Janine110980

Kiefer-OP und Qualitätsbrackets?

Hallo!

Ich heiße Janine, bin 25 Jahre und gerade neu hier in diesem Forum. Ich habe bereits einige Beiträge gelesen, und möchte vorweg sagen: Schön, dass es so ein Forum gibt.

Ich bin, was meine Behandlung angeht, noch sehr unsicher.

Ich stehe gerade am Anfang meiner Kieferorthopädischen/kieferchirurgischen Behandlung. Naja, eigentlich so richtig angefangen haben wir noch nicht.

Und das ist mein Problem.

Zur Vorgeschichte:

Ich habe mich bisher an zwei Kliniken vorgestellt.

Bei der zweiten machte der Chirurg wirklich einen sehr netten und auch kompetenten Eindruck. Ich fühlte mich gut aufgehoben und da die Klinik bei mir fast um die Ecke ist, hatte ich mich bereits entschlossen, die Kiefer-OP dort machen zu lassen.

Der Chirurg meinte, mein Oberkiefer muss nach vorne, mein Unterkiefer nach hinten, außerdem benötige ich eine GNE und mein Oberkiefer soll noch gekürzt werden.

Die Chirurgie dort arbeitet mit einem bestimmten Kieferorthopäden zusammen, welcher mir dann auch empfohlen wurde; da ich selbst noch keinen aufgesucht hatte, war ich darüber zunächst erstmal super glücklich.

Ich bin dann also zu dem Kieferorthopäden hin, habe Abdrücke machen lassen, Bilder, usw. Dann wurde ein Plan erstellt - einer für die Krankenkasse und ein Privatkostenvoranschlag für mich.

Dieser Privatkostenvoranschlag belief sich auf knapp über 3000 EUR!!!

Ups, dachte ich mir. Man hatte mir doch erzählt, dass bis auf meinen Eigenanteil alles von der Krankenkasse getragen wird. Okay, ich will ja dass die Behandlung möglichst unauffällig und schnell vonstatten geht, aber 3000 EUR? Das erschien mir doch ein bisschen viel.

Da ich bei einer Krankenkasse arbeite, redete ich mit meiner Kollegin, die solche Behandlungspläne bearbeitet, und welche sich aufgrund ihrer früheren Tätigkeit auch sehr damit auskennt. Die meinte auch, dass das eindeutig zu viel sei und dass das medizinsch Notwendige auf jeden Fall von der Kasse getragen wird.

Jetzt redete ich letzte Woche noch mal mit meinem Kieferorthpäden und sagte ihm, dass mir 3000 EUR doch zu viel sind, und wie wir da weiter kommen, welche Möglichkeiten es noch gibt, usw.

Zunächst kommt er mir dann entgegen und senkt die Privatkosten auf ca. 2300 EUR (da hat er wohl mal eben ein paar unwichtige Dinge weggenommen), und sagt mir dann, weil mir das immer noch zu viel war, dass er meine Behandlung ohne diese Zusatzleistungen nicht verantworten könne (weil mein Problem so speziell wäre), und dass er mich ohne diese Privatleistungen gar nicht behandeln würde!!!!!!!!!

Hallo???? Was sollte das denn jetzt?????

Also, er meint ich bräuchte unbedingt diese Qualitätsbrackets mit den superelastischen Bögen. Über Qualitätsbrackets habe ich auch in diesem Forum noch nichts gelesen.

Was sind Qualitätsbrackets?????

Das sind noch nicht mal welche aus Keramik, sondern Metall und sollen mich extra 2300 EUR kosten??

Irgendwie kommt mir das alles etwas spanisch vor. Ich dachte ich könnte so langsam mit der Behandlung beginnen, schließlich dauert das ganze ja sowieso schon so lange.

Auf Raten meiner Freunde und Arbeitskollegen hole ich mir jetzt erstmal noch eine Meinung ein. Nächste Woche stelle ich mich in der Uni-Klinik Düsseldorf vor, und werde direkt von Chirurg und Orthopäde "begutachtet". MIt dem Chef-Chirurgen habe ich bereits telefoniert und ihm die ganze Geschichte erzählt, er schien sehr nett zu sein.

An dieser Stelle - hat sich an der Uni-Klinik Düsseldorf jemand von euch behandeln lassen?

Und weiß einer von euch vielleicht was Qualitätsbrackets sind, und hat vielleicht doch jemand eine vernünftige Erklärung dafür, warum eine Kassenbehandlung bei mir nicht ausreichen sollte?

Wenn es medizinisch nicht anders zu machen ist, als mit diesen Super-Dingern, dann müsste die Kasse das doch zahlen, oder nicht?

Oder will mich der Kieferorthopäde tatsächlich "abzocken"?

Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.

Ich bin total verunsichert.

Gruß

Janine

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Hallo Janine!

Also von Qualitätsbrackets hab ich keine Ahnung, sorry!

Aber ich wurde vor 2 1/2 Wochen in der Uniklinik Düsseldorf operiert und bin auch seit Januar 2005 dort in KFO-Behandlung.

Bin da sehr zufrieden. Die Leute sind alle sehr nett und auch sehr flexibel mit der Terminvergabe! Die OP ist komplikationslos verlaufen und ich durfte nach 9 Tagen sehr netter und zuvorkommender Pflege wieder nach Hause.

Habe trotz in dieser Zeit laufender Streiks nur positive Erfahrungen gamacht.

