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Matse28

Kiefergelenkschmerzen

Hallo zusammen,

ich habe im Alter von ca. 25 Jahren einen Schneidezahn im Unterkiefer verloren. Es war ein Milchzahn, bei dem kein bleibender Zahn vorhanden war. Daraufhin wurde die Lücke mit einer festsitzenden Zahnspange - allerdings nur im Unterkiefer - behandelt.

Die Lücke wurde perfekt geschlossen, allerdings habe ich seit dem Ende der Behandlung Probleme mit dem Kiefergelenk:

1.) Wenn ich Ober- und Unterkiefer gegeneinander bewege, knackt das linke Kiefergelenk, vor allem beim Essen und wenn ich den Mund aufmache. Es tut meistens nicht weh, ist aber doch etwas nervig.

2.) Wenn ich den Mund weit öffne, vor allem beim Gähnen, habe ich einen (manchmal starken) stechenden Schmerz im rechten Kiefergelenk, also nicht dort wo es knackt. Ich kann überhaupt nicht mehr Gähnen, ohne dass es weh tut. Außerdem ist meine Nackenmuskulatur ständig verspannt.

Der Grund für die Schmerzen liegt wohl auch darin, dass ich nachts ziemlich stark mit den Zähnen knirsche. War deswegen schon bei einem KFO, der hat mir eine Aufbissschiene für die Nacht verpasst. Allerdings sind die Schmerzen dadurch kein bisschen weniger geworden, in letzter Zeit sogar eher mehr. Lediglich das Abschleifen der Zähne durch das Knirschen ist damit gestoppt.

Der KFO meinte, dass auch eine Behandlung mit einer festsitzende Spange (diesmal Ober- und Unterkiefer, SATO-Methode) Besserung bringen könnte, garantieren kann er es jedoch nicht. Angeblich hatte er aber schon Patient(inn)en, dir nach der KFO-Behandlung schmerzfrei waren und sogar mit dem Knirschen aufgehört haben.

Da ich mit meinen Zähnen ansonsten nicht unzufrieden bin, weiß ich nicht ob eine feste Zahnspange das Richtige ist, außerdem bin ich schon 28. Die Behandlung würde ca. 4000 Euro kosten - und wenn es dann erst nichts hilft ....

Allerdings kostet die Schiene auch zw. 200 und 300 Euro. Nach 1-2 Jahren ist sie dann so abgeschliffen, das sie wieder erneuert werden muss. Kommt also mit den Jahren auch ganz schön viel zusammen.

Geknirscht habe ich auch schon vor der Behandlung (sieht man an meinen abgeschliffenen Zähnen), das Knacken und die Schmerzen sind allerdings definitiv durch die Spangen-Behandlung entstanden.

Um es zu verdeutlichen, hab ich mal ein paar Bilder vor und nach der Behandlung mit der Spange angehängt. Das einzige was auffällt, dass durch das Zusammenziehen des Unterkiefers die Oberkiefer-Schneidezähne jetzt weiter über die unteren vorragen.

Meine Fragen:

- Hat jemand von euch ähnliches erlebt und kann mir darüber berichten?

- Ist das ständige Knacken auf Dauer nicht schädigend für das Kiefergelenk?

- Gibt es noch andere Behandlungsmöglichkeiten?

- Würdet ihr euch für die Behandlung mit einer Zahnspange entscheiden?

Die Schmerzen sind zwar auszuhalten, es ist aber schon nervend, wenn es bei jedem Gähnen und Mund öffnen sticht und schmerzt.

Freu mich schon auf eure Antworten,

Matthias

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Hallo ich trage seid Nov2008 eine feste Zahnspang und habe in 3 Wochen meine Op .Ich habe mit der Behandlung angefangen ,weil ich mit den zähnen in der Nacht knirsche und weil mein rechtes Kiefergelenk immer geknackt hat.Bei mir zahlt alles die Krankenkasse da es med.Notwendig ist.Mein rechter Kiefergelenk ist schon einwenig abgenutzt durch meine falsche Zahnstellung.Durch die Zahnspange ist es schon besser geworden und ich hoffe nach der OP ist es perfekt.

lg

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Hallo Dorle,

hast du dir die Zahnspange nur aufgrund der Kiefergelenkschmerzen und des Knirschens reinmachen lassen oder hattest du auch sonst Zahnfehlstellungen?

