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colin

Mein langer Leidensweg, Kiefergelenk und Cmd?

Guten Tag die Leute

Nur mit Mühe und Überwindung, arbeite ich nun an diesem Beitrag und erhoffe mir eventuell etwas von den Usern die schon Erfahrungen damit haben und mir eventuell ein wenig Beistehen könnt. Sorry ich will da nicht den armseeligen hinhängen, aber irgenwie fühl ich mich im Moment einfach scheisse wegen all den Problemen.

Zu mir ich bin 28 Jahre alt in diesem Jahr und bin aus der Schweiz.

Nun das ganze ist ein wenig komplex und ich weiss auch nicht so recht wie ich Anfangen soll. Ich hoffe es überschlägt Sie nicht nach einen solch langen Text. Schon jetzt mal vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Die ganze Geschichte geht zurück bis ins Jahr 2005. Ich habe zu diesem Zeitpunkt die Eidg. Dipl. Polierprüfung im Bereich Strassenbau gemacht. Während drei Tagen, hatten wir diese Prüfung und am Folgetag konnten wir auf eine Nummer anrufen, welche uns das Resultat dann bestätigte.

In der Nacht vor dem heiss ersehnten Anruf bin ich nachts ca. dreimal erwacht vom Schlaf, weil ich sehr stark mit den Zähnen zusammengepresst habe. Am Folgetag danach, hatte ich komische Gefühle, wie ein Gefühl von einer zu langen Zunge, mein Biss irgendwie nicht mehr so richtig stimmt und ein wenig Verspannungen. Einige Zeit habe ich es dann so gelassen weil ich dachte, das geht wieder vorbei.

Nach ca. 3 Wochen ging ich zum ersten mal zu meinem Zahnarzt,da mein Kiefergelenk anfing zu Knacken,links, teilweise extreme Ohrenschmerzen und Kopfschmerzen hatte. Welcher mir sofort sagte, das ich knirsche. Mir wurde eine Knirscherschiene gemacht für den Oberkiefer. Nach ein paar Tagen war auch diese schon "durchgebissen" und ich hatte einen Kontrolltermin bei meinem Zahnarzt. Die Schmerzen waren zwischenzeitlich stärker geworden, und ich bekam das Gefühl von einem leichten Sprachfehler beim Buchstaben S. Mein Zahnarzt rief dann im Kantonsspital in der Zentralschweiz an, bei der Kieferchirurgie bei der ich dann auch schon ein paar Tage später war.

Dort hat man Röntgenbilder erstellt, CT sowie MRI Bilder. Alles ohne wirklichen Befund.

Ich erhielt dann von dort eine Schiene für den Unterkiefer welche recht gut passte aber etwas stabiler war und dicker. Zwischenzeitlich musste ich dort auch in die Neurologische Abteilung einen Untersuch machen. Welcher auch nicht zu einem definitivem Ergebniss kam(möglich Craniomandibuläre Dystonie, das selbe wie Dysfunktion??).

Gute sechs Monate später bekam ich auf der Arbeit einen heftigen Schlag in den Rücken, während dem ich etwas gehebt hatte. Ich blieb für 3 Monate, arbeitsunfähig. Auch da MRI, etc, verdacht auf kleinen Bandscheibenschaden. Eventuell hatt das ja einen Zusammenhang mit meinem Kiefer, dazu aber später. Mittlerweil geht es mit meinem Rücken mal besser und mal schlechter, das so nebenbei.

Ich rannte unzählige Male in den Spital, besuchte auch 18 Mal die Physiotherapie für Kieferprobleme etc alles ohne Erfolg. Die Schiene für den Unterkiefer so hiess es soll ich Tragen und sie melden sich für einen Kontrolltermin. Nach einem Jahr ohne Kontrolle und täglichen nächtlichem Tragen der Schiene hatte ich dann, beim Zahnarzt einen Termin zur Reinigung wie immer jährlich. Er fragt mich wie es geht etc, und er finde mein Biss hat sich erheblich verschlechtert, ich müsse sofort in Behandlung in den Kantonsspital in die Kieferchirurgie. Ich habe einen offenen Biss, welcher ich nicht hatte vorher???. Was ich irgendwie auch bemerkte, da mein Sprachfehler beim "S" immer schlimmer wurde und ich das Sandwich beim "Znüniessen" nicht mehr durchbeissen konnte. Mittlerweil kann ich nicht mehr richtig zubeissen, das heisst ich weiss nicht mehr so recht wie meine Bisslage wahr und ist

