macbookair

Suche Meinung: Zahnwurzelbehandlung und Multibandkorrektur?

Hallo,

zu meiner Situation: Bin 26, habe eine Zahnfehlstellung im Frontzahnbereich -> Winkel falsch (zu weit nach vorne vom Winkel her) und auf einer Seite ist die Bisslinie verschoben.

Das ganze ist eine Zahn- und keine Kieferfehlstellung.

Die Zähne 11 und 21 sind bei mir durch ein Trauma mittels Cerec verblendet. 11 ist wurzelbehandelt.

Laut dem Erstgespräch mit meinem Kfo (Diagnosen kann ich posten, sobald ich den Behandlungsplan habe) wird zur Korrektur ein Multiband benötigt.

Auf meine Frage, ob die Wurzebehandlung ein Problem sei, kam nur "Ist kein Problem". Ich habe dann aber noch genauer nachgebort was konkret die Risiken seien und er meinte, dass durch die Multibandbehandlung es schon sein könnte, dass es zur Wurzelresorption kommen könnte und ich bräuchte dann eben ein Implantant.

Soweit ich aber weiß haben Implantante eine Lebenszeit von 10-15 Jahren, was in meinem Alter ja nicht wirklich lange ist.

Zum Einsatz sollen normale Keramikbrackets kommen, da laut meinem Kfo selbstlegierende Brackets keinen Vorteil für die Patienten bringen, sondern die Vorteile hauptsächlich für den Kfo darin bestünden, dass er die Bögenwechsel schneller durchführen könne und somit Zeit spare, der Patient aber die höheren Kosten trage.

Wie hoch ist gernerell das Risiko einer Resorption einzuschätzen? Wie häufig ist ein Fall wie meiner im Praxisalltag (Frontzahntrauma, Wurzelbehandlung im Frontzahnbereich, Therapie mit Multiband notwendig, Erwachsener)?

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HI!

ich habe schon von einigen Fällen hier im Forum und im Internet gelesen, wo eine Behandlung auch mit wurzelbehandelten Zähnen durchgeführt wurde. Die Gefahr von Wurzelspitzenresorptionen sind leider immer gegeben, wie ich im Internet gelesen habe, unabhängig vom Bogen. Ich habe aber irgendwo gesehen, daß selbstlegierende Brackets einen Vorteil haben, weil weniger Kraft über längere Zeit wirkt und damit das Risiko von Wurzelresorptionen geringer ist. Soweit ich gesehen habe, ist eine geringen Absorption durchaus tolerierbar. Ich glaube, wurzelbehandelte Zähne sind auch nicht unbegrenzt haltbar, weil sie nicht mehr versorgt werden und deshalb auch bruchempfindlicher. Das würde mir eher Sorgen machen. Ich bin kein Experte, aber ich glaube, wenn Dein KFO sagt, daß es okay ist mit der Wurzelbehandlung, kannst Du Dich ruhig trauen.

LG, NIna

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Hallo Nina,

danke für Deine Antwort!

Das Risiko, dass mir der wurzelbehandelte Zahn auch ohne Kfo-Behandlung verloren geht besteht immer, das ist klar. Nur stelle ich mir die Frage, ob man mit einer Kfo-behandlung schlafende Hunde wecken soll.

Um ehrlich zu sein hätte ich die Zahnfehlstellung schon gerne korrigiert, nur möchte ich vorher das Risiko abschätzen können.

Mit den selbstlegiernden Brackets habe ich das hier im Forum auch gelesen und habe meine Kfo auch direkt auf die selbstlegierenden angesprochen. Er hat mir dann erklärt, dass Drehmoment bei klassischen Brackets viel besser wirkt als bei den "Speed-Brackets" und zudem sei durch die Ligaturen bei den klassischen ein besseres Ergebnis möglich, so seine Erfahrung. Ich habe ihn dann direkt gefragt, ob ihm empirische Studien dazu bekannt sind und er hat gemeint - ja und dass diese zeigen, dass es einen kaum zeitlichen Vorteil gibt.

Vielleicht finde ich dazu auch selber etwas, war mir nur zu zeitaufwendig (studiere und daher Zugang zu Paper-Datenbanken).

