. Aber er habe bei mir schon als Kind gesehen, dass sich die Fehlstellung wohl nur mit einer OP beheben lässt (UK-VV). Von einer OP war aber während meiner KO-Behandlung nie die Rede!

Mein Zahnarzt meinte auch, heutzutage würde man bei Menschen wie mir bereits im Vorschulalter eine Frühbehandlung machen, aber das sei zu meiner Zeit nicht bekannt oder üblich gewesen. Das hätte mir viel Leid erspart...

Fazit:

Aus heutiger Sicht würde ich eine Behandlung so früh wie möglich wollen, auch für meine Kinder (falls ich mal welche haben sollte).

Am besten wirklich schon eine Frühbehandlung im Vorschulalter, auch deshalb, weil Kinder in diesem Alter noch nicht so grausam sein können wie Jugendliche, die andere dann gnadenlos hänseln - und oft soll sich nach so einer Frühbehandlung eine spätere Behandlung im Jugendalter auch erübrigen.

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Da schließe ich mich an.

Bei mir wurde seltsamerweise nie eine Kieferfehlstellung diagnostiziert, obwohl ich bei vielen verschiedenen Zahnärzten war. Erst als ich meine Weisheitszähne mit Mitte 20 entfernen lassen sollte, hat es der KC im Zusammenhang mit meiner nicht vorhandenen Nasenatmung angesprochen! Jetzt, wo die Behandlung- Zahnspange, Kiefer-OP- weitgehend abgeschlossen ist, sagen die KO und KC, man hätte das viel eher diagnostizieren müssen und behandeln sollen. Damit hätte man mir eventuell die OP erspart...

Ich würde auch- falls es dazu kommt- bei meinen Kindern so früh wie möglich mit einer Behandlung beginnen. Ich weiß schließlich, was ich ihnen damit ersparen würde;)

Gruß

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Und ich bin nach wie vor am Grübeln, ob eine OP samt einer Woche Krankenhaus und 1-2 Jahre feste Spange "schlimmer" sind, als mit einem Headgear als Kind und Jugendlicher herumzulaufen.

Wie auch immer das in der Zukunft aussieht, die Entscheidung werde nicht ich für das Kind treffen und sie akzeptieren. Was ich allerdings befürworten (nicht mehr als das) werde, ist eine feste Spange. Ich weiß zu gut, wieviel Disziplin beim Tragen einer losen Spange zu erwarten ist bei einem Jugendlichen, der einen Teil meiner Gene in sich trägt :D

Offenheit ist ein großes Stichwort, ich meine mich auch nicht daran erinnern zu können, dass eine OP als letzte Option im Raum stünde. Darüber habe ich mit meinem KFO damals nicht gesprochen. Jetzt mit der eigenen Geschichte sind wir glaube ich recht gute Ratgeber für eine nächste Generation, die dasselbe Problem zu bewältigen hat. Und auch der dritte Punkt: völlige Verweigerung einer Behandlung durch das Kind, müsste ich ernsthaft in Betracht ziehen. Ich habe meinen ersten Zahnarzt gehasst anfangs.

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HI,

ich mache gerade eine Behandlung im Jugendalter (bin 15) und hätte am liebsten schon früher angefangen, da mich meine Spange zeitweise beim Sprechen einschränkt (besonders mein Englisch mit Bissplatte ist grauenhaft). Meine Behandlung empfinde ich zwar nicht als angenehm, aber auch nicht als große Katastrophe. Bei mir ist das Problem allerdings so auffällig, dass ich seit der Grundschule deswegen gehänselt werde/wurde.

Ich persönlich tendiere allerdings stark dazu wegen der evt. massiven Fehlstellung (irgendwie wird das in meiner Familie immer schlimmer; der Sohn meines Großcousins hat 20 mm Überbiss) auf leibliche Kinder zu verzichten. Ich will damit natürlich nicht sagen, dass Menschen mit Fehlstellungen keine Kinder bekommen sollen, aber für mich kommt ein Kind (aus jetziger Sicht) nicht in frage.

