kitty20

Zweiter Anlauf - es geht endlich wieder los

Hallo zusammen!

Nachdem ich hier schon seit einiger Zeit kräftig mitlese, möchte ich euch nun auch von meinen Erfahrungen berichten.

Mit 10/11 Jahren begann meine erste kieferorthopädische Behandlung. Nachdem ich einige Zeit eine lose Zahnspange hatte, bekam ich später Brackets. Die Zähne wurden hin und her bewegt und Gummis eingehängt. So ging es einige Jahre. Nachdem ich sehr lange Zeit in Behandlung war hatte ich nicht den Eindruck, dass sich da etwas zum Positiven verändert hat. Eher im Gegenteil.

Zwischen meinen Zähnen entstanden immer neue Lücken und wenn die eine geschlossen war, gab es an anderer Stelle eben wieder eine neue. Ich dachte aber, dass meine KFO schon wissen wird was sie da macht. Es war einfach kein Ende in Sicht. Regelmäßig sprach ich sie darauf an, wie lange die Behandlung noch dauern werde, doch ich bekam jedes Mal die gleiche Antwort „Bis Ende des Jahres.“ Leider ging dies aber einige Jahre so.

Mit 17 Jahren wurde mir dann der Bogen im OK entfernt, denn es war geplant die Brackets bald zu entfernen. Meine Freude war allerdings nur von kurzer Dauer. Einige Zähne fingen sehr stark an zu wackeln und somit war der Bogen auch schon wieder drin. Dann hat sich die KFO auch nicht weiter darum gekümmert.

Mit dem ästhetischen Ergebnis war sie aber auch nicht zufrieden und meinte es wäre nur durch eine OP möglich eine Verbesserung zu erzielen. Da ich aber große Angst vor einer OP hatte, war ich nicht bereit diese “Schönheitsoperation“ durchführen zu lassen. Zu keinem Zeitpunkt wurde mir gesagt, dass es medizinisch notwendig sein könnte und somit weigerte ich mich zum KC zu gehen.

Nachdem dann noch so einiges vorgefallen war, hatte ich zu meiner Kieferorthopädin kein Vertrauen mehr.

Um mir die Brackets entfernen zu lassen ging ich dann zu einem anderen KFO. Er sprach mich auch auf die Möglichkeit einer OP und sagte, dass es bei mir notwendig sei und nannte die Gründe. Ich war sehr schockiert, denn von dieser „Notwendigkeit“ war bis zu diesem Zeitpunkt nie die Rede.

Trotz meiner großen Angst ging ich dann zum KC. Er nahm sich viel Zeit und erklärte mir dass ich eine OK- und UK-Rücklage habe, die nur durch eine OP korrigiert werden könnte. Er nannte mir auch die Probleme, die im Laufe meines Lebens auftreten könnten, wenn ich meine Fehlstellung nicht behandeln lasse. Am Ende wusste ich dann, dass mir eine Bimax-OP bevor stand.

Nach langem hin und her überlegen entschloss ich mich dann doch dafür. Also ging ich zu einer neuen Kieferorthopädin. Sie begann auch gleich die Unterlagen für die KK fertig zu machen, Röntgenbilder und Abdrücke wurden erstellt.

Auf den Bildern sah man dann allerdings, dass sich einige Wurzeln stark zurückgebildet hatten. (Dies erklärte dann auch das starke Wackeln der Zähne.) Meine KFO erklärte mir, dass weiteres Bewegen der Zähne zum weiteren Verlust der Wurzeln führen könnte. Somit bestände auch ein hohes Risiko für den Verlust dieser Zähne.

Aus diesem Grund weigerte sie sich die Behandlung fortzusetzen, entfernte die Brackets und brachte zwei Retainer an.

Um die Situation begutachten zu lassen, schickte mich meine KK zum MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkasse). Der Gutachter schaute sich die Abdrücke, Röntgenbilder und Zähne genau an. Danach war er auch der Meinung, dass diese Bimax-OP bei mir notwendig sei. Er sagte ich solle das Risiko des Wurzelverlustes in Kauf nehmen und rat mir wirklich sehr dazu.

Nach wieder langem hin und her überlegen, mit Meinungsverschiedenheiten der Ärzte, entschloss ich mich wieder dafür. Ich bekam eine neue KFO empfohlen und die Behandlung sollte nun endlich begonnen werden. Doch leider kam es wieder nicht dazu, denn aufgrund der Schäden an meinen Zahnwurzeln beschloss meine KK die Behandlung durch meine erste KFO von der KZV (Kassenzahnärztliche Vereinigung) überprüfen zu lassen. Somit wurde der Beginn meiner neuen Behandlung bis zur Klärung verschoben.

