Sternchen

OP-Bericht vom 14. März

:grin: Hallo an Alle,

meine OP liegt ein paar Tage zurück und ich bin wieder fit genug, um zumindest im Internet rumzuhüpfen ... ich fühle mich jeden Tag besser, die Schwellung geht deutlich zurück und der Bluterguß rutsch den Hals runter.

Hier ein paar Einzelheiten: OP war am Dienstag 14. März: Unterkiefer-Rückverlagerung und Kinnreduktion; dazu gleichzeitig eine Nasenkorrektur. Entlassung war am Sonntag, 19. März und es wird jeden Tag besser !

* ich wurde am Montag von supernetten Schwestern begrüßt, vom Anästhesisten befragt und mit einer Schlaftablette für die Nacht versorgt; die hat zwar einigermassen entspannt, aber am nächsten Morgen war ich dennoch putzmunter, als ich um 5:40 geweckt wurde

* rein ins Klinikhemd, kurz ins Bad und runter mit den 2 Tabletten, die auch entspannen sollen; das war nicht so der Brüller, denn ich war weiterhin wach; machte aber nichts, da ich dann die Gelegenheit hatte, mit dem netten Arzt zu plaudern, der mir im OP-Vorraum Blut abnahm, mich im OP-Saal umzusehen und nach einem warmen Tuch gegen meine kalten Füsse zu fragen.

Die Blutentnahme fand statt, weil ich ein Thrombozythen-Aggregat (ist das richtig geschrieben ?) haben wollte. Laienhaft ausgedrückt werden aus dem Eigenblut die Wachstumsteilchen rausgezogen und dann gleich wieder in die OP-Stellen eingeführt, damit der Heilungsprozess schneller abläuft. Ich hatte mich vorher bei zwei Zahnärzten erkundigt, die beide damit gute Ergebnisse erzielen in ihrer täglichen Arbeit (Zahnimplantate u.ä.). Das zahlt zwar keine Kasse (weder gesetzlich noch privat), aber ich steh' auf dem Standpunkt: bevor bspw. mein Auto Alufelgen kriegt, verwende ich mein Geld lieber für mich.

* während der Stunden im Aufwachraum muß ich relativ unruhig gewesen sein, aber mein Mann fand mich dann am Nachmittag müde in meinem Bett vor. Ich war an Infusionen gekoppelt => Schmerzmittel und Flüssigkeit. Unangenehm war, dass ich mich dreimal hintereinander übergeben mußte. Das war zwar jedesmal schnell wieder vorbei, aber die armen Schwestern mußten zweimal das Bett neu beziehen und blieben dennoch weiterhin freundlich ! Ich bekam dann über die Infusion ein Mittel gegen die Übelkeit und damit war's erledigt

* die nächsten Tage waren alle okay: keine Schmerzen; auch ohne die Infusion, die am zweiten Tag abgenommen wurde. Die Schwestern kamen regelmäßig mit Kühlelementen gegen die Schwellungen, tagsüber und auch nachts. Nachdem ich den Blasenkatheder am zweiten Tag entfernt bekam, konnte ich mir die Dinger dann auch selber holen.

* die Tamponaden in der Nase wurden am 2. Tag gezogen und anschließend der Splint eingesetzt, damit der Unterkiefer seinen neuen Platz findet. Der Splint hat mich anfangs wahnsinnig gestört, aber inzwischen passen wir gut zusammen; schön so, denn ich soll ihn die nächsten 5-6 Wochen tragen.

* die Thrombosespritzen waren vollkommen problemlos auszuhalten, so lange man den Bauch entspannt; sobald man die Muskeln beim Spritzen anspannt, tut's weh

* die Nächte waren lang und langweilig. Schlafen ging, na ja, einigermaßen, da ich im Vorhinein das Schlafen auf dem Rücken geübt hatte; nur mein Hintern tat weh, weil im Sitzen geschlafen werden muß, um Nachblutungen zu vermeiden. Aber man gewöhnt sich auch daran !