Mfg,

otori

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also ich würde das ganze so früh wie möglich abschliessen wollen.

mit 12 oder so ist es doch eh normal eine Spange zu tragen.

aber schon mit 16 haben alle super zähne und da wirst du sicher mehr "gemobbt" weil deine Zähne halt nicht gerade stehen(wie in meinem fall),oder du noch eine Spange trägst...

Ich wäre froh,ich hätte das ganze nicht mehr vor mir.

Oder die anderen würden einfach mal froh sein,dass sie perfekte Zähne haben und nicht noch immer einen blöden Spruch machen müssen :-(

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Mit derselben Frage renne ich seit 20 Monaten rum ;)

Meine kleine wird im Februar 2, und ich weiss seit es sie gibt, dass ich ihr diesen ganzen Mist gern ersparen möchte. Siehe meine Vorstellung, hat ja vermutlich meine Mutter eine OP damals "verhindert". Sprich, Öko-Mom, wollte nichts schnibbeln lassen.

Ergebnis: 4 Jahre KFO, ohne Verbesserung, und nun die gleiche Chose, aber eben wahrscheinlich mit OP.

Ich werde regelmäßig checken lassen und hoffen, dass sich bei der Motte eher der Vater durchsetzt, was die Kiefer betrifft. Der hat nämlich ein symmetrisches Profil und sehr gerade Zähne. Der glückliche.

Hänseln in der Schule ist glaub ich weniger schlimm als den ganzen Kack jetzt nochmal durchzumachen. Ich finde es jetzt irgendwie schlimmer, da man die Jahre vorher die Hänseleien ja noch mit einbeziehen muss. Denke ich an unter 15-20, war mein Kiefer lange nicht so ausgeprägt wie jetzt...

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Hallo zusammen,

schön, dass dieses Thema diskutiert wird :!: Die Ansichten dazu sind doch recht unterschiedlich. Und auch ich gebe jetzt noch meinen Senf dazu ;-).

Mama bin ich zwar noch nicht, aber ich hoffe, dass das nicht mehr so lange dauern wird. Mein Mann hat, wie ich, ebenfalls einen vorstehenden UK, so dass kaum die Hoffnung besteht, dass die zukünftigen Kinder keine Fehlstellung erben. Mit Zahnspange allein wird man das nicht beheben können und operiert wird ja meist erst ab 18. Deshalb tendiere ich dazu, das Kind in seiner Kindheit und frühen Jugend nicht mit einer Zahnspange zu belasten. (Aber es kommt natürlich auch drauf an, wie schief die Zähne stehen und ob das Kind unter der Fehlstellung leidet oder deswegen gehänselt wird.)

Mit 15 - 17 wird es sicher selbst entscheiden können, wie wichtig ihm / ihr die Korrektur der Fehlstellung ist. Man darf ja nicht vergessen, dass es auch genug Leute gibt, die mit ihrer Fehlstellung keine Probleme haben.

Ich wünsche mir für meine Kinder zumindest eine möglichst unbeschwerte, sorgenfreie Kindheit / Jugend. Ich bin wirklich froh, dass ich mit dem Thema Zahnspange + OP erst mit Mitte 20 konfrontiert wurde. Ich, kleines Sensibelchen ;-), habe in der Pupertät auch ohne Zahnspange ausreichend gelitten. Wie es mit Spange gewesen wäre, will ich mir gar nicht vorstellen :213:;) .

