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duke nukem

Knochentransplantation aus der Hüfte - Erfahrungen???

48 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

kleine Frage: Evtl. wird meine Kinnreduktion etwas umfangreicher mit einer

neuentwickelten Technik names Chinwing gemacht, um meinen spitzen Kieferwinkel

mehr an 90 Grad anzunähern (hatte hier schonmal darüber geschrieben).

Dafür wird aber zusätzliches Knochenmaterial gebraucht,

welches mein Chirurg aus dem Hüftknochen/Beckenkamm entnehmen würde.

Ich hab das hier schon ein paar Mal gelesen, zum Beispiel bei OK-ReOP-Fällen usw.

Es wäre aus rein ästhetischen Gründen bei mir, dementsprechen bin ich natürlich

sehr genau am Überlegen, ob ich das machen will.

An die Leute, die das schon hinter sich haben:

Ist das etwas ganz harmloses, was man niiiiiie mehr spürt? Oder gibt es hier jemand,

der nach so einem Eingriff ständig ein Jucken, Schmerzen oder ähnliches an der Stelle hat?

Danke schön und bis bald,

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Hallo Duke,

ích habe auch ein Chin Wing bekommen *glaub* (irgend sowas stand im OP-Bericht, ich schau nachher nochmal nach, auf jeden Fall wurde Material aus dem Beckenknochen ins Kinn eingebaut. Ob der Kieferwinkel geändert wurde, weiß ich nicht genau).

Vor der Knochenentnahme aus dem Beckenknochen habe ich mich ein wenig gefürchtet, weil ich gehört hatte, dass das sehr schmerzhaft sein könne.

Es war dann aber überhaupt nicht schlimm, die Stelle hat lediglich am Anfang etwas "gezogen", und ich hatte die ersten 2-3 Wochen (erträgliche) Schmerzen bei bestimmten Bewegungen und das Gefühl, die Muskeln/diese Hüfte nicht voll belasten zu können.

Nach kurzer Zeit war das aber wieder weg. Jetzt habe ich da zwar eine ca. 6-7 cm lange Narbe, aber keinerlei Beschwerden.

Liebe Grüße, Anna

bearbeitet von Annawake

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Hallo Duke,

ich hatte auch eine Knochenentnahme am Beckenkamm und eine Transplantation des Knochenmaterials in den OK.

Die Knochenentnahme bzw. die Entnahmestelle hat mir von anfang an so gut wie keine Probleme bereitet, die Narbe ist gut abgeheilt, zur Zeit kaum noch sichtbar. Ich konnte gleich am Op-Tag wieder gut laufen und hatte lediglich manchmal ein Ziehen, wenn ich die Muskulatur zu stark beansprucht habe.

LG Mona

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Hallo Duke,

ích habe auch ein Chin Wing bekommen *glaub*

ich glaubst das würden du wissen.

das sieht aufm röntgenbild richtig seltsam aus. als hätte man den gesamten unteren rand vom unterkiefer abgesägt und wieder drangetackert.

in einem kinn-OP thread hier war ein röntgenbild davon.

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Heyyy Duke

Bei mir wird auch eine Chin Wing gemacht. Es muss aber nicht in jedem Fall Knochen aus der Hüfte entnommen werden. Das hängt davon ab wie gross der Spalt zwischen den Knochen wird bei der Korrektur des Kieferwinkels. Wenn er mehr als 4-5 mm ist muss der Spalt mit Knochen aus der Hüfte aufgefüllt werden. Bei weniger als 4mm wachst es auch so wieder zusammen, bzw. der Spalt wird vom Körper einfach mit Knochenmaterial aufgefüllt.

Mir sagte der Arzt, dass die Entnahme des Knochenstücks aus der Hüfte nicht problematisch sei.

Bei wem wirst du eigentlich operiert?

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Hallo und danke Euch allen, klingt gut.

