Marco

LIESMICH: Häufig gestellte Fragen

47 Beiträge in diesem Thema

--------------------FAQ Zahnspangen---------------------------

- Wie lange ist die Tragedauer der festen Spange?

o Auch wenn Ihr hier gerne eine konkrete Zeitangabe gehört hättet – das lässt sich leider nicht generell sagen und ist natürlich individuell sehr verschieden. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle: der Schweregrad der Fehlstellung (leichte Fehlstellung sind sehr viel schneller therapiert), das Alter (die Zähne lassen sich in ‚älterem’ Knochen schwerer und damit langsamer bewegen) und die Materialien, die vom Kieferorthopäden verwendet werden. Prinzipiell sollten die Zahnbögen VOR der bimaxillären OP komplett ausgeformt sein; nach der OP sind dann nur noch kleine Korrekturen nötig. Mehr dazu in der OP-FAQ.

- Kann auch ohne Spange operiert werden?

o Nein. Oder nur in sehr seltenen Fällen. Denn so gut nie wie sind die Zahnbögen bereits ohne Spange so gut ausgeformt, dass man ohne weitere Einstellungen operieren könnte. Auch wenn vor der OP kieferorthopädisch wenig zu tun ist, werden die Brackets schon davor geklebt werden. Zum einen, weil man Sie ja als Verankerung während und nach OP dringend braucht; zum anderen weil ja nach der OP noch Feineinstellungen vorgenommen werden müssen.

- Ich kann mich nicht entscheiden: Metall-, Keramik- oder Kunststoffbrackets?

o Das ist in erster Linie eine Frage des Preises, denn die Mehrkosten der zahnfarbenen Brackets müssen vom Patienten selbst getragen werden. Ausser einer wirklichen guten Ästhetik haben die aber keine Vorteile; sie lassen sich sogar eben wegen Ihrer Ähnlichkeit zum Zahn etwas schwerer anbringen. Wer also darauf Wert legt, dass die Spange so wenig wie möglich auffällt, ist mit zahnfarbenen Brackets gut bedient. Eine guter Kompromiss aus Ästhetik und Kosten ist die Verwendung von zahnfarbenen Brackets im Oberkiefer von Eckzahn zu Eckzahn; der Rest der Zähne wird mit Metallbrackets beklebt. Im übrigen gibt es auch zahnfarbene Metallbögen – fragt Euren Kieferorthopäden danach!

- Lingualtechnik

o Die aus ästhetischer Sicht beste Lösung ist die Lingualtechnik. Dabei werden die Brackets auf die Innenseite der Zähne geklebt und sind damit komplett unsichtbar. Nachteile dieser Technik sind die erschwerte Putzbarkeit, weil teilweise nicht unter Sicht geputzt werden kann; ausserdem ist anfangs mit einer kleinen Sprechbehinderung zu rechnen, weil die Zunge etwas in Ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sein kann. Für den Behandler ist diese Methode auch etwas schwieriger zu handhaben, sollte bei ausreichender Erfahrung aber durchaus machbar sein. Auch hier sind die Mehrkosten komplett selber zu zahlen.

- Wie reinige ich meine Spange richtig?

o Die richtige und gründliche Reinigung der beklebten Zähne und der Spange ist das A und O für viele gemütliche Stunden mit ihr und eigentlich gar nicht so schwer. Zuerst sollte man sich die Zähne putzen, wie man es von der ‚spangenfreien’ Zeit gewöhnt ist. Soll heissen: kleine, kreisende Bewegungen ohne großen Druckaufwand über Zähne und Zahnfleisch. Dabei steht die Zahnbürste im 45°-Winkel zum Zahn und wird immer wieder rotierend zur Zahnspitze hin bewegt, um den Belag damit auszustreichen. Dabei sollte man sich systematisch durch den Mund vorarbeiten: erst die Außenseiten der Unterkieferzähne, dann deren Innenseiten; dasselbe im Oberkiefer. Dann werden mit Hilfe von Zahnseide oder Superfloss die Zahnzwischenräume gereinigt. Superfloss eignet sich deshalb, weil es ein verstärktes Ende besitzt und sich damit sehr gut durch das Spangengewirr durchfädeln lässt. Durch einige Hoch- und Runterbewegungen in Richtung des Zahnes –auch über den Kontaktpunkt hinweg- wird dieser Raum hervorragend geputzt. Mit einem kleinen Bürstchen können nun auch die Stellen gereinigt werden, die man weder mit der Zahnbürste noch mit der Zahnseide erreicht hat.

- Wie sind / waren die Reaktionen des Umfelds auf die Zahnspange?

o Häufig ist es so, dass viele Leute die Befürchtung haben, Ihr Umfeld könnte komisch auf eine Spange reagieren. Doch eigentlich konnte ich die gegenteilige Erfahrung machen – in diesem Alter noch eine Spange zu tragen wurde mit Respekt und Anerkennung belohnt. Schliesslich ist eine Spange nicht irgendwas hässlich, sondern zeigt die Bereitschaft, sich ausgiebig um sein Äußeres zu kümmern. Für alle Ängstlichen gibt’s ja immer noch die oben erwähnte Ligualtechnik…

- Ich habe gehört, von `ner Spange kriegt man schlechte Zähne?!?

o Stimmt nicht. Klar, eine Spange erfordert eine überdurchschnittlich gute und konsequente Mundhygiene. Von der profitiert man aber auch, wenn man das Ding dann wieder los ist.

