DieSchiefe

Unter Krähen!

Heinrich Schütz (KZ-Arzt)

Heinrich Schütz (* 12. April 1906 in Bad Schmiedeberg) war Arzt und beteiligte sich an Menschenversuchen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern.

Schütz stammt aus einer bürgerlichen Familie. Sein Vater war Badearzt in Bad Schmiedeberg und Mitglied einer Freimaurerloge. Nach seinem Medizinstudium, während dessen er dem Corps Bavaria beitrat, wurde Heinrich Schütz 1936 Oberarzt der Inneren Abteilung des Stadtkrankenhauses in Chemnitz. Im gleichen Jahr trat er in die SS ein, 1937 auch in die NSDAP. Seit Ende 1938 führte er eine eigene Praxis in Chemnitz, sein Tätigkeitsfeld umfasste auch Verlobungs- und Einstellungsuntersuchungen, die die SS u. a. im Rahmen der „NS-Rassenhygiene“ von ihren Mitgliedern forderte.

Seit 1940 war Schütz im SS-Lazarett Dachau beschäftigt. Im Jahr 1941 wurde er zur SS-Panzerdivision Leibstandarte Adolf Hitler versetzt, im März 1942 – einhergehend mit der Beförderung zum Sturmbannführer – übernahm er die Leitung der Inneren Abteilung des SS-Lazaretts Dachau. Mitte Juni 1942 wurde Schütz Leiter der „Biochemischen Versuchsstation“ im Krankenrevier des Konzentrationslagers Dachau. Dort erprobte er biochemische Heilmittel an Häftlingen, die er mit Phlegmoneeiter infizierte, vornehmlich polnische Priester. Hintergrund war die These, dass Krankheiten auf einer Störung der Gewebesalze in den Körperzellen beruhen und durch Mineralzufuhr in homöopathischer Verdünnung geheilt werden könnten. Obwohl die meisten Versuche mit dem Tod der Erkrankten endeten, wurden die biochemischen Mittel weiter erprobt, ungeachtet der Tatsache, dass wirksame Medikamente, Sulfonamide, zur Verfügung standen. Seine Assistenzärzte bei diesen Versuchen waren unter anderem Waldemar Wolter und Karl Babor. Im September 1944 wechselte Schütz als Chefarzt in das SS-Lazarett in Bad Aussee.

Das Kriegsende überstand er unbehelligt und ließ sich 1947 in Essen als Facharzt für Innere Medizin nieder. Erst im Dezember 1972 wurde er vor dem Landgericht München II wegen seiner Menschenversuche angeklagt. Eine Reihe „Persilscheine“, die er zu seiner Entlastung vorlegte, erwiesen sich im Prozess als Gefälligkeitsanfertigungen. Am 20. November 1975 wurde er schließlich zu 10 Jahren Haft verurteilt. Kollegen bescheinigten ihm eine schwere Krankheit, so dass er keinen Tag seiner Haftstrafe verbüßen musste.

bearbeitet von DieSchiefe

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So sehr Geschichtskenntnisse über diese Zeit wichtig sind- was hat dieser Beitrag in einem Forum für Kieferorthopädie und -chirurgie zu suchen?

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... ich kann mir denken, was dieser Beitrag vermitteln soll. Das Krähenprinzip d.h. es ist so gut wie unmöglich nach einem missglückten chirurgischen Eingriff einen Arzt zu finden, der den Fehler des Kollegen verifiziert. Vielmehr wird man in Arztkreisen immer bemüht sein die Augen zu verschliessen und den Kollegen zu entschuldigen, sei der Fehler auch noch so offensichtlich. Selbst unabhängige Gutachter zu finden ist nahezu unmöglich... leider.

Auf der Strecke bleiben am Ende immer die physisch und psychisch geschädigten Patienten, die "wie gegen Windmühlen" den Kampf mit dem Arzt und den Haftpflichtversicherungen auf sich nehmen. Leider viel zu oft vergebens... Ich bewundere jedoch den Mut jedes einzelnen Patienten, der sich diesem ungleichen Kampf stellt.

Über dieses Forum habe ich zahlreiche (mehr als mir lieb sind) Fälle von kfo und kfc Fehlbehandlungen kennen gelernt. Es scheint befremdlich, dass so viel "im wahrsten Sinne des Wortes" bei Dysgnathiebehandlungen schief laufen kann... Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt und ich auf diese Weise Gleichgesinnte getroffen habe, die mich aufbauen und mich unterstützen und die ich wiederum unterstützen kann.

DANKE!

bearbeitet von Susine

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Ich finde dieser Beitrag gehört nicht ins Forum und die Seite sollte umgehend gelöscht werden.

Außerdem: Total erschreckend und entsetzlich hier noch Vermutungen anzustellen, weshalb hier der oben aufgeführte Text hineingestellt wurde. Ich empfinde dieses obrigen Text als rassistisch und hat daher nix hier zu suchen.

MfG, janine67

bearbeitet von Janine67

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Janine,

da dieses Unterforum "Kunterbunt" heißt, darf dort ja wohl zuerst einmal alles gepostet werden, oder? (außer natürlich Inhalte, die rassistisch, diskriminierend usw. sind).

Außerdem finde ich, dass es den Admins vorbehalten sein sollte, sowas zu entscheiden... Die Meinungen und den Austausch anderer als "Blödsinn" zu bezeichnen, finde ich auch reichlich unhöflich, nur mal so nebenbei.

LG,

goodnews

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moin,

ich als eine dieser krähen finde den vergleich von NS-menschenversuchen mit schiefgelaufenen dysgnathie-op's doch irgendwie geschmacklos. die krähe macht hier also mal dicht.

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Gast
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