Annawake

Kann mich nicht an mein Gesicht gewöhnen - (Update) weiß jetzt aber, was mich stört

69 Beiträge in diesem Thema

Hey.

WARNUNG: hier geht es nicht um Fishing-for-Kompliments. Ich wünsche mir konstruktive Ansätze und nicht, dass man mir sagt, wie groß die Veränderung ist. Sie ist groß (das sagt mir jeder), aber ich kann mich nicht wirklich damit anfreunden....

Ich habe mir vorgenommen, abzuwarten, weil man ja speziell am Anfang (vor Ablauf von 6 Monaten?) sowieso nicht viel sagen kann und sich noch vieles verändert.

Aber jetzt, 4 Monate nach der OP, denke ich, dass sich das entgültige Ergebnis schon ganz gut abzeichnet.

Und trotz des funktionell/medizinisch sehr guten Ergebnisses (ich denke, mein Chirurg hat wirklich einen sehr guten Job gemacht) und der Verbesserungen der Mimik durch Logopädie gefällt mir mein Gesicht (bzw. der untere Teil, also Kinn und Mund) irgendwie überhaupt nicht.

Das Kinn kräuselt sich nach wie vor, und beim Lächeln und beim Lippenschluss ziehe ich die Unterlippe hoch, weil das Kinn einfach sehr hoch ist (ist früher nur den KFOs aufgefallen, weil es so weit zurücklag, aber es ist vertikal wirklich sehr lang/hoch).

Meine Oberlippe ist immer noch sehr schmal bzw. hat sich fast komplett nach innen gerollt. Letztens hat mich ein Patient mit "Herr Doktor" angesprochen *heul* (ich bin weder Herr noch Dr. med..).

Ich habe mir kein Gesicht gewünscht, das perfekt ist (perfekte Gesichter finde ich langweilig), aber eines, das weiblich und harmonisch ist und das man gerne anschaut. Und irgendwie ist mein Gesicht das nicht.

Klar, eine anständige Frisur könnte helfen (muss dringend mal wieder zum Friseur).

Und vielleicht bessert sich ja durch die Logopädie ja auch noch was, und zumindest das Kräuselkinn normalisiert sich und ich muss die Unterlippe nicht mehr ständig hochklappen - ich denke, schon das würde sehr viel helfen: wenn ich die Unterlippe entspannt "hängen lasse" (also den Mund offen lasse), sieht das Kinn schon weit weniger unharmonisch und "verbeult" aus.

Ich habe mir vorgenommen, Prof. W. mal darauf anzusprechen, ob man optisch noch eine Verbesserung durch eine Kürzung des Kinns hinbekommt.

Andererseits scheue ich auch davor zurück, meine Unzufriedenheit anzusprechen. Zum einen, weil vielleicht tatsächlich "jeder" denke, ich müsse bei der extremen Veränderung doch endlich zufrieden sein. Und der Gedanke, da nochmal einen Chirurgen ranzulassen, macht mich auch nicht so ganz glücklich, und ich weiß auch nicht, ob man da überhaupt nochmal operativ drangehen kann (es wurden riesige Lücken mit gemahlenem Knochen und Knochenstücken aus dem Becken aufgefüllt, k.a., wie stabil das ist bzw. ob es stabil bleiben würde, wenn man da nochmal operieren würde...). Und ob eine Kinnplastik das Problem überhaupt lösen würde.

Und irgendwie tut es mir auch leid: mein Chirurg hat sich sehr viel Arbeit gemacht, die OP war nicht ganz einfach, und Madame ist immer noch am Motzen und nicht zufrieden.

Andererseits: siehe oben.

Und siehe Bild...

Aber vielleicht hat ja jemand Tipps, wie man sich mit einem Gesicht anfreunden kann, das immer noch nicht gerade hübsch bzw. vom herrschenden Schönheitsideal immer noch sehr, sehr weit entfernt ist.

Und ob es noch irgendwas gibt, was ich tun kann.

Ach... *seufz* Scheiß-Moralischer. Ich sollte froh sein, dass ich diese blöde OP überlebt habe, und ich spiele in Gedanken schon mit der nächsten, auch wenn ich Angst davor habe und innerlich zurückschrecke. Aber ich mag mein Gesicht so, wie es ist, gerade gar nicht =(.

post-837-130132847165_thumb.jpg

bearbeitet von Annawake

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Liebe Annawake,

möchtest du vielleicht noch ein Bild von dir von der Seite einstellen? Ein Vorher-Nachher-Vergleich wäre auch nicht schlecht.