Nun jetzt bin ich seit Mai 09 wieder im Spital in der Zentralschweiz in Behandlung, wieder ein MRI hinter mir und wieder ohne Ergebniss. Die Schiene darf ich ab sofort nicht mehr Tragen, dafür hat man mir auf die Zähne, Kunststoff gemacht, welcher entspannen soll. Im ersten Moment alles ganz gut, nur habe ich in letzter Zeit extrem Verspannte Schultern und Nacken, mit Knacken, teilweise den Nacken kaum noch beweglich. Seit ein paar Wochen habe ich auch das Gefühl von pfeiffen im Ohr, was sehr lästig ist. Ständiges Druckgefühl am linken Ohr, und die Verspannungen auf der Linken Seite.

Mittlerweil bin ich in Chiropraktorischer Behandlung wegen den Schulter und dem Nacken. Er rät mir das ich eine Zweitmeinung einholen soll. Es könne nicht sein das nach 5 Jahren Behandlung noch nichts besser ist oder fast das Gegenteil bewirkt hat.

Ich will nicht schlecht reden über meine Behandlung im Spital, aber ich habe das Gefühl, diese testen einfach was aus an mir und wissen gar nicht was sie tun. Ich weiss nicht aber ich habe auch nie eine Variante erhalten was es sein könnte. Langsam habe ich den Deckel voll und ich möchte das mir geholfen wird. Immer nur abzuwarten und auf die Zeit zu hoffen vergeht mir langsam, da ich ja die Schmerzen habe.

Nun bin ich seit 2005 immer wieder in Behandlung, aber ob das mal ein Ende hat?

Auch Anhand der Gipsmodelle sieht man, das meine Zähne wie zurückgewachsen sind, daher der frontal offene Biss?

Als Kind musste ich zum Kieferorthopäden wegen meinen Zähnen, dieser meinte aber ich brauche keine Spange, das meine Zähne gut kommen. Klar meine Eltern waren auch froh darüber, finanziell natürlich auch.

Ich mag mich erinnern, als ich im Jahr 99 zum ersten Mal bei meinem jetzigen Zahnarzt war sagte mir dieser, ich habe einen leichten Kreuzbiss aber ansonsten ganz schöne und gute Zähne. Ich habe bis zum Vorfall, Klebeband auf der Baustelle mit den Frontzähnen abgebissen ohne Probleme und heute habe ich einen Spalt von ca 4mm. Von was gibt es das? Zu langes tragen der Schiene?

Auch die Schmerzen am linken Kiefergelenk, sind immer wieder da, das heisst also echt es ist immer noch nicht in Ordnung. Nun sagt man mir in diesem Spital, ich müsse das ganze Operieren lassen, damit der offene Biss nicht mehr vorhanden ist, die meinen der offene Biss sei von Anfang an gewesen (leider ist der erstmalige behandelnde Chirurg nicht mehr dort und nun ist ein neuer dort bzw der Oberarzt und der Chefchirurg, die sich nicht mehr an meine Geschichte erinnern können) Der offene Biss war ja nicht von Anfang an bestanden, sondern angefangen hat alles mit dem Gelenk und dem Gefühl meine Zunge sei zu lange, und das mein Biss nicht mehr passt.

Muss man da nicht zuerst das Problem vom Gelenk lösen und danach der offene Biss vorne?

Beim Schlucken hab ich bemerkt das es an beiden Ohren immer ein wenig Knackts bzw drin, ob das als normal gilt? Ich kann mich auch noch erinnern als ich ca 14 Jahre alt war, ging ich zum Arzt weil ich irgendwie, immer Druck auf den Ohren hatte, ob das schon ein Anzeichen war für die Problematik? Dort war alles in Ordnung und so dachte ich es sei in dem Fall normal.

Ich frage mich, was habe ich wirklich? Was mach ich falsch in meinem Leben, ich verliere langsam die Kraft mir helfen zu lassen. Der Kontakt mit Freunden hab ich nicht mehr gross, ich bin Lustlos bin am liebsten nur noch zu Hause und all die Kacke.

Momentane Lage, ich werde Anfang März eine Zweitmeinung einholen in der Stadt Zürich, da mein Zahnarzt der die Geschichte kennt nun an einem Ort in Zürich Professor geworden ist, nun werde ich dort antraben und alles zeigen.

