Alena

Progenie - Wann feststellbar?

57 Beiträge in diesem Thema

Hallo!

Ich hätte 1 Fragen:

- Ich werde 25 Jahre und eine vererbte Progenie. Ich wurde erst ca. mit 12 Jahren darauf aufmerksam gemacht. Eltern, ectc. war dies nie bewusst. Der Kieferorthopäde sagte natürlich, das es viel zu spät wäre...aber eine Behandlung natürlich mit Zahnspange und anschließender OP möglich wäre. Vor diesem langwierigen Prozess habe ich mich natürlich bis jetzt gestreubt.

Ich habe damit eigentlich auch keine Probleme. Aber könnten sie mir sagen, welche Langzeitfolgen evtl. entstehen können?

- Ich habe eine Tochter von 3 Monaten. Kann auch sie Progenie vererbt bekommen haben? Wenn ja, ab wann kann man dies feststellen und ab wann sollte man es dann am besten behandeln?

Freundliche Grüße

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Da ich Biologie in der Oberstufe abgewählt habe, kann ich dir nicht sagen, wie das mit der Vererbung läuft. Aber logischerweise müsste sie mit einer 50 Prozentigen Wahrscheinlichkeit auch eine Progenie haben/bekommen, wenn der Vater sonst nichts mit den Kiefern hat.

Mein Kieferorthopäde erzählte mir, dass eine optimale Behandlung einer Kieferfehlstellung erst gegen Ende des Wachstums stattfinden kann. Bei Mädchen wird dies sicher mit 17-18 Jahren sein. D.h. Sie müsste mit ungefähr 16 anfangen eine Klammer zu tragen und würde dann mit 17 oder 18 operiert werden. Ich würde das so früh wie möglich durchziehen (Man kann feststellen wann das Wachstum beendet ist).

Die Progenie lediglich kieferorthopädisch zu behandeln würde eventuell nicht zu einer vollständigen Korrektur führen, dies ist aber abhängig von der Stärke der Progenie. Außerdem gibt es dann meistens ein hohes Rückfallrisiko.

Die Langzeitfolgen einer Progenie, auch wieder abhängig von der Stärke, sind Beschädigungen der Zähne durch die Fehlbelastung. Auch treten andere Symptome auf, die sich von physischen Beschwerden über eine verschlechterten Nasenatmung bis hin zu psychologischen Problemen erstrecken können. Mehr dazu auf

http://www2.progenica.net/gesundheit.ftl

http://www2.progenica.net/psychologie.ftl

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Hallo Alena ,

ich habe eine Retrognatie , Angle -Klasse 2 . Diese habe ich wahrscheinlich von meinem Vater geerbt. Meine große Tochter hat das so wie es aussieht auch , sie ist 13 Jahre alt und seit etwa einem Jahr in KFO-Behandlung.

Ob sie operiert werden muß kann man aber erst sagen wenn sie 16 -17 Jahre alt ist . Ich denke beim OK kann man jetzt schon vorbeugen , ich glaube er ist noch nicht richtig verknöchert und kann so mit einer Spange gerichtet werden ( danach denke ich ist ein Retainer ganz sinnvoll). Beim UK will der KFO meiner Tochter auch versuchen um eine OP rumzukommen.

Meine mittlere Tochter 10 Jahre beginnt jetzt mit der KFO-Behandlung ( unser KFO fängt erst an wenn fast alle Milchzähne raus sind).

Ich denke wenn du einen guten Zahnarzt hast und du regelmäßig mit deiner Kleinen hingehst , wird er dir sagen wann du mit ihr zum KFO mußt , wenn es denn nötig sein sollte. Meine Kleinste 5 Jahre hat vor ca. einem Jahr eine Mundvorhofplatte ( hört sich schlimmer an als es ist) bekommen , bis dahin hatte sie nen Schnuller . Dadurch hatte sie einen offenen Biss , der jetzt durch die MVP wieder geschlossen ist , schöner Nebeneffekt : sie hat den Schnuller ab dem Tag als sie die MVP bekommen hat nicht mehr genommen.

Jeder Fall ist unterschiedlich und für Laien schwer einzuschätzen . Es kommt also darauf an einen guten ZA zu finden ,regelmäßig hinzugehen und das du deinen Verdacht ansprichst.

Ich selber hoffe das meine Töchter die richtige Behandlung erhalten und ihnen dadurch so manches erspart wird.

lieben Gruß

Tanja

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Danke! Aber bei mir wurde damals als ich mit 12 J. das erste mal zum Kieferorthopäden kam, gesagt, dass ich viel zu spät bin. Ich hätte schon mit 6 J. kommen sollen, dann hätte man "eventuell noch etwas richten können"

Nur mit 6 Jahren war das weder für mich, noch für meine Eltern sichtbar, dass da eine Fehlstellung vorliegt!

Deshalb frage ich mich, ob ein Kieferorthöpäde das schon hätte früher feststellen können, auch wenn die Progenie noch nicht zum Ausdruck kam.

