lulu77

Rezidiv skelettal/dental

Hallo,

habe hier zwar schon viel zum Thema Rezidiv bei Kieferops gefunden, allerdings ist mir eine Sache trotzdem nicht ganz klar.

Bei mir ist es so, dass der UK nach vorne verlagert wurde, OKFront kieferorthopädisch intrudiert, Seitenzähne extrudiert. Wenn die Okklusion nun so bleibt, können die Muskeln den UK dann trotzdem zurückziehen?

Mein Kfo meinte nein, aber was ich hier lese, vermittelt mir teilweise einen etwas anderen Eindruck.

An diejenigen von euch, die das Pech eines Rezidivs hatten: hat dies eine falsche Okklusion bedingt oder wie ist es dazu gekommen? Wie habt ihr bemerkt, dass der UK sich wieder nach hinten (oder nach vorne) bewegt, oder habt ihr das einfach eines Tages beim Blick in den Siegel festgestellt?

Tut mir leid, falls die Frage schon mal kam,

lg

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Ich glaube, das ist ein schleichender Prozess. Die Muskeln ziehen den UK stets ein kleines Stück zurück, so dass man es irgendwann erst bemerkt. Wie es bei der umgekehrten Variante ist, weiß ich leider nicht. Meine KFO meinte lediglich, dass mein UK nicht gegen die neue Positionierung arbeiten würde. Was auch immer das heißen mag. Ich denke, dass man es bemerkt, wenn man täglich in den Spiegel schaut und die Position stets mit der vom Vortag vergleicht.

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Für einen solchen Rezidiv gibt es mehrere oder verschiedene Gründe.

Es kann sein, dass das Gelenk eine Schädigung hat, der Diskus verrutscht und an falscher Stelle verklebt etc. Dann kann der UK nach hinten rutschen.

Es kann muskulär sein, wenn man über Jahre unter Stress steht. Stress belastet die Muskulatur, die spannt an und zieht. Und Muskel sind stärker als Knochen. Das bedeutet, wenn die Muskeln über sehr lange Zeit nach hinten ziehen, dann gibt das Gelenk irgendwann nach und passt sich an.

Es kann auch nach einer OP bzw. Plattenentnahme zum Rezidiv kommen. Das ist dann der Fall, wenn sich an der OP-Stelle der Knochen nicht richtig verknöchert sondern nur hartes Bindegewebe entsteht. Durch die Platten gibt es noch Stabilität, wenn die aber raus kommen, dann macht sich das Rezidiv bemerkbar.

hat dies eine falsche Okklusion bedingt oder wie ist es dazu gekommen?

Das ist im Nachhinein schwierig nachzuvollziehen, da ein rezidiv oft sehr schleichend kommt. Ich denke mal, da spielen mehrere Dinge eine Rolle. Wenn die Retention auf KFO Seite nicht erfolgt, kann wohl auch durch wieder falsch stehende Zähne ein schlechter Biss entstehen und zu muskulären Problemen führen etc... Irgendwie hängen halt Zähne mit Kiefer und Muskeln zusammen und das eine ist vom anderen abhängig.

Unser Kausystem ist schon kompliziert.

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Danke für deine Antwort!

Hattest du denn eine Vor- oder Rückverlagerung?

Bei mir ist es so, dass ich schon versuche, "gegen zu arbeiten", teilweise auch unbewusst, dass heißt mein UK liegt ehr zu weit vorne als dass er zurückzieht. Nur dachte ich halt, dass man das Rezidiv am ehesten bemerkt, wenn der Biss halt nicht mehr stimmt - oder eben, die Zähne wandern zeitgleich mit zurück in die alte Position.

Mein Kfo meinte, wenn die Verzahnung perfekt ist, dann können die Muskeln theoretisch nichts mehr ausrichten. Naja, hoffe mal, dass das stimmt.

Lipi, auch dir danke für die Antwort!

Ja, das mit der Plattenentnahme habe ich auch schon öfter gelesen. Soll man dann die Platten doch besser drin lassen?

Mein Kfc meinte, es könne unmöglich durch die Plattenentnahme zu einem Reziv kommen. Aber so wie du das schilderst, klingt es schon plausibel.

lg

bearbeitet von lulu77

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Mein Kfc meinte, es könne unmöglich durch die Plattenentnahme zu einem Reziv kommen. Aber so wie du das schilderst, klingt es schon plausibel.

Es gibt hier jemanden, dem genau das passiert ist. Gott sei Dank ist das aber selten. Ob man die Platten drinne lässt muss jeder für sich wissen.

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[...] Es kann auch nach einer OP bzw. Plattenentnahme zum Rezidiv kommen. Das ist dann der Fall, wenn sich an der OP-Stelle der Knochen nicht richtig verknöchert sondern nur hartes Bindegewebe entsteht. Durch die Platten gibt es noch Stabilität, wenn die aber raus kommen, dann macht sich das Rezidiv bemerkbar.[...]

Kann man das denn nicht in einer Röntgenaufnahme sehen, wenn irgendwo im Kiefer Stellen sind, die nicht verknöchert sind?

Und ich hab noch ne allgemeine, vielleicht auch blöde Frage: Kann es nur beim Unterkiefer zu einem Rezidiv kommen?

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Kann man das denn nicht in einer Röntgenaufnahme sehen, wenn irgendwo im Kiefer Stellen sind, die nicht verknöchert sind?

glaube nicht. selbst als bei einer hier im forum sich überhaupt kein knochen gebildet hatte, so dass bei der plattenentnahme ein teil dringeblieben ist, konnte man das nicht auf dem röntgenbild sehen.

Und ich hab noch ne allgemeine, vielleicht auch blöde Frage: Kann es nur beim Unterkiefer zu einem Rezidiv kommen?

nein, ist aber glaube ich deutlich häufiger.

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Es nützt aber doch wohl auch nichts, die Platten drin zu lassen. Wie ich gelesen habe, gab es hier ja auch Fälle, wo ein Rezidiv trotz Platten entstanden ist. Tut mir leid für die vielleicht dumme Frage, aber: so hart bzw. stabil ist das Metall nicht, dass es den Kiefer trotz ungenügender Verknöcherung über Jahre in Position halten kann?

lg

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Hattest du denn eine Vor- oder Rückverlagerung?

Hallo Lulu,

ups, das klingt ja sehr nach Honolulu ;-)

Also ich hatte beides! Mein OK wurde vorverlagert, während der UK nach hinten gebracht wurde. Meine KFO sagte mir, dass ein Rezidiv bei einer UK Vorverlagerung viel häufiger auftreten kann, als bei einer Rückverlagerung. Liegt wohl auch daran, dass die Muskelstränge gedehnt werden. Ich glaube aber, wenn du nach der Op deine Manuelle Therapie bekommst, um die neue Position weiter zu festigen, ist die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs viel geringer. Ob du das Metall entfernen lässt, liegt bei dir. Aber es kann durchaus mit dem Metall zu einem Rezidiv kommen, denn die Muskel sind stärker alsdiese Plättchen. Eigentlich tragen ja nicht die Platten selbst zur Fixierung bei, sondern die Schrauben, die in den Knochen gebohrt wurden. Diese können aber mit dem Knochen komplett verwachsen und dann wird's schwieriger sie wieder raus zu bekommen.

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