Was sagen denn dein KFC und KO zum Ergebnis und was deine Familie/Freunde?

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Hey Maji,

Ein aktuelles Bild ist oben (PS: ich hab gerade gesehen, dass du eins im Profil meintest - das und Vorher/Nachher-Bilder findest du im Bilderbereich).

Die Veränderung ist schon riesig, vielleicht ist das das Problem.

Meine Familie sagt gar nichts, mit denen rede ich aber auch nicht darüber (möchte sie damit nicht belasten, zumal es bei der ersten OP zu einer schweren Blutung kam, die mir 2 Tage Intensivstation eingebracht hat und wo ich wirklich auf der Kippe stand. Und Eltern usw. sind auch nicht so super objektiv, die fanden mich vorher völlig okay und jetzt auch). Meine Freunde halten sich sehr bedeckt, sagen also nicht, dass es gut/besser/irgendwie hübsch aussieht, obwohl Komplimente zwischen uns Mädels durchaus üblich sind (z.B. bei einbem guten Haarschnitt, Kleidung etc).

Ich denke aber auch, dass die nie sagen würden, dass es nicht gut aussieht, zumal sie von der Komplikation bei der 1. OP wissen und sicher nicht wollen, dass ich nochmal ein Risiko eingehe. Andererseits sagen sie vielleicht auch deshalb nicht, dass es jetzt besser ist, weil sie nicht wollen, dass ich denke, sie hätten mich vorher für "nicht okay" gehalten ;0). Ich werde meine beste Freundin aber mal fragen, was sie objektiv dazu meint.

KFO, KC, Zahnarzthelferin usw. "überschlagen" sich regelrecht vor Begeisterung. Im Profil und bei offenem Mund ist es auch toll (und der Biss ist supergut), das Problem tritt v.a. auf, wenn ich den Mund schließe oder lächle. Ich denke, das (Haupt-)problem liegt v.a. daran, dass der Mentalis-Muskel zu kurz für den langen Unterkiefer ist. Das gibt einfach eine total komische "Schnute".

Oder ich habe einen Knall wegen der OP-Komplikationen (PTBS oder so, aber die Symptome passen nicht...).

Liebe Grüße, Anna

bearbeitet von Annawake

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Ich hab mir gerade deine Bilder angeschaut.

Ich finde, es ist auf jeden Fall eine Verbesserung zu vorher. Aber ich verstehe schon, was dich stört. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass sich das mit der Zeit gibt, wenn sich deine Muskeln/Sehnen an die neue Kieferstellung gewöhnt haben. An deiner Stelle würde ich mal mit deinem Chirurgen und KO über dein Problem sprechen. Wenn man so eine OP durchmacht, ist es meiner Meinung nach nur verständlich, dass man danach auch das best mögliche Ergebnis - auch optisch - erreichen möchte. Klar sollte man nicht zu perfektionistisch sein. Aber du hast Recht, es sieht im Moment noch nicht so "natürlich" aus. Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass sich das mit der Zeit geben wird. Vielleicht können die Experten ja deine Zweifel beseitigen...

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Hi Maji,

werde ich machen.

Danke fürs Lesen und mein "Psychokrise-Geschreibsel" ernst nehmen.

Manchmal knalle ich einfach in ein Loch. Vielleicht auch deshalb, weil ich tatsächlich mit niemandem über meine (berechtigte oder nicht) Unzufriedenheit rede.

Liebe Grüße, Anna

bearbeitet von Annawake

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Liebe Anna

ich glaube ich weiss ein bisschen, was Du meinst. Nun ist mir auch Dein strahle-Lachen-Bild im Kopf, wo Du irgendwie die Hand vor dein Gesicht hältst, jedoch sichtbar ist, dass Du herzlich lachst/lächelst. Und hier guckst Du ganz ernst :(

Die Veränderung IST enorm, das ist wahr, und das auch zum Guten. Ich kann jetzt leider keinen medizinischen Vorschlag machen, aber irgendwas ist mit dem Kinn, von dem ich denke, dass es das ist, was Dich stört - kannst Du mir folgen ??? :roll: Das hängt auch irgendwie mit dem Kräuseln zusammen. Ich würde ihn ganz klar drauf ansprechen, und er wird sicher wissen, was Du meinst. Viele Chirurgen machen ja genau daher das Kinn erst später, weil man dann besser definieren kann, was da jetzt noch zu machen ist oder ob es ok ist.

Freue mich sehr, dass funktionell alles spitze ist. Es ist nicht von der Hand zuweisen, dass wir uns alle auch nach einem schönen (schöneren) Gesicht VOR der OP freuen, von daher brauchst da nicht hinterm Berg mit halten, das versteht denke ich jeder

Kopf hoch und sprech Deinen Chirurgen an

LG

bearbeitet von Stracciatella

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Ich kann das Problem gut nachvollziehen. Ich ziehe jetzt ab und an die Oberlippe nach unten, um sie zu dehen. So Lippenhanteln wären nicht schlecht.;)

Welche Übungen machst Du denn gegen das Kräuselkinn? Und den Lippenschluss?

Mir fällt auf, wenn man die Unterlippe hochzieht, gehen dann die Umdwinkeln nach unten. Sieht irgendwie dann grimmig aus.

Aber mit offenen Mund, bei den Wetterverhältnissen, will man auch nicht rumlaufen.

Ich denke auch, es dauert ganz schön lange, bis man sich an das neue Gesicht gewöhnt hat. Ich zucke auch regelmäßig zusammen, wenn ich in den Spiegel schaue und denke mir dann auch meinen Teil und der ist nicht immer gut.

Zu der "Unweiblichkeit", manchmal hilft ein wenig Schminke oder die Wimpern färben, einen wenig Lippenstift und schon wirkt ein Gesicht wieder anders.

bearbeitet von Amazone

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Hi Anna,

ich bräuchte auch einen Vorher-Nachher-Vergleich, um zu sehen, was sich durch die OP verändert hat - wobei ich zugeben muß, daß ich mich da nicht beschweren kann, ich hab auch noch immer keine Vorher-Nachher-Bilder reingestellt. Ist noch immer geplant!

Ich find nicht, daß Dein Gesicht unweiblich ist, ich finde schmalere / markantere Gesichter allerdings generell hübscher, auch an Frauen. ('Dicke' Gesichter wirken weniger intelligent auf mich) Ich war bei mir fast etwas genervt, weil mein Gesicht breiter geworden ist, davor hatte ich allerdings immer eingefallene Wangen, war auch nicht sexy.

Das mit dem Kinn kann ich aber total nachvollziehen, ich muß mich auch noch immer etwas darauf konzentrieren, meinen Mund geschlossen zu halten, und das sieht auch nicht völlig entspannt aus. Und dann hat man einfach noch keinen 'normalen' entspannten Gesichtsausdruck. Ich glaube, wenn Du die Spange draußen hast und breit lächelst, und Deine Gesichtszüge sonst entspannt sind, würdest Du weniger auf die Kinnpartie gucken.

Ich hab von meinen Kollegen / Freunden auch wenig Komplimente bekommen. Besonders meine Kollegen haben erstmal gesagt 'Du weißt schon, daß Du jetzt VÖLLIG anders aussiehst?! Dein Gesicht ist viel breiter als davor. Bleibt das jetzt so?'. Die haben aber den ganzen Prozess auch am direktesten mitbekommen und sahen mich vor und ziemlich bald nach OP jeden Tag. Meine Verwandten finden, ich hab mich nicht soviel verändert.

Ich find mich tendentiell schon hübscher, ist aber tagesformabhängig - bin manchmal morgens echt noch geschwollen und find mich dann sehr seltsam. (Gesicht kommt mir nie 'fremd' vor, nur manchmal irgendwie verquollen oder häßlich. Das ist aber vorher auch schon vorgekommen) Ich würde mich vor allem auch gerne mal ohne Spange sehen, um festzustellen, ob ich mein neues Lächeln mag. Vielleicht in ein paar Monaten...

Ich würd vielleicht als ersten Schritt mal nachfragen, wie gut Deine Chancen stehen, den Lippenschluß nur mit Logopädie hinzubekommen, das wäre ja erstmal die Hauptbaustelle. Bevor Du Dich nochmal unters Messer stürzt...

Neue Frisur würde mir auch guttun. Alternativ, überhaupt mal ne Frisur. Ich hab irgendwie nur Haare. :)

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Oh Gott mit dem: "Du siehst ganz anders aus!", auch schon x-mal gehört. Komischerweise sagt aber niemand: "Du siehst ganz gut aus!" :x

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Ich weiß nicht, ich vergleichs immer etwas mit der Situation, wenn jemand mit einer neuen Frisur oder einer neuen Brille kommt. Die erste Woche finde ich sie meistens eher scheiße, und danach sehen sie für mich besser aus als davor... vielleicht ist das ein ähnliches Phänomen.

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Na vielleicht. Nur das ich die Brille, wenn sie total scheiße ist, wieder ablegen kann und die Haare wachsen lassen kann. Nur das Gesicht bleibt so, wie es ist. Höchstens wenn man es sich wieder operieren lässt. Aber nach so einer OP, glaube ich, hat kaum jemand Lust sich nochmals unters Messer zu legen. Diejenigen die noch keine OP hinter sich gebracht haben, können vielleicht leicht sagen, da lässt man dies und jenes korrigieren- aber man selber will den ganzen Horror auch mal zu den Akten legen.

bearbeitet von Amazone

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Hey,

danke für die Antworten und euer Verständnis ;0). Gut, dass es Leute gibt, die nachvollziehen können, dass ich manchmal zufrieden, manchmal unzufrieden und manchmal am Rand der Vollkrise bin und denen es ähnlich geht...

Vorher- und Nachher-Bilder sind im Bilderforum, die möchte ich einfach nicht so gerne in den "offenen" Bereich stellen.

Ich mache alle möglichen Übungen:

Zur Dehnung der Lippen: Schnute ziehen, dann mit geschlossenen Lippen breit lächeln,

Die offnenen Lippen zu einem Viereck formen und mit offenen Lippen breit lächeln.

Dann halt noch "Zungenübungen" ("Affen"- und "Bonbonmund", kennt das jemand?, und Zähne zählen mit der Zungenspitze, hab ich von der Logopädin als Hausaufgabe bekommen).

Ich denke schon, dass der "neue Brille" bzw "Hilfe, ich sehe anders aus"-Effekt mit reinspielt. Und dann halt auch die Erwartungshaltung, die zumindest bei mir schon sehr hoch war - mir wurde gesagt, dass allein die optische Verbesserung das OP-Risiko rechtfertigen würde.

Und dann dauert es halt seine Zeit, bis alles wieder passt, alle Muskeln sich an die neue Situation gewöhnt haben usw.... und ich bin ungeduldig, perfektionistisch und möchte möglichst sofort ein möglichst gute Ergebnis. *Menno* .

bearbeitet von Annawake

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Ja, man geht immer mit einer Vorstellung von sich in eine OP. Ich denke, dass das völlig normal und auch legitim ist. Auf das Gesicht achtet jeder. Wenn z.B. mein Bein operiert werden würde und da wäre etwas anders, als erwartet oder vieleicht schlimmer noch, dann kann man eine Hose anziehen. Ok. Aber im Gesicht? Burka?;)

Ein Kinn ist eben sehr dominat im Gesicht, vor allem, wenn es sich kräuselt- da fällt der Blick eben sofort auf diesen Gesichtsbereich. Leider. Wenn man kann, kann man vielleicht durch das schminken der Augen davon ablenken.

Aber es ist nachvollziehbar, man will wie jeder andere "normale" Mensch ein normales Kinn haben und den Mund schließen können.

Aber das können am Besten diejenigen verstehen, die eben dieses Problem haben. Alle anderen schauen einen nur ratlos an oder sagen: "Dann mach doch noch eine Op!" Auch schon oft gehört. Klar, war auch so schön! Jederzeit wieder oder was?

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Hi Anna,

ich weiß nicht, ob Du sowieso in logopädischer Behandlung bist. (Bist Du, ich hab nochmal gelesen)..., denk' mal darüber nach, denn vieler der Muskeln, die für Deine Mimik und Deine Kritikpunkte "zuständig" sind, werden dort trainiert. Wenn alle anderen Aspekte ok sind, könnte Ihr Euch vielleicht nur darauf beschränken, dass Lippen- und Gesichtsmuskulaturtraining intensiv zu betreiben. Ich hatte Anfangs sogar mal leichte Muskel***** im Gesicht :o da ist einiges möglich.

Da ich Dich ja vor der OP mal live gesehen habe, muss ich sagen, dass das Ergebnis zunmindest frontal super erscheint und ich Deine Kritikpunkte aber erkenne. Vielleicht fehlt da auch noch ein wenig Motorik. Das können Fachleute besser beurteilen. Im Übrigen finde ich die Veränderung in der Wirkung der Augen auch sehr bemerkenswert, wirken viel größer im positiven Sinne. VG

bearbeitet von Chris80

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Hallo Annawake! Es haben zwar schon viele auf deine Fragen geantwortet, aber ich würd auch gern noch meinen Senf dazugeben ;-)

Das erste was mir einfiel, nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe und deine Bilder im Bilderbereich gesehen habe, ist zwar ziemlich stumpf, aber ich glaube, dass eine andere Frisur bei dir schon total viel bewirken könnte. Wenn ich so kurze Haare hätte, würde ich auch "männlicher" aussehen. Also an deiner Stelle würd ich mich einfach mal beraten lassen, was das angeht. Klar löst das deine geschilderten Probleme mit dem gekräuselten Kinn o.ä. nicht, aber ich glaube trotzdem, dass das ein Anfang wäre und du dich vielleicht schonmal ein Stück wohler fühlen könntest und dich mit anderen Augen sehen würdest. Ich würde glaube ich generell erstmal all sowas ausprobieren, bevor du dich wirklich nochmal unters Messer legst.

Ich finde den Vorher-Nachher-Vergleich schon super vom chirurgischen Ergebnis her, aber mir fällt auch auf, dass du auf den Fotos vor der OP viel mehr lachst. Ich wünsch dir auf jeden Fall, dass du einen Weg findest, der dir dein offenes, fröhliches Lachen wiederbringt.

lg

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Hi Annawake,

hattest du das gekräuselte Kinn auch vor der OP schon? Bei mir (Bimax steht noch bevor) ist das momentan schon extrem, sobald ich versuche die Lippen zu schließen und ich frage mich jetzt, ob das nach der OP möglicherweise noch schlimmer werden kann? Hatte gehofft, dass das automatisch verschwindet...

Hat da jemand Erfahrungen gemacht?

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Hey,

erstmal danke an alle, die geantwortet haben. Ich bin froh (so doof das klingt), dass ihr seht, wo mein Problem liegt. Da die Docs so begeistert sind, war ich unsicher, ob ich mir das Problem vielleicht nur einbilde oder etwas aufbausche, was eigentlich nicht stört oder so (naja, mich stört es schon).

@Wiebi: ja, ein neuer, anderer Haarschnitt ist dringend nötig.

Evtl. möchte ich meine Haare etwas wachsen lassen, ich hätte gerne etwas, das mein Gesicht weicher macht und ein bißchen "Bewegung" reinbringt. Der rausgewachsene Pony ist sehr ungünstig, er "drückt" irgendwie so auf das Gesicht.

Ansonsten denke ich auch (viele haben mich ja darauf hingewiesen bzw. angesprochen), dass das Hauptproblem wirklich die unentspannte, komische Mimik ist... ich habe übermorgen den nächsten Termin bei der Logopädin und werde mal fragen, ob es spezielle Übungen gibt, um die Kinn- und periorale Muskulatur zu lockern und idealerweise auch zu verlängern. Und mich evtl. mal vor den Spiegel stellen und "Gesichtsausdrücke üben" :roll: - das ist immer noch besser, als in Depressionen zu versinken.

Hat jemand von euch schon die Erfahrung gemacht, dass sich ein postoperatives Kräuselkinn und eine sehr angespannte Mimik durch Logopädie vollständig normalisiert hat?

Die Möglichkeit einer weiteren OP möchte ich mir zwar offenhalten (ich möchte auch Prof. W. beim nächsten Termin fragen, was er zu meinem Kinn-/Mundbereich sagt und was seiner Meinung nach helfen könnte), es ist aber auf jeden Fall die aller-allerletzte Option. Ich weiß auch gar nicht, ob das geht und ob es das Problem wirklich lösen würde. Und ich hoffe, er hat noch eine andere Idee bzw. sagt mir, dass Zeit und Logopädie mein Problem lösen werden.

@Fox: lustig, dass du mein Gesicht jetzt als schmal und markant empfindest (es ist schon ein bißchen breiter geworden, was aber auch so sein soll), aber ich habe nichts dagegen. Und es beruhigt mich, dass ich nicht die einzige bin, die mit der Mimik und den störrischen Muskeln zu kämpfen hat. Fremd kam mir mein Gesicht auch nie bzw. nur in den ersten Tagen, als alles so geschwollen war, vor. Es ist schon "mein" Gesicht.

Schade, dass es noch keine Bilder von dir gibt, ich wüsste zu gerne, wie du aussiehst.

@Schnitti: schlimmer wird das auf keinen Fall. Bei mir war es vor der OP noch viel schlimmer und hat sich jetzt auch schon gebessert, es ist eben nur noch nicht so gut, wie ich mir das wünsche bzw. vorgestellt habe. Ich hatte gehofft, dass (4 Monate) nach der OP "alles in Ordnung" ist, aber das wird wohl noch eine Weile dauern.

bearbeitet von Annawake

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Hallo Annawake,

ich habe zwar noch nciht alles durchgelesen,

aber ich finde es schwer zu vergleichen, da da auf allen vorher bildern strahlst und lachst!

was auf dem bild ja eher das gegenteil ist.

Und ausserdem glaube ich, dass es noch eine Menge Zeit und Geduld bedarf.

Meine Muskeln sind im Gesicht, Nacken, hinterm Kinn alle noch total verspannt laut meiner Physio, deshalb übe ich mich noch in Geduld.

Ich habe bei geschlossenem Mund auch einen verspannten gesichtsausdruck, kräuselkinn und meistens links vom Mundwinkel ein Grübchen oder eher falte!

Ich bin zufrieden mit meinem lachenden gesicht, allerdings noch lange nicht mit dem ernsten "geschlossenen Mund" - Gesicht

-6 Monate Post OP-

Wäre toll, wenn du uns von deinen Übungen mehr erzählst, da ich nicht zur Logopädin gehe....

ich wünsche dir alles gute und auf jeden Fall ganz ganz viel Geduld.

Ich bin mir sicher, in einem Jahr wirst du sehr viel zufriedener sein, als du es heute bist!

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Ich wurde am 2.12.2010 operiert, auch beide Kiefer.

Ich habe das Gefühl das ich immer noch geschwollen bin da das Gesicht breiter geworden ist. Ich glaube ich muss mich nun doch an das vollere Aussehen gewöhnen.Auch Freunde und Familie sind der Meinung das ich noch nicht richtig abgeschwollen bin, aber das kann doch nicht so lange dauern.

Die Nase sieht auch breiter aus aber das ist nicht so schlimm.

Ich glaube ich muss jetzt wirklich einmal Fotos vergleichen.

Morgen muss ich zum Kieferorthopäden (erster Bogenwechsel nach der Op)mal sehen ob er ran kommt.

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.

Ich habe bei geschlossenem Mund auch einen verspannten gesichtsausdruck, kräuselkinn und meistens links vom Mundwinkel ein Grübchen oder eher falte!

Ich bin zufrieden mit meinem lachenden gesicht, allerdings noch lange nicht mit dem ernsten "geschlossenen Mund" - Gesicht

-6 Monate Post OP-

Ja, das kenne ich. Das sind die Punkte, die mich auch stören :(. Mit entspanntem (offenem) Mund gefällt es mir eigentlich wirklich gut, wie Chris auch schrieb, kommen die Augen viel mehr zur Geltung. Auch das Profil mag ich gerne. Es ist wirklich v.a. der Bereich am Kinn und um den Mund.

Von den Übungen kann ich gerne weiter berichten, ich weiß nur nicht, ob es ohne Anleitung wirklich was bringt. Naja, schaden können die reinen Dehnübungen wohl nicht ;0).

Es sind z.T. Übungen, mit denen die Zungenmuskulatur trainiert werden soll, damit meine Zunge irgendwann am richtigen Platz bleibt, ohne dass ich mich bewusst anstrengen oder daran denken muss.

Dazu kommen Dehnungsübungen für die Muskulatur im Mund- und Kinnbereich + "Zungen-Krafttraining": ich schiebe z.B. die Zunge unter die Oberlippe, die Unterlippe und in die Wangen und drücke für ca. 5-10 Sekunden. Das wird dann mehrmals wiederholt. V.a. die Oberlippe ist durch diese Übungen schon deutlich beweglicher geworden.

~~~~~~

Ich denke, dass ich ein Stück weit einfach auch (auf für mich untypische Weise) depimiert bin. Evtl. liegt das einfach am Lichtmangel, evtl. steckt mehr dahinter, eine depressive Reaktion/reaktive Depression, whatever... und allein durch eine OP lernt man halt auch nicht, sich selber zu mögen. Theoretisch wusste ich das schon vorher, aber meine Probleme in der Hinsicht (mich selbst zu akzeptieren und gut zu finden) sind wohl doch stärker ausgeprägt, als ich dachte. Ich habe heute den ersten Schritt unternommen, das abklären zu lassen. Mal sehen, was sich weiter ergeben wird.

bearbeitet von Annawake

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@Zahnfuchs: doch, gerade in den ersten 3 Monaten tut sich noch einiges. In der Phase sah ich jede Woche minimal anders aus...

Naja, zu Geduld raten kann ich dir wohl nicht, hab ja selber keine ;0).

Weiterhin gutes Abschwellen...............................................Anna

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Nicht, dass ich wüsste... Es sei denn, das gehört zu einer normalen, ausführlichen Untersuchung dazu. Kann ein verspannter Zungengrund die o.g. Probleme (mit-) bedingen?

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Die Zunge ist im Rachen mit dem Zungengrund verwachsen. Und dieser ist oft nach solch einem Eingriff sehr verspannt. Diesen findest Du direkt unterm Kinn, da wo sich eine Grube abzeichnet. Dort massieren, wird Deine Zunge sich entspannen und auch etwas Deine "Kinnmuskeln". :wink:

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Hi Anna, Du hast die Macht :wink: - ich bräuchte noch das Passwort für das Bilderforum, dann werde ich mal ein paar Bilder reinstellen. Die schlimmsten Davor-Bilder hab ich allerdings meist vernichtet (besonders Profil), und auf denen sieht man natürlich eigentlich besonders gut, wo das Problem war.

Was Du zu Depressionen erzählt hast, kam mir auch bekannt vor. Allerdings glaube ich, daß bei mir die zusätzliche Isolation auch ein Grund war, daß ich mich während der Heilungsphase immer wieder eher genervt und müde gefühlt habe. Ich bin ohnehin noch nicht sehr lange in dieser Stadt, und wenn man über anderthalb Jahre immer wieder Schwierigkeiten mit dem Essen (und streckenweise Sprechen) hat, geht man einfach deutlich seltener aus. Dazu kam Freund-in-Dritte-Welt-Land und 6 Wochen Festungshaft mit Maulsperre, ohne Sport, nach der OP, und dann war ich erstmal schwer im Stimmungstief. Wenn man ohnehin zur Introspektion neigt, geht dann das große Nachdenken los. (Ich glaube, die Schüler und Studenten hier haben das zum Teil etwas besser weggesteckt)

Es fällt auch erst etwas schwer zu akzeptieren, daß man nach der OP- wenn man das Schlimmste eigentlich hinter sich haben sollte - noch nicht sooo bald normal-und-viel-besser(!) auf Bildern aussieht. Rational betrachtet weiß ich, daß sich mein Gesicht zum Positiven verbessert hat und alle Anzeichen dafür sprechen, daß die OP gut abgelaufen ist und meine Heilung gut vorangeht. Zwischendurch denkt man aber doch, scheiße, bin ich jetzt langsam endlich mal fertig damit? War das Resultat das ganze nervtötende letzte Jahr wert?

Ich muß auch nochmal sagen, daß dieses Forum (und die Blogs von ein paar anderen internationalen Freunden der maxillofazialen Chirurgie...) mir sehr geholfen haben. Man dramatisiert das ganze Problem einfach etwas weniger und redet sich weniger leicht imaginäre Komplikationen ein, wenn man sieht, wieviele Leute das auch gerade mitmachen, und wie die damit zurechtkommen. Bin echt sehr glücklich, daß es diese Möglichkeit gibt.

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