Eine OP ist erst nach dem Wachstum möglich, dahingehend bin ich auch informiert. Ich möchte meiner Tochter das alles nur ersparen, wenn auch eine frühzeitige Behandlung, dafür ohne OP möglich wäre! Vielleicht ist ja eine Beeinflussung im frühen Kindesalter noch beeinflussbar?

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Hallo Alena

Also normalerweise fängt der Kfo erst mit der Behandlung an ,wie Tanja auch schon geschrieben hat , wenn die Milchzähne raus sind . Also in dem Altersbereich 11 Jahre plus-minus . In bestimmten Fällen vielleicht früher ( siehe mVP bei Tanjas Tochter) aber ansonsten kann ich absolut nicht verstehen warum es bei Dir mit 12 zu spät gewesen sein sollte... außerdem besser spät als nie, oder nicht ???

Viele Grüße

Jasna

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Man sagte mir, hätte man schon mit 6 J. angefangen da etwas zu machen, hätte vielleicht eine OP erspart bleiben könne....

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Hallo,

Man sagte mir, hätte man schon mit 6 J. angefangen da etwas zu machen, hätte vielleicht eine OP erspart bleiben könne....

Also mich hat man mit ca. 9 Jahren wegen Progenie zum KFO geschickt. Wie mir berichtet worden ist, ist mir allerdings damals schon prophezeit worden, daß das vermutlich nur chirurgisch korrigiert werden könne. Man hat's allerdings trotzdem versucht; ich habe diverse Klammern getragen, bis ich 20 Jahre alt war. Gebracht hat's trotzdem nichts, oder zumindest nicht genug.

Das erste Ding, was man mir verpaßt hat, war eine Art "Keil" aus transparentem Kunststoff, den man mir auf die unteren Schneidezähne geklebt hat und der beim Zusammenbeißen den Oberkiefer nach vorne schieben sollte. Das Ding ist allerdings, glaub' ich, meiner damaligen Vorliebe für Geleefrüchte zum Opfer gefallen. :oops: Danach habe ich eine lose Klammer bekommen, bzw. eine zweiteilige, deren Teile mit Gummis verbunden waren, die den Unterkiefer nach hinten ziehen sollten. Außerdem war in der oberen Platte auch noch eine palatinale Dehnschraube drin, die aber irgendwann in der Breite vollständig aufgedreht war (Es ist mir, zumindest in diesem Punkt, allerdings schleierhaft, warum dann jetzt trotzdem noch 8 mm Breitendifferenz übrig waren, die mittels GNE korrigiert werden mußten.).

Schönen Gruß

Kristian

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Also wie gesagt, man kann zwar die Progenie nur kieferorthopädisch behandeln, aber halt nicht hunderprozentig. Ich würde schon fast eine OP vorziehen.

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Hallo Hordeotech ,

zu meiner großen Tochter :Sie trägt seit etwa einem Jahr eine lose Spange im OK und im UK. Und wird jetzt wahrscheinlich Bräckets bekommen. Der OK sieht für mich als Laie schon sehr gut aus , sie hatte allerdings eine Seite noch nicht so wie sie sein soll ,da sie bis vor kurzem noch einen Milchzahn auf dieser Seite hatte. Unser KFO hat einen Assistenten , der mir alles genau erklärt hat und er ist in jedem Fall dafür eine OP zu vermeiden und will ihr auch Retainer einsetzen.

Was bei meiner mittleren Tochter gemacht werden muß weiß ich noch nicht . Ich werde aber auch bei ihr alles versuchen eine OP zu vermeiden.

Wegen der MVP bin ich überrascht , das so wenige Eltern über diese Möglichkeit etwas wissen.

lieben Gruß

Tanja

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Vorweg, wer bezichtigt mich da unerlaubterweise als Separiergummiträger? Also nein! Wie kann ich das ersetzen, ich habe das so schnell nicht gefunden?

@bana:

>Mein Kieferorthopäde erzählte mir, dass eine optimale Behandlung einer Kieferfehlstellung erst gegen Ende des Wachstums stattfinden kann. Bei Mädchen wird dies sicher mit 17-18 Jahren sein. D.h. Sie müsste mit ungefähr 16 anfangen eine Klammer zu tragen und würde dann mit 17 oder 18 operiert werden. Ich würde das so früh wie möglich durchziehen ...

++ UM HIMMELS WILLEN! Entschuldigt, aber hier muss ich doch mal SCHIMPFEN!

Alle sanfte Behandlung von Progenie oder gar auch von „gutmütigeren“ Kieferfehlstellungen (s.u.), an der Ärztegenerationen geforscht haben, soll heute wohl verschwinden!

Dieses Wartenlassen-bis-zur-Verschlimmerung ist heute leider allzu verbreitet. Es ist schon bei Platzmangel schlimm genug: wenn dann gesunde bleibende Zähne gezogen werden, für die man bei zeitigerem Behandlungsbeginn den Platz noch durch Anregung des Kieferwachstums hätte gewinnen können.

Aber bis zur OP-Reife in Warteschlangen schieben, ob das vielleicht sogar unterlassene Hilfeleistung ist?

>Die Progenie lediglich kieferorthopädisch zu behandeln würde eventuell nicht zu einer vollständigen Korrektur führen. Außerdem gibt es dann meistens ein hohes Rückfallrisiko.