----------------------------------FAQ OPs-----------------------------------------

- Was spricht für eine OP? Was dagegen?

o Diese Frage lässt sich von zwei verschiedenen Seiten aus beantworten: zum einen gibt es kieferorthopädische Fehlstellungen, die ausschließlich chirurgisch therapiert werden können, weil gewisse kieferorthopädische Grenzen überschritten werden. Schon aus funktionellen Gründen und zur Vermeidung von schwerwiegenden Folgen (die auf dieser Seite zu finden sind) sollte in solchen Fällen auf jeden Fall operiert werden. Zum anderen gibt es Krankheitsbilder, die zwar noch durch den Kieferorthopäden korrigiert werden könnten, bei denen aber weder ein stabiles Ergebnis noch eine ansprechende Ästhetik zu erwarten wären. Natürlich steht es jedem einzelnen frei, für sich die richtige Entscheidung zu treffen – rückblickend würde ich mich aber auf jeden Fall noch einmal operieren lassen, denn das Ergebnis ist einfach zu gut <g>. Informationen über die OP-Indikation kann Dir dein Kieferorthopäde geben.

- Geht’s auch ohne Spange?

o Nein, geht nicht. Leider. Denn die Spange wird dazu benötigt, vor der OP die beiden Zahnreihen zueinander passend zu gestalten, damit es nach der OP schon fast passt. Kleinere Korrekturen werden nach der OP noch vorgenommen, auch dazu braucht man eine Spange.

- Wie lange muss kieferorthopädisch vorbehandelt werden?

o Leider lässt sich darauf keine ultimativ gültige Antwort finden, denn der Zeitraum der Vorbehandlung hängt direkt von der Ausprägung der Zahnfehlstellungen ab. 6 Monate bis 1,5 Jahre sind realistisch; Abweichungen nach oben und unten sind aber auf jeden Fall auch drin.

- Wie läuft die kieferorthopädische Vorbehandlung ab? Wann muss ich zum Chirurgen?

o Der Kieferorthopäde wird zu Beginn der Behandlung erst einmal ein paar Röntgenbilder, Photos und Modelle machen und diese auswerten. Erst danach lässt sich verlässlich sagen, ob sich das Problem ohne OP lösen lässt oder ob man unters Messer muss. Kommt man nicht um die OP drumrum, wird der Kieferorthopäde damit beginnen, die beiden Zahnbögen mit Hilfe einer festsitzenden Spange auszuformen und die Zähne in die richtige Position zu bringen. Dabei stellt er die Zähne so ein, dass sie nach der OP schon sehr gut zueinander passen würden; es ist daher sehr wahrscheinlich, dass sich der Biss im Laufe der Behandlung eher verschlechtert als verbessert. Ist ein Ende des Ausformens abzusehen, wird er Dich bitten, dich einem Kieferchirurgen vorzustellen.

- Wo sollte man sich operieren lassen?

o Auch das hängt von einer Menge Faktoren ab: der räumlichen Nähe zur Klinik, der Sympathie und Erfahrung des Operateurs, usw. In Frage kommen Uni-Kliniken und Krankenhäuser mit einer kieferchirurgischen Abteilung, aber auch eine OP bei einem Belegarzt ist möglich. An jeder Uni-Klinik gibt es meistens einen Chirurgen, der sich sowohl wissenschaftlich als auch praktisch viel mit Dysgnathiechrirugie beschäftigt. Idealerweise lässt man sich an verschiedenen Kliniken beraten; auch die Kieferorthopäden wissen oft einen guten Chirurgen, mit dem sie schon mehr oder weniger lang zusammenarbeiten.

- Was wird im Vorfeld der OP gemacht?

o Wenn der Kieferorthopäde absehen kann, wann er mit der Vorbehandlung fertig sein wird, wird es Zeit, sich einem Chirurgen vorzustellen. Dieser wird dann anhand der vorhandenen Röntgenbilder (unbedingt mitbringen!) und neuen Modellen planen, welche Umstellungen zu machen sind. Nach einer Beratung wird er eine sog. Modell-OP durchführen, bei der die Modelle in einem sog. Artikulator (simuliert exakt die Situation der Kiefer zueinander) eingegipst sind. Er sägt also das Modell und stellt die Kiefer so um, wie sie idealerweise nach der OP stehen würden. Damit sich die Zahnsituation nun nicht mehr verschiebt, fixiert der Kieferorthopäde die Zähne mit einem harten Bogen (wenn der nicht sowieso schon drin ist). Kurz vor der OP werden nun –je nach OP- ein oder zwei sog. Splinte auf dem Simulationsmodell hergestellt, die der Chirurg während der OP benötigt, um die richtige Position der Kiefer zueinander zu finden.