LG,

Matthias

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Hallo Matthias,

hier im Forum wird immer wieder geraten, 2, 3 Meinungen einzuholen. Von KO/KC. Habe selber seit der vorletzten ko Behandlung, bei der mir im OK 2 Zähne entfernt wurden, um Engstände im Frontbereich zu beheben, was nicht gelang, Kiefergelenkprobleme. Kurz gesagt, es folgten anschließend prothetische Behandlungen (Einschleifen, Kronen, Aufbissschienen) um die misslungene ko Behandlung zu korrigieren. Ohne Erfolg. Schließlich die "letzte" ko Behandlung, Ausformung OK und UK, die eine einzige Katastrophe wurde. Jede einzelne Zahnstellung wurde verschlechtert und OK und UK passen so wenig zusammen wie vor der Behandlung. Allerdings habe ich andere Zahn-/Kieferfehlstellungen als du. Bei mir fehlt der Überbiss (horizontal und vertikal), seitlich offener Biss, MLV. So ähnlich wie bei Tomtom vor seiner kombinierten Behandlung. Bei mir sollte mit der ko Behandlung das erreicht werden, was bei dir eingetreten ist, ein (größerer) Überbiss. In einer ko Fachzeitschrift habe ich vor einiger Zeit einen Beitrag über Fehlbehandlungen gelesen, u.a. das Beispiel einer Patientin, bei der es nach der Behandlung etwas schlimmer als bei dir aussah - vertiefter Überbiss, aber ohne Einbisse in das Zahnfleisch, steile Front, distale Eckzahnrelationen, die Seiten waren korrekt verzahnt. Ihr waren alle 4er entfernt worden, um die Zahnbögen auszuformen. Ein Fehler, wie festgestellt wurde. Es hätten allenfalls im OK Zähne entfernt werden dürfen, da der OK zu groß war. Folge der Behandlung waren auch Kiefergelenkprobleme. Die Patientin ist nur noch mit Aufbissschienen behandelt worden. Weiss allerdings nicht mehr, ob die Fehler nicht mehr zu beheben waren oder sie nicht mehr wollte.

Was ist das Besondere an dieser SATA-Methode?

Hoffe, du triffst die für dich richtige Entscheidung!

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Hallo Dagmar,

danke für deinen Beitrag. Deine Geschichte spricht nicht wirklich für eine Behandlung mit Zahnspange. Hab aber auf jeden Fall vor, mir noch mehrere Meinungen einzuholen.

Zur SATO-Methode - auf dieser Seite wird es etwas erklärt:

http://diekieferorthopaeden.at/index2.php?section=box3

Angeblich sind mit dieser Methode Erfolge erzielbar, die ansonten nur operativ erreicht werden könnten.

Schöne Grüße,

Michael

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hallo!

das knacken im kiefer unbedingt abklären lassen ich hatte das jahrelang und hab immer gedacht dass es nicht so schlimm ist. die ärzte hat es auch nie so richtig interessiert.

jetzt habe ich eine diskusverlagerung mit arthrose, ich bin 33 und kann nicht mal mehr richtig essen.

google mal diskusverlagerung mit reposition (weil es noch knackt) (ich habe die diskusverlagerung ohne reposition). muss nicht sein dass du das hast, aber wenn es knackt ist es schon möglich.

wenn ich das vorher gewusst hätte wären mir die 4000 euro das auf alle fälle wert gewesen. du brauchst aber einen guten kfo...sonst kannst du das geld gleich auf die strasse werfen..

viel glück!

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Hallo!

Diskusverlagerung hab ich glücklicherweise nicht, das wurde bereits kontrolliert. Ist zwar schon ein paar Monate her, aber das Knacken wurde seither eher mehr als weniger und die Schmerzen haben auch zugenommen.

Ich werde wohl als nächstes mal 2 weitere KFO aufsuchen und die um ihre Meinung fragen.

Hätte noch ein paar Fragen:

1.) Gibt es eigentlich außer der Aufbissschienen noch andere Möglichkeiten um das Knirschen zu unterdrücken? Mit der Schiene wird ja nur der Abrieb der Zähne gestoppt aber nicht das Knirschen selbst. Gäbe es da nicht zum Beispiel lose Spangen für Ober- und Unterkiefer gleichzeitig sodass die Kiefer gar nicht mehr gegeneinander verschoben werden können um das Knirschen zu stoppen?

2.) Hat irgend jemand von euch schon Erfahrung mit der SATO-Methode gemacht?

3.) Denkt ihr (aufgrund der Fotos) dass meine Zähne korrektur-bedürftig sind? Ich finde nicht dass sie besonders schief sind und bin daher immer noch nicht überzeugt von einer teuren Behandlung mit fester Spange. Andererseits wurde mit den Schienen das Knacken keinen Funken besser und ich hab Angst dass das Kiefergelenk mit der Zeit Schaden nehmen könnte.

LG,

Matthias

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warst du im mrt? eine diskusverlagerung laesst sich wohl nur uebers mrt feststellen. mit dem knacken wars bei mir auch so. erst knacken ohne schmerzen, dann kein knacken mit schmerzen. das ist wenn die diskusverlagerung mit reposition in die diskusverlagerung ohne reposition übergeht. kannst du deinen mund noch so weit aufmachen wie vorher?

probiere abends immer entspannt ins bett zu gehen, d.h. keine probleme wälzen. vielleicht packst du dir auch ne wärmflasche an den kiefer und massierst die kaumuskeln an der seite. wenn du auf dem rücken liegst probiere das kiefergelenk richtig locker zu lassen, sprich dass es quasi runterhängt.

knirschen wird wohl durch stress verursacht, deswegen musst du versuchen so entspannt wie möglich zu sein. hört sich leichter an als getan, ich beisse auch immer fest zu weil alle muskeln immer total angespannt sind. vielleicht versuchst du es mal mit ner entspannungssache wie yoga oder so? oder krankengymnastik mit einem guten therapeut der versucht die spannung rauszunehmen.

wärme tut aber auf alle fälle immer gut.

aufgrund von bildern zu beurteilen ist ein bisschen schwer. manche haben auf den ersten blick schöne zähne aber trotzdem ist der biss schlecht fürs gelenk.