++ Nun ja, bei erblicher Progenie hat auch rechtzeitige Behandlung keine 100%ige Erfolgsgarantie. Aber sie würde den Kindern zumindest eine Chance geben! Und z.B. von Bimler gibt es Langzeitbeobachtungen, wo das Ergebnis der sanften Korrektur stabil blieb.

@Tanja

>ich habe eine Retrognatie , Angle -Klasse 2 . Diese habe ich wahrscheinlich von meinem Vater geerbt. Meine große Tochter hat das so wie es aussieht auch , sie ist 13 Jahre alt und seit etwa einem Jahr in KFO-Behandlung.

Ob sie operiert werden muß kann man aber erst sagen wenn sie 16 -17 Jahre alt ist.

++ Ich hatte das gleiche (Unterkiefer-Rücklage), auch GEERBT! Von 13 bis 15 Jahren hatte ich einen sog. Aktivator (Doppeldecker) 15/24 h zu tragen, der hat´s gerichtet! Nix OP. Schlimme Sitten sind das heutzutage!!

Allerdings, bei einer 14-jährigen sollte man keine Zeit mehr verlieren. Sondern hier jetzt unbedingt eine Zweitmeinung einholen! Manche KFOs würden da heute leider ein Folterinstrument namens Herbst-Scharnier einbauen wollen. Allerdings kenne ich einen 14-jährigen Überbiss-Fall, wo ein ganzheitlicher KFO mit sanften Mitteln noch gute Erfolgschancen sieht.

>Meine mittlere Tochter 10 Jahre beginnt jetzt mit der KFO-Behandlung ( unser KFO fängt erst an wenn fast alle Milchzähne raus sind).

++ Um allen feste Spangen einbauen zu wollen?! So langes Warten verlangen die Kassen NICHT! Erspart ihr die unnötige Quälerei, und euch unnötig hohe Zuzahlungen, und sucht euch einen anderen! Ich bei dabei gerne behilflich!

>Meine Kleinste 5 Jahre hat vor ca. einem Jahr eine Mundvorhofplatte ( hört sich schlimmer an als es ist) bekommen , bis dahin hatte sie nen Schnuller . Dadurch hatte sie einen offenen Biss , der jetzt durch die MVP wieder geschlossen ist , schöner Nebeneffekt : sie hat den Schnuller ab dem Tag als sie die MVP bekommen hat nicht mehr genommen.

++ PRIMA! (damit es nicht so aussieht, dass ich hier nur am Meckern wäre)

@Alena

>Aber bei mir wurde damals als ich mit 12 J. das erste mal zum Kieferorthopäden kam, gesagt, dass ich viel zu spät bin. Ich hätte schon mit 6 J. kommen sollen, dann hätte man "eventuell noch etwas richten können"

++ Stimmt.

>Nur mit 6 Jahren war das weder für mich, noch für meine Eltern sichtbar, dass da eine Fehlstellung vorliegt!

++ Wieso, Progenie ist doch auffällig. Zumindest der Hauszahnarzt sollte das sehen. Bzw., wenn sie erst später auftritt, dann kann sie nicht so schwer sein. Gegensteuern, wenn sie sichtbar wird, sollte doch helfen.

> Vielleicht ist ja eine Beeinflussung im frühen Kindesalter noch beeinflussbar?

++ Das finde ich eine GESUNDE Einstellung! Und verweise auf u.g. Links.

Zum weiteren Pfad:

Ein Behandlungsbeginn mit 9 Jahren kann z.B. bei Platzmangel noch früh genug sein, bei richtiger Progenie dagegen schon reichlich spät, damit sanfte Mittel noch Erfolgsaussichten haben. Hier ist das genannte Einstiegsalter von 6 Jahren angebrachter. Und welche Spangen gibt es dann?

Ich habe www.sanfte-zahnklammern.de frisch upgedatet:

Kapitel (in Menü links) Diverse Spangen> Teil B, da sind Funktionsregler-3, Bimler-C, 2erlei Rückschubplatten, ...

Kapitel Fallbeispiele> da sind 2 mit Progenie-Fällen

Kapitel Weitere Info> Dentosophie (Frankreich): in den Fällen dort ist hinten auch eine Progenie-Frühbehandlung. Und die Mutter ist schon von Pontius zu Pilatus gelaufen, weil die alle nur abwarten und operieren wollten.

Erst in Frankreich, und nun auch bei uns ...

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Eh , bin jetzt etwas irritiert , wieso ist meine Antwort über den Beitrag von Hordeotech gerutscht???

lieben Gruß

Tanja

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Hallo Tanja,

>Sie trägt seit etwa einem Jahr eine lose Spange im OK und im UK. Und wird jetzt wahrscheinlich Bräckets bekommen.

Früher wurde vollständig mit herausnehmbaren Spangen behandelt. Heute habe ich den Eindruck, dass viele Kieferorthopäden deren Möglichkeiten nicht mehr ausschöpfen, um mehr oder weniger routinemäßig hinterher noch feste Spangen einzubauen. Sieh / hör dich dort mal im Wartezimmer um: feste Spangen für alle? Oder für wieviel %? Was droht an Zuzahlungen? Vielleicht nochmal woanders fragen (s.u.)?

