Waschtel

Bimax --> Fragen

Hallo zusammen,

ich befasse mich erst seit 3 Tagen mit dem Thema, habe zwar schon viel in diesem Forum gelesen, habe aber doch noch Fragen, die Ihr mir vielleicht aus euren Erfahrungen beantworten könnt.

Meine Frau mußß laut Aussage der Kieferorthpädin auch eine Bimax machen lassen (wobei ich mich frage warum die Zahnärzte dieses Thema in den letzten 4 Jahrzehnten NIE angesprochen haben), aber egal.

Sie hat natürlich große Angst davor und ist sich sehr unsicher, deswegen meine Fragen:

Die 6 Tage im KH nach der OP sind sch..., dass habe ich mitbekommen. Wie lange hat es bei euch gedauert, bis Ihr wieder "auf'm Damm" wart ?

Ich habe gelesen, dass man den Mund nach 4 Monaten nur 3 cm aufmachen kann: stimmt das ? oder wie lange dauert es, bis man wieder einigermaßen feste Nahrung zu sich nehmen kann ?

Wie lange hattet ihr Schmerzen und wart auf Schmerzmittel angewiesen ?

Wir haben 2 kleine Kinder. Ich könnte mir von der Arbeit 2 Wochen freinehmen um mich meine Frau und die Kinder zu kümmern. Mehr Zeit wird arbeitstechnisch problematisch. Ist man nach 2 Wochen wieder so fit, dass man wieder Mutter sein kann oder ist man dann noch nicht wieder soooo fit ?

Wie lange hat man Gummis und derartige Dinge im Mund ?

Ich danke euch für eure ehrliche Antworten,

Thomas

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Hallo Thomas,

erst einmal finde ich es toll, dass du dir so viele Gedanken machst und deine Frau unterstützen möchtest- ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das für mich der wichtigste Punkt für die schnelle Genesung war: mein Freund, der mich in jeder Hinsicht untertsützt hat und eine Woche mit mir im Krankenhaus verbracht hat.

Leider kann man deine Fragen nicht pauschal beantworten: wie du es selbst gemerkt hast, unterscheiden sich die Erfahrungen sehr: es gibt Leute, die sich erst nach 6 Wochen fit fühlen. Ich war 10 Tage nach einer 5stündigen Bimax fit und bin nach genau 2 Wochen arbeiten gegangen (ca. 10-12 Stunden/Tag). Genauso ist es mit der Mundöffnung. Ich konnte nach 10 Tagen einen Teelöffel gerade noch reinschieben, aber nach 2 Monaten war die Mundöffnung ganz normal (wie vor der OP). Es gibt aber Leute, bei denen es auch nach einem halben Jahr nicht funktioniert. Für die feste Nahrung gilt dasselbe. Schmerzmittel habe ich nur in den ersten 2 Tagen bekommen- danach habe ich sie nicht mehr gebraucht. Wie lange die Gummis oder andere Sachen (z.B. Splint) getragen werden, hängt von der OP-Methode ab. Da kann euch der Chirurg relativ genaue Angaben machen. Alles andere ist meiner Meinung nach nicht vorherzusehen. Es ist gut, wenn man möglichst fit ist und eine gute Kondition hat, weil man sich dann sicherlich schneller erholt, aber eine Garantie ist es wahrscheinlich auch nicht.

Was die Kinder angeht, kann ich es dir nicht sagen, weil ich selber keine habe. Aber ganz ehrlich gesagt, hätte ich mich um zwei kleine Kinder nicht nach 2 Wochen kümmern können. Mein Job ist geistig, aber nicht körperlich sehr anspruchsvoll. Aber Kinder sind doch etwas anderes. Ich würde sicherheitshalber schon noch Großeltern und Freunde einplanen. Dies ist aber nur meine persönliche Meinung- dazu können sich vielleicht besser die Mütter im Forum äußern.

Ich wünsche euch viel Erfolg für die Behandlung!

Gruß

Julia

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Hallo Julia,

vielen dank für deine Antworten :-o

Ich hoffe, dass es meiner Frau genauso schnell gut geht wie Dir.. warten wir es ab.

Grüsse,

Thomas

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Hallo Thomas,

Julia hat Deine Fragen super gut beantwortet - besser gehts's gar nicht. Wie gesagt, bei jedem ist die OP anders, jeder hat eine andere körperliche Konstitution, jeder steckt die OP anders weg.

Wegen der Versorgung der Kinder frag' doch mal bei der KK nach. Soweit ich weiß, wird eine Haushaltshilfe von der KK bezahlt, wenn ein Elternteil erkrankt ist und der andere Elternteil von Berufs wegen sich nicht um die Kinder kümmern kann. Aber Genaues (wie lange kommt die Haushaltshilfe?; ist das Alter der Kinder maßgeblich? usw.) kann ich nicht sagen.