- Wozu braucht man den Splint? Was passiert damit während der OP?

o In erster Linie wird der Splint (eine einfache Kunststoffschiene, in die sowohl Ober- als auch Unterkieferzähne einbeissen) dazu benötigt, um während der OP die Kiefer in der jeweilig geplanten Position zu fixieren. Gehen wir einmal von einer bimaxillären (beide Kiefer betreffenden) Progenie-Operation aus: zuerst wird der Oberkiefer abgetrennt und soll nun in seiner neuen Position etwas weiter vorne wieder mit Hilfe von Titanplatten fixiert werden. Nun lässt man den Patienten auf einen ersten Splint beißen, der bereits vor der OP hergestellt wurde und die Position von „NEUEM“ Oberkiefer zu „ALTEM“ Unterkiefer exakt festlegt. In dieser Position muss der Oberkiefer dann nur noch festgeschraubt werden. Dasselbe daraufhin im Unterkiefer: er wird an beiden Seiten getrennt und ein Stück nach hinten verlagert. Dabei kommt ein anderen Splint zum Einsatz (nämlich der, den man nach der OP tragen muss). Er richtet jetzt den Unterkiefer in die richtige Relation zum Oberkiefer aus und der Unterkiefer kann nun auch wieder verschraubt werden.

- Sind Blutkonserven zwingend nötig?

o Wie bei jeder anderen OP verliert man auch bei dieser etwas Blut. Normalerweise kann die Blutstillung bei komplikationsloser OP so gut betrieben werden, dass keine Konserven benötigt werden. Kein Chirurg kann aber dafür garantieren, dass die Geschichte völlig reibungslos über die Bühne geht. Darum ist es unter Umständen sinnvoll, vor der OP etwas Eigenblut zu spenden. Fragt einfach Euren Chirurgen danach, es tut nicht weh und kann vielleicht helfen.

- Wird nur unter Vollnarkose operiert?

o Ja, alles andere wäre für den Patienten nicht akzeptabel.

- Ist eine Kinnplastik unter Umständen sinnvoll?

o Bei einer Kinnplastik wird das knöcherne Kinn durch einen kleinen Schnitt vor den unteren Schneidezähnen erreicht und abgetrennt. Nun kann es an jede Position gerückt und dort durch kleine Schrauben fixiert werden. Unter Umständen macht diese OP, die meistens mit einer bimaxillären OP durchgeführt wird, den Gesichtsprofilverlauf noch harmonischer; dies lässt sich durch Computersimulationen recht gut darstellen. Auch hier: fragt Euren Behandler danach…

- Wie lange dauert eine solche OP?

o Das kommt natürlich auf die Art der OP und die Erfahrung des Operateurs an. Aber mit 1,0 -2,5 Stunden pro Kiefer hat man einen ganz guten Richtwert; dazu kommen natürlich noch die Einleitung und Ausleitung der Narkose.

- Wo verlaufen die Schnitte?

o Dysgnathie-OP’s werden heutzutage ausschließlich von der Mundhöhle aus operiert – es sind danach also keine äußerlichen Narben sichtbar! Im Oberkiefer verläuft der Schleimhautschnitt im Mundvorhof (D.h. oben zwischen Zähnen und Lippe) und reicht etwa von den großen Backenzähnen der einen Seite bis zu denen der anderen Seite. Im Unterkiefer verläuft der Schnitt am aufsteigenden Ast des Unterkiefers und reicht auch hier etwas in den unteren Mundvorhof hinein. Die Schnitte werden mit mehreren Stichen vernäht.

- Wie lange bleiben die Fäden drin?

o Da die Wundheilung in der Mundhöhle wegen der sehr guten Durchblutung sehr schnell geht, werden die Fäden schon nach etwa zehn Tagen entfernt. Da während der OP meist resorbierbares, d.h. sich selbst auflösendes Nahtmaterial benützt wird, können schwer erreichbare Fäden auch belassen werden.

- Wie wird die Situation im Aufwachraum wahrgenommen?

o Sehr unterschiedlich. Auf alle Fälle fühlt man sich noch recht benommen und schwach; man kriegt eigentlich nicht so wahnsinnig viel mit.

- Hat man nach der OP Schmerzen?

o Nein, normalerweise nicht. Denn es werden bereits während der OP Lokalanästhetika gespritzt und über den venösen Zugang Schmerzmittel gegeben. Sollten sich nach der OP auch nur andeutungsweise Schmerzen auftun, sofort nach Schmerzmitteln fragen! Wir sind ja nicht da, um zu leiden <g>

- Warum werde ich evtl. die ersten paar Tage per Magensonde ernährt?