>Unser KFO hat einen Assistenten , der mir alles genau erklärt hat und er ist in jedem Fall dafür eine OP zu vermeiden und will ihr auch Retainer einsetzen.

Was denn für Retainer? Früher wurde dazu die letztgebrauchte Spange oft einfach immer weniger getragen. Im Falle größerer Kieferfehlstellungen war dies eine Doppeldecker-Spange. Für Progenie wurde anderswo zur längerdauernden Retention eine obere Platte mit Gegenkieferbügel empfohlen (nur für nachts).

> Was bei meiner mittleren Tochter gemacht werden muß weiß ich noch nicht.

Lieber noch eine Meinung einholen. Wenn du mir deinen Einzugsbereich mailst, bin ich gern mit Adressen behilflich.

> Wegen der MVP bin ich überrascht , das so wenige Eltern über diese Möglichkeit etwas wissen.

Steht auf einigen Zahnarzt-Seiten, aber auch hier:

http://www.sanfte-zahnklammern.de/startseite/naturheil/naturheil.html

Beste Bastlergrüße, Larissa (Hordeotech)

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...guckt mal, das schaffen sie auf Kuba

bim3.jpg

(Alter zu Anfang ca. 8 – 9 Jahre) mit sanften Mitteln:

sv71571g.jpg

Weil die dortigen Operationssäle wohl lebensrettenderen Dingen vorbehalten sind.

Oder in THAILAND, da sind 15% (!) von Progenie betroffen. Sollte hier in Zukunft mal eine Leserreise organisiert werden, dann wäre das doch ein passendes Ziel! Also, in einem Fachartikel wird beschrieben, wie an der Uni-Klinik Bangkok 33 progene Kinder im Alter von 7 – 15 Jahren unsortiert nach Schwere erfolgreich behandelt wurden. Manche hatten einen überentwickelten Unterkiefer, manche einen unterentwickelten Oberkiefer, manche beides. Für den Behandlungserfolg waren tägliche myofunktionelle Übungen erforderlich zusätzlich zu einem Progenie-Aktivator (Dehnschraube, Oberlippenschilde, unterer Labialbogen, Zungengitter), der dafür nur mind. 12/24 h zu tragen war, also nicht zur Schule. Schwerere Fälle brauchten zur schrittweisen Korrektur mehrere solcher Spangen nacheinander.

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Liebe Alena,

Eine vererbte Progenie läßt sich häufig schon nach Durchbruch der Milchzähne erkennen oder erahnen. Unsere jüngsten, in Behandlung befindlichen Patienten sind 3 Jahre (wobei bei gesetzlich versicherten Kindern mindestens bis 4 Jahre gewartet werden muß, die Kassen erlauben es nicht früher). Die Mutter der einen kleinen Patientin erzählte uns, das bereits auf der Neugeborenenstation der Schmollmund ihrer kleinen Tochter den erfahrenen Schwestern aufgefallen war. In diesem Fall konnte man tatsächlich schon auf den Babybildern die spätere Entwicklung erahnen.Bei der Progenie muß man deutlich unterscheiden, ob es sich um eine echte Progenie mit riesigem Unterkieferwachstum handelt, oder eher um eine Pseudoprogenie, wo ebenfalls der Unterkiefer vor dem Oberkiefer steht, aber die Schuld eher im Oberkiefer liegt. Es kommen natürlich auch Mischformen vor. Unserer Erfahrung nach sind die Pseudoprogenien häufiger. In diesen Fällen ist ein früher Behandlungsbeginn (zwischen 3 und 6Jahren ) wünschenswert. Mit Hilfe einer Delairemaske wird der gesamte Oberkieferkomplex nach vorn gezogen und vor den Unterkiefer gestellt. Desto weicher die Knochennähte sind(Kindergartenkinder, umso schneller und leichter geht das. Diese Frühbehandlung kann oft nach 1 bis 1 1/2 Jahren abgeschlossen werden. Wir haben auf unserer website unter dem Stichwort" Frühbehandlung" Beispiele für diese Behandlungsmethode: www.kfopraxis-neu-isenburg.de.

Bei einer echten Progenie wurde früher oftmals versucht, das überschüssige Unterkieferwachstum durch s.g. Kopf-Kinn-Kappen zurückzuhalten. Die Erfolge waren eher dürftig und rechtfertigen wohl kaum die möglichen Schäden im Kiefergelenk

Gruß vo KFO's

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Danke für die Antworten!

Ich denke, dass es sich bei mir um eine echte, vererbte Progenie handelt...wobei der UK ziemlich groß ist und der OK ziemlich schmal! Die Zähne stehen jedoch ziemlich aufeinander, vorne ganz minimal über.

Wie gesagt, wurden meine Eltern erst darauf hingewiesen, als ich 12 J. alt war...für meine Eltern war das "normal", denn sie sahen mich ja immer und so sah ich eben aus und dieses "Aussehen" kam von der Seite meines Vaters...dabei hat sich noch nie jemand etwas gedacht!

