Firefly

Zahnspange und gummy smile OP

Hallo an die ganzen Mitglieder des Forums. Ich habe mich hier schon Anfang des Jahres informiert und teilweise auch anhand der Informationen hier erste Maßnahmen in die Wege geleitet. Meine Hauptprobleme, die mich hierher treiben, sind: Gummy smile und leicht fliehendes Kinn. Wie die Leute einen damit bewusst oder unbewusst sehen und behandeln und damit die Gefühlswelt und letztlich den eigenen Lebensalltag beeinflussen, können sich ja viele hier auch gut vorstellen. Die restlichen Zahnfehlstellungen empfinde ich nicht als tragisch, sie werden aber auch behandelt.

Schon als Kind/Jugendlicher hatte ich erst eine lose und dann eine feste Zahnspange. Mein damaliger KFO war offenbar kein besonders toller Fachmann. Nach einer insgesamt ca. 5-jährigen Behandlung war er zu dämlich, mir diese Retainer reinzusetzen, sodass sich die Zähne wieder verschoben haben. Ein großer Teil der Behandlung war also letztlich überflüssig. Hat die Krankenkasse wahrscheinlich auch mehrere Tausend Euro gekostet - was für eine Verschwendung dank seiner Inkompetenz. Man hätte Implantate einsetzen müssen (mir fehlen 4 Zähne im OK) oder zumindest schon mal die Zähne so halten müssen, dass die später problemlos reinkönnen. Von Kieferfehlstellungen hat er scheinbar auch nicht viel verstanden. Was der zimperliche Kiefererweiterungskram mit der losen Klammer, die ich als 10jähriger bekommen habe, gebracht haben soll, verstehe ich bis heute nicht. Ich war auch damals eher geschockt als die feste Spange abkam, weil man so viel (dazu noch geschwollenes) Zahnfleisch gesehen hat. Naja, als 16jähriger hatte ich natürlich kein Interesse daran, das in Frage zu stellen oder selbst Forschungen anzustellen und war froh, dass ich die ganzen Dinger - pünktlich zum Schulwechsel für die Oberstufe - endlich los war. Ich finde das kann man mir auch keinesfalls vorwerfen. Ich habe in den letzten Jahren versucht, so normal wie möglich zu leben, was auch einigermaßen geklappt hat. Nach außen hin bin ich für viele wahrscheinlich irgendein halbwegs normaler Typ. Man muss ja seinen Schein wahren, damit man nicht langsam mit Isolation vernichtet wird.

Meine Probleme holen mich aber immer wieder ein. Mittlerweile habe ich die Probleme gut erkannt und wie sie meine Entwicklung beeinträchtigt haben und beeinträchtigen (habe noch andere gesundheitliche Probleme). Heute was ich was im Leben zählt. Sofern man nicht zufällig in eine ziemliche reiche Familie geboren wurde, kann sich mit den folgenden Eigenschaften dennoch alles holen, was man für ein angenehmes Leben braucht: Gesundheit, Schönheit und Intelligenz. Wer nichts davon hat, hat verschissen - so einfach ist das. Mir wurde davon jedenfalls leider nur die Intelligenz in die Wiege gelegt. Damit werde ich jetzt auf eigene Faust versuchen, mir die anderen Eigenschaften zu holen. Und wenns fehlschlägt - egal. Umbringen kann ich mich dann immer noch. Ich bin jedenfalls nicht bereit, mein beschissenes Schicksal so zu akzeptieren. Es ist für mich einfach keine Option, ein Leben in Unzufriedenheit und vorgegaukelter Zufriedenheit zu führen - auch wenn das heute scheinbar bei extrem vielen Leuten so üblich ist. Den sehr guten Beitrag hier von "Internet" würde ich übrigens sofort unterschreiben. Offenbar auch jemand, der glasklar hinter die verlogenen Fassaden blickt.

Von irgendwelchen Pfuschern lasse ich mir heute nichts mehr erzählen. Nachdem ich ausgiebig übers Internet recherchiert und meine Diagnose bereits weitestgehend selbst gestellt hatte, war ich bei einem Kieferchirurgen in meiner Stadt. Der dort angetroffene selbstverliebte, alte Großkotz war aber nicht die Person, die mein Vertrauen erweckt hat. Deshalb habe ich einen echten Fachmann ausgewählt. Dafür bin ich dann eben auch bereit, 300km zu fahren. Die Professionalität und Kompetenz, die mir entgegengebracht wurden, haben die Richtigkeit meiner Entscheidung bereits bestätigt. Man versuchte nicht, mir irgendwas ein- oder auszureden und hatte wohl direkt bemerkt, dass ich bereits informiert und willensstark war. Ich habe mir dort noch einen KFO in meiner Stadt nennen lassen, mit dem schon erfolgreich kooperiert wurde und lasse mich da jetzt behandeln.

Eigentlich wollte ich mich von dem Thema gar nicht großartig erfassen lassen (muss mich eher um die anderen Probleme kümmern). Ganz so leicht geht es wohl nun doch nicht, nachdem ich jetzt meine feste Zahnspange bekommen habe. Die Schmerzen an den Zähnen und durch das ewige Reiben an der Mundschleimhaut beschäftigen mich zwangsweise. Naja, irgendwie muss man die ganzen Gedanken ja auch mal loswerden und ich möchte nicht unbedingt mein Umfeld im Studium damit plagen. Studenten kümmern sich nun mal eher um andere Themen. Wer hat da schon noch eine Zahnspange? In der "besten Zeit des Lebens"... Deswegen dachte ich mir, dass ihr hier wohl die optimale Anlaufstelle dafür seid.

Ca. 2 Jahre feste Spange erwarten mich jetzt. Ich dachte mir, das mache ich lieber jetzt noch im Studium, anstatt mit geringem Selbstbewusstsein und Draht im Mund in die Arbeitswelt zu treten und dort gleich meinen dementsprechenden Platz zugewiesen zu bekommen. Nach der Zahnspangenbehandlung sollen dann in einer Sitzung beim Kieferchirurgen 2 Implantate im OK gesetzt werden, der Oberkiefer nach oben geschwenkt werden (Korrektur des gummy smile) und ein Kinnadvancement gesetzt werden. Glücklicherweise werden die UK-Knochen in Ruhe gelassen (und damit hoffentlich auch meine Hüfte?). Erspare ich mir damit eigentlich viel Leid im Vergleich zur Bimax oder hätte das keinen großen Unterschied mehr gemacht? Nicht dass sie nötig gewesen wäre, nur aus Interesse. Naja, in einer zweiten Sitzung sollen dann die Platten herausgenommen werden und meine schiefe Nasenscheidewand korrigiert werden (hatte der HNO sowieso schon mal überlegt). So hätte ich dann insgesamt also 4 Fliegen mit 2 OP-Klatschen geschlagen. Hört sich nach einem guten Plan an, finde ich. Nur die Schmerzen und die Wochen danach werden sicherlich extrem unangenehm sein. Überlege schon, mir dafür einfach ein Urlaubssemester zu gönnen - was meint ihr?

Vor allem die Gedanken daran, endlich normal lächeln zu können, so wie andere Leute es auch tun, ohne komisch angeguckt zu werden (vor allem Fotos), sondern vielmehr dafür noch sympathisch gefunden zu werden, halten mich fest bei meiner Entscheidung. Ich hoffe, dass mich meine Willenskraft nicht im Laufe der (Mundschleimhaut-)zermürbenden KFO-Behandlung verlässt und dass ihr mir helfen könnt, sie aufrecht zu erhalten.

Gruß,

Firefly

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Hiho Firefly

Ich finde, du klingst ziemlich negativ. Nein, das verwundert mich nicht wirklich. Ich liebe mich für meine Zähne auch nicht gerade. Aber du hast doch jetzt den ersten Schritt in eine bessere Zukunft getan. Wäre es da nicht an der Zeit, ein wenig positiver zu denken? Hey pfeif auf die Schmerzen. Lieber 2 Wochen Schmerzen als noch 50 Jahre einfach nur sch... auszusehen. Mich erwartet auch ne Unterkiefer-OP und ich hab schon n bisschen Bammel davor. Und ein Zahnspangenlächeln wird sicher auch einige Kommilitonen irritieren. Aber eher weils ungewohnt ist. Ich weiss ja nicht, was du studierst, aber meinen Mitstudenten trau ich eigentlich nicht zu, darüber zu lachen oder so. Ich glaube eher dass die denken "Gut, dass sie das noch macht, besser jetzt als gar nicht".

Ich muss dir allerdings in einem Punkt widersprechen: Nur weil man sich mit dir "abgibt" und du vielleicht nicht so toll aussiehst, ist man doch nicht verlogen? Dass meine Freunde mich nicht für ne Beautyqueen halten (liegt nicht nur an den Zähnen) ist für mich schon klar. Aber ich denke schon, dass sie mich für eine gute, verlässliche Freundin halten. Vielleicht bist du solchen Leuten noch nicht begegnet. Aber vielleicht lässt du sie gar nicht erst ran, weil du Angst hast, dass sie es eh nicht ernst meinen?

Also freu dich lieber auf die Zukunft, als dich übers hier und jetzt zu ärgern. Du hast eine wichtige Entscheidung getroffen, die dein Leben verändern kann. Und wer darüber lacht ist unreif.

Halt uns auf dem Laufenden, schon allein weil ich erst im April mit Zahnspange anfangen kann.

LG

Ela

PS: Ob man dafür ein Urlaubssemester braucht hm.. ich würde versuchen es zu vermeiden, weils eben alles nach hinten zieht. Lieber die OP an den Anfang der Semesterferien legen und gucken dass alle Hausarbeiten und Klausuren bis dahin erledigt sind.

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Hallo Ela,

vielleicht klinge ich (oder bin ich) so negativ, weil ich eben noch andere gesundheitliche Probleme habe, die nicht so leicht lösbar scheinen wie diese Geschichte hier. Du hast da aber glaube ich auch etwas falsch verstanden: Ich meinte nicht, dass Leute, die sich mit weniger schönen Leuten abgeben, verlogen sind. Das verlogen bezog sich eigentlich eher auf die allgemein akzeptierte Meinung dazu darüber in der Gesellschaft ("Der Charakter ist entscheidend", "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" etc.). Dazu hab ich ja auf den Beitrag von "Internet" verwiesen. De facto herrscht hier nämlich in meinen Augen eine moderne Art von subtilem Faschismus vor, die durch sowas wie Casting Shows oder das im anderen Thread auch schon angesprochene "Hot or Not" noch gepusht wird.

Jedenfalls sind meine Kommilitonen glücklicherweise auch keine Idioten, die sich über sowas lustig machen würden (wäre bei meinem Studiengang auch mehr als traurig). Und ich habe auch "echte" Freunde, denen diese Sachen völlig egal sind. Problematisch wird die Schönheitsgeschichte glaube ich in der Regel eher, wenn man Fremden begegnet oder irgendwo neue Leute kennenlernt. Dann merkt man wieder besonders, wie man wahrgenommen wird.

Kein Urlaubssemester für die OP-Zeit zu nehmen ist so eine Sache. Ich möchte das eigentlich am liebsten im Winter durchziehen und nicht einen ganzen Sommer im Krankenhaus und zu Hause verpassen. D.h. die kürzeren Semesterferien zwischen Februar und April müssten dafür herhalten. Aber ob man das alles inklusive OP innerhalb von 6 Wochen schafft? Ist vielleicht etwas knapp und man geht evlt. gestresst und mit taubem Gesicht in die Uni. Vielleicht keine optimale Voraussetzung, ich weiß es nicht.

Warum fängst du denn erst im April mit deiner Spange an?

Gruß,

Firefly

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Hi Firefly

Ah dann hatte ich das falsch verstanden. Ja es stimmt schon. Schönere Menschen wirken auf andere einfach besser/symphatischer. Selbst wenn man "nur" schiefe oder verfärbte Zähne hat, muss man sich ja schon mangelnde Pflege unterstellen lassen. Ich musste mich zb lange von meiner heutigen Schwiegermutter anfeinden lassen, weil ich ihrem Schönheitsideal nicht entsprach. Gleichzeitig werden weniger hübsche Menschen oft als dumm empfunden. Ich denke, dass einen Großteil der Schuld daran die Medien tragen. Aber ein bisschen gehts auch ins biologische.. man sucht ja (instinktiv) die leute mit den scheinbar besten Erbanlagen. Doch dadrüber zu diskutieren ist wohl eher müßig. Menschen werden sich vielleicht in so weit ändern, dass sie ihre Voreingenommenheit im Bekanntenkreis ablegen. Aber sicher nicht der Allgemeinheit gegenüber. Ich erwische mich selbst auch hin und wieder bei dem Gedanken "Also DIE hätte aber mehr aus sich machen können". Muss ich ehrlich zugeben.

Naja wieso es bei mir erst so spät anfängt.. von meinem Befund her muss die Kasse meine Zähne zahlen, weil eine OP erforderlich ist. Für die OP muss ich mich aber erst in der Klinik vorstellen, das ist am 24.2.. Wenn die ihr OK geben und ich mein OK gebe, geht der Kostenplan zur Krankenkasse. Und wenn die da noch eigene Gutachten machen kann das noch mal bis zu 8 Wochen dauern. Vorher anfangen geht bei mir nicht, da die Zahnspange zum Einen auf die OP ausgerichtet ist (sprich: Lehnt die Klinik oder ich die OP ab müssen wir auch die Spange anders gestalten) und zum anderen da die Kasse den Kostenplan ja noch nicht abgesegnet hat.

Das wurmt mich sehr, wenn man den Entschluss schon fasst, will man ja auch sofort loslegen. Aber geht hier leider nicht

ELa

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Ich erwische mich selbst auch hin und wieder bei dem Gedanken "Also DIE hätte aber mehr aus sich machen können". Muss ich ehrlich zugeben.

Ich glaube solche Gedanken hat jeder mal, so sind wir einfach. Nur leider gibt es auch einige Menschen, die es sich quasi zum Lebensinhalt gemacht haben, andere zu erniedrigen und sich selbst so ständig aufzuwerten. Und das sind oft selbst ziemliche erbärmliche Leute mit Minderwertigkeitskomplexen.

Das wurmt mich sehr, wenn man den Entschluss schon fasst, will man ja auch sofort loslegen. Aber geht hier leider nicht

Ja, das ist ärgerlich. So wird man dann auch als Erwachsener bevormundet. Ich muss leider jeden Cent aus eigener Tasche zahlen. Dafür habe ich die volle Kontrolle und konnte direkt beginnen.

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Naja ich war auch drauf gefasst alles selber bezahlen zu müssen, zumindest die Spange. Aber wenn die Kasse es mit übernehmen muss, wäre es ja blöd, die geschätzten 3000 Euro selber zu zahlen. Da muss ich mich halt gedulden. Ist nur nicht grad eine meiner Tugenden :)

Was das Fertigmachen angeht.. ich glaube solche Leute merken gar nicht wirklich, was sie da tun. Die machen einen Kommentar und fühlen sich damit gut und kommen gar nicht mal auf die Idee, wie sehr sie jemand anderen damit erniedrigen. Als würden sie ihre Opfer als gefühllose Objekte betrachten. Selbst wenn sie dann noch sagen "Ich wette der geht nach Hause heulen" kommt denen nicht in den Sinn, wie sie sich fühlen würden, wenn jemand es schafft, sie zum Weinen zu bringen.

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Hi Firefly,

vieles von dem, was Du sagst, habe ich auch erlebt. Letztendlich hat die Behandlung bei meinem KFO, die ich mit 14 hatte, außer Kosten für die KK und einem geringeren Überbiss sowie schönen Zähnen für 6 Jahre nix gebracht.

Jetzt, mit 32 habe ich jedenfalls wieder Brackets im Mund :?, auch dank fehlendem Retainer.

Mich persönlich hat mein Fehlbiss auch stark gestört, aber ich glaube, es wird wirklich überschätzt. Mach Dir mal keine Sorgen. Du wirst nicht wegen schiefer Zähne nicht eingestellt oder nicht befördert, es sei denn, Du arbeitest als Model! Daß es vielleicht etwas zum Erfolg beiträgt, will ich nicht abstreiten, aber man schiebt Dich nicht gleich ans untere Ende der Gesellschaftsskala, nur weil irgendein Zahn nicht da steht, wo er soll.

LG, Nina

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Hallo.

Was das Fertigmachen angeht.. ich glaube solche Leute merken gar nicht wirklich, was sie da tun. Die machen einen Kommentar und fühlen sich damit gut und kommen gar nicht mal auf die Idee, wie sehr sie jemand anderen damit erniedrigen. Als würden sie ihre Opfer als gefühllose Objekte betrachten. Selbst wenn sie dann noch sagen "Ich wette der geht nach Hause heulen" kommt denen nicht in den Sinn, wie sie sich fühlen würden, wenn jemand es schafft, sie zum Weinen zu bringen.

Damit hast du wahrscheinlich recht. Ich kenne das vor allem aus der Schulzeit. Da ließ man sich dann auch mal selbst mitreißen, solange man nicht das Opfer war. Glücklicherweise sind die Erwachsenen was das angeht nicht so grausam wie die Kinder und Jugendlichen.

Du wirst nicht wegen schiefer Zähne nicht eingestellt oder nicht befördert, es sei denn, Du arbeitest als Model! Daß es vielleicht etwas zum Erfolg beiträgt, will ich nicht abstreiten, aber man schiebt Dich nicht gleich ans untere Ende der Gesellschaftsskala, nur weil irgendein Zahn nicht da steht, wo er soll.

So krass ist es natürlich nicht. Aber es gibt schon einige wichtige Aspekte, wie z.B. das fliehende Kinn: "Denn ein fliehendes Kinn steht für Willensschwäche und mangelnde Leistungsfähigkeit. Diese Attribute machen sich später im Berufsleben deutlich bemerkbar, denn es ist nicht leicht Karriere zu machen, wenn der erste Eindruck, den man vermittelt, nicht gut ankommt." Ich denke, da ist wirklich was dran. Solche Leute können zwar potentiell auch fast alles erreichen. Aber meist müssen sie sich besonders beweisen und mit irgendwelchen Verhaltensweisen den Ersteindruck revidieren. Ich merke ja selbst bei mir, wie ich Leute blitzschnell anhand ihres Aussehens einschätze. Das macht jeder und dagegen kann man auch nichts tun. Oft stimmen die Einschätzungen sogar (z.B. beim fliehenden Kinn), was aber auch daran liegen kann, dass die Leute gerade so werden, wie sie sind, weil sie in einer bestimmten Weise behandelt werden ("selbst erfüllende Prophezeiung").

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Hi Firefly,

vieles von dem, was Du sagst, habe ich auch erlebt. Letztendlich hat die Behandlung bei meinem KFO, die ich mit 14 hatte, außer Kosten für die KK und einem geringeren Überbiss sowie schönen Zähnen für 6 Jahre nix gebracht.

Jetzt, mit 32 habe ich jedenfalls wieder Brackets im Mund :?, auch dank fehlendem Retainer.

Mich persönlich hat mein Fehlbiss auch stark gestört, aber ich glaube, es wird wirklich überschätzt. Mach Dir mal keine Sorgen. Du wirst nicht wegen schiefer Zähne nicht eingestellt oder nicht befördert, es sei denn, Du arbeitest als Model! Daß es vielleicht etwas zum Erfolg beiträgt, will ich nicht abstreiten, aber man schiebt Dich nicht gleich ans untere Ende der Gesellschaftsskala, nur weil irgendein Zahn nicht da steht, wo er soll.

LG, Nina

Same here. Und auch ich bekomme noch kurz vor dem 32 Geburtstag wieder Brackets. Aber was soll´s, ich werde zu meiner Korrektur stehen und was die anderen denken ist mir egal - ja, wirklich. Ob du das glaubst oder nicht. Mich interessieren nur die wahren Freunde und die Familie. Getreu dem Motto "mich muss man nicht mögen, ich mag auch nicht jeden" ist das völlig ok für mich.

Aber bis ich mal dahin kam, waren es auch harte Jahre. Ich weiß nicht wie alt du bist...ob diese Einstellung auch bei dir noch kommt?! (Das meine ich nicht wertend!)

Nach meiner Erfahrung tun sich gerade jüngere Menschen schwerer mit ihrem Aussehen, wenn dies nicht nahe an das heutige Schönheitsideal kommt. Ging mir in jungen Jahren nicht anders. ;-) Je älter man wird und je mehr andere Dinge man zu bieten hat, je mehr man begreift das es nur Bruchteile der Menschen schaffen ins "Schönheitsschema" zu passen und man Tiefe lieber mag (also Charakter) desto mehr liebt man sich selbst und andere.

Persönlich empfinde ich deinen oberen Beitrag eher negativ und wenn ich meine Phantasie spielen lasse, stelle ich mir einen leicht verbitterten Menschen vor (ich hoffe, du weißt wie ich das jetzt meine?), der nur andere beneidet und sich und seine Pluspunkte, die jeder hat!, in den Hintergrund rücken lässt.

Egal, wie dem auch sei. Du bist auf jeden Fall auf einem guten Weg, stellst dich dem Problem und versucht es zu lösen.

So kommt man auf jeden Fall weiter im Leben.

"Nichts ist unmöglich!" Ist mein Motto und damit fahre ich schon seit Jahren wirklich gut. Eine andere Seite unserer Gesellschaft die wirklich positiv ist. Man verurteilt diejenigen die hätten können und es nicht taten und klopft den anderen die es taten auf die Schulter - egal in welcher Beziehung. Das lässt jedoch auch einen großen Druck zu beim Individuum - die Kehrseite. In anderen Ländern wird das nicht können akzeptiert, dort werden die Menschen dafür auch weniger verurteilt.

Nichtsdestotrotz würde ich nicht tauschen wollen.

P.S.: Ich habe mir gerade deine Bilder angesehen. Also das mit dem fliehenden Kinn sehe ich überhaupt nicht - liegt vielleicht aber an meinen Bildern, ich habe sehr sichtbar eines. ;-)

bearbeitet von Melinda

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Nun ja, beim Lachen sieht es so aus und es stimmt was du sagst. Ansonsten sieht es durch die Fehlstellung so aus, als hätte ich ein fliehendes Kinn - finde ich.

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Zahnspangen-Update :)

Die stärkeren Schmerzen an den Zähnen sind nun nach einer Woche endlich auf ein erträgliches Maß gesunken. Man kann sogar schon sehen, wie sich Zähne leicht verschoben haben. Keiner Wunder, dass die Spange so schmerzhaft ist, wenn das so schnell geht. Die aufgeriebene Mundschleimhaut hat sich auch schon merklich gebessert. Hatte auch an beiden Seiten direkt neben dem Mund Aphthen, die stark gebrannt haben, wenn ich etwas scharfes, salziges, saures oder heißes gegessen habe. Die sind jetzt auch fast weg. Vielleicht hat auch das entzündungshemmende Schmerzmittel Ibuprofen dazu beigetragen, dass es schneller abgeheilt ist.

bearbeitet von Firefly

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