o Das heißt zwei Gründe: zum einen werden ja die Kiefer je nach Klinik gleich nach der OP relativ stark mit Gummis gegeneinander verschürt; weil die Geschichte ja ziemlich schnell stark anschwillt und wegen der Schwellungen in den Kiefergelenken der Mund nicht gar so weit aufgeht, macht Essen einfach keinen Spaß. Zum anderen ist es für die Mundheilung natürlich günstig, wenn die Wundränder sauber bleiben, und das ist einfach nicht gewährleistet, denn die lassen sich nur schwer reinigen, wenn da mal Kartoffelsuppe drinhängt. Ich fand die Magensonde, die ja durch die Nase gelegt wird anfangs etwas störend, habe mich aber dann daran gewöhnt. Was nicht heißen soll, dass ich froh war, als sie nach drei Tagen dann rauskam…

- Was kann man wann nach der OP essen?

o Man darf die Zähne und Kiefer am Anfang natürlich nicht belasten, denn die Kiefer sind ja bisher nur durch kleine Titanplatten stabilisiert, die auch nicht alles aushalten. Am Anfang also nur flüssig bis weich, eben nix zum beißen: Suppen, Puddings, Püriertes. Ich habe nach etwa 4 Wochen wieder begonnen, weiches Zeug VORSICHTIG zu kauen, nach 6 Wochen kann man sich auch wieder etwas festere Nahrung zutrauen. Dauert eben alles etwas länger, weil man sich zum Kauen natürlich auch auf die neue Zahnsituation einstellen muss. Also: Zeit nehmen <g>

- Was kann man gegen die Schwellung und Blutergüsse tun?

o Da gibt’s eigentlich nur drei Dinge: Kühlen, kühlen, kühlen. Während der ersten drei Tage nach der OP (OP-Tag nicht mitgezählt) wird die Schwellung stetig zunehmen und dagegen helfen tatsächlich nur Eisbeutel. Um nachträgliche Einblutung in das Gewebe zu vermeiden, die dann zu Blutergüssen führen, sollte man sich die ersten paar Tage danach auch wirklich schonen, um den Blutdruck unten zu halten. Nach diesen drei Tagen bringt Kühlen dann nix mehr gegen die Schellung, kann aber trotzdem sehr angenehm sein. Das Zurückgehen der Schwellung lässt sich angeblich auch medikamentös beschleunigen, und auch von einer Lymphdrainage durch deinen Physiotherapeut habe ich was gelesen. Fragt einfach den Arzt Eures Vertrauens danach.

- Welchen Sinn hat der Splint nach der OP?

o Da ja mit dem Verschieben der Kiefer nicht nur diese Ihre Position verändern, sondern auch sämtliches Gewebe, das da mit dran hängt (Muskeln, Bindegewebe, Fettgewebe), ist es anfangs nicht leicht, mit dem Unterkiefer in die neue Lage „zu treffen“. Hilfe dabei liefern der Splint und die Gummis, die mehr oder weniger stramm gespannt den Unterkiefer in seine neue Lage führen sollen. Damit wird verhindert, dass der Knochen in einer falschen (wenn auch gering falschen) Position wieder zusammenwächst; gleichzeitig wird auch die Muskulatur für diese neue Situation trainiert.

- Wie lange wird nach der OP noch kieferorthopädisch behandelt?

o Wie Ihr schon direkt nach der OP merken werdet, hat sich der Biss um etwa das hundertfache verbessert, d.h. Ihr werdet viel mehr Kontakte zwischen den Zähnen haben als davor. Die Feineinstellungen, die dann noch nötig sind, übernimmt der Kieferorthopäde wieder. Das sollte sich aber nicht mehr lange hinziehen, wenn vor der OP anständig gearbeitet wurde. Zeitraum: etwa ein halbes bis ein ganzes Jahr.

- Wann kommen die Platten raus? Kann man die auch drinlassen?

o Nach etwa 6 Monaten sind die Kiefer wieder so fest verwachsen, dass die Titanplatten entfernt werden können. Dies geschieht wieder in einer kleinen OP unter Vollnarkose, ist aber wesentlich weniger dramatisch als die bereits überstandene OP. Zur Zeit wird darüber debattiert, ob man die Platten auch drinlassen könnte; Titan scheint zu fast 100% biokompatibel zu sein und sollte keine späteren Beschwerden auslösen. Ich werde Euch hier auf dem Laufenden halten.

- Was sollte ich ins Krankenhaus mitnehmen?

o An dieser Stelle eine kleine Zusammenstellung an Dingen, die die User der Forums gesammelt haben und die sich im täglichen Krankenhaus-Alltag bewährt haben: weiche Kinderzahnbürste oder die TePe Compact Tuft, Haarwaschmittel, Laptop, MP3-Player, Digicam, eigenes Essen (Alete-Gläser, Puddings,…), Magnettafel für die nonverbale Kommunikation, Bademantel, Schlafanzüge, Handtücher

@28.3.2005 by Li-La-Launebär Rainer :)

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jau, dat sind sie also, die vorläufigen faq's. natürlich ist das erst der anfang, das soll keine statische sache werden. wenn also jemand anregungen, zusätze oder korrekturen hat, wende man sich bidde, bidde an mich.

mir ging's beim schreiben eben so, dass ich vornehmlich die fragen beantwortet habe, die ich mir selber vor der op gestellt habe. ihr habt euch möglicherweise ganz andere gestellt, also her damit :)

@28.3.2005 by Li-La-Launebär Rainer

und du marco nimm bitte deine pillen endlich. du wirst immer so vergesslich, wenn du das ganze wochenende voll wie'n rossknecht bist :)

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- Was kann man gegen die Schwellung und Blutergüsse tun?

