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Zahnärztefluch – wie werde ich ihn los?

Hallo liebes Forum,

es ist mir vor Kurzem aufgefallen, dass mir eine ganze Reihe komischer Dinge passieren, die mit den ZA zusammenhängen…

Es fing vor 5 Jahren an, indem ich umgezogen bin und mir einen neuen Zahnarzt ausgesucht habe. War damals kerngesund, vielleicht 1-2 Füllungen, sonst nichts.

War bei dem guten Mann zur Kontrolle, er hatte bei mir eine Kariesstelle gefunden, gebohrt, einen Stift reingesetzt und eine Krone drauf. Danach hatte ich übrigens erfahren, dass er mir einen gesunden Zahn „behandelt“ hat. Es wäre mir vielleicht entgangen, nur hatte er in der Wurzel eine Nadel vergessen. Obwohl er danach ein Kontrollröntgen gemacht hatte, hat er mir davon nichts gesagt.

Soweit so gut, aber… nach zwei Jahren hat sich der Zahn entzündet, war vereitert, und ich musste zur WSR. Der Kieferchirurg hat wieder gepfuscht, nur eine Wurzelfüllung statt zwei (der Zahn hatte 2 Wurzel) gemacht.

Ein Jahr später wieder Eiter und Schmerzen. Bin dann zum anderen KFC – Diagnose: der Zahn ist nicht mehr zu retten, muss raus.

Ich kam in die Tränen, aber was konnte ich denn tun? So habe ich meinen ersten Zahn verloren. Hier war aber wieder was schief gelaufen: bei der Extraktion hatte mir der Arzt etwas viel zu stark gegen den UK gedruckt, knack – war der Diskus raus und ich bekam die Kieferklemme. Sofort einrenken konnte er den Kiefer leider nicht.

Nächster Schritt: der Kiefergelenkspezialist. Ein absoluter Hammer! Er hat mir eine Aufbissschiene angefertigt, habe die fleißig eingesetzt. Nach ein paar Tagen merkte ich dass mein Biss nicht stimmt. Ich zurück zum „Spezialisten“ – der meinte ich hätte mir es eingebildet und fliegt dann für 3 Wochen in den Urlaub. Inzwischen hat sich mein Biss so verschoben, dass ich in die Notaufnahme musste, habe die Schiene mitgenommen, hier die Diagnose – eindeutige Fehlbehandlung, Schiene falsch angefertigt, nicht angepasst -Kieferluxation. Die konnten aber nichts tun, ich soll zu dem Verursacher hin. Der „Spezialist“ hatte sich nach seiner Rückkehr geweigert mich weiter zu behandeln. Die rechtliche Klage hat nichts gebracht, kein Schmerzensgeld, und er praktiziert ruhig weiter. Ich musste mir aber einen anderen Suchen, was natürlich nicht einfach war.

Endlich mal einen Kieferorthopäden gefunden, Brackets (ursprünglich geplant zur Diskusbehandlung) bekommen, Kiefer eingerenkt und mehr oder weniger richtig positioniert. Der KFO meinte aber dann auch, da ich schon so viel für die Brackets ausgegeben habe (zahle alles privat) fände er es gut, dass wir ein paar kleine Korrekturen machen. Zur besseren Lage des UK. Ich fand seine Argumente eigentlich nicht verkehrt, habe zugesagt. Was passiert jetzt… Er erweitert mir den OK und UK dermaßen stark, dass ich ganz schnell und unerwartet einen offenen Biss (5mm!) kriege. Und da ich wieder die Kieferklemme bekommen habe, dreht er mir auch den Rücken und sagt er weiß nicht mehr wie es weiter gehen soll.

Nach 6 Monaten erneuter KFO-Suche habe ich endlich einen anderen KFO gefunden, der bereit war mich als „Sonderfall“ zu nehmen. Der hatte mir noch am Anfang nicht gefallen, aber kein anderer wollte mich aufnehmen, deshalb hatte ich einfach gar keine Wahl. Er ist auch so ein komischer Vogel, seit 5 Monaten die ich bei ihm bin, merke ich überhaupt keinen Fortschritt. Jetzt hat er mir noch dazu versehentlich einen Zahn extrudiert, und der verfärbt sich grau, also kein gutes Zeichen.

So, jetzt habe ich es alles analysiert, und weiß nicht was ich denken soll…

Ist das jetzt ein Fluch? Ein unglaublicher Pech? Oder gibt es bei uns keine qualifizierten Zahnärzte? Wird es überhaupt noch behandelt oder nur kassiert? Was soll ich jetzt tun? Egal zu wem ich gehe, wird mir ein neuer Schaden zugefügt.

bearbeitet von olga21de

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oh je, das klingt wirklich absolut frustrierend! Waren das immer niedergelassene Ärzte oder warst du auch mal in einer uniklinik? vielleicht können die bei "sonderfällen" anders helfen?