Der Nachfolger von meinem Zahnarzt ein junger Deutscher Zahnarzt welchen ich sehr schätze bis jetzt, hat mir jetzt ein Aqualizer besorgt auf den ich leider noch warte. Er meint mit dem sollte die Bisslage wieder Instand gestellt werden. Und der Kunststoffaufbau auf meinen unteren Zähnen hinten, soll entfernt werden.

Ich weiss es ist warscheinlich ein wenig Wirr geschrieben so fühl ich mich auch, aber es ist unheimlich schwer alles zu beschreiben und sich möglichst Kurz fassen zu wollen. Bin mir aber sicher wenn ich den Beitrag erstellt habe, kommen mir noch hundert Sachen in den Sinn die ich vergessen habe.

Nun was ratet Ihr mir jetzt, was sollte ich tun, auf was sollte ich achten?

Vielen Dank

der leidende Colin

bearbeitet von colin

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Hey Colin, ich hab mir das gerade komplett durchgelesen... hört sich nicht gut an!

Mir ist aber ein Gedanke bei Deinen Schilderungen gekommen, den ich hier wiedergeben möchte... ich kenne Dich nicht und will Dir auf keinen Fall zu nahe treten und sorry, falls ich mich täusche...

aber kann es sein, dass Du körperlich sehr verspannt bist, bzw. ungesund lebst, ohne Sport zu machen und solche Dinge? Bzw. ein riesiger psychischer Druck da ist (klar, mittlerweile wahrscheinlich auf jeden Fall)...

nachts soooo fest zusammenzubeissen muss doch psychische Ursachen haben.

Vielleicht liegt Dein Problem nicht einzig und allein an etwas, wobei Dir Ärzte helfen können, sondern auch zu einem grossen Teil an Deinem Körpergefühl, Deiner Bewegungsergonomie, mangelnde Entspannung, Lebensumstände...

sorry wie gesagt, will weder Dein Problem runterspielen noch Dich "analysieren"... aber da ich zu Deiner komplexen Problematik als Laie nichts sagen kann, ist mir der andere Ansatz eingefallen... zur Sicherheit nochmal: Ich kenne dich nicht und vielleicht liege ich völlig daneben.

klar muss das alles medizinisch behandelt werden, aber vielleicht eben nicht nur.

Gute Besserung und alles Gute!

Mir ist noch ein Beispiel aus meiner eigenen Entwicklung eingefallen, damit vielleicht klar wird, auf was ich rauswill:

So als Jugendlicher hab ich relativ wenig Sport gemacht, ich war sehr schlank und sehr gross und hatte immer

einen verspannten Rücken... dadurch war auch im Mund viel verspannt und ich hab permanent mit meiner Zunge

gegen die Zähne im Unterkiefer gepresst... et voila... 13 Jahre später lass ich mich wegen ner Kieferfehlstellung

operieren. Genetische Anlagen haben sicher auch ne Rolle dabei gespielt, aber es wäre niemals so weit gekommen...

bearbeitet von duke nukem

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hi!

hab mir gerad deinen beitrag durchgelesen, und das kommt mir sehr bekannt vor... bin selbst 33 und hab gerad auch tierische probleme mit dem kiefergelenk. bei mir wurde eine diskusverlagerung beidseitig festgestellt (wurde das bei dir schon abgeklärt?)

einen rat kann ich dir leider nicht geben (nach dem suche ich auch noch). ich trage momentan auch nur eine schiene, aber gross helfen tuts nicht.

gegen die verspannungen kannt du probieren mit wärme entgegenzuwirken. da gibt es so rheumapflaster (die kleb ich mir immer ins genick), oder oefter wenn moeglich einfach mal hinlegen. ein gutes kissen ist auch wichtig.

versuche abends entspannt ins bett zu gehen. keine sorgen wälzen. je mehr du dich verspannst, um so schlimmer wirds. hast du mal ein muskelrelaxer versucht? ich denke nicht dass das davon kommt dass du zu wenig sport machst. ich hab mich auch regelmässig bewegt und trotzdem hat es mich erwischt. mach einfach mal einen entspannten spaziergang.

ess die nächsten tage mal nichts hartes oder zähes.

was soll denn genau operiert werden? mir hat jeder von kiefergelenk op abgeraten, weil das wohl noch nicht auf dem besten stand ist.

wie weit bist du von deutschland entfernt?

im forum hoer ich immer den namen dr risse aus münster der sehr gut sein soll, und dr schoettl aus erlangen.

von chiropraktiker wuerd ich die finger lassen, such dir einen osteopathen der das gewaltlos macht. und immer kopf hoch, ich weiss das ist schwer (ich mach jetzt auch schon ein jahr rum und weiss wie ätzend das ist). aber die hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. good luck.