....dagegen helfen tatsächlich nur Eisbeutel....Das Zurückgehen der Schwellung lässt sich angeblich auch medikamentös beschleunigen,

ich hab schon am OP-tag mit reparil-dragees begonnen (3x2) und war wirklich wenig angeschwollen (darüber war sogar der chirurg erstaunt, der sie mir zuerst nicht aufschreiben wollte)

und auch von einer Lymphdrainage durch deinen Physiotherapeut habe ich was gelesen.

auch wenn das vieleicht nicht hilft - es ist super-angenehm! also, wenn sich die möglichkeit bietet, unbedingt nutzen!

LG

S

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hi zusammen,

ich hab mal beschlossen, diesen thread mal wieder aufzumachen. meine intention war die folgende: mittlerweile ist ja 'n ganzer haufen neuer fragen aufgekommen, die immer wieder gestellt werden.

wäre also nett, wenn ihr hier eure fragen posten würdet, von denen ihr der meinung seid, dass sie auch zukünftig von anderen häufig gestellt werden könnten. wir werden diese fragen dann sammeln, eine adäquate antwort finden (;)) und dann die faq damit ergänzen.

danke für eure mitarbeit!

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Hi an alle,

hab das zwar schon mal so ähnlich gepostet, mein ruf ist aber in der weite des forums verhallt :twisted:

MMn wäre es sehr wichtig eine liste aller möglichen komplikationen bei einer bimax op in die FAQ aufzunehmen und zwar mit %-ueller angabe!

Außerdem würd´ich gerne endlich eine zahl hören über die sehr seltene aber vorhandene gefahr der erblindung auf einem auge bzw. die sehschärfenabnahme der augen als seltene komplikation der ok-operation. Vielleicht weiß da wer was drüber (Ersteres wurde mir übrigens bei einem BG bestätigt. Beide risiken sind auch ohne nähere angabe als "TYPISCH" in einer dissertation über kieferop´s im internet angeführt -------------------->

(Nette bilder gibts dort auch)

http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=973581719&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=973581719.pdf

(SEITE 27)

(Die bezeichnung "selten", die ich schon öfter gehört habe, ist nämlich nicht nur relativ, sondern bei der schwere dieser komplikation ehrlichgesagt ein witz!) :evil:

Denke die risiko-thematik wird JEDEN interessieren, der sich unter das hackbeil begibt. :mrgreen:

LG Pepino :-D

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Hallo,

dazu faellt mir eigentlich nur ein: Zuege verungluecken relativ selten, aber wenn, dann ist gleich richtig was kaputt. Faehrst du deswegen jetzt nicht mehr Zug?

Natuerlich ist es wichtig auf die Risiken hinzuweisen, aber man sollte das auf sinnvolle Weise tun, ohne damit Massenpanik zu verursachen. Man sollte auch wissen, dass nicht-operieren auch sehr schwere Folgen haben kann.

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Die bezeichnung "selten", die ich schon öfter gehört habe, ist nämlich nicht nur relativ, sondern bei der schwere dieser komplikation ehrlichgesagt ein witz!

die bezeichnung 'selten' hat aber nun rein gar nix mit der schwere einer komplikation zu tun ;) und im übrigen ist sie keineswegs relativ, sondern wird verwendet, wenn die komplikationsrate einen gewissen wert unterschreitet (welcher das ist? keine ahnung.).

ich meine, mich dazu mal geäußert zu haben - klar lassen sich die risiken einer op alle aufzählen, das würde den rahmen aber doch deutlich sprengen. ich vermute, es ist weitaus häufiger, während der op vom op-tisch zu fallen, als bei einer solchen op zu erblinden - und das verdeutlicht, dass eine solche auflistung schwer machbar sein dürfte.

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Rainer:die bezeichnung 'selten' hat aber nun rein gar nix mit der schwere einer komplikation zu tun ;)

Pepino: Bezeichnungen wie "selten", "eher selten", "sehr selten" (ohne angabe eines zahlenwertes) SIND in anbetracht der schwere der erblindungs-komplikation ein witz. Also ich leg mich sicher nicht unters messer bevor da keine 100%ige klarheit darüber herrscht, denn aussagen wie: "Ja es besteht die möglichkeit zu erblinden, is aber "eher/sehr/äußerst selten" würden mir nicht reichen. Dir schon?(wenn du noch nicht operiert wärst)

Ich mein´was noch dazu kommt ist ja, daß es sich bei der behebung jeder noch so schweren fehlstellung es sich um KEINE lebensnotwendige operation handelt!