Anfang der Pupertät wollte ich natürlich erst einmal keine Spange und an eine OP wollte ich da auch noch nicht denken! Heute bereute ich das ganze jedoch, denn dann wäre diese Prozedur bereits überstanden!

Aber ich habe damit keine Probleme, weder psychisch noch gesundheitlich! Was sind die Spätfolgen einer unbehandelten Progenie?

Sie würden mir also empfehlen, mit ca. 3-4 Jahren einen Kieferorthopäden mit meiner Tochter aufzusuchen? Der könnte die Situation schon beurteilen? (Wenn es nicht so ausgeprägt wäre, dass ich es selbst sehen könnte)

Vielen Dank nochmal

Alena

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Liebe Trauergäste,

wir trauern am Grab der sanften, handwerklichen Methoden zur kieferorthopädischen Behandlung von Kindern unter Ausnutzung des Wachstums, die von Ärztegenerationen entwickelt wurden und Generationen von Kindern geholfen haben.

>Bei einer echten Progenie wurde früher oftmals versucht, das überschüssige Unterkieferwachstum durch s.g. Kopf-Kinn-Kappen zurückzuhalten. Die Erfolge waren eher dürftig und rechtfertigen wohl kaum die möglichen Schäden im Kiefergelenk.<

ERSTENS: Spangen wie Funktionsregler 3, Bimler-C, Progenie- und Rückschub-Platten wirken umfassend auf Unter- UND Oberkiefer, prägen dabei aber keine fremden Kräfte auf, so dass die Kiefergelenke nur wenig belastet werden. WARUM fehlen diese Methoden hier? Zwar versprechen auch sie bei ECHTER, erblicher Progenie selbst bei frühzeitiger Anwendung keine 100%igen Heilungschancen. ABER sollte man diesen Kindern nicht trotzdem damit eine Chance geben? Diese Behandlung wäre auch wirtschaftlicher. Und bei der Minderheit der Fälle, wo sie versagt, könnte man ja später immer noch operieren.

ZWEITENS zur häufigeren mehr Oberkiefer-bedingten Progenie:

>Mit Hilfe einer Delairemaske wird der gesamte Oberkieferkomplex nach vorn gezogen und vor den Unterkiefer gestellt. Desto weicher die Knochennähte sind (Kindergartenkinder), umso schneller und leichter geht das.<

Ca. 2/3 der Gegenkraft der Gesichtsmaske pressen auf dem Kinn das Kiefergelenk nach hinten (man vergleiche mit einer Wippe)! Also gefährdet sie es fast ebenso wie die Kopf-Kinn-Kappe (die aber noch den gravierenden Mangel hat, nicht auf den Oberkiefer zu wirken).

Zwar habe ich das auf Neu-Isenburg nicht gefunden, aber bei

http://www-klinik.uni-mainz.de/ZMK/Kieferortho/behandlung.html

(unter > Kieferorthopädische Frühbehandlung, da etwa in der Mitte) wird der „Stückwerk“-Charakter dieser Fertigteil-Methoden deutlich. Das KFO-Kapitel des Buches „Zähne“ der Stiftung Warentest las sich ähnlich schlimm.

Der seitliche Kreuzbiss des kleinen Jungen dort wurde durch die Delaire-Maske, da sie nur in eine Richtung zieht, NICHT korrigiert! Vermutlich, damit man ihm anschließend profitabel die Gaumennaht sprengen kann?

Hätte man die Maske statt an festen Haltern wenigstens an einer Dehnplatte eingehängt, wie sie dort anderswo liegt, dann wäre nicht nur die Mundhygiene nicht erschwert gewesen, sondern der seitliche Kreuzbiss hätte mitkorrigiert werden können!

Und funktionelle Methoden wie vorgenannte FR 3, Bimler-C oder obere Platten mit Gegenkieferbügel hätten dem Kauorgan eine umfassendere Hilfestellung zum Gesundwachsen gegeben, bei weniger Belastung der Kiefergelenke, und unter Einbezug der Muskulatur. Sie einzubeziehen, ist WICHTIG, denn sie formt die wachsenden Knochen! Wird sie nicht umtrainiert, droht ein Rückfall der Kiefer-Fehlstellungen!

Ein paar Anbieter-Adressen hierfür hätte ich, bitte mailt mir mit Angabe eures Einzugsbereiches.

Gaumennaht-Aufbrechen als weitere Einnahmequelle fällt bei solchen umfassend wirkenden Spangen-Arten weg. Dagegen gibt Neu-Isenburg Gaumennaht-Aufbrechen sogar schon im Milchgebiss (!!!) an. Ein halbes Dutzend sanfter Methoden, die in diesem zarten Alter annähernd 100% Erfolg versprechen, sind die alle vergessen? Gezeigt ist ein ca. 6- bis 8-Jähriger, dem laut Beschreibung erst die Gaumennaht gebrochen wurde, und dann die Kiefer mit einer Vorschubplatte korrigiert. Während deren Anwendungsdauer wäre doch genug Zeit gewesen, eine konventionelle Dehnschraube ausreichend zu betätigen? Bzw. wenn man eine Behandlung erstmal nur in einem Kiefer beginnen will, gäbe es dafür andere Vorschubplatten, mit Pro-Stäben. Bei denen kann die 2. Platte und die Stäbe später hinzukommen.

