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portofino65

Pos. Erfahrungsbericht Unterkiefervorverlagerung Hamm

Da ich in diesem Forum schon viele unerfreuliche OP-Berichte gelesen habe,möchte ich unbedingt von meiner OP berichten.Seit Nov.2008 trage ich nun meine Zahnspange,die mich zum Glück nur selten gestört hat,bwz.stört.Diese sollte ich zur OP-Vorbereitung ca 9Monate tragen und im Sept. bin ich nun auch endlich operiert worden.Ich bin 35 Jahre alt und habe diese OP lange vor mir her geschoben...Mein Kieferorthopäde arbeitet mit dem Kieferchirurg glücklicherweise Hand in Hand und so hatte ich von Anfang an ein Gutes Bauchgefühl! Es konnten mir beide von etlichen Patientenbeispielen berichten, dass diese OP nicht schlimm sein muß.Das steht und fällt natürlich mit dem Können des Chirurgen und natürlich auch des behandelnden Orthopäden!!! Mein Chirurg, Dr.B aus Hamm versicherte mir im Vorfeld schon, dass er in den seltesten Fällen den Kiefer verdrahten muß und dass ich spätestens nach 5 Tagen wieder beim Kieferorthopäden vorstellig werden würde...Dies konnte ich nach den Dingen, die ich hier im Forum gelesen habe nicht wirklich glauben.

Am Tag vor der OP ging ich nun also in die Klinik, da mir ein Kommen erst am OP-Tag zu stressig erschien. Abends bekam ich also nach den Untersuchungen etwas zur Beruhigung und konnte wunderbar schlafen.Am nächsten Morgen,ich war gerade wach,ging es auch schon in den OP. Ich hatte natürlich Angst, aber am meisten vor den Horrorschilderungen, die andere Mitglieder dieses Forums erlebt hatten.

Als ich wach wurde fühlte sich mein Gesicht fremd an.Schmerzen hatte ich keine.Mein Unterkiefer war nur mit Gummis und Splint mit dem Oberkiefer verschnürt. Ich hatte nur Angst meinen Kopf zu bewegen,damit nichts "verrutscht". Der Chirurg besuchte mich mittags und erläuterte mir, dass er zügig und blutarm operieren konnte.Alles sei wie geplant verlaufen,er habe mich nicht verdrahten müssen und wenn ich mag,könnte ich schon vorsichtig mit dem Strohhalm trinken.Der Nerv sei natürlich irritiert,da er diesen ja während der OP freilegen mußte. Mittags konnte ich dann tatsächlich aufstehen ( dank guter Narkose ) und etwas trinken, abends die erste Suppe schlürfen.Dies gelang mir nur schwer, da mein Gesicht natürlich stark anschwoll und ich hatte Angst,dass etwas verrutschen könnte. Am nächsten Morgen!!!!!wurde ich bereits entlassen!!!Zum einen wegen der Infektionsgefahr in Kliniken und zum anderen ging es mir wirklich prima.Ich sah zwar aus wie ein explodierter Kürbis, aber die Freude schon nach Hause zu dürfen war größer!

Mit Novalgin im Gepäck ging es ab nach Haus. Ich sollte mich natürlich schonen und das tat ich auch. Das schlimmste war in den ersten Tagen der Blick in den Spiegel,man kommt sich mit so einem geschwollenen Gesicht doch sehr fremd vor...Die nächsten Tage konnte ich ohne Probleme Suppe schlürfen.Es war sehr mühsam,da ich den Mund nur ganz wenig aufbekam,aber dieser Zustand war weit entfernt von dem,was ich erwartet hatte!