LG. Margret

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Kann es sein, dass Babys tendenziell einen ausgeprägten OK-Überbiss haben zunächst? Mir ist das bei den Zwergen, die ich so sehe, oft aufgefallen. Oder liegt es daran, dass da noch die Zähnchen fehlen? Ich schaue da oft zunächst Richtung Mund, wir sind alle etwas gestört glaube ich mittlerweile, das klingt ja schon fast paranoid. :wink:

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Ich hab auch darüber nachgedacht, glaube aber nicht, daß das unbedingt erblich ist. Bei mir muß sich das durch die Zungenfehlfunktion entwickelt haben, oder so. Meine Tante hat eventuell einen ähnlichen Fehlbiss (kann man aber schlecht sagen), aber meine Mutter und mein Vater haben beide normale Oberkiefer und gerade Zähne. Meine Schwester hat eine Spange gebraucht - für etwa 2 Jahre, hat sie auch im Erwachsenenalter gemacht - aber keine OP. Abhängig davon, mit wem ich mal (wenn überhaupt) Kinder haben sollte, ist das Risiko bestimmt schon unter 50 %, daß die genau die selben Probleme hätten, und ich würde sie garantiert früh zu einem guten Kieferorthopäden schleppen, damit sie wenigstens die Möglichkeit einer Behandlung im Kindesalter hätten.

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Kann es sein, dass Babys tendenziell einen ausgeprägten OK-Überbiss haben zunächst? Mir ist das bei den Zwergen, die ich so sehe, oft aufgefallen.

Ja, bei Babys ist es normal, dass sie einen Überbiss haben. Meistens wächst sich das aus. Guck dir mal Kindergartenkinder an, (so 3-4 Jahre), die haben das schon nicht mehr.

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Also ich bin 16 Jahre alt und hab jetzt seit ca. 1 Jahr eine feste Spange. Anfangs war das schon sehr ungewohnt, aber mit der Zeit gewöhnt man sich echt dran! Bevor ich die Spange bekommen habe, hab ich immer überlegt wie ich jetzt lachen soll und ob ich überhaupt noch mit offenem Mund lachen soll etc.

Als ich die Spange dann hatte, fand ich es die ersten 3 Monate echt schwer, mein Umfeld musste sich erst daran gewöhnen. Ich hab dann nach einer Zeit rausgefunden, dass es besser ist, offen und selbstebewusst zu lachen und seine Zahnspange mit stolz zu tragen, als immer nur zu schmunzeln und sich für die Zahnspane zu schämen. Ich denke die Hänselein hängen sehr von der Einstellung eines jeden Zahnspangentragenden ab, da man einfach ein besseres Ziel ist, wenn man sich für die Spange schämt, wie wenn man selbstbewusst ist.

Ich habe von Anfang an allen klar gemacht, dass ich die Zahnspange trage, um schöne Zahne zu bekommen. Ich strahle alle mit meiner Zahnspange an und die anderen finden jetzt sogar, dass sie mir steht!

Es hängt also immer von der jeweiligen Person ab, wie sie damit umgeht.

LG Dilaraa

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genau das denke ich auch,

es hängt von der jeweiligen Person ab, wie sie damit umgeht!

Ich(40+ mit KFO-Erfahrung in der Jugend, leider ergebnislos) bin jetzt einfach nur froh. Mit ca. 30 ging ich das Problem schon einmal an, konnte mir aber nicht vorstellen eine Zahnspange zu tragen, hatte echt Schiß und nicht so recht Vertrauen in den Behandler. Mit 40 drohte dann durch den tiefen Einbiß der unteren Frontzähne in den Oberkiefer ein Knochenabbau. Da gabs dann fast keine Wahl mehr. Ein anderer KFO wars dann auch. Inzwischen sind die Zahnreihen gerichtet(die 4er mußten dran glauben, ließ sich aber nicht vermeiden) und mein UK ist 10 mm vorverlagert. Zunächst war sogar eine Bimax geplant, die UKVV reichte aber aus.

Meine Umwelt hat zu 100% positiv reagiert. Zwar waren manche zunächst erstaunt, aber das ist ja auch nicht alltäglich in meinem Alter. Viele fanden es echt toll, einer sagte sogar: na endlich. Am Anfang mußte ich mich natürlich selbst daran gewöhnen, hab aber bald nicht mehr versucht es zu verstecken, weil die Reaktionen immer so gut waren. Es ist doch besser wenn Fremde denken, oh die hat ja ne Zahnspange, als wenn sie sagen, die hat aber furchtbare Zähne.