Folgende Berichte gequälter Kinder sind vielleicht nicht repräsentativ, aber wer weiß schon vorher, wie schlimm es wird?

SCHLIMMER NOCH, anders als andere feste Spangen kann man einen Gaumennaht-Sprenger nicht einfach ausbauen, wenn es ernste Komplikationen geben sollte. Weil er Hartgewebe zerrissen hat, das 2 – 3 Monate zum Heilen braucht. Dadurch ist auch der vermeintliche Geschwindigkeits-Vorteil gegenüber herausnehmbaren Spangen zum Teil wieder zunichte.

Hier frage ich mich überhaupt, aus welchen Gründen das Verbreitern des Oberkiefer in Rekordzeit geschehen sollte? Zudem habe ich frisches Material von einen Spezialisten, der auch mit herausnehmbaren Spangen 3 mm im Monat (!) erschrauben lässt! Bisher dachte ich immer, damit gingen in der Wachstumsphase 1 – 1.5 mm pro Monat.

>„Meine neunjährige Tochter hat seit vorgestern diesen Apparat zur GNE im Mund. Seitdem kann sie kaum essen und trinken, weil das Kauen schwierig ist und alles irgendwie an der Spange hängenbleibt. Schlucken macht ihr Schwierigkeiten....

Das Verstellen der Schraube ist ein einziger Kampf: Sie verkrampft sich total, bringt kaum den Mund auf und klagt hinterher über Schmerzen an den Zähnen<

>Ich habe derzeit eine 8 jährige Schülerin (!!) die das gerade durchmacht (Gaumensprengung- hat 3 Tage gedauert..)!!

Den Eltern ist überhaupt nicht klar, was da gerade mit dem Kind passiert. Es wird auch nicht besonders "geschont" oder ähnliches. Sie ist sehr "klapperig" zur Zeit. Nicht gut im Körper, unkonzentriert, obwohl sehr brav und vom sprechen brauchen wir erst gar nicht zu reden, es hört sich wie behindert an. (und ist ja auch behindert)

Sie malt seit Einsetzen der Spange plötzlich riesengroße, leere Gesichter, in die sie schief einen kleinen Mund setzt und fragt, ob das so schön und richtig ist.

Es ist erschreckend!

Meiner Meinung nach sind da psychische Schwierigkeiten vorprogrammiert, ...<

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Also, mein Zorn vom gestern ist etwas verraucht. Was nun tun?

www.zhkplus.de bietet auch KFO-Beratung von Fachleuten, und dort kennt man immerhin einen Teil der sanften Methoden. Bleibt zu hoffen, dass sie sich dort bald mal den Bären wieder abbinden, dass Behandlung ohne Zähneziehen auch bei Kindern stets viel teurer wäre.

Über schwere und invasive Behandlungsmethoden werden viele schicke Kongresse veranstaltet, und die Forschungsgelder fließen, auch um ihre Risiken und Folgeschäden in den Griff zu kriegen. Fortbildung über sanfte, von vornherein risikoarme Methoden ist viel schwerer zu finden. Hier habe ich immerhin ein paar magere Hinweise:

FUNKTIONSREGLER:

www-kfo.med.uni-rostock.de hat zurzeit leider keine Funktionsregler-Kurse angekündigt, aber zumindest schriftliche Anleitungen für Interessenten sollten da zu bekommen sein. Heißt es dort doch, dass Funktionsregler einen Schwerpunkt des Lehrprogramms bilden.

AKTIVE PLATTEN:

Zur Ansicht hier eine französische Aktive-Platten-Akademie, die wohl Partner der spanischen von Planas und Nachfahren ist: www.i-ortho.net

Ähnelt bei diesen schonenden Behandlungen der cas clinique > No. 5 nicht dem des etwa 6- bis 7-Jährigen (oben erst 2 bleibende Schneidezähne da), dem in Neu-Isenburg erst die Gaumennaht gebrochen wurde, und mit einer VDP weiterbehandelt?

www.heikoe.de ist Referent für aktive Platten, und für Aktivatoren und Funktionsregler auch, hat aber meist keine laufenden Kurstermine.

BIMLER GEBISSFORMER:

www.bimler.com samt Lehrgängen im In- und Ausland, auch solchen, bei denen sich die Teilnehmer eine Bimler-Spange für sich selbst bauen, um sie in ihrem eigenen Mund anzufühlen.

Würde dieses Selber-Probetragen für JEDE Spangenart, die Kieferorthopäden routinemäßig ihren Patienten antun wollen, zum guten Ton gehören, dann sähe die heutige Spangen-Welt wohl sanfter aus.