@Anna: Ja, ich denke auch, dass Du das mitbekommen hättest, denn es kostet mehr Geld als eine normale Kinnreduktion (in meinem Fall mehr als doppelt so viel) und ist ja funktional/medizinisch völlig unnötig. Das heisst, es wäre bestimmt in der Vorbereitung besprochen worden. Wie Relative geschrieben hat, wird ja tatsächlich der untere Rand des UK abgetrennt. Schauder... ach egal, warum nicht... :)

@Berlino: schick ich Dir per PM

Hab nach Chinwing gegoogelt und nur ein Ergebnis gehabt, das war die Pyramidenklinik in CH, dort ist die Technik wohl entwickelt worden, hab gerade gesehen, dass Du da bist. Ich denke, dass mein Chirurg mit denen Kontakt hat, da er sich ständig neue Techniken aneignet und ich glaub nicht, dass der Chinwing bisher (in Deutschland) sehr verbreitet ist. Hab zumindest noch nie davon gehört vorher und auf der Pyramidenseite steht ja auch, dass es relativ neu ist.

In meinem Fall glaub ich muss ich auf jeden Fall mit der Knochentransplant. rechnen.

Aber nach wie vor muss mein DVT-Scan analysiert werden, ob mein Nervkanal im UK hoch genug liegt, den Chinwing überhaupt zu ermöglichen. Falls es gemacht wird, dann übrigens schon bei der GNE vor der Bimax, weil es doch ein längerer Eingriff ist, der die Bimax sehr sehr lang dauern lassen würde. Das wäre dann Ende April...

Jetzt habe ich da zwar eine ca. 6-7 cm lange Narbe

WAAAAS??? Sag, dass Du "mm" schreiben wolltest! Bitte!

Falls es noch weitere Erfahrungen und Meinungen gibt, immer her damit...

bearbeitet von duke nukem

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Hab nach Chinwing gegoogelt und nur ein Ergebnis gehabt, das war die Pyramidenklinik in CH, dort ist die Technik wohl entwickelt worden, hab gerade gesehen, dass Du da bist. Ich denke, dass mein Chirurg mit denen Kontakt hat, da er sich ständig neue Techniken aneignet und ich glaub nicht, dass der Chinwing bisher (in Deutschland) sehr verbreitet ist.

das röntgenbild in dem anderen thread war vom marienhospital.

WAAAAS??? Sag, dass Du "mm" schreiben wolltest! Bitte!

ich hab in irgendeinem artikel mal ein foto der OP gesehen. das kommt ungefähr hin.

centimeter.

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Die Entnahme von autogener Spongiosa aus dem Beckenkamm ist in den meisten Fällen nicht nötig, da man mit dem synthetischen Tricalciumphosphat gleichwertige Osteosyntheseergebnisse erzielen kann.

Siehe dazu auch die Dissertation

"Augmentation dorsaler Spondylodesen bei der operativen Behandlung der idiopathischen Adoleszentenskoliose: autologer Knochen versus β-Tricalciumphosphat"

Es geht dort zwar um die Spondylodese der Wirbelsäule, im übertragenen Sinne aber auch für deine OP relevant, wenn festgestellt wird, dass es keinen signifikanten Unterschied zwischen allo- und autogenem Osteosynthesematerial gibt.

Die Entnahme von Spongiosa aus dem Beckenkamm, kann ich dir aus meinen Erfahrungen berichten, ist nämlich nicht ohne.

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Hallo und danke Euch allen, klingt gut.

@Anna: Ja, ich denke auch, dass Du das mitbekommen hättest, denn es kostet mehr Geld als eine normale Kinnreduktion (in meinem Fall mehr als doppelt so viel) und ist ja funktional/medizinisch völlig unnötig. Das heisst, es wäre bestimmt in der Vorbereitung besprochen worden. Wie Relative geschrieben hat, wird ja tatsächlich der untere Rand des UK abgetrennt. Schauder... ach egal, warum nicht... :)

Und zudem habe/hatte ich das Gegenteil von dir, einen sehr weiten Kieferwinkel, ein vertikal langes, aber zurückweichendes Kinn, von daher hätte es bei mir auch überhaupt keinen Sinn gemacht.