Jetzt bin ich nur noch froh, ich sehe endlich so aus wie ich es schon immer haben wollte. Die OP war nicht so schlimm, wie ich erst dachte. Wahrscheinlich auch weil ich es unbedingt wollte.

Ich wünsche allen genug Mut etwas zu ändern, wenn sie unzufrieden sind und hoffe, daß sie nicht so lange warten wie ich. Ich habe jahrelang gelitten und es vor mich hergeschoben und war am Ende froh als man mir sagte, daß es ohne Zahnspange nicht mehr lange gutgeht. Da war mir die Entscheidung abgenommen worden. Heute ärgere ich mich wegen der verlorenen Zeit, aber besser spät als nie.

LG Ostseeperle

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Huhu,

ich hab auch schon über das Thema nachgedacht und mich in meiner Verwandtschaft umgeschaut.

Bei uns gibt es verschiedene Fälle. Während meine Eltern beide perfekte Kiefer und Zähne haben, hat mein kleiner Bruder absolut gerade stehende, ausgeformte Zähne und Bögen, jedoch fängt sein Unterkiefer seit der Pubertät an, bedrohlich vorzuwandern, vll. aber wächst der Rest nach.

Andere haben weder das eine noch das andere und so denke ich, wird es eine Glückssache sein, was meine Kinder später mal mitbekommen.

Was ich in jedem Fall durchsetzen werde, ist eine regelmäßige Kontrolle und bei Bedarf eine lose Spange in der wirklichen Kindheit (ab 6 Jahren eben, wenns noch keinen juckt), damit wenigstens in der Pubertät halbwegs gerade Zähne da sind.

Auch wenn ich ab dem Alter von 12 Jahren eine echt krass sichtbare Fehlstellung hatte, wäre ich all die Jahre wirklich froh gewesen, wenigstens gerade Zähne zu haben. Hatte ich aber nicht, für mich hat sich das Mobbing über die Jahre also immer quasi verdoppelt.

Würd mich freuen, wenn meine Kinder sich das wenigstens sparen könnten, denn bei mir ist es bis heute nicht klar, ob man die Fehlstellung nicht etwas geringer halten oder gleich hätte beheben können, wenn ich schon mit 6 zum KFO gewandert wäre (auch Ökomutti, nein lass das Kind wie Gott es geschaffen hat.), da meine Zähne in ihrem Schiefstand wohl einiges dazu beigetragen haben (Langzeithebelwirkung von OK auf UK)..

Naja was solls, ich bin ja fast durch jetzt.

Liebe Grüße,

Reki

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Was ich in jedem Fall durchsetzen werde, ist eine regelmäßige Kontrolle und bei Bedarf eine lose Spange in der wirklichen Kindheit (ab 6 Jahren eben, wenns noch keinen juckt), damit wenigstens in der Pubertät halbwegs gerade Zähne da sind.

DAS hab ich mir auch schon vorgenommen :).

Mit neun war ich zum ersten Mal beim KFO, die hat damals aber schon nach einem kurzen Blick in meinen Mund klar gesagt, dass ohne OP nichts möglich ist.Meine Zähne waren nie schief, das ist das einzig positive an meinem Kiefer ;). Mobbing ist mir dadurch aber leider auch nicht erspart geblieben.

Allgemein gesagt finde ich auch, dass es einfach darauf ankommt, wie man mit einer Spange umgeht. Am Anfang hab ich auch total krampfhaft versucht nicht zu arg zu lachen etc. Idiotisch. Man guckt viel genauer hin bei Leuten, wenn man merkt, dass diese versuchen irgendwas zu vertuschen/verstecken. Ich hätte es nie gedacht, aber mich hat die Spange selbstbewusster gemacht. Selbst mit riesen Lücke nach der GNE hab ich noch fröhlich in die Welt gelacht :D Egal in welchem Alter man eine Behandlung anfängt, irgendjemand findet immer etwas zum "lästern", "auslachen", etc. Solche Leute gibt es in jedem Alter. Leider.