Dies ist jetzt eineinhalb Jahre her, doch nun habe ich das Ok von der KK erhalten.

Inzwischen bin ich 22 und die Behandlung kann beginnen. Bis jetzt war mein Weg sehr steinig und ich bin gespannt welche Steine mir noch in den Weg gelegt werden.

Ich bin mir auch bewusst, dass es sicher keine leichte Zeit wird. Dank euren Berichten weiß ich so in etwa was mich erwartet und dass man es schaffen kann.

Diese Woche bekomme ich jedenfalls meine Brackets, es kann endlich losgehen.

Viele Grüße!

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Hallo!

Schlimme Geschichte! Ich bewundere Dich fürs Durchhalten und wünsche Dir wirklich sehr, dass jetzt alles gut geht und Du dann endgültig mit dem Thema KFO/KC abschließen kannst!

Viel Glück!

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Danke Betti!

Heute habe ich die Separiergummis bekommen. Den Tag über hab ich sie fast nicht gemerkt, aber jetzt fängt es schon an zu drücken.

Für die nächsten Tage / Wochen ist dann wohl erstmal wieder Suppen- und Nudelzeit angesagt.

Bin gespannt wie es weitergeht.

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Also bei machen Leuten bewundere ich wirklich das Durchhaltevermögen. Meine Herren, da hätte manch einer das Handtuch evtl. geworfen...

Ich wünsch Dir keine Steine mehr im Weg und viel Erfolg!

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Hallo Kitty

Bei mir ist es der zweite anlauf nachdem der erste KFO auch nicht alles perfekt gemacht hatte. Bist nicht alleine mit diesen Problemen. Drücke dir für deinen dritten Anlauf ganz fest die Daumen.

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Gestern habe ich nun endlich meine Brackets bekommen. Das Einsetzen hat grade mal 40 Minuten gedauert. Es ist doch wieder ein ziemlich ungewohntes Gefühl, grade auch beim Sprechen, aber ich denke man gewöhnt sich daran.

Dieses Mal habe ich mich für Keramikbrackets entschieden. Die Reaktionen von anderen sind bis jetzt positiv. Jetzt achte ich aber auch bei allem was ich esse darauf, dass sich die Gummis nicht verfärben. Ob ich das hinbekomme weiß ich allerdings nicht. Das wäre aber echt schlecht, denn in 4 Wochen habe ich meinen nächsten Termin.

Jetzt werde ich auch erstmal meiner Familie davon berichten, denn bis jetzt wissen die von nichts. Gesehen hab ich sie seitdem nur ganz kurz. Außer meiner besten Freundin habe ich niemanden davon erzählt. Hätte ja sein können dass es wieder nichts wird, wie bei den letzten Malen eben auch. Nur damals hatte ich kein Geheimnis daraus gemacht.

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Hallo!

Jetzt habe ich schon 2 Wochen die Brackets drin. Anfangs hatte ich starke Schmerzen, haben aber schon nach paar Tagen nachgelassen.

Leider ist mir am Tag 7 auch schon ein Bracket abgebrochen. Da es eins vom Backenzahn ist, sollte ich einfach das Gummi entfernen und erst zum nächsten Termin in die Praxis kommen. Das sind jetzt noch 2 Wochen.

Weiß einer von euch, ob man es wieder dran kleben wird, oder nimmt man da ein neues? Schließlich ist da noch der halbe Kleber dran.

Meine Sorgen sind jetzt, dass sich der Draht aus dem Band entfädeln könnte.

Ich weiß nicht, wie das auch noch passieren konnte, aber am selben Tag wurde noch eines der Bänder locker. Langsam kommt es mir so vor, als ob ich eine Baustelle im Mund habe. Muss dann wohl in Zukunft noch mehr aufpassen.

Meine Befürchtungen hinsichtlich der Gummis sind inzwischen auch zur Wirklichkeit geworden, denn sie haben sich nach 10 Tagen leicht gelblich verfärbt. Naja, werde wohl damit leben müssen, dass man es einfach nicht vermeiden kann.

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Hallo Kitty

Ja das mit den Schmerzen ist bei mir am Anfang auch gewesen und merke auch den Druck wenn ich eine neue Kette bekomme, was alle 3 Wochen der Fall ist.

Mit dem angebrochenen Braket habe ich , hier im Forum, schon gelesen das da ein Neues drankommt. Bänder können meines Wissens neu einzementiert werden.

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