* das Essen war unangenehm, lästig, langwierig und sabberig. Die Babybreie waren noch das Beste, zusammen mit dem kleinen Plastiklöffelchen. Die Suppen waren nicht schlecht, aber mehrere Tage hintereinander so eine Art Vanillesuppe und Milchsuppe ist nicht unbedingt der Hit. Das Trinken mit dem Röhrchen ging langsam voran, aber irgendwann mal war auch die zweite und dritte Teetasse leer. Macht keinen Spaß, kann man aber überstehen.

* die Schwellungen gehen jeden Tag weiter zurück. Inzwischen sind meine rot-blau-grün unterlaufenen Augen schon fast wieder normal und nur meine Hamsterbacken und einige kleinere Hämatome unterhalb des Kinns erinnern an die OP letzte Woche. Dagegen gibt's regelmäßig Umschläge mit Retterspitz - sehe aus wie Witwe Bolte mit Zahnschmerzen - und Arnika-Tabletten zum Lutschen.

* die Zahnpflege nimmt so langsam Gestalt an: nebem dem regelmäßigen Spülen mit Chlorhexamed, reinige ich den Splint nach jedem Essen und übe mich im Gebrauch der kleinen Baby-Zahnbürste

* der erste Kontrolltermin beim Kieferchirurgen liegt auch schon hinter mir und war positiv. Es geht aufwärts und das Ende der Behandlung ist in Sicht ! Auch zu Hause habe ich keine Schmerzen oder sonstigen Beschwerden, so lange ich mich daran halte, möglichst nicht zu reden.

Ich wünsche allen, denen die OP noch bevor steht, dass sie auch so gut verläuft wie bei mir. Auch wenn die ersten paar Tage danach unangenehm sind, so ist es doch weit weniger schlimm als man es sich vorher im allgemeinen vorstellt. Gönnt euch Ruhe danach und nehmt auf euch Rücksicht !

Alles Gute für jeden Einzelnen,

Sternchen

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Das ist ja schön wie bei Dir alles glatt gelaufen ist, freut mich!

Ja, mit dem Splint ist Gewöhnungssache, ich hab mich auch schon dran gewöhnt. Die Babyzahnbürste habe ich auch und heute kam ich das Erstemal so richtig hinten an die Backenzähne. Der Mund geht genau soweit auf, dass die Babybürste rein passt.

Den Babylöffel nehme ich auch, denn mit Metall würd ich mir wohl die Zähne ausschlagen.

Es ist schön zu hören wie der Verlauf bei all den Leuten ist, dann weiß man immer, dass vieles normal ist.

Liebe Grüße Silke

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hallo sternchen,

schön das du die op so gut überstanden hast und natürlich auch alles gute weiterhin.

zu dem "Thrombozythen-Aggregat" (keine ahnung, ob das richtig geschrieben ist, schaut aber gut aus ;-)) würde ich gerne wissen, was das denn kostet. ich bin mir nämlich auch so einiges wert, da meine op aber frühestens in einem jahr ist, kann ich ja schon vorher mal sparen anfangen :mrgreen:

lg janet

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Hallo Janet,

für das "Thrombozyten-Aggregat" habe ich knapp 600 € gezahlt; allerdings hatte ich den Vertrag darüber direkt im Jahr 2004 unterschrieben, als feststand, dass ich um eine OP nicht rumkomme. Mit Preiserhöhungen sollte man also rechnen.

Wenn du möchtest, halte ich dich auf dem Laufenden, in wie weit mein Kiefer-Chirurg mit meinem Heilungsprozess zufrieden ist und ob er einen schnelleren Heilungsverlauf sehen kann im Vergleich zu anderen Patienten.

Liebe Grüssse,

Sternchen

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Hallo Sternchen!

Schön,dass Du wieder Zuhause bist und dass es Dir gut geht.

Weiterhin gute Besserung!

Ciao toni

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