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HI Macbookair,

kann verstehen, daß Du da kein Risiko eingehen willst. Was sagt denn Dein Dein ZA dazu? Ich hatte mit 15 normale Metallbrackets und da habe ich die ersten Tage vor Schmerzen nachts nicht geschlafen. Die Speedbrackets, die ich jetzt drin habe, verursachen weniger Schmerzen, dafür drücken sie länger. Ich denke, da wirkt weniger Kraft über längere Zeit. Was jetzt besser ist, keine Ahnung. Und wenn Du Dir noch eine weitere Meinung einholst?

LG, NIna

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also das risiko besteht und man sollte nun abwägen ob die korekktur wirklich funktionell korrigiert werden sollte oder ob es eine rein optische sache ist. wenn es nur wg. der optik wäre, würde ich die finger davon lassen, denn das risiko besteht einfach. ich selbst hatte multiband bei drei wurzelbehandelten zähne ( jeweils die 6er, also backenzahn ), die behandlung war bei mir absolut notwendig und ist bei mir gut verlaufen, aber über das risiko war ich mir bewusst.

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Danke für eure Kommentare! Hier meine Diagnose:

Zustand nach Frontzahntrauma 11, 21

Angle Klasse II-1 mit lückig und protrudiert stehender Ok-Front und gering eng und protrudiert stehender Uk-Front bei Distalbißlage und tiefem Biß. Alveoläre MLV im OK um 1 mm nach rechts, mandibuläre MLV um 2 mm nach links, Wurzelfüllung bei 21, Bolton-Analyse 74%.

Therapie:

OK Extraktion von 25, Distalisation von 24, 23, Schließen der frontalen Lücken, Retrusion und Intrustion der Schneidezähne, Mesialisation der Molaren, semipermanente Schienung der Fronzähne

UK: Auflösen des geringen frontalen Engstandes, Retrustion der Frontzähne durch ASR, nivellierung der Spee'schen Kurve, semipermanente Schienung der Frontzähne

Bißlage: Korrektur der manibulären MLV, Einstellen in Neutralbisslage, herstellen einer funktionalen Okklusion mit Front- und Eckzahnführung.

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Hallo macbookair,

Fachmann bin ich nicht, aber ich habe mehrere wurzelbehandelte Zähne und feste Spangen in OK und UK.

Was im Leben ist ohne jegliches Risiko?

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Hey!

Ich hatte vor ca. 7 Monaten oder so eine Wurzelbehandlung, also mitten in meiner Behandlung.

Musste aber nur gemacht werden, weil der Gummizug zu stark war.

Der Zahn hing ne Weile nicht an der Spange.

Dann wurde weil die Behandlung nicht angeschlagen hatte, vor knapp 3-4 Monaten eine WSR also Wurzelspitzenresektion gemacht.

Jetzt ist mein Zahn wieder in die Spange und bisher gehts.

Er ist aber schon noch etwas locker....da wo die Wurzel gekappt wurde, schmerzt es auch ab und an wieder.

Mehr kann ich dir leider auch nicht sagen!

Aber ich denke mal es würde schon gehen, aber bin mir eben nicht sicher.

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Hallo, ich stehe gerade vor einem ähnlichen Problem. Bei mir ist eine Zahnkorrektur im UK dringend notwendig. Mir wurden als Kind wg zu engem Kiefer unten 2 Zähne gezogen, aber keine Zahnspange verschrieben. Nun habe ich das Problem, dass sich die Lücken nicht geschlossen haben und die Backenzähne gekippt sind.

Dummerweise hatte ich an einem stark gekippten Zahn neben der Lücke vor 3 Jahren eine Wurzelbehandlung. Mein KFO meint, mein ZA soll eine Einschätzung geben, ob der Zahn die Zahnspangenbehandlung überstehen würde. Der ZA meint, das muss der KFO einschätzen. Jetzt muss ich mir wohl noch eine dritte Meinung holen.

Wenn ihr noch nen Tipp habt, dann gern her damit...

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Hallo,

ich habe auch einen Zahn, der vor 9 Jahren wurzelbehandelt wurde und überkront ist.

Er hat einen ganz normalen Bracket, lässt sich sehr gut bewegen und sogar intrudieren. Lt. Röntgenbild alles ok, keine Schmerzen. Also möglich ist es auf jeden Fall :razz:

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