Ja, die Narbe war/wirkte am Anfang so lang, ist aber inzwischen nur noch 3,5 - 4 cm lang (gerade nachgemessen). Sie wirkte am Anfang länger. Sie ist allerdings an einer Stelle, die man im Allgemeinen gut bedecken kann (außer du läufst mit diesen Jeans herum, wo der Bund knapp überm Schambein und der Schritt zwischen den Knien hängt...). Klar, du wirst eine sichtbare Narbe haben, aber keine wirklich schlimme.

Bei mir war es keine große Sache.

Liebe Grüße, Anna

PS: du kannst dir auch in der Apotheke eine spezielle Narbensalbe besorgen und die Narbe bzw. die frisch geheilte Haut in dem Bereich damit pflegen. Das hilft wirklich (ich hab sowas mal nach einem Autounfall, bei dem ich eine ziemlich hässliche, flächige Wunde am Knöchel davongetragen hatte, angewendet. Die Wunden sind sehr gut geheilt und die Narben fast nicht sichtbar. Evtl. kannst du auch deinen Chirurgen fragen, welche er empfiehlt und wie du sie anwenden sollst.

bearbeitet von Annawake

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Die Entnahme von Spongiosa aus dem Beckenkamm, kann ich dir aus meinen Erfahrungen berichten, ist nämlich nicht ohne.

Warum?

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ach ja, wie sehr ich diese Verunsicherungen liebe

Kein Problem

Kein Problem

Kein Problem

Problem

3:1 ist kein schönes Ergebnis, noch mehr Meinungen bitte

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Mir wurde im Nov/09 Beckenkamm für den OK entnommen. Und ich muss sagen, die Schmerzen waren zu Beginn heftig und schlimmer wie die Schmerzen im Kiefer. Dennoch hab ich mich dazu entschlossen im April/1o selbige OP für meinen Finger zu machen. Ich denke die Chance, dass der eigene Knochen am Besten angenommen und somit gut verwächst...sind die Schmerzen allemal Wert... und es geht vorbei.

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Es gibt auch -wenn auch nur wenige- Chirurgen, die zu diesem Zweck Knochen aus dem Schädelbein am Hinterkopf entnehmen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um spongiösen Knochen. Hört sich im ersten Moment marzialisch an, soll aber schonender sein als die Beckenkammentnahme. Die Narbe dort ist durch die Haare bedeckt und der schmerz- und bewegungseinschränkende Faktor ist nicht zu vergleichen mit einer Entnahme im Becken. Es gibt auch hier im Forum eine Userin, welche im LKH Salzburg dieses Knochenentnahmeverfahren hatte und beschrieb, dass Sie gar nichts gespürt hat. Keine Schmerzen etc.

Prof. Kr.enkel vom LKH Salzburg oder Prof. S.ailer aus Zürich bezeichnen die Methode mit Beckenkamm als mittelalterlich...und verwenden diese Schädelbein-Methode

bearbeitet von Susine

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und der schmerz- und bewegungseinschränkende Faktor

Der bewegungseinschränkende Faktor ist aber nur vorübergehend, oder???

Muss mich beruflich sehr viel bewegen und hab 0,0 Interesse, dass mein Körper nach der OP irgendwie rumzickt und die Stelle ständig eine Art Problemzentrum ist. Danke für Eure Meinungen... aber noch mehr bitte...

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Hey Duke

Mhhhh also ich habe im leider jetzt im Internet gelesen, dass es schon ziemliche Probleme bereiten kann und man recht lange Probleme an dieser Stelle bei der Hüfte haben kann. Also ich fände das auch gar nicht toll. Mache Leistungssport und es geht absolut gar nicht, dass ich dann irgendwelche Probleme bekomme. Ich werde meinen KC wenn es dann so weit ist nochmal darauf ansprechen und wenn nötig verzichte ich lieber auf die Chin wing, bevor dann meine Hüfte im A.... ist. Bin also auch noch gespannt auf weitere Meinungen!!! Her damit!!!!

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@duke nukem: das mit der Bewegungseinschränkung am Kopf kannst Du vernachlässigen, das meinte ich nur im Vergleich zu Beckenkamm. Die Patientin mit der ich Kontakt diesbezüglich hatte, hatte keinerlei Einschränkung.