Würmchen

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Hallo,

meine Bimax ist fast 2 Jahre her und heute habe ich zum ersten Mal seit langem wieder im Forum gelesen,

Also ich war auch schon 44, als ich operiert wurde und habe 2 Jungs (damals 13 und 16), ich habe 3 Wochen eine Haushaltshilfe gehabt, die die KK bezhalt hat (wenn Du dir keinen Urlaub nehmen kannst), dafür braucht man eine Bescheinigung vom Arzt, dass eine Haushaltshilfe für einige Stunden am Tag nötig ist. Sich zu bücken, etwas zu heben und auf den Beinen zu sein ist, selbst wenn man vor der OP fit ist (ich bin Lngestreckenläuferin) sehr hart, drei wochen Auszeit ist mit kleinen Kindern bestimmt sinnvoll. Und es ist besser, sich zu schonen als zu früh wieder anzufangen, damit sich nichts enzündet. Außerdem ist man geschwächt, weil man nicht essen kann und braucht alle Kraft zum Gesundwerden. Außerdem kann man nur Püriertes essen, also braucht man auch selber Unterstützung.

Wenn Du noch weitere Fragen hast an eine berufstätige Mutter mit 3 Kieferoperationen, immer gern.

Alles Gute für Deine Frau und Familie!

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Hallo Thomas,

Ich finde es auch toll, dass du dir diese Gedanken machst!

Da es tatsächlich bei jedem anders verläuft, will ich dir kurz sagen wie es nach meiner Bimax war.

Schmerzen hatte ich nicht wirklich, allerdings fand ich es sehr unangenehm, das der Kiefer sich erst einmal an die Position gewöhnen musste und ich war echt kaputt am Anfang.

Meine Schwellungen waren ca. 4 Wochen so stark, das mein Mann die Einkäufe erledigt hat.

Den Splint habe ich 6 Wochen drin gehabt, damit war das Sprechen schwierig aber möglich.

Mein Mann war eine Woche nach dem Krankenhaus zu Hause, danach war ich mit meinem Sohn alleine, allerdings ist er 10 und hatte Vormittags dann Schule, da lag ich dann auf dem Sofa.

Einplanen muss man auch die Termine beim KC Und KFO, zum Fäden ziehen,

Splint raus usw.

Außerdem hatte ich noch nach 6 Wochen 2 mal die Woche Krankengymnastik für 2 Monate.

Das mit den ganzen Terminen fand ich am schwierigsten zu organisieren.

Ich wünsche euch alles Gute!

Viele Grüße

waduz

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Hallo!

Ich war nach 3 Wochen wieder arbeiten ( Meine OP hat 5 Stunden gedauert), war allerdings körperlich sicher noch nicht ganz fit.

Wegen der Mundöffung: Es entwickelt sich langsam & man muss trainieren.

Wünsche euch alles Gute!

Liebe Grüße

Schlumpfine

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Hallo, gebe auch mal meinen Senf dazu.

Liege noch im KH und habe reichlich Zeit.

Meine OP war Donnerstag Morgen um 8. Die Nächte waren lang. Intensiv haste dauernd dieses Gebimmel von den Geräten und später hatte ich dann die Nase voll Blut und bekam schlecht Luft.

Schmerzen hatte ich nicht, hängst aber auch vorsorglich am Tropf. Kopfschmerzen kriege ich zwischendurch mal.

Die Schwellung ist unangenehm, wird aber schon besser. Habe kaum noch Doppelkinn...:razz:

Mund geht auch schon nen stückchen auf. Die Suppe hier grenzt an Körperverletzung.

Soweit dazu

Gruß

Christian

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Hallo Thomas,

also jetzt muß ich es auch erst einmal sagen: "echt toll, wie du dich einsetzt für deine Frau:-)".

Ich hatte meine Bimax mit 42 Jahren und stehe nun mit 43 Jahren vor der Herausnahme der Titanplatten. Kinder habe ich privat zwar keine, aber mit vielen Kindern Kontakt, so daß ich erst einmal loswerden muß, wie toll Kinder -egal welchen Alters- auf die ganze Sache reagieren.

Man kann bei einer Bimax davon ausgehen, dass die ersten 5 bis 14 Tage tatsächlich sehr auf die Kondition gehen und man nur schlafen möchte, wozu sicherlich auch die Antibiotika und Schmerzmittel beitragen.

Was mich aber wirklich sehr schnell wieder hat fit werden lassen, war die Aufmerksamkeit eines Freundes. So kitschig sich das jetzt vielleicht anhören mag, aber die Hand des Partners oder ähnlichem am Bett nach der OP zu spüren tut unheimlich gut.

Spaziergänge mit dir und auch mal allein sind gut fürs Abschwellen, genauso wie Wasser trinken und etwas Hochlagern des Kopfes.

Lymphdrainage tut auch wunder, um wieder fit zu werden.

Was die Kraft als Mutter nach der OP angeht, so würde ich euch auch eine Haushaltshilfe empfehlen, weil man doch noch eine ganze zeitlang Schwierigkeiten haben wird, sich zu bücken oder auch zu laufen. Bei mir hatte über 6 Wochen die Empfindlichkeit bei erschütterungen angehalten -ich bin aber auch eine hypersensible-.

Ich wünsche dir und deiner Frau viel Glück, Geduld und Kraft und wenn du noch weitere Fragen hast, dann sende mir einfach eine Nachricht.

lg, janine67

bearbeitet von Janine67

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