Liebe Grüße :)

Edit:

Ich hab vorhin (ich weiß nur nicht mehr von wem) gelesen, dass Hänseleien in der Schule weniger schlimm seien, als die Behandlung + OP jetzt (außerhalb der Teenagerzeit) durchzuziehen. Sehe ich nicht so. Die Zeit als Jugendlicher ist sehr prägend und wenn man in diesem Alter schon erfahren hat, wie schrecklich Menschen sein können und auf welche Weise Menschen andere Menschen ablehnen können, empfinde ich die Behandlung (auch mit unvorhersehbarer Verlängerung, etc.) als deutlich einfacher, weil man weiß, dass es dadurch besser wird und man weiß mit Tag X (z.B. OP-Termin) hört es auf.

bearbeitet von JanaxX

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So nun bin ich mal dran.

Momentan bin ich noch 18 und eigentlich der gleichen Meinung wie Dilaraa.

Als meine Schwester einmal in kieferorthopädischer Behandlung war, wurde bei mir auch gleich meine Kieferfehlstellung festgestellt mit dem Hinweis um eine OP werden wir nicht rumkommen. Das ist jetzt auch schon wieder 10 Jahre her. Ich bekam später nur einmal eine lose Zahnspange. Ich muss ehrlich sagen, ich bin froh gewesen, dass ich nur so eine hatte. Jetzt wo ich mehr oder weniger Erwachsen bin, kann ich besser damit umgehen. Nur kurz nach dem einsetzten der festen Zahnspange hab ich mich gleich daran gewöhnt. Ich lache seitdem auch viel offener (s.h. Dilaraa) und denk mir nichts mehr dabei. Ich hätte nicht gewollt, 10 Jahre bis zur OP eine feste Zahnspange tragen zu müssen.

Ansich glaube ich, ist es besser erst mit der Behandlung anzufangen, wenn es Sinn macht und das kann halt mal der KFO nur entscheiden. Außerdem ist es von Person zu Person unterschiedlich wie es einem am liebesten ist.

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muss jetzt auch nochmal meinen senf dazu geben :) ich hab die op jetzt erfolgreich überstanden und ich muss wirklich sagen, dass es zwar nicht leicht is nervlich auszuhalten, aber von den schmerzen her war des sehr gut zu ertragen. das problem an meinem jungen alter war einfach, dass ich mich und vor allem meine mutter verrückt gemacht hab, mit jeder klitzekleinen sache, ich hab einfach alles an ihr ausgelassen, meine ganz wut darauf, das ich nichts essen konnte so geschwollen war etc. hat sie abbekommen. jetzt weiß ich das ich mich hätte besser zamreißen können, aber nun ists ja zu spät und meine mutter verzeiht mir das auch :lol: ich glaub die größte problematik sind einfach die nerven, die noch nicht so stark sind .. körperlich ist man ja noch sehr fit ..

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ich glaub aber, dass das eher typ sache ist mit den nerven. ich weiß jetzt schon, dass ich auch sehr launisch sein werd, wenn ich nix gescheites zum essen bekomme. wobei ich das dann an alle menschen in meiner umgebung auslasse.

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ich glaub aber, dass das eher typ sache ist mit den nerven. ich weiß jetzt schon, dass ich auch sehr launisch sein werd, wenn ich nix gescheites zum essen bekomme. wobei ich das dann an alle menschen in meiner umgebung auslasse.

Glaube ich auch, für jeden ist was anderes das schlimmste, die Nerven, körperliche Schwäche, zuviel Besuch/ kein Besuch, kein Essen / überhaupt was essen müssen....