Am 4.Tag war ich tatsächlich das erste Mal wieder bei meinem Kieferothopäden.Ich konnte es kaum glauben,er lockerte den Splint und befestigte ihn nur mit Gummis am Oberkiefer,sodass ich ihn selber zum Essen rausnehmen durfte,d.h.zum Suppe schlürfen ;) Wahnsinn,damit hatte ich nicht gerechnet...Brav ließ ich ihn aber meistens drin,da ich doch Angst hatte,dass die Muskulatur den Unterkiefer wieder zurückzieht.Nach 7 Tagen Konnte ich schon Gabelspaghetti in Tomatensoße essen,d.h.ich schluckte sie natürlich ohne zu kauen...aber was für ein Genuß!!!Schmerzmittel brauchte ich fast gar nicht und nach 16 Tagen wurde der Splint schon in die Mülltonne befördert!Hurra, was für eine Erlösung!

Nach drei Wochen sollte ich schon wieder vorsichtig kauen dürfen_natürlich ganz Weiches,aber meine Angst davor war doch recht groß...Nur langsam traute ich mich zu kauen.Zuvor hatte ich die Nahrung immer mit der Zunge am Gaumen zerdrückt,ein Prinzip,das auch bestens funktioniert....Nach und nach merkte ich auch eine Entspannung der Muskulatur,eine Anpassung an die neue Kieferstellung,sowie eine Entspannung durch die weitere Regulierung der Zahnstellung.Und von Tag zu Tag wurde jeder Blick in den Spiegel immer mehr zur Freude!!!

Die Beteuung durch den Chirurg und durch meinen Othopäden waren und sind perfekt.

Ich würde diese OP jeder Zeit wieder machen lassen, aber nur durch diesen erfahrenen Chirurg!!!Im Vorfeld wußte ich schon, dass er unter anderem bei Interplast noch viel kompliziertere Operationen durchführt und dass er an sich selbst höchste Erwartungen stellt,dass er diese OP schon sehr oft gemacht hat und auf dem neuesten Stand ist.Eine versehentliche Überkorrektur und andere Ängste konnte ich bzw.er schon vorher aus dem Weg räumen.

Nach einer verpfuschten Magen-OP habe ich mich hier natürlich vorher doppelt und dreifach informiert...Und ich bin überglücklich,dass alles so toll geklappt hat.

Nach kürzester Zeit konnte ich wieder arbeiten und nun dauert es nur noch bis Januar und dann kommt endlich meine Spange runter...Die Nachregulierung geht durch den Druck der Zähne auf den Unterkiefer nämlich wirklich schnell.Man kann fast dabei zusehen...

Ich bin so froh, einen so tollen Chirurg gefunden, denn das ist heute nicht immer leicht...

In diesem Sinne wünsche ich allen,die eine KieferOP vor sich haben, dass sie auch so vielmGlück haben und alles auch so gut überstehen :)

bearbeitet von portofino65

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hallöchen portofino65

ich glaube du bist meine absolute rettung, auf diese art von bericht warte ich schon sehr lange!

ich darf mich am 6.1. in die hände von Dr. B. und seinem team in Hamm begeben und hatte bisjetzt natürlich totale angst unteranderem auch weil ich noch nie was über Dr. B. gehört hatte, da ist es doch eine erleichterung einen bericht von jemanden zu lesen der ebenfalls von Dr. B. in Hamm operiert wurde

dafür danke ich dir sehr!!!

hattest du denn eine bimax oder nur eine Kieferverlagerung?????

wie ist denn das krankenhaus so????

lg steffi

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Hallo Steffi,

Dr.B ist ein Ass auf seinem Gebiet,ein absoluter Perfektionist!!!Meine Freundin hat bei ihm in der Praxis gearbeitet und konnte mir dies auch schon vorher versichern.Bei schwierigsten OP`s wird er gerne von Kollegen dazugeholt,um zu übernehmen.Feinste Nerven legt er frei und "frimmelt"sie auch wieder zusammen.In Afrika operiert er Kinder mit Lippen-Kiefer_gaumen-Spalte und schlimmen Kieferanomalien...Wirklich,keine Angst...Die Klinik ist auch prima,nettes Team,tolle Betreuung,die ich ja nur kurz nutzen mußte ;)

Ich hatte es vorher nicht geglaubt,dass es wirklich som ist,wie er sagte.