Das du vom Chefarzt (Dr. Kübler, oder?) untersucht wirst, obwohl du Kassenpatientin bist (habe ich jetzt aus deinem Beitrag einfach mal geschlossen) wundert mich allerdings (ist aber ja nichts negatives). Ich hab den Chefartz selber 2 mal gesehen. Einmal hat er KURZ in meinen Mund geschaut, weil strittig war ob OK, UK oder beides operiert werden sollten, hat aber in diesen paar Minuten kein einziges Wort mit mir gewechselt. Das zweite Mal war bei der Chfarztvisite 2 Tage nach meiner OP. Da war er schon wieder aus dem Zimmer bevor ich überhaupt gemerkt habe dass er da war. Dachte eigentlich der behandelt alle Kassenpatienten so.

Naja, vieleicht hab ichs auch nur so wahrgenommen. Auf jeden Fall ist es bestimmt nichts schlimmes vom Chefarzt untersucht zu werden, im Gegenteil.

Operiert wurde ich übrigens von Dr. Sproll und mein KFO ist Dr. Fuck.

Beide sehr nett!

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen!

Viele Grüße!

Anna

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Annarina!

Die Antwort kam ja schnell - super! Vielen Dank. :-D

Schön zu hören, dass du da in Düsseldorf so zufrieden warst.

Was wurde denn bei dir gemacht? Und ist die kieferorthopädische Behandlung auch direkt dort? Musstest du etwas privat bezahlen?

Wenn du sagst, Dr. Kübler behandelt nur die Privatpatienten stimmt das wohl.

Ich hatte nur gestern in der Klinik angerufen, und direkt Dr. Kübler am Telefon. Der hat sich dann am Telefon meine kleine Geschichte angehört und mir kurz ein paar grundsätzliche Dinge zur Kostenübernahme und Terminvergabe erzählt, aber sonst hatte ich ja dort noch gar keine Vorstellung.

LG, Janine

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Janine,

also als ich beim ersten KFO war, der wollte mir auch ca. 1600 Euro aus dem Säckel ziehen, die ich hätte müssen selbst bezahlen. Er meinte, bei meiner Fehlstellung würde er es nicht mit normalen Brackets machen. Da dieser KFO mir sowieso unsymphatisch war, war es das für mich bei diesem KFO. So habe ich mir eine neue KFO gesucht, die hat gar nix von irgendwelchen besonderen Brackets gesagt. Jetzt habe ich im UK Metallbrackets und im OK Keramikbrackets, weil ich das so wollte. Die Keramikbrackets haben mich 67 Euro gekostet. Ich habe auch das Gefühl, dass manche Ärzte einen nur abzocken wollen. Also vielleicht hast du ja an der Uni-Klinik mehr Glück.

Liebe Grüße Miri:smile:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Janine !

Also ich komme auf einen Eigenanteil von 2000 € und mein Kfo hat mir das so erklärt:

Die Kasse zahlt zwar Erwachsenenbehandlung in Verbindung (und nur dann )mit einer OP. Sie zahlt aber nur das notwendigste und das wäre an Materialien nicht der Stand der heutigen wissenschaftlichen Dinge, also z.B: zahlt die Kasse nur die älteren Brackets wo der Draht noch mit Gummis oder Draht verankert wird und nur die starren Stahlbögen, mein Kfo arbeitet aber nur mit den selbstligierenden Brackets ( da wird der Bogen irgendwie eingeclipst ) und benutzt die thermoelastischen Bögen, beides hat den Vorteil das viel weniger Druck auf die Zähne ausgeübt wird , also auch wesentlich wurzelschonender , tut weniger weh, das ganze aber bei kürzerer Behandlungszeit.

Dann bezahlt die Kasse wohl nur 3mal Abdrücke,Modelle , Röntgen ect. , er möchte das öfters während der Behandlung zur Kontrolle machen, um zu sehen, ob die Behandlung optimal verläuft, z.b. die Wurzeln noch richtig zueinander stehen durch die Bewegung ect.

Nach erfolgreicher Bracketbehandlung kommt die Kasse auch nur für die losen Zahnspangen auf zur Stabilisierung und mein Kfo möchte gerne einen Retainer kleben, damit die Frontzähne nicht wieder wandern.

Ich glaube da war noch eine gelenkbezogene Bißregistrieung die die Kasse nicht zahlt und ja so Kleinigkeiten wie PZR oder andere Prophylaxemaßnahmen,so summiert sich das halt auf.

Das die Kasse nicht mehr unbedingt das medizinisch sinnvollste bezahlt, hat wahrscheinlich schon jeder mal mitbekommen, also denke ich, nicht jeder Kfo,Zahnarzt oder Arzt bei dem man Zuzahlungen machen muß , will einem gleich das Geld aus der Tasche ziehen, aber man sollte sich die Mehrkosten genau erklären lassen und dann abwägen , was davon medizinisch sinnvoll ist und was schnickschnack ( wie z.B. Keramikbrackets ja wohl eher was für die Ästhetik sind ).

Vielleicht hat Dir das einwenig weitergeholfen

Viele Grüße

Jasna

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Miri, hallo Jasna!

Also ersteinmal vielen Dank für eure Antworten, das hilft mir schon ein bisschen weiter, mal zwei unterschiedliche Meinungen zu hören.

Es gibt wohl einige KFOs, die die Behandlung nur mit diesen selbstligierenden Brackets machen. Den Nutzen hat mein KFO mir genauso erklärt wie dir, Jasna. Mich hat nur enorm gestört, dass er mir die Behandlung ohne diese Brackets prakisch verweigerte. Und 2000 EUR sind enorm viel Geld. Irgendwie bekomm ich dabei Bauchschmerzen :? Aber ich werde da wohl noch ein bisschen drüber nachdenken, vielleicht ist ja doch was dran.

Zunächst stelle ich mich nächste Woche dann mal in der Uni-klinik vor.

Mal sehen was die sagen.

Schönen Sonntag noch, Janine

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden