berlino

Berlinos Zahnspangengeschichte

45 Beiträge in diesem Thema

Hallo liebes Forum

So nun ist es Zeit, dass ich euch an meiner Zahnspangengeschichte teilhaben lasse.

Wie viele andere hier war ich schon vom 10. bis 16. Lebensjahr in kieferorthopädischer Behandlung. Grund waren vorstehende Schneidezähne, also süsse Hasenzähnchen, und eine starke mandibuläre Retrognathie mit einem Overjet von 11mm und einem ANB Winkel von 8.5°.

Zuerst hatte ich einen Aktivator (Monoblock) kombiniert mit Headgear. Danach Brackets und Jasper Jumper Federn. Leider hat die ganze Übung nicht viel gebracht ausser gerader Zähne. An der Kieferfehlstellung hat sich nicht viel geändert. Mein UK wollte halt einfach nicht mehr wachsen.

Mit 16 wurde dann die Behandlung beendet, weil mein KFO meinte nichts mehr für mich tun zu können und sagte dann noch, dass man nur noch mit einer Operation was machen könnte. Da ich aber die Werte für die Kostenübernahme durch die Invalidenversicherung knapp nicht erreicht hatte (ANB 9°), und die OP also selbst bezahlen hätte müssen, hat er mir es nicht empfohlen. Ich bin eben aus der Schweiz, und da übernehmen die KK nichts was mit Zähnen und Kiefer zu tun hat.

Da mich meine Fehlstellung, besonders mein fliehendes Kinn, aber schon seit Jahren störte, hab ich mich nun entschlossen das ganze operativ zu korrigieren, auch wenn ich dafür ziemlich tief ins Geldbörsl greifen muss.

Eine genaue Diagnose von der KFO hab ich noch nicht, da ich erst am 19. Jan. Termin für Abdrücke habe und erst Ende Februar Besprechung des Behandlungsplan. Beim KC habe ich leider vergessen zu fragen nach der genauen Diagnose (war zuerst beim KC).

Im Moment weiss ich so viel:

Diagnose

mandibuläre Retrognathie

Distalbisslage, seitlich ca. 1Pb,

Overjet ca. 8mm (selbst gemessen)

Frontal offener Biss (auch wenn ich UK nach vorne schiebe)

OK zu schmal für UK

OK ist auch etwas retrognath

Behandlung

KFO:

Weiten des OK

Ausformen der Zahnbögen

Chirurgisch

VV und Impaktion des OK (Le Fort 1)

VV UK (sagittale Spaltung)

Kinnplastik

Falls die Weitung des OK kieferorthopädisch nicht gelingt, wird der OK während der OP gespalten und V-förmig aufgedehnt. Falls dies auch nicht ausreicht, wird eine Segmentosteotomie gemacht.

Die genaue Diagnose und der Behandlungsplan folgt sobald ich mehr weiss.

Lg, Berlino

bearbeitet von berlino

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Hey, du hast ja eine ganz ähnliche Vorgeschichte wie ich.

Ich hatte auch im OK Engstände (vorstehende 2er) und einen zurückliegenden UK. Wurde auch mit Headgear, 2,5 Jahre fester Spange mit Jasper Jumper und Elastics behandelt. Am Ende schien alles gut, allerdings ist der UK nicht "reell" nach vor gekommen, sondern ich hab mir lediglich angewöhnt, ihn nach vor zu schieben und schwanke immer beim Zubeißen zwischen verschiedenen Positionen.

Wünsche Dir auf jeden Fall, dass jetzt bei dir alles gut geht. Nach dem ganzen Behandlungsmarathon von früher hast du dir das auf jeden Fall verdient!!!

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Hi Betti

Danke für deine lieben Worte. Das mit dem Vorschieben des UK kenne ich. Allerdings schiebe ich den UK nur beim Reden, Lachen oder in der Ruheposition vor, daher fällt den Leuten meistens gar nicht auf, dass ich eine Fehlstellung habe (zumindest von vorne nicht). Beim Essen kann ich den UK aber nicht vorschieben, denn dann habe ich wegen Vorkontakt der 3er keine vollständige Okklusion bei den restlichen Zähnen und kann kaum beissen. Vermutlich hat darum der Jasper Jumper auch nichts genützt, da ich danach sofort wieder in die für mich bessere Bisslage gefallen bin.

Du wirst deine Fehlstellung rein kieferorthopädisch korrigieren?

Du wurdest ja auch ganz schön "gequält" früher :-|

Wünsch dir schon mal viel Erfolg mit deiner Behandlung!

bearbeitet von berlino

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Hi!

Ja, dann geht's uns ja wirklich ganz ähnlich! Beim Kauen hab ich meinen UK auch weiter hinten - hab nämlich sonst auch keinen Kontakt auf den Backenzähnen. Wurde bisher auch noch nie auf meine Fehlstellung angesprochen und nehme an, dass es den meisten Leuten nicht auffällt. (Außer beim Lachen - es gibt so ein paar ganz schreckliche Fotos, wo die oberen Zähne schon stark vorstehen, wenn eben beim Lachen der UK nach hinten "rutscht".) Aber ich denke, dass die meisten Leute keine Kieferexperten sind und auch nicht alle nach dem perfekten Profil suchen und alles, was davon abweicht als hässlich empfinden.

Ich selbst finde mich trotz Fehlstellung auch nicht hässlich - auch nicht im Profil, nur eben beim Lachen manchmal (obwohl ich mein normales Lachen von vorne sehr mag).

Ich habe jetzt nach Ausformen des OK-Bogens einen selbstgemessenen Overjet von ca. 7 mm (vorher war's ein bisschen weniger), wenn ich den UK soweit wie möglich nach hinten schiebe. Zum Glück habe ich nicht die Beschwerden, die viele andere hier haben: Gelenksschmerzen, Schwierigkeiten beim Lippenschluss etc.

Das war mitunter einer der Gründe, weshalb ich mich auf Anraten meines KFO gegen eine OP entschieden habe. Jetzt werden die Zahnbögen ausgeformt (sowohl oben als auch unten hatte sich wieder einiges verschoben), dann wird im OK gestrippt und die Zähne soweit wie möglich nach hinten geholt. Laut KFO wird eine vergößerte Frontzahnstufe bleiben, aber er sagt, dass das nichts macht, wenn der Biss gut eingestellt ist. (Dafür soll ich nach der festen Zahnspange eine Muskelentspannungsschiene kriegen, damit der UK seine "echte", für die Gelenkte günstigste Position wieder findet.)

Ich erhoffe mir davon in erster Linie wieder schöne Zähne (das sollte nach so vielen Jahren Behandlung in der Kindheit am Ende schon drin sein ;-)), ein leichteres Abbeißen (im Moment sind die UK-Frontzähne auf der einen Seite stärker nach vorne gekippt als auf der anderen Seite und durch diese Asymmetrie habe ich nur an einem einzigen Punkt Kontakt) und leichteres "s"-Sprechen ;-) Und letzten Endes auch ein leichteres und sorgenfreieres Zubeißen.

Hattest du eigentlich auch mal das Problem, dass du mit der Zunge gegen die Zähne gedrückt hast? Mir hat das mein alter KFO diagnostiziert und ich war dann in logopädischer Behandlung. (Was sicher gut war, aber nichts an der UK-Rücklage ändert.)

Ich wünsche dir, dass alles gut geht, dass du mit deinem OP-Ergebnis zufrieden bist, und dass es auf ewig so bleibt! :-) Finde es echt mutig, dass du dich nochmal einer so aufwendigen Behandlung stellst!

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Hallo ihr Lieben!

Soooo heute hatte ich Besprechung des Behandlungsplans mit der KFO und ich bin gerade ein bisschen deprimiert :cry:

Die Behandlung die der KC geplant hat, kann so nämlich nicht stattfinden. Denn wenn so operiert werden würde, dann könnte nachher keine gesicherte Okklusion hergestellt werden. Die ganze Behandlung ist viel komplexer und aufwändiger als ursprünglich gedacht.

Das Problem ist, dass meine Schneide und Eckzähne im UK extrem nach vorne gekippt sind (was den Overjet kleiner macht als er eigentlich wäre) und man sie aber nicht aufrichten und nach hinten schieben kann, da kein Platz mehr ist im Zahnbogen. Um das Problem zu lösen müsste man entweder Zähne ziehen, was zur folge hätte, dass der UK wieder nicht ganz genau zum OK passt, oder es erfolg ein Jahr vor der Bimax eine zusätzliche OP, eine sogenannte Frontblockdistraktion. Das Problem ist einfach, dass jetzt noch mehr Kosten auf mich zukommen werden und ich nicht weiss, ob ich dann das ganze überhaupt noch bezahlen kann :11:

Muss jetzt auf jeden fall so schleunigst wie möglich zum KC und das ganze mit ihm besprechen.

Leider hab ich vergessen zu fragen, ob ich eine Kopie von der Auswertung einer Kieferfehlstellung haben kann. Einige Angaben weiss ich aber:

Mandibuläre Retrognathie

Distalbisslage von ca. 1 PB

SNA Winkel: 81.5°

SNB Winkel: 72°

ANB: 9.5°

IUK-ML Winkel: 113° (starke Protrusion der UK Front)

Horizontal und vertikal offener Biss

stark vertikaler Wachstumstyp

Hoffe, dass ich beim nächsten mal alles kopieren kann und auch die Röntgenbilder bekomme.

Lg Berlino

bearbeitet von berlino

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Halloooo

So hab micht jetzt entschieden die zweite nötige OP vor der Bimax machen zu lassen und mir nicht gesunde Zähne ziehen zu lassen. Meine Eltern haben mir versichert, dass sie die Kosten dieser OP übernehmen. Meine Mama hat mir auch verboten die Zähne ziehen zu lassen. :mrgreen:

Jetzt steht mein Behandlungsplan fest.

22. März: einsetzten der Spange

Es werden auf den Zähnen 12/13 und 22/23 im OK Brackets geklebt und im UK auf den Zähnen 33/34 und 43/44 um die Wurzeln auseinander zu spreizen, damit der KC dann zwischen den Zähnen durch schneiden kann.

Ende September 2010: Frontblockdistraktions - OP

Diese OP wird in Lokalanästhesie durchgeführt. Dabei wird mir im UK der Frontblock mit den 6 Frontzähnen vom restlichen Kiefer abgetrennt und dann mittels Distraktor vorverschoben. Pro Tag sind es glaube ich 0.5mm die ich schrauben muss.

Danach aufrichten und zurückschieben der gekippten UK Front

September 2011: Bimax OP

Bei der Bimax wird der OK etwas noch vorne verschoben, nach oben versetzt, leicht nach unten rotiert und verbreitert, daher muss er in 3 Teile zerlegt werden. Der UK wird vorverlagert und gleichzeitg das Kinn korrigiert

Danach Feinjustierung und Retentionsphase

Soooo es geht also bald los.

Leider hat meine KFO keine selbstligierende Brackets. Aber in der ersten Phase hab ich ja eh nur auf 6 Zähnen die Brackets von dem her ist es nicht so schlimm und dann nehm ich vermutlich auch Metall und nicht Keramik.

Lg Berlino

bearbeitet von berlino

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Sooooooo gestern hab ich die Separiergummis eingesetzt bekommen. War ein richtiges gewürge bis die drinnen waren :(

Zuerst fand ich die Gummis ja nur ein bisschen unangenehm, aber mittlerweile habe ich soooo fest Zahnweh, dass ich gar nicht mehr essen kann. Nicht nur die Zähne mit den Wurzeln tun weh, sondern der ganze Knochen im UK. Die einzigen Zähne die nicht weh tun sind die Schneidezähne und mit denen kann ich nicht beissen, weil die wegen der Fehlstellung gar nicht aufeinander kommen. Das Kiefergelenk tut mir auch schon weh weil ich wegen der Gummis anders beisse. Hoffe, dass es morgen besser ist. Muss die doofen Dinger noch bis Montag drin haben, dann gibts die Zahnspange. Werd mir jetzt mal ein Voltaren oder Ponstan gönnen :razz:

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War ein richtiges gewürge bis die drinnen waren :(

Oh wei, das kenn ich auch noch - wenn man so einen Engstand hat ist das echt ne Qual.

Ich freue mich, dass Du Deine Zähne behalten kannst und dass Deine Eltern Dich da auch mit unterstützen. Ich finde es immer wieder krass, wie die Unterschiede da sind mit Schweiz und D, die OP betreffend. So viele Menschen denken immer, in der Schweiz haben alle nur Kohle und verdienen sich ne goldene Nase. Sie sehen die andere Seite gar nicht.

So, nun gehts bei Dir auch los, ich freu mich für Dich (wie albern man sich auf die Spange etc freut, wie ein Kind auf den Geburtstag, gell ;))

Die Spannung geht schnell vorbei, halt durch und denk immer dran, der Grundstein ist gelegt ;)

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Hey Berlino

Wünsche dir morgen ganz viel Erfolg beim ersten Schritt Spange rein!!!...

Auch für deine weitere Behandlung alles gute.

Schade,dass du nun noch einen weiteren Schritt machen musst.

Da wird einem aber auch nichts erspart!...

Toi,Toi,Toi

und halt würde mich freuen, auf dem laufenden zu bleiben.

E liebe Gruess

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Ich wünsch Dir auch alles, alles Gute! :-)

Und vor allem eine gute Behandlungszeit und ein suuuper (dauerhaftes) Ergebnis!

Bin schon gespannt auf Fotos ;-)

Glg!

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Hallo ihr Lieben

Danke für die netten Worte. Aber es hat leider nichts genützt. Nach dem ich gestern Morgen die Spange bekommen habe, kommt sie heute Abend schon wieder raus. Ich dachte eigentlich ich bekomme nur auf den 3ern und 4ern Brackets, aber nein ich bekam das volle Programm. Und am schlimmsten ist, dass ich auf die Backenzähne Bänder mit gefühlten tausen Haken aussen und innen bekommen habe, die total nerven. Hab das echt nicht ausgehalten.

Ich weiss ich bin soooooo eine Memme und sooo schlecht, aber ich kann mit der Spange kaum reden und ich hab bei der Arbeit Kundenkontakt und halte in ein paar Monaten meine Präsentation der Diplomarbeit und in 2 Woche meine Disposition und so geht das einfach nicht. Ich glaub auch nicht dass ich mich daran gewöhnt hätte.

Ich lass jetzt wie gesagt die Spange rausnehmen und habe im April einen Termin bei einem KFO der die OP Vorbereitung mit Invisalign macht. Das wäre für mich viel besser, denn dann kann ich die Spange bei wichtigen Vorträgen, bei Trainings und Wettkämpfen herausnehmen.

Wenn man wie ich 20h pro Woche trainiert, kann so viel Metall im Mund ech nerven. Also drückt mir die Daumen, dass es mit Invisalign geht, ich will die ganze Sache nämlich schon durchziehen, aber halt auf dem komfortabelsten Weg.

Ich bewundere übrigens alles von euch die soooooooooo gut durchhalten!!!!!!!!!

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hmm sorry, aber warum gibst du dir nicht wenigstens noch 1-2 Tage die Chance zum Eingewöhnen? Ich bin ziemlich überzeugt, dass du dich - wie die meisten anderen - daran gewöhnt hättest.

Ich hab mich gerade wegen Sport etc. gegen die invisalign und für eine incognito (die erst kommt weil die KK noch "zahnt") entschieden, weil ich mich noch ziemlich gut dran erinnere wie praktisch ich zu meiner ersten Spangenzeit die feste Spange im Gegensatz zur losen Spange fand. Dieses Geziehe mit Spangendose etc. hat echt nur genervt und Zähneputzen musste man damit ja genauso häufig. Außerdem hatte ich wegen Kiefergelenksprobleme lange Zeit eine Therapieschiene, die ja durchaus mit den invisaligns vergleichbar ist. Klar sieht man sie kaum, aber ich bin überzeugt, dass ich sie trotz guter Vorsätze dann doch nicht die 22 Stunden täglich tragen würde.

Ich drück dir die Daumen für die richtigen Entscheidung, aber überstürze nichts. Und vielleicht kannst du vor dem Start mit invisalign ja erst mal mit einer Tiefziehschiene testen, ob das wirklich die Beste Lösung für dich ist!

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Ja also ich glaube ich brauch mich nicht zu rechtfertigen. Das Problem war dass ich mir der Spange kaum reden konnte und sie mich wirklich störte. Ich konnte die letzte Nacht vielleicht 5 min schlafen. Und seit Tagen nicht essen. Für mich ist das wenn nicht Saisonpause ist im Sport einfach inakzeptabel. Ich kann nicht wenn ich 20h in der Woche trainiere und nebenher noch arbeite und studiere nichts schlafen und nichts essen. Mir ist es eigentlich egal was ihr denkt, ich habe für mich halt sehr schnell gemerkt, dass es so für mich nicht passt und ich mich nicht daran gewöhnen kann.

Klar ich war auch blöd, dass die Spange genau jetzt reinmachen hab lassen, aber ich dachete halt auch nicht dass ich es so schlimm finde. Hab heute lange mit meiner KFO telefoniert und sie hat gemeint, dass es so auch keinen Sinn macht. Ich hab sie dann gefragt ob es nicht auch mit Invisalign gehen würde, und da hat sie mir gesagt, dass sie wen kennt und das es das beste wäre wenn man die Spange dann rausnimmt, weil es sonst die Behandlung mit Invisalign behindern könnte.

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Hey,

tut mir echt leid für dich, dass es so schlimm ist.

Rein vom Grundgedanken her möchte ich mich hier nicht für Behandlungsabbrüche aussprechen, aber ich möchte sagen, dass ich Dich verstehen kann (und auch nicht finde, dass du Dich hier rechtfertigen musst).

Ich habe ja auch meine letzte Behandlung nach drei Monaten abgebrochen, weil mir alles zu viel wurde. Der KFO hat mir Spikes eingesetzt, an denen ich mir zwei Tage lang die Unterseite der Zunge aufgekratzt habe (konnte weder essen noch reden, was schlecht ist, weil ich eh schon recht dünn bin und auf der Uni Referate zu halten hatte), außerdem hat die Spange auch nach drei Monaten noch meine Mundschleimhaut aufgerieben, sobald ich mal ein wenig mehr gesprochen oder gelacht habe. Das, in Kombination mit meinem KFO, der auf die Bitte, die Spikes wieder rauszunehmen mit "Ich soll doch nun mal nicht so sein" reagiert hat, war dann einfach zu viel.

Ich muss sagen, dass das aus finanzieller Sicht wirklich eine sehr blöde Entscheidung war und ich habe im Nachhineni ziemlich lange darüber nachgedacht, ob ich's nicht doch irgendwie hätte aushalten können, und dass ich da einfach hätte stärker sein müssen.

Aber ich habe volles Verständnis dafür, wenn jemand sagt, ich halt's nicht aus. Und ich glaube auch nicht, dass es etwas bringt, wenn einem zig Leute sagen, dass man ja nach drei Tagen eh nicht mehr merkt, dass man eine Spange im Mund hat. Das ist wohl bei den meisten schon so, aber jeder ist da unterschiedlich empfindlich - sowohl physisch als auch psychisch. Ich habe mit meiner jetzigen Behandlung sehr wenige Probleme, vertrage meine Brackets deutlich besser (wenngleich es immer noch hin und wieder wunde Stellen gibt), und bin insgesamt in einem psychisch wesentlich stabileren Zustand als damals. Muss aber auch sagen, dass ich mich ganz lange seelisch auf diese Behandlung vorbereitet habe, und sie erst begonnen habe, als ich wusste, dass ich jetzt gerade wirklich den Biss (nicht physisch ;-)) dafür habe, das durchzuziehen, mit allen Unannehmlichkeiten wie schlecht essen können etc. Allerdings habe ich glücklicherweise keine Probleme beim Sprechen. Wäre das gewesen, weiß ich auch nicht, was ich diesesmal gemacht hätte. (Davor hatte ich wirklich Panik.) Ich finde wirklich, dass so eine Behandlung unter Umständen echt an die Substanz gehen kann, und verstehe wirklich, dass man aufgibt, wenn's grad so schlimm ist, und man sonst auch so viel um die Ohren hat.

Ich wünsche Dir wirklich sehr, dass das mit Invisalign klappt. Und dass die OP auch gut verläuft. (Da wird dann wohl eine Sportpause unvermeidbar sein, aber ich nehme an, das hast Du eh eingeplant...) Und wirklich: Ob man die Zahnspange aushält oder nicht, ist eine Entscheidung, die man nur alleine treffen kann. Niemand sonst weiß, wie man sich fühlt.

Alles Gute!

P.S.: Was für einen Sport machst du eigentlich?

P.P.S.: Was mir grad noch einfällt: Mein jetziger KFO hatte vor ein paar Jahren eine Zahnspange und hat's zuerst mit eine Lingualspange probiert. Er hat mir erzählt, dass er's einfach nicht ausgehalten und sich die Spange auf einer Konferenz in einem Hotelzimmer selbst heruntergerissen hat. Das soll jetzt kein positives Beispiel sein, aber offensichtlich ist das einfach menschlich ;-)

bearbeitet von Betti7

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Halloooo

soooo diese Woche war ich bei zwei anderen KFO's. Einer Invisalign-Profi und einer arbeitet zwar mit Invisalign, aber hat noch nicht so viel Erfahrung, schein aber sonst nicht so schlecht zu sein.

Der Invisalign-Profi hat schon über 1000 Fälle behandelt und macht auch OP Vorbereitung damit, ist auch Referent bei Invisalign. Er hat gemeint, dass es möglich sein sollte die OP Vorbereitung mit Invisalign zu machen. Ev. kann er mir sogar die erste OP ersparen. Scheint ev. doch nicht nötig zu sein, aber wir werden sehen, was er nach der Begutachtung der Röntgenbilder und Modelle sagt. Bin also guter Hoffnung :) War auch ein ganz ein netter und macht echt einen guten Eindruck.

Der zweite hält auch nicht so viel von der einen ersten OP. Er meint, dass sei mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Er würde eher im OK und UK je die Prämolaren ziehen, oder die Frontzähne so lassen wie sie sind. Mmmmmhhhh nun ja Zähne ziehen ist nicht so toll, aber OP bringt natürlich auch weiteres Risiko. Der hat mir übrigens noch gesagt, dass ich nicht umbedingt die Bänder um die 7er bräuchte und schon gar nicht die Häkchen und Ringe für Headgear etc. etc. Bänder bräuchte ich erst nach der Bimax, um den Oberkiefer der dabei 3 geteilt und verbeitert wird mit einem TPA zu stabilisieren.

Was ich auch noch erfahren habe: Durch die Behandlung mit dem Jasper Jumper oder vieleicht wars auch die Forsith Feder (ist eh alles ähnlich wie das Herbstscharnier) sind die Zähne im Ok so weit nach vorne geschoben worden, dass ich vor den Wurzeln fast keinen Knochen mehr hab :shock:

Die stehen also am absoluten Maximum. Der eine Doc hat gemeint, dass mir dadurch vermutlich mal das Zahnfleisch dort weggehen würde und dann müsste man transplantieren. Durch die dentale Kompensation (von ca. 13mm auf 8mm Overjet) habe ich jetzt voll die komplizierte Ausgangslage für die OP.

Naja ich hoffe, dass der Invisalign-Gott einen guten Plan hat und das funktioniert. Bin schon sehr gespannt, kann kaum erwarten was er zu sagen hat !

@ Betti: ich mache Leichtathletik (Mittelstreckenlauf). Hahaha das mit deinem KFO ist witzig. Gut dass ich nicht die Einzige bin der es so ergangen ist. Ich wäre echt fast wahnsinnnig geworden. Der Mist hat mich sooooo gestört. Nach dem die Spange dann wieder weg war fühlte ich mich wie neu geboren. Dass nach der OP eine Sportpause unvermeidbar ist, ist klar. Aber im Herbst haben wir so oder so 4-6 Wochen Saisonpause und dann kann ich die OP gut machen.

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Sooo es gibt wider ein kleines Update in meiner Zahnspangengeschichte.

War letzte Woche beim neuen KFO zum Abdrücke machen für die Invisalign Aligner. Leider musste ich heute nochmal gehen, da die Abdrücke vom OK nicht in Ordnung waren. Die haben mir vor dem Abdrücke machen den Retainer im OK vergessen rauszunehmen und sind erst nachher darauf gekommen. Darum musste ich jetzt nochmal hin.

Was total witzig bzw. erschreckend ist: Schon kurz nach dem der Retainer draussen war haben die oberen Schneidezähne angefangen zu schmerzen, als ob ich die Spange reinbekommen hätte, statt raus. Ich glaube meine Zähne haben sofort angefangen sich zu bewegen :shock:

Am 8.Juli habe ich dann Besprechung mit dem KFO, wie die Behandlung ablauft. Bis ich die Invisalignaligner kriege bekomm ich noch eine Retainerschiene für die Nacht, damit sich die Zahnstellung nicht ändert bevor die Aligner da sind. Sonst passen sie dann nicht mehr :-)

Bin schon gespannt was der KFO so vor hat und wie die Vorbereitung auf die OP aussieht.

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Hatte heute meinen heiss ersehnten Besprechungstermin mit dem KFO.

Also es wurde jetzt die zweite OP, welche die andere KFO für nötig hielt gestrichen. Auch ein anderer KFO meinte das sei eher mit Kanonen auf Spatzen geschossen wenn man die Frontblockdistraktion im UK zusätzlich zur Bimax machen würde, nur um Platz zu gewinnen für die Frontzähne, damit die aufgerichtet werden können. Die Stellung der Frontzähne wird jetzt mehr oder weniger so belassen wie sie ist.

Geplant ist ne Bimax, bestehend aus dreiteiliger Le Fort 1 Osteotomie (segmentosteotomie), Sagittale Spaltung (UKVV) und Chin-Wing (spezielle OP zu Korrektur des Kinns und des Kieferwinkels).

Die Vorkoordination ist mit Invisalign geplant und dauert wenn alles gut geht ca. 4.5 Monate (8 Schienen im OK, 9 Schienen im UK). Da ich aber wegen dem Sport nicht mitten im Winter operieren kann wird die OP wohl im Herbst 2011 stattfinden. Dafür hab ich dann alles hinter mir :)

Bin schon gespannt wie das so mit Invisalign geht. Bekomm am 26.8. die erste Schiene. Im Moment hab ich so einen Plastikschiene in der Nacht als Retainer, damit die Zähne sich nicht verschieben. Ist ja schon fast wie Invisalign und sehr angenehm.

Werde dann berichten wie das so geht mit Invisalign. Aber wenn sich meine Zähne so schnell bewegen wie sonst, dann dauert die Vorbehandlung wirklich nur 4.5 Monate und dann wird das Ergebnis bis zur OP konserviert.

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Hi Berlino,

was für Zahnfehlstellungen werden denn bei korrigiert mit diesen Schienen? Nur kleinere oder größere?

FG

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Also es wurde jetzt die zweite OP, welche die andere KFO für nötig hielt gestrichen. Auch ein anderer KFO meinte das sei eher mit Kanonen auf Spatzen geschossen wenn man die Frontblockdistraktion im UK zusätzlich zur Bimax machen würde, nur um Platz zu gewinnen für die Frontzähne, damit die aufgerichtet werden können. Die Stellung der Frontzähne wird jetzt mehr oder weniger so belassen wie sie ist.

ist eine frontblockdistraktion das, was das wort vermuten lässt? kennst du die (indikations-)unterschiede zur segmentosteotomie der UK-frontzähne?

Die Vorkoordination ist mit Invisalign geplant und dauert wenn alles gut geht ca. 4.5 Monate (8 Schienen im OK, 9 Schienen im UK). Da ich aber wegen dem Sport nicht mitten im Winter operieren kann wird die OP wohl im Herbst 2011 stattfinden.

...genug zeit dafür hättest du :)

bearbeitet von relative

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Hallo

@ Dagmar

Bei mir werden nur kleine korrekturen vorgenommen. Ein paar Zähne drehen, verschieben und im den OK etwas weiten (2mm pro Seite).

Ich glaube man kann aber auch gröbere Fehlstellungen mit Invisalign korrigieren, allerdings braucht es einen KFO der viel viel Erfahrung hat. Meiner hat schon über 1000 Fälle behandelt, hat den Platinum Status und ist auch Referent. Ich glaube viele haben keine guten Erfahrungen gemacht mit Invisalign weil es zu viele Zahnärzte und KFO's gibt die Invisalign anwenden aber nicht so viel Ahnung davon haben.

Ich glaube das einzige was mit Invisalign schlecht geht ist grosse Lücken schliessen (die Zähne kippen eher) und Extrusion.

@relative

Ja die Frontblockdistraktion ist quasi eine Segmentosteotomie. Es wird der Frontblock abgetrennt. Allerdings wird er nicht in einem Satz nach vorne gesetzt und wieder verschraubt, sondern mittels einem Distraktor Stück für Stück nach vorne geschoben. Mein Chirurg wendet das sehr häufig an. Die Indikationsunterschiede kenne ich nicht, aber mit dem Distraktor kann man sicher eine grössere Distanz erreichen als ohne. Da ja der Spalt zwischen den Knochen nicht zu gross sein darf, damit die Knochen wieder zusammenwachsen. Der Hauptgrund ist vor allem Platz zu schaffen ohne Zähne ziehen zu müssen.

Meine Zähne können per KFO nicht aufgerichtet werden, da da aufrichten der Zähne Platz benötigt welcher nicht vorhanden ist. Ausser man zieht Zähne oder man macht die Distraktion. Der Chirurg hat die Distraktion und das Aufrichten der Frontzähne von Anfang an nicht geplant gehabt. Meine alte KFO hat dann interveniert und gemeint, dass so der Biss nach der OP nicht passt. Mein jetziger KFO, ein anderer KFO und der Chirurg meinen aber, dass der Biss passen wird und das Aufrichten der Frontzähne im UK nicht nötig ist.