Und keine Angst beim Blick in den Spiegel,die Schwellung geht wirklich weg...Bei mir war es eine Unterkiefervorverlagerung.Er meinte, meine Schwellung sei auch nicht so schlimm gewesen.Aber bei sich selbst nimmt man js kleinste Veränderungen viel stärker wahr...

Viel Glück und liebe Grüße,

Stefanie

bearbeitet von portofino65

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das beruhigt ungemein, momentan hab ich zwar ne phase wo ich mich drauf freue, aber ich denk mal zu weihnachten werd ich wohl sehr sentimental werden und wieder angst bekommen!

aber denke mal die angst gehört dazu!!!

mich wundert es nur das du so kurzzeitig in der klinik warst,

grenzt ja fast an magie!!!! ;-)

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Nee,keine Magie,wohl eher Können.Bei Dr.B liegt keiner länger als eine Woche in der Klinik und ich kenne mittlerweile mehrere Patienten,die bei ihm operiert wurden persönlich!Ist echt so...Eine Infektion der Wunde in der Klinik wäre zudem auch schlimmer.Die meisten und schlimmsten Keime sitzen nun mal in Kliniken.

Freu Dich,denn nach der OP geht es in großen Schritten Richtung -endlich normale Zähne- ;)

Hast Du denn einen guten <Orthopäden und wie bist Du auf Dr.B gekommen?

LG Stefanie

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er hatte zu mir auch schon gesagt das ich wahrscheinlich das wochenende wieder nach hause kann, darüber freu ich mich natürlich, schließlich sind die betten im krankenhaus nich die bequemsten ne??? ;-)

darauf freu ich mich auch endlich normale zähne und ein schönes lächeln zu haben!!!!

auf Dr. B. bin ich durch meinen kieferorthopäden gekommen!

der arbeitet mit ihm zusammen!!

Dr. Sch. aus Ahlen sagt dir der was????

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Nein, den kenne ich nicht...aber Beckum und Ahlen sind natürlich nah dabei.Er hat aber Patienten aus ganz Deutschland.Er wäre jedes Mal wieder meine erste Wahl!

Gib mir dann mal eine Rückmeldung,wenn Du es hinter Dir hast und denk dran:kühlen,kühlen,kühlen ist das A und O...

Und falls Du Fragen hast,bitte melden-

LG

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darf ich fragen beil welchem orthopäden du bist???

wie lange warst du denn krank geschrieben!!!

ich glaub ich werd 24 stunden kühlen!!!!!!!!!!!! :-D

ich geb dir auf jeden fall ne rückmeldung, ich hoffe nur das es bei meinem termin bleibt das ich jetzt das 2. mal innerhalb von 4 wochen ne erkältung habe!!! :-(

aber diesen monat genieß ich noch mal richtig und dann gehts super motiviert ins neue jahr :-)

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Ich bin in Hamm bei Dr.H. Er hat auch Erfahrung mit der Klinik in Münster.Seine Patienten sind aber alle bei B. Dort ist man nicht nur eine Nummer und das ganze Team weiß dort Bescheid.

Ich hätte durch die gute Vorbereitung meines KO schon eher operiert werden können,paßte mir aber zeitlich nicht.

OP nach neun Monaten und danach nochmal weitere 4 Mon.Kein Vergleich zum Rest des Lebens und zur wiedergewonnenen Lebensqualität :)

Krank geschrieben war ich vier Wochen, aber auch nur,da ich mit Kindern arbeite und eine Verletzung meines Kiefers nicht riskieren wollte.Leichte PC-Arbeit hätte ich nach 2 1/2 Wochen locker machen können...

bearbeitet von portofino65

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das hab ich auch schon gemerkt das man bei dr. B. keine nummer ist, sollte auch erst in dortmund operiert werden aber das war mir definitiv zu unpersönlich!

finde der kontakt zum chirurgen und zum orthopäden ist sehr wichtig!!!!

man gewinnt dadurch auch viel mehr an selbstbewusst sein und ist zufriedener mit sich selbst, so denke ich mir das!!!

hast du auch vorher nachher fotos von dir???

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