Wünsche wirklich mal kompetente Leute für dich!!Viel Glück!

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Oh wei, das klingt abartig. Wieso ist es so schwer gewesen, einen zu finden, der Dich weiter behandeln will?

Wo wohnst Du?

Weiss grad nicht was ich empfehlen soll. Irgendwann verliert man natürlich auch den Mut, das kann ja so nicht weitergehen..

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Ich kenne mehrere ähnliche, wenn auch nicht ganz so krasse Geschichten. Dazu passt ein Test von Öko-Test vor, ich glaube, ein oder zwei Jahren, wo ein und derselbe Patient zu sieben verschiedenen Zahnärzten geschickt wurde - von "wir müssen nichts machen" bis zu einem Kostenvoranschlag von 10.000 Euro war alles dabei. Offensichtlich gibt es wirklich ein großes Qualifizierungsdefizit bei unseren so stolzen und gut verdienenden deutschen Zahnärzten. Und dazu noch ein Rechtssystem, das Patienten kaum eine Chance gibt, gegen Pfusch erfolgreich zu klagen. Ein Skandal sonder gleichen, der mich auf die Palme bringt... :266:

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...auch ich habe ähnliche Erfahrungen machen müssen und werde im schlimmsten Fall 2 Zähne verlieren. Ich gehe alle paar Monate zum ZA, mache PZR und alles sonst an Mundhygiene aber gegen ignorante Zahnärzte ist man machtlos. Im Gegenteil man wiegt sich in trügerischer Sicherheit, wenn der Zahnarzt einem bescheinigt es sei alles in Ordnung und man sei ein vorbildlicher Patient in Sachen Mundhygiene... Irgendwie macht keiner seinen Job genau, alles schnell schnell und der Nächste bitte...

Ich könnte heulen...Ganz zu schweigen von den privat getragenen Kosten...Wie soll man da noch einem Arzt vertrauen?

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Hallo,

deine Geschichte klingt echt schrecklich!

Ich würde dir ebenfalls empfehlen, in eine Uniklinik zu gehen. Das Gute daran ist, dass sich oft mehrere Ärzte/Behandler dein Gebiss anschauen, da ist das Risiko einer Fehlentscheidung nicht so groß (und sie machen nicht einfach irgendetwas, nur um Geld zu verdienen).

Ich hoffe, dass du doch noch jemanden findest, dem du vertrauen kannst und der dir hilft!

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ich hoffe mal, dass die Geschichte irgendwann ein Ende hat. Es nimmt einen schon voll mit, da die Rennerei von einem Arzt zu dem anderen plus imense Kosten, die machen schon fertig.

Die Tatsache, dass ich noch Studentin war, hat die Ärzte ja gar nicht aufgehalten, mich voll abzuzocken.

Danke für den Rat mit Unikinik, da war ich schon. In Kieferklinik in Bonn... Habe es hier nicht beschrieben, aber in einem anderen Thread. Die sagten, ich hätte mir es mit dem Diskus und dem offenem Biss eingebildet (und das trotz eindeutiger Überweisung, MRT-Diagnose und Röntgenbilder). Und dass ich einfach viel zu oft in den Spiegel schaue. Von den hatte ich Tabletten verschrieben bekommen "für die Muskelentspannung", es waren aber nämlich Tranquilisatoren. Wußte es aber damals nicht. Da die Dinge eine bremsende Wirkung haben, bin ich nach der Einnahme fast unters Auto geraten. Wie sie meinem Kiefer helfen sollten, ist für mich bis heute ein Geheimnis.

Habe auch versucht über die KK Hilfe zu holen. Nachforschung oder so.

8 Monate lang haben sie meinen Antrag gehalten, danach kam eine super Stellungnahme: Die Patientin neigt zur Ärztehopping, die beteiligten Ärzte haben die Vorwürfe nicht bestätigt. Haha! Wer würde denn zugeben, er hätte was falsch gemacht?! Habe danach einen Einspruch eingelegt, nach 2 Monaten kam ein Aruf von der KK, ob ich bereits eine Antwort habe. Ich sagte nein. Die Dame gähnt am Telefon, und meint: dann werde ich Ihre Akte wohl schließen, wir haben ja schon alles Mögliche für Sie getan.

Mittlerweile traue ich mich nicht mehr, die Story jemandem zu erzählen, weil man mir einfach nicht glaubt... Ich hätte es selbst vielleicht nicht geglaubt, nur passiert ist es ja wirklich...

Manchmal denke ich es wäre wirklich ein super Thema für Stern TV oder "Fass ohne Boden" aber richtig mit namentlicher Erwähnung von den Super-Spezialisten. Damit es richtig knallt!

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Hallo Olga,

deine geschichte hört sich so übel an wie meine.