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Hallo hordeotech,

habe deine Beiträge nur teilweise gelesen und nicht zur gänze da sie mir etwas zu lang sind und ich bei nicht mal der hälfte abgeschalten habe. Aber ich hab da jetz mal eine frage, wenn diese herausnehmbaren spangen wirklich immer die besten sind und auch immer sehr gut helefen wie du es ja immer sagst und sie von der wirtschaftlichkeit her auch besser sind als festsitzende Apparaturen, dan frag ich mich warum erstens mal die KFO`S meistens festsitzende Spangen verwenden, wobei die meisten KFO`S es ja immer mit losen Spangen zu erst versuchen schon mal bei Kinden, und 2 warum die leute die ihre Progenie oder anderen Zahnfehlstellungen in ihrer Kindheit mit einer losen Spange behandelt bekommen haben jetz noch mal mit fester Spange und OP in Behandlung sind?

l.g sabine

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Hallo Sabine,

bitte schmink dir erstmal das „immer“ ab, das ist verfänglich. Das schreibe ich nicht so.

Wie gut herausnehmbare Spangen helfen, hängt v.a. vom Alter des Patienten ab (je jünger, desto aussichtsreicher) und von ihrer Auslegung, d.h. vom Können und Wollen das Behandlers mit diesen Methoden. Und darüber können sich Eltern und Laien vorab oft keine Klarheit verschaffen.

warum erstens mal die KFO`S meistens festsitzende Spangen verwenden

Häufigster Grund ist wohl, dass sie mehr dran verdienen. Und dass sie weniger psychologisches Geschick mit den Kindern brauchen. Und dass Erwachsenenbehandlung, die mangels Kindern ein zunehmendes Marktsegment ist, außer in Bagatellfällen mit Herausnehmbaren schwierig ist. Und die Hersteller tun ein Übriges, ihre Fertigteile zu vermarkten und Fortbildungen dazu zu veranstalten. Da kommt das Marketing sanfter Methoden mangels Vertriebswegen nicht mit. So dass hier Wissen und Können verlorengeht.

wobei die meisten KFO`S es ja immer mit losen Spangen zu erst versuchen

Wie ersthaft diese Versuche wirklich sind, sei dahingestellt. Leider sind herausnehmbare Spangen heute oft zu „Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen“ heruntergekommen, nach denen eh allen Kindern, und nicht nur einigen, eine feste Spange eingebaut wird. Solche Herausnehmbaren können nicht mehr so vollständig sein wie jene älteren in meinen Fallbeispiele-Kapiteln. Was für den Laien leider kaum zu erkennen ist. Besonders eklatant sind Fälle, wo es nach 2 Jahren herausnehmbarer Spange heißt, „Jetzt müssen bleibende Zähne raus!“. Denn in den 2 Jahren hätte man das Wachstum auch richtig zum Platzgewinn nutzen können, statt die Kinder nur mangelhafte Spangen tragen zu lassen.

2 warum die leute die ihre Progenie oder anderen Zahnfehlstellungen in ihrer Kindheit mit einer losen Spange behandelt bekommen haben jetz noch mal mit fester Spange und OP in Behandlung sind?

ERSTENS, ob die Retentionsphase lang genug war oder nicht, so dass es einen Rückfall gibt, ist unabhängig davon, ob mit festen oder losen Spangen behandelt wurde. Früher haben manche Behandler leider die Retention vernachlässigt. Bei hartnäckigen Fehlstellungen, und Progenie sowie alles Erbliche zählt dazu, ist die Retention oder zumindest Überwachung ggf. bis zum Abschluss des Wachstums zu verlängern! Ich war selbst so ein Fall, wohl erblich, wenn auch nicht Progenie. Mit 17 hatte ich nochmal einen ungünstigen Wachstumsschub, war aber zum Glück noch mit einem Doppeldecker für nachts versorgt.

ZWEITENS, bitte nicht die Statistik verzerren. Wie viele Leute, die als Kind erfolgreich Zahnspangen getragen haben (in der DDR gab es eh nur herausnehmbare), kommen wohl auf jeden, der rückfällig ist und sich deswegen sogar operieren lässt?

Warum sollten all diese erfolgreich Behandelten wegen so eines abgeschlossenen Kapitels ihrer Vergangenheit Zeit dafür verwenden, in Zahnspangen-Foren zu schreiben? Diese Mehrheit bleibt hier also unsichtbar.

A propos Operieren, auch da ist Marketing im Spiel.

Ich kenne einen über 50-jährigen Progeniker (keine Zahnspangen damals), der hat jetzt gewisse Schwierigkeiten mit Steinobst (schneidet die Steine vorher raus), und manchmal Verspannungen. Aber als ihm ein Zahnarzt vorschlug, ein Stück Kiefer herauszusägen, fand er das absurd. Er denkt gar nicht dran!

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Hallo,

wenn du meist, ich hab da halt eine etwas andere meinung wie du.Ist halt so. Außerdem verdrehst du mir ja die Worte im Mund. Ich sage ja auch nicht das herausnehmbare Spangen schlecht sind aber ich bin auch nicht der meinung das eine feste Spange schlecht ist so wie du. Denn so wie ich es des öfteren herauslese bist du ja absolut gegen festsitzende spangen.

l.g sabine

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Hallo,

muss jetzt auch mal meine Meinung sagen.