Rainer: ...und im übrigen ist sie keineswegs relativ, sondern wird verwendet, wenn die komplikationsrate einen gewissen wert unterschreitet (welcher das ist? keine ahnung.). "

Pepino: Genau DAS hätte mich ja interessiert lieber Rainer :wink:

Rainer: Klar lassen sich die risiken einer op alle aufzählen, das würde den rahmen aber doch deutlich sprengen. ich vermute, es ist weitaus häufiger, während der op vom op-tisch zu fallen, als bei einer solchen op zu erblinden - und das verdeutlicht, dass eine solche auflistung schwer machbar sein dürfte.

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hi pepino,

Pepino: Bezeichnungen wie "selten", "eher selten", "sehr selten" (ohne angabe eines zahlenwertes) SIND in anbetracht der schwere der erblindungs-komplikation ein witz.

nein, sind sie nicht. denn sie nehmen ja keine wertung vor und überzeugen den patienten zu einer op. sie sind in diesem zusammenhang einfach nur komplett wertfrei und beschreiben die häufigkeit der komplikation. wie würdest du sie denn beschreiben wollen?

Also ich leg mich sicher nicht unters messer bevor da keine 100%ige klarheit darüber herrscht, denn aussagen wie: "Ja es besteht die möglichkeit zu erblinden, is aber "eher/sehr/äußerst selten" würden mir nicht reichen. Dir schon?(wenn du noch nicht operiert wärst)
jo, das würde ich. wie korbinian schon anmerkte, tut man das in anderen situationen ja tagtäglich - oder wurdest schon mal darüber aufgeklärt, dass du dir beim jahrmarkts-ponyreiten das kreuz brechen kannst? das wäre absolute panikmache, und dass solch seltene komplikationen beim aufklärungsgespräch nicht erwähnt werden hat damit einen guten grund.

Ich mein´was noch dazu kommt ist ja, daß es sich bei der behebung jeder noch so schweren fehlstellung es sich um KEINE lebensnotwendige operation handelt!
das ist ponyreiten aber auch nicht. genau wie busfahren, treppensteigen oder 'n besuch in der disco.

Pepino: Genau DAS hätte mich ja interessiert lieber Rainer :wink:
sorry, aber da muss ich wie gesagt passen - zahlen kann ich dazu nicht liefern und hätte aus bekanntem grund auch nicht die muse, die zu suchen. ;)

Pepino: Damit meine ich ja nicht "Dachziegel fällt patienten auf weg in klinik auf den kopf", aber zumindest jene risken die du auch unterschreibst.
wenn wir das konsequent durchziehen wollten, dürften wir solche risiken nicht einfach ausklammern, wenn diese häufiger aufträten, als die blindheits-geschichte.

Werde der thematik weiter nachgehen und euch informieren (Hab ja noch 2 beratungstermine)

ich bitte sehr darum ;) von wievielen erblindungsfällen hast du eigentlich gelesen? und gibts noch weitere veröffentlichungen?

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Außerdem würd´ich gerne endlich eine zahl hören über die sehr seltene aber vorhandene gefahr der erblindung auf einem auge bzw. die sehschärfenabnahme der augen als seltene komplikation der ok-operation. Vielleicht weiß da wer was drüber (Ersteres wurde mir übrigens bei einem BG bestätigt. Beide risiken sind auch ohne nähere angabe als "TYPISCH" in einer dissertation über kieferop´s im internet angeführt -------------------->

(Nette bilder gibts dort auch)

http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=973581719&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=973581719.pdf

Es sind dabei ja vier Quellen angegeben:

[29] Girotto JA, Davidson J, Wheatly M, Redett R, Muehlberger T, Robe B, Zinreich J, Iliff N, Miller N, Manson PN: Blindness as a complication of Le Fort osteotomies: role of atypical fracture patterns an optic canal. Plast Reconstr Surg 1998;102:1409-21.

Abstract: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=9773995&dopt=Abstract

Volltext: kann ich dir auf Anfrage zur PRIVATEN Verwendung schicken

[46] Laningan DT, Romanchuk K, Olson CK: Ophthalmic complications associated with orthognathic surgery. J Oral Maxillofac Surg 1993;51:480-94.

Abstract: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=8478755&dopt=Abstract

Volltext: habe ich nicht gefunden / keinen Zugriff

[55] Panula K, Finne K, Oikarinen K: Incidence of complications and problems related to orthognathic surgery: a review of 655 patients. J Oral Maxillofac Surg 2001;59:1128-36.

Abstract: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&dopt=Abstract&db=PubMed&list_uids=11573165

Volltext: wie bei [29]

[62] Sailer HF, Haers, PE: Komplikationen bei bimaxillären chirurgischen Eingriffen. Fortschr Kiefer Gesichtschir 1995;40:41-9.

PubMed-Eintrag: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=7557783 (leider weder Abstract noch Volltext)

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Hi Tobias,

danke für die links-Habe auch schon nach diesen beiträgen im netz gesucht-Wurde nicht fündig, deshalb freut es mich umso mehr.Genau solche artikel bringen was, denn sie helfen das risiko besser einzuschätzen. (In wieviel fällen ist es aufgetreten, die umstände des eintretens, chirurgenerfahrung etc...)