Gegen den letzten KFO (Prof. Göz, UK Tübingen) bin ich auch gerichtlich vorgegangen. Vergeblich. Sein Fachkollege (Prof. Jäger, UK Bonn), gerichtlicher Sachverständiger, fand angeblich keinen Fehler. Und das bei dem Widerspruch: Durch die kfo Behandlung sollte eine Bisssenkung im Frontzahnbereich erzielt werden. Was erzielt wurde, war eine Bisshebung im Seitenzahnbereich. Ich bin während der Behandlung fast verzweifelt. Auf meine Beschwerden (im doppelten Sinn) reagierte der KFO so, dass er mich vor die Tür setzte, und seine so genannten Fachkollegen wiesen mir mangels Überweisung auch die Tür.

Bei wem warst du in der UK Bonn? Wie hast du doch einen KFO gefunden, und wo? Hoffe, ich bin nicht zu neugierig? Vllt per PM.

Auf alle Fälle: Gute Besserung!

Hat hier eigentlich noch jm. Alleskönner und Besserwisser im sozialen Umfeld, denen so etwas nirgendwo nie nicht passieren würde? Oder habe nur ich das Glück auch noch diese Erfahrung machen zu dürfen. "Rotten neighbours!"

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Hallo Dagmar,

was heißt denn genau eine Bisshebung im Seitenzahnbereich? Ist es ästhetisch sehr sichtbar? Kann man es noch korrigieren?

Ich war in Bonn beim Oberarzt Dr. Westerhofer (oder so) und Dr. Teschke. Nie wieder... Keiner von beiden kann denken -> Behandlungsablauf nach dem Excelschema: =WENN "ja" dann "A", WENN "nein" dann "B", SONST nach Hause.

Den jetzigen KFO habe ich einfach per Suche in Gelben Seiten gefunden. Bzw. habe alle KFO nacheinander "abgehackt", er war der dreizehnte. Die anderen 12 wollten mich nicht aufnehmen. Hätte er mich auch nicht genommen, wäre ich nach der Liste weitergegangen ;-)

Bis Du noch in der aktiven Behandlung?

Schöne Grüße und Nase hoch :lol:

bearbeitet von olga21de

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Hallo Olga,

die Ästhetik ist nicht das Problem, sondern die Funktion. Ich habe einen distalen Zwangsbiss bzw. einen Kopf-/Kreuzbiss im Frontzahnbereich. Und Kiefergelenkprobleme! Eine Bisshebung ist einfach eine Erhöhung der Zähne, entweder kfo, indem sie extrudiert (erhöht, aus dem Knochenbett gezogen) werden, oder prothetisch, indem hohe Kronen eingesetzt werden.

Die aktive Behandlung wurde vor ungefähr 15 Jahren abgebrochen vom KFO.

Bänder und Brackets befinden sich noch auf den Zähnen.

Nachdem die Bogen lose und ohne Funktion waren bzw. entfernt, sind die Zähne durch die Kaukräfte mehr oder weniger wieder in ihre ursprüngliche Position gekommen, d.h. Bisssenkung. Mit elenden Zahnfleischentzündungen und Vereiterungen.

In der Sache bin ich ziemlich ratlos. Nase tief und Schultern hoch.

Dir und allen einen "Guten Rutsch"!

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Die aktive Behandlung wurde vor ungefähr 15 Jahren abgebrochen vom KFO.

Bänder und Brackets befinden sich noch auf den Zähnen.

Nachdem die Bogen lose und ohne Funktion waren bzw. entfernt, sind die Zähne durch die Kaukräfte mehr oder weniger wieder in ihre ursprüngliche Position gekommen, d.h. Bisssenkung. Mit elenden Zahnfleischentzündungen und Vereiterungen.

Hallo Dagmar,

tut mir leid, wenn ich jetzt mal nachfragen muss, aber du hast die Brackets immernoch, obwohl die Behandlung vor 15 Jahren abgebrochen worden?

Lg, Kyara

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Ich habe ja auch schon viel erlebt erst auf der Suche nach den Ursachen für meine Beschwerden und dann auf der Suche nach einem KFO oder eine geeignete Behandlung.

Aber Eure Geschichten toppt das!

Am besten Schlussstrich unter das Gewesene und einen Neustart im neuen Jahr wagen. Wo kommst Du her@Olge? Vielleicht kannst Du hier im Forum ein paar Empfehlungen bekommen.

Ansonsten alles Gute und einen huten Start ins neue Jahr.

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Gegen den letzten KFO (Prof. Göz, UK Tübingen) bin ich auch gerichtlich vorgegangen. Vergeblich. Sein Fachkollege (Prof. Jäger, UK Bonn), gerichtlicher Sachverständiger, fand angeblich keinen Fehler.

Hallo Dagmar,

meld dich mal bei mir bzgl. SV Jäger. Ich kann dir was dazu sagen. Du kannst sein Gutachten auch anfechten.

LG

FrauHolle

sende email an postmaster@kfo-schaden.de

oder dpfi28@aol.com

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