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Hallo Colin,

habe auch Probleme mit den Kiefergelenken.

Hast du hier schon einmal gesucht nach "Kiefergelenk, -knacken, Diskusverlagerung" u.ä.?

Diese Kunststoffaufbauten im Unterkiefer hinten, auf welchen Seitenzähnen sind die? Weisst du, auf welchen Zähnen du Kontakt hast?

Diesen Aqualizer kannst du dir im Inet auch selber bestellen, wenn es beim ZA zu lange dauert. Innerhalb Deutschlands geht es so in 1 - 3 Tage. Es gibt noch eine ähnliche "Schiene", nennt sich "Aqua Splint" o.ä., die kann individuell angepasst werden.

In der Schweiz gibt es noch www.symptome.ch, und dort cmd-Probleme, vllt findest du da noch Rat oder Anregungen. Ob Sport hilft -, ich weiss nicht. Mir nur insoweit, dass ich mich körperlich insgesamt besser gefühlt habe, aber anschließend bzgl. der Kiefergelenke stärkere Schmerzen habe und ohne Medikamente geht gar nichts.

Gute Besserung!

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Ob Sport hilft -, ich weiss nicht.

Hi nochmal, mir ging es mehr um das ganzheitliche Körpergefühl und den Seelenzustand = Verspannungsabbau, um einer Verschlimmerung etwas entgegensetzen zu können, nicht darum, mit 20 Liegestützen am Tag die Kieferschmerzen zu bekämpfen.

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Hey Colin,

ich habe nicht ganz verstanden, ob bei dir schon abgeklärt wurde (bzw. noch abgeklärt werden soll), ob die Verspannungen mit einer nicht passenden Zahnstellung zusammenhängen. Wenn ja: soll/kann diese korrigiert werden (Spange, OP...)?

Was du zusätzlich tun kannst:

1. Auf jeden Fall zu einem Kieferorthopäden (der sich mit komplexen Fehlstellungen und der Behandlung von Erwachsenen auskennt) gehen und abklären, in wie weit die Zahnstellung/der Kiefer an deinen Beschwerden beteiligt ist - ein falscher Biss kann einige der von dir genannten Probleme (Gelenkschmerzen, nicht abbeißen können, Knirschen, heftige Verspannungen im Bereich des Nackens und der Kaumuskulatur, "atypischen Gesichtsschmerz") auslösen oder zumindest eine Mit-Ursache sein.

2. wenn du schon längere Zeit mit Schmerzen zu tun hast, wäre es evtl. sinnvoll, einen Schmerztherapeuten mit ins Boot zu holen.

Bei chronischen Schmerzen entwickelt sich oft ein "Schmerzgedächtnis", und die Beschwerden bleiben, auch wenn die Ursache behandelt wurde. Es macht Sinn, dem durch eine gute, konsequente Schmerztherapie entweder vorzubeugen oder dein Gehirn dazu zu bringen, dass es dieses Schmerzgedächtnis wieder "vergisst".

Ein Schmerztherapeut hat mehr Möglichkeiten, die Schmerzen zu behandeln, als ein "normaler" Arzt (durch Medikamente sowie Entspannungstechniken wie Biofeedback, bei dem du lernst, z.B. die Kiefermuskulatur ganz gezielt zu entspannen und das speziell bei CMD sehr gut hilft) und kann dir zudem helfen, mit der Situation (chronischer Schmerz kann ja ziemlich belastend sein) besser klarzukommen.

3. wenn du wirklich eine Dystonie im Gesichtsbereich hast, sollte evtl. ein Neurologe in die Behandlung mit einbezogen werden. Was hat denn der Neurologe vorgeschlagen, der die Dystonie vermutet hat?

Ich hoffe, ich konnte dir ein bißchen weiterhelfen.

Liebe Grüße.....................................................................Annawake

bearbeitet von Annawake

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