Also ich selber hatte neun (!) Jahre lang alle möglichen "sanften" Zahnspangen- Aktivatoren, aktive Platten und wer weiß was noch so alles dabei war. Was hats genutzt? Am Anfang sehr viel- die Zähne sind gerader geworden und der Biss hat sich wohl auch verbessert (ist ein bischen schwierig rückblickend zu beurteilen- war ja noch schließlich noch ein Kind:-D) Wirklich perfekt wars aber nie:-|- mein Überbiss und Tiefbiss ist dadurch nie komplett weggegangen:cry: und ich glaube nicht dass ich einer der ganz harten Fälle bin. Getragen habe ich meine Spangen zwar nicht gerne, aber immer genau nach Anweisung. Jetzt mit 23 habe ich endlich meine feste Spange und frage mich manchmal ob die nicht schon in früheren Jahren angebracht gewesen wäre und ich mir die Spange jetzt dann hätte sparen (man beachte das Wortspiel:mrgreen:) können!

Gruß,

Eve

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@Sabine:

Ich bin nicht 100% gegen feste Spangen. Ich fände sie dort gerechtfertigt, wo herausnehmbare Spangen versagen oder von vornherein wenig aussichtsreich wären, OBWOHL sie gut konstruiert und ihre Sorte gut gewählt wäre (was bei Progenie keine Bagatelle ist). Je jünger ein Kind ist, desto mehr kann man mit herausnehmbaren Spangen heilen.

Für schwere (verschleppte) Fälle wären Methoden gerechtfertigt, die belastender und risikoreicher sind.

Nur sind solche Fälle hier an dieser Stelle gerade nicht präsent.

Weil solche Methoden aber meist auch profitabler sind, führt die Eigendynamik des hiesigen Gesundheitswesens dazu, dass auch leichtere Fälle damit behandelt werden, was dann unnötig belastend, Folgeschäden-trächtig und teuer wird (nicht die Ärzte zahlen dies, sondern letztendlich wir). Und dass die sanfteren Methoden vom Marketing der härteren Methoden weggedrängt werden. Einzelpraxen, Fachverbände, Professoren und die Stiftung WARENTEST werden „bearbeitet“, Fortbildungen und Kongresse veranstaltet, teils auch über den Umgang mit den Folgeschäden...

Durch diese Entwicklung beherrschen viele KFOs heute die Herausnehmbaren nicht mehr so wie früher.

Und nur noch wenige Laien und Eltern erfahren überhaupt, wieviel ohne Quälerei möglich wäre.

Ein konkretes Beispiel, das ich vor einigen Jahren beim Blättern in der Bibliothek fand, habe ich LEIDER nicht archiviert – da ich nicht ahnte, wie vergänglich es ist. Es waren Ergebnisse einer Umfrage an KFO-Praxen, ob und wie sie Progenie frühbehandeln würden.

„Gar nicht“ wollte kaum einer,

mit Herausnehmbaren über 90%,

mit Doppeldeckern ca. 70% und mit

Funktionsregler III ca. 60%.

Es erschreckt mich, wie schnell diese sanften Methoden für Progenie-Kinder verschwunden sind. Kinder mit anderen Fehlstellungen wie Überbiss oder Platzmangel sind noch nicht so bedroht, obwohl auch dort die Verdrängung sanfter Methoden sichtbar ist.

Und noch ein Nachtrag zur Rückfallträchtigkeit:

Späte Nachuntersuchungen von Patienten, die mit funktionellen Methoden z.B. nach Bimler oder Fränkel behandelt wurden, die nur Mundmuskel-Kräfte umverteilen, zeigen besonders wenig Rückfälle. Denn letztlich ist es die Muskulatur, die die Kiefer formt – oder verformt. Und die mit diesen Methoden mit umtrainiert wird. Wird dagegen nur mit „fremden“ Kräften gearbeitet, wie z.B. auch mit der in diesem Pfad schon empfohlenen Delaire-Maske, geschieht das dagegen nicht oder kaum.

@ Eve:

Was hat dich denn mit 23 erneut zum Kieferorthopäden geführt?

Viele Grüße, Larissa

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Mich hat gestört, dass meine Zähne wie Kraut und Rüben standen. Mein alter KFO und Zahnarzt hatte mir nach ein paar Jahren Spangenpause dann doch mit neunzehn angeboten eine feste Spange an meine Zähne zu basteln- er wollte mir dafür aber vier Zähne ziehen (da seiner Meinung nach meine Zähne zu groß sind für meine Kiefer), was ich nicht so toll fand und ihm deswegen damals gesagt habe, dass ich daran kein Interesse habe. Für mich war damals dann das Thema abgehakt, da es damals für mich scheinbar nur die Alternativen alle Zähne schief oder vier zähne weniger dafür aber gerade gab und mir alle meine zähne wichtiger waren. Jetzt habe ich letztes Jahr aber über eine Bekannte einen sehr guten KFO kennengelernt, der mir eine Spange angebastelt hat- und bis jetzt passen alle meine Zähne prima in meine Kiefer:grin:

Gruß,

Eve

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Das hab ich ja nicht gesagt, ich habe nie gesagt das lose spangen schlecht sind bei Kindern, habe gesagt das eigentlich alle KFO´S Bei Kindern zu erst immer lose Spangen verwenden und dan Brackets.

l.g sabine

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