Jaaa ich habe genug Zeit für Invisalign :)

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Neuste News von der Zahnspangenfront :)

Hatte letzten Montag Termin beim KFO und habe meine Invisalign Spange bekommen. Zuerst habe im UK auf der linken Seite auf dem linken 3er und auf beiden 5ern ein Attachment geklebt bekommen und im OK auf dem linken 3er.

Ging alles total schnell und dann hab ich schon die Schienen bekommen.

Muss sie jetzt 20-22h pro Tag tragen, zum Essen muss ich sie herausnehmen, trinken darf ich aber mit der Spange, auch Kaffee. Mein KFO meinte, dass ich nach dem Trinken (wenn es Kaffee oder was mit Zucker ist) einfach den Mund spülen soll und die Schienen abspülen soll. Nach dem Essen einfach Zähneputzen und Spange wieder rein.

Hab zur Intensivreinigung der Schienen noch so ein tolles Ultraschallreinigungsgerät bekommen, mit dem man auch Schmuck, Brillen und vieles andere reinigen kann. Zusätzlich habe ich Kukident Gebissreinigungstabletten bekommen. Dies soll ich dann in das Wasser im Ultraschallgerät geben und die Schienen 1-2x pro Woche damit reinigen. Sonst reicht es wenn man die Schiene mit Zahnbürste und Zahnpasta reinigt.

Hab das Gefühl, dass man die Spange nicht mal mit dem Ultraschallgerät reinigen müsste. Hab meine Schiene jetzt 6 Tage drinnen und sie ist immer noch schön sauber. Man hat ja eine Schiene normalerweise eh nur 2 Wochen.

Vom Tragekomfort her sind die Schienen übrigens super. Am Anfang war es ein bisschen ungewohnt, aber nichts gegen eine normale Zahnspange. Mittlerweile spür ich sie gar nicht mehr. Aber meine Zähne haben nach dem 3. Tag angefangen zu schmerzen. Daran merkt man, dass es was nützt :)

An das Sprechen mit der Spange musste ich mich erst gewöhnen. Ich selbst habe das Gefühl, dass ich ein bisschen lisple, aber es haben mir alle in meinem Umfeld gesagt, dass sie gar nichts merken.

Leider ist die Spange bei mir optisch ein bisschen auffälliger als ich gedacht habe. Aus 1-2 m Entfernung und näher sieht man die Spange recht gut. Bei mir vor allem auch, weil ich beim Reden und Lachen viel Zahnfleisch zeige und man dann recht gut den oberen Rand sieht. Zudem sieht man bei mir die Ausbeulung für die Attachments recht gut. Aber mich stört das nicht wirklich. Die Leute schauen halt immer komisch, aber bisher hat sich noch niemand getraut zu fragen.

Ich bekomme übrigens nur 8 Schienen im OK und 9 im UK. Sollte also in 4.5 Monaten fertig sein mit der OP Vorbereitung. Das wäre dann Ende Januar. Da ich erst im Herbst operiere ist dann noch genügend Zeit für Feineinstellungen.

Werde noch ein paar neue Bilder reinstellen

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Es gibt wieder mal News :)

Vorgestern hatte ich wieder Termin beim KFO, nachdem ich vor 4 Wochen die letzten Invisalign Schienen eingesetzt habe. Er war zufrieden mit dem Resultat, hat gemeint der Zahnbogen sei ok, und dass ich bereit wäre für die OP :)

Er hat dem KC kurze Zeit darauf eine Mail geschrieben, dass er mich aufbieten sollt für OP Vorbesprechung und schon 1 h nach dem Termin beim KFO rief mir der KC wegen einem Termin an. Wow i was impressed :)

Bekam dann gleich einen Termin für den Tag darauf (also gestern).

Es wurden noch mal Abdrücke, Photos und ein DVT gemacht und der OP Termin wurde auf 19.09.2011 festgelegt.

Bis dahin muss ich die letzten Invisalign Schienen in der Nacht tragen, damit die Zähne so bleiben wie sie jetzt sind und dann muss ich nochmal 2 Wochen vor der OP zum KC für die OP Aufklärung etc.

Bei mir heisst es jetzt also nur noch warten :)

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