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Hallo Matthias,

es gibt verschiedene Arten von Aufbissschienen. Eine sog. Knirscherschiene, die du wohl meinst, ist nur eine von vielen. Dieser Tage habe ich einen Beitrag über "Okklusionsschienen" im Inet gefunden, vllt hilft er dir ein wenig weiter. (Prof. Freesmeyer, zm-online.de, Fortbildungsteil 2/2004)

FG

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Hallo Matthias,

also ich kann ein Lied von knackenden und schmerzenden Kiefergelenken singen.

Ich war im Alter von 15 Jahren mal in der Notfallambulanz einer Zahnklinik gelandet, da ich zu dem Zeitpunkt etwa 5 Tage meine Zähne keinen Milimeter mehr auseinander bekam. Daraufhin gab man mir Aufbissschienen, leider nicht so toller Erfolg, Gelenke knackten ständig und ich begann zu knirschen. Ich lief also 10 Jahre mit Dauerschmerzen im Gelenk rum bis mein neuer Zahnarzt dann endlich mal Licht ins dunklebrachte , ich hatte einen einseitigen Kreuzbiss mit einer "Zwangsbissführung" und das führte wohl zu einem falschen Okklussion und auch damit einer "verspannten" Kiefergelenkssituation ( ich frage mich noch heute wie keiner der vorrangegangenen Zahnärzte und auch mein KFO bei dem ich in Behandlung war bis ich 16 Jahre alt war, sehen konnte ). Ich hatte mich dann für eine Zahnspangenbehandlung entschieden und berreue es nicht, im Gegenteil, ich hätte es viel früher machen sollen.

Während der Behandlung wechselt das mit den Problemen, mal war ich komplett beschwerdefrei, in der nächsten Behandlungsphase waren die Probleme wieder da. Fazit nach der Behandlung: ich habe seitdem keine Beschwerden mehr.

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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten.

Es ist richtig, es wurde eine MRT gemacht und dabei keine Diskusverlagerung festgestellt. Dabei wurde nur das knackende Gelenk angeschaut, mittlerweile tut mir das andere allerdings mehr weh als das knackende. Werd wohl jetzt bald mal einen KFO aufsuchen da die Nackenschmerzen (Verspannungen) auch immer mehr werden, vor allem in der Früh.

Den Mund kann ich übrigens normal weit (auch wenn es weh tut) aufmachen.

Aufbissschiene hab ich bereits die zweite. Die erste hielt nicht einmal ein Jahr und da ich am Ende auch jeden Morgen total verspannt aufgewacht bin (was dann ein paar Nächte ohne Schiene sofort besser wurde), bin ich schließlich zu einem KFO gegangen. Der hat eine neue angefertigt, die ich bis heute trage.

Schöne Grüße,

Matthias

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Hallo,

vielen Dank für die interessanten Zeilen. Vorab und mit aller Klarheit: Die wissenschaftlichen Meinungen zum Thema Kiefergelenk und Kieferorthopäde gehen sehr weit auseinander. Man sollte sehr vorsichtig mit der Behauptung sein, dass eine kieferorthopädische Behandlung zu Kiefergelenkproblemen führt. Zumal aus Deiner Erzählung hervorgeht, dass Du seit langer Zeit mit den Zähnen knirschst...

Es sollte m.E. eine gute Untersuchung zum Kiefergelenk erfolgen und ggf. ein MRT angefertigt werden. Außerdem ist es immer sehr gut, einen spezialisierten Physiotherapeuten einzuschalten. Über eine Schienenbehandlung kann man in erster Linie eine Reduzierung der Beschwerden erreichen. Nachteil, und das wird von vielen Teilnehmern des Forums offensichtlich immer wieder unterschätzt: Man muss die Schiene zunächst möglichst 24h/Tag tragen!! Gilt z.B. auch für Retentionsgeräte und die unsinnigen Schuldzuweisungen an die Adresse der Kieferorthopäden ohne den konkreten Fall und die Mitarbeit des Patienten in die Kalkulation einzubeziehen!

Zweiter Nachteil der Schienen: Was tun bei Besserung? Entweder mit der Schiene leben lernen oder mit einer KFO-Behandlung eine Konsulidierung und Überführung der Verzahnung zu erreichen.

EinWort zu Deinem Behandler: Ohne weitere Details zu kennen - es macht einen sehr seriösen Eindruck, wenn ein Behandler zwar eine Besserung in Aussicht stellt, sie aber nicht garantiert (s.o. KFO versus Gelenk...) und damit nicht ein vorschnelles Heilsversprechen erteilt.

Gute Besserung!

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