Hab dir übrigens eine PM geschrieben!

Rainer: Okay, ich laß das ab jetzt mit dem Ponyreiten 8-);)

LG P.

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Auf Bitte von Pepino habe ich heute bei meinem Beratungsgespräch Prof. Millesi danach gefragt. Er hat gemeint, dass es bei der großen Anzahl an durchgeführten Dysgnathie-OPs bisher nur einzelne Fälle von Erblindung gegeben hat, das Risiko dafür also extrem niedrig ist (von ihm auf ca. 1:1.000.000 geschätzt). Im Case report [29] aus dem Jahr 2002 ist die Anzahl von weltweit 7 Fällen angegeben.

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Habe auch die thematik nochmal angesprochen bei einem beratungstermin-Für die die´s interessiert: Mehr dazu und v.a. warum die erblindung als seltene komplikation auftritt unter meinem thread "Beratungsgespräch bei Prof.Ewers in Wien"

LG Pepino :lol:

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wende mich an Operierten,

ich denke, ich hab so gut wie alle beiträge durchgestöbert, vermisse jedoch ein paar post-op infos:

zu den drainagen, die "aus jeweils jeder backe hängen" :

1. heißt das, dass man die ganze zeit den offenen mund hat ? :shock:

aber die kiefer sind ja doch zugeschnürrt ? :confused:

2. wo an der backe bzw. wie werden diese schläuche befestigt ?

3. wieviele dinge maximal kann man denn nach der op kriegen:

drainagen, sauerstoff schlauch, magensonde - für was eigentlich: futteraufnahme oder blutabsaugung?, gummis - sind das alle ?

(wo bleibt da noch platz für die kühl-maske ...) :???:

wäre echt dankbar für den kleinen wegweiser...

nele

Hallo Nele,

zu 1.:

Man kann den Mund trotz Drainagen zumachen. Zumindest war das bei mir so. Und man ist auch nicht unbedingt verdrahtet!!

zu 2.:

die Schläuche kommen aus dem Mund (aus der Wunde im UK glaub ich) und werden an den Backen festgeklebt, damit sie nicht "rumbaumeln";-)

zu 3.:

das ist gaaaanz unterschiedlich!!

ich hatte z.b. ausser den Drainagen gar nix im Mund. Frag am Besten deinen Chirurgen, wie er das handhabt. dann ist es auch irrelevant, was man "maximal" im Mund haben kann ;-)

Liebe Grüße

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1. heißt das, dass man die ganze zeit den offenen mund hat ? :shock:

aber die kiefer sind ja doch zugeschnürrt ? :confused:

2. wo an der backe bzw. wie werden diese schläuche befestigt ?

3. wieviele dinge maximal kann man denn nach der op kriegen:

drainagen, sauerstoff schlauch, magensonde - für was eigentlich: futteraufnahme oder blutabsaugung?, gummis - sind das alle ?

(wo bleibt da noch platz für die kühl-maske ...) :???:

Hallo Nele !

Bin zwar noch nicht operiert , aber bißchen was kann ich trotzdem dazu sagen:

Als erstes mal, kommt es auch ein bißchen auf die Klinik/ den Chirurgen an, wieviele Schläuche dir am/um/im Mund hängen

Bei mir hat der Chirurg gesagt , es gibt keine Drainageschläuche

Desweiteren gibt es bei mir vorraussichtlich auch keine Magensonde ( da wahrscheinlich nur UK-Verlagerung ) der Chirurg meinte eine Magensonde bräuchte man eher bei einer Bimax, da dort mehr Blut geschluckt wird, was dann auch die nächste Erklärung ist:

er meinte die Magensonde ist eben nicht zum ernähren , sondern zum Absaugen des Blutes aus dem Magen, da man das nicht gut verträgt und sonst wieder "ausspuckt".

Also , vielleicht wirst Du ja gar nicht so viele Schläuche brauchen, kommt halt auf die Klinik an.

Wie das aber ist mit allen Schläuchen kann bestimmt auch noch jemand antworten...haben ja genug operierte im Moment ;-)

Viele Grüße

Jasna

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H

er meinte die Magensonde ist eben nicht zum ernähren , sondern zum Absaugen des Blutes aus dem Magen

das wird allerdings nur während der op gemacht, während eben noch blut fliesst - davon kriegt man natürlich nichts mit. wenn die sonde nach der op noch liegt, wird sie sehr wohl zur ernährung verwendet, aber das ist von klinik zu klinik in der tat unterschiedlich.

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hm, bis jetzt hab ich nur eine intravenöse ernährung gekannt. was für eine "nahrung" und in welcher form wird sie eingereicht ?