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Ich habe jetzt gerade die notwenidge OP hinter mich gebracht und unmittelbar davor (also 1,5 jahre davor ok), mit der festen Spange die Zähne darauf "vorbereitet".

Mit nunmehr 28 gehöre icj ja doch nicht zur "typischen" Zahnspangenzielgruppe.

Allerdings habe ich auch bemerkt, dass bei meiner KFO sehr viele Erwachsene fortgeschrittenen Alters (teilweise 40+) in Behandlung gehen.

Während diese die Behandlung relativ gelassen tragen, da sie menschlich einfach "reifer" sind und somit auch viel sebstbewusster und weniger oberflächlich, hatte ich auch bei mir in jüngeren Jahren entdeckt gehabt, dass ich viel eher auf die Meinung von anderen fixiert war während der Pubertät.

Also gedacht habe "Mensch keine Lust wie Beisser auszusehen" usw.

Nun, beim zweiten Anlauf hatte ich mit der Spange absolut keine Probleme und wie auch JanaxX habe ich mit der Spange im Gegenteil, MEHR gelacht und wurde noch selbstbewusster.

Mit 16, als mir zum ersten Mal eine Spange empfohlen wurde, hätte ich mir das so wahrscheinlich nicht zugetraut.

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Wenn ich mal Kinder haben sollte, dann gehe ich mit denen so früh wie möglich zur Kontrolle zum KFO.

Ich hatte als Kind eine so genannte "Mundvorhofplatte". Ich hab es letztens mal aus Spaß gegoogelt, und hab mich in den Allerwertesten gebissen, dass ich das Ding als Kind in die Ecke gedonnert habe. Mir währe wohl die die Feste Klammer incl. OP erspart geblieben! Das Ding sieht aus wie ein Schnuller und eine aus meiner Klasse hat damals in der Schule rumerzählt, dass ich noch einen Schnuller tragen würde. Das war's dann.

Viele Kieferfehlstellungen kommen nicht daher, weil sie Genetisch bedingt sind, sondern von äußeren Einflüssen. Als da währen zu lange den Nulli tragen, Daumen lutschen, Mundathmung etc.

Wie gesagt, googelt mal "Mundvorhofplatte" und ihr werdet feststellen, dass man durch frühzeitige Vorsorge Behandlungen mit einer festen Klammer ganz vermeiden kann.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass zu meiner Jugendzeit feste Zahnspangen völlig uncool waren, weil sie noch nicht so häufig waren. Heute ist das ganz anders. Mir sagte letztens ein junges Mädel von 13, nach dem ich ihr verklickert habe warum ich mit 28 noch eine Feste Klammer habe, völlig ungläubisch :" Mensch wer keine Feste Klammer hat ist doch mitlerweile schon fast uncool!"

Also von daher würde ich sagen, so früh wie möglich damit anfangen, da man viel vermeiden kann!

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Jetzt wo dus sagst erinner ich mich auch wieder an dieses Teil! Ich hatte das auch Ende Kindergarten Anfang Schule (da war ich ca. 7) Bei mir wars das gleiche, dass sogar die Kindergärtnerinnen meinten, das sei ein Schnuller und ich solle das nicht tragen! Klar hab ich mich dann gesträubt das Teil zu tragen.

Bei meinen Kindern werde ich so früh wie möglich was machen lassen, denn ich persönlich bin der Meinung je früher man etwas tut um so eher kann man vielleicht eine OP vermeiden. Und wie swimminggirl schon sagt: Mittlerweile ist eine feste Spange sehr normal. Ähnlich wie eine Brille. So wie zu Zeiten meiner Mutter alle Brillenträger gehänselt wurden, so wurden es zu meiner Zeit die Spangenträger. Aber die Zeiten ändern sich und so wird es wohl zur Zeit meiner Kinder wieder etwas anderes sein. Ganz vermeiden wird man es nie können, aber mein Kind soll später mal nicht so schiefe Zähne haben müssen und darunter leiden.

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