(kann mir schwer vorstellen, wie pürrierte hamburger durch die magensonde geschoben werden...)

täusch dich da mal nur nicht;-)

in den Informationsveranstaltungen im Marienhospital werden dir Speisepläne, welche man nach der OP hat, gezeigt und auch die Speisen wie z.B. püriertes Fleisch und solche Dinge:-D

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hi nele,

ich hatte bei meiner gne - was ja als kleinere op definiert wird - auch eine magensonde während der op zum absaugen des bluts. die magensonde wurde allerdings "gezogen" bevor ich wach bzw. richtig wach wurde. war also ok.

lg janet

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Hallo Nele,

es schwierig deinen Wissensdurst adäquat zu löschen :-) Vor allem deshalb, weil die Gesamtprozedur der OP im Detail von den verschiedenen KFCs so unterschiedlich gehandhabt wird. Das kannst Du schon aus den vielen vorangegangenen Beiträgen ersehen.

Du möchtest dich logischerweise auf deine spezifische Situation einstellen - am ehesten ist dies durch einen User möglich, der auf derselben Station und vom selben KFC operiert wurde....alles andere bleibt Spekulation.

Sorge dich nicht soviel um diese vielen Schläuche (Drainageschläuche, Magensonde, Blasenkatheter, Sauerstoffschlauch)...das meiste davon bekommst Du gar nicht mit und wenn doch ....ist es nicht so wild.

Löchere ruhig deinen Operateur in der Vorbesprechung damit und mache ihm deutlich: Je weniger Schläuche desto besser! ;-) (Bei mir hats geholfen)

Außerdem vermittelst Du dem Operateur mit diesen Detailfragen, dass Du ein MÜNDIGER Patient bist, was meiner Meinung nach wichtig ist.

Die Drainageschläuche dienen dazu, das entstehende Wundsekret abzuleiten.

Manche KFCs legen überhaupt keine, meiner hat sie über die Mundwinkel gelegt und wieder andere legen "durch", sodass sie unterhalb des Unterkiefers münden.

Ebenso wird die postoperative "Verdrahtung" unterschiedlich gehandhabt. Ich wurde z.B. erst am nächsten Vormittag verdrahtet. Direkt nach der OP scheint aber eher die Regel zu sein. Manche Patienten bekommen auch nur Gummis, statt Draht.

Am besten, Du machst dir eine Punkteliste und hakst jeden Punkt schön mit deinem Operateur im Vorgespräch ab.

Viel Glück schonmal

Michel

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wenn keine gelegt werden, heisst das für mich so viel, wie "na ja, lassen wir diesen zersägten sein eigenes wundsekret eben selbst schlucken" (oder gibt s etwa patienten, die gar kein sekret produzieren ??)

Wenn das Wundsekret nicht künstlich über Drainage abgeleitet werden kann, muss es vom Körper laaaaaangsam resorbiert werden (geschluckt wird es nicht, denn es verbleibt ja in der Wunde). Das Ganze geht sicherlich auch ohne Drainageschläuche, dauert aber - meinem Verständnis nach - dann wesentlich länger.

hier öffnet sich für mich nun wieder ein dunkles reich: gehören verdrahtung - platten - gummis in einer reihe? wenn kc verdrahtet, dann entfallen also die anderen zwei oder wenn er platten legt, dann gibts es auch keine gummis mit drahten ? aber ich meine mich zu erninnern, in deinen bildern auch die platten gemerkt zu haben...

Also gewöhnlich werden die separierten Kieferfragmente mittels Platten "verbunden". Sonst würde das da ja "rumschalbbern", ums mal platt zu schreiben. In den Anfängen der Kieferchirurgie hat man das mal so gemacht...was wohl mit erheblichen Komplikationen behaftet war.

Direkt postoperativ (oder halt einen Tag später) werden dann die Kiefer "gegeneinander" fixiert und damit ruhiggestellt (über Verdrahtung oder Verschnürung mit Gummis) damit ein erstes DEFINIERTES Zusammenwachsen gewährleistet wird.

"Platten" ist übrigens auch relativ...bei mir sind ja jetzt eher so haarspangenartige Teile drin...es gibt da halt verschiedene Systeme...

bin schon ohnehin ein sehr unbequemer patient...

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Hi Nele,

dass der Patient wählen darf wie er gequält wird find ich ja doch recht progressiv von dem betreffenden KFC ;)

Also ich fands über die Mundwinkel einwandfrei...würds dir empfehlen - aber: ich bin medizinischer Laie! Vllt hat die andere Methode ja Vorteile, die nicht so offensichtlich sind....

Wie auch immer Du dich entscheiden wirst...Viel Glück schonmal :-)

Michel

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ich muss jetzt mal ne dumme frage stellen wozu ein blasenkathter ich werd doch am kopf operriert das höre ich jetzt zum ersten mal ich wurde noch nie operriert gehört das dazu

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Kommt ganz auf die OP und den Arzt an, ob ein Katheter überhaupt zum Einsatz kommt oder nicht.

Man wird vielleicht am Kopf operiert, aber wenn vorauszusehen ist, dass man länger nicht aufstehen kann/wird, ist es doch sehr weise gedacht einen zu legen. ^^

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Kopf hoch! Vielleicht legt dein Arzt doch gar keinen!

Meiner hat das bisher auch nicht erwähnt,also hoffe ich, dass ich drum herum komme! *dreimal auf Holz klopft*

Werden denn bei dir beide Kiefer operiert?

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