Zitat der Patientin:

Das mit dem Schädelknochen ist aber wirklich überhaupt nicht schlimm!!!Wie gesagt, ich hatte nie auch nur ein Ziepen an Schmerz. Gar nix!!!!!! Nur ein Tipp, falls du lange Haare hast mach, dir nach der OP am 2 Tag gleich Zöpfe...Ich hab nämlich super lange Haare, die bei der OP offen waren und ich hab sie die ersten drei Tage einfach so gelassen. Also keine Sorgen wegen dem Schädelknochen...Kein Schmerz, wenn ich es nicht gewusst, hätte,hätt ich es gar nicht gemerkt..

Hab neulich im Wartezimmer jemand kennengelernt, bei der Beckenkammknochen verwendet wurde und sie meinte, dass hätte sie eine ganze Zeit beim Laufen beeinträchtigt.

bearbeitet von Susine

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@duke nukem: das mit der Bewegungseinschränkung am Kopf kannst Du vernachlässigen, das meinte ich nur im Vergleich zu Beckenkamm.

Ja klar, das hab ich schon verstanden... ich meinte, dass die

Bewegungseinschränkung MIT Beckenkamm-OP ja trotzdem nur vorübergehend ist.

Oh mann.... ich war so zuversichtlich, dass der Chinwing ne super Sache ist und auf einmal weiss ich gar nichts mehr...:-(

EDIT>

so, hier... jetzt weiss ich mehr...

http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=999692313&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=999692313.pdf

Zitate:

5 Zusammenfassung

Ziel dieser Studie war es, Komplikationen nach der Transplantatentnahme vom anterioren

Beckenkamm zu erfassen und mögliche Einflussfaktoren zu ermitteln. Weiterhin sollte

untersucht werden, ob die angewendete Operationstechnik bei der Gewinnung der

Knochentransplantate einen Einfluss auf die Komplikationshäufigkeit, -dauer, oder -intensität

hatte.

Im Zeitraum vom 01.01.2002 bis 31.12.2004 wurde in Klinik für Mund-, Kiefer- und

Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Marburg und Gießen GmbH bei 134 Patienten

eine Beckenkammknochenentnahme von anterior durchgeführt. Nach Versenden eines

Fragebogens konnten, bei einer Rücklaufquote von 58,2 %, insgesamt 75 Patienten in die

Untersuchung eingeschlossen werden. Von diesen 75 Patienten nahmen 54 (72%) an einer

kurzen klinischen Nachuntersuchung teil.

Häufigste Indikationen zur Osteoplastik war die Defektauffüllung nach Zystektomie sowie die

Kieferkammaugmentation bei Atrophie in dreiviertel aller Fälle.

Es kam postoperativ zu einer revisionsbedürftigen Komplikation (0,7%) bei Fraktur der Spina

iliaca anterior superior. Therapiebedürftige postoperative Komplikationen wie Hämatome,

Serome oder Wundinfektionen traten nicht auf. Schmerzen an der Entnahmestelle wurden von

84% der Patienten angegeben, die bei dreiviertel der Patienten nach spätestens vier Wochen

wieder komplett verschwunden waren. Bei 64% der Patienten traten Funktionseinschränkungen

auf, die bei dreiviertel der Patienten nach spätestens vier Wochen wieder

komplett verschwunden waren. 6,7% der Patienten sind mit dem Gesamtergebnis der

durchgeführten Beckenkammknochentransplantation unzufrieden. Bei 17 von 54 klinisch

nachuntersuchten Patienten (31,5%) war im Bereich der Beckenkammentnahmestelle ein

Konturdefekt tastbar. Von diesen war bei 4 Patienten (7,4%) dieser Konturdefekt auch

sichtbar und die Patienten gaben dies als störend an.

Hinsichtlich der Langzeitmorbidität kam es bei 4% der Patienten zu bleibenden Schmerzen an

der Transplantatentnahmestelle. Persistierende Sensibilitätsstörungen im Versorgungsgebiet

des N. cutaneus femoris lateralis traten bei zwei Patienten (2,7%) auf und bei drei Patienten

(4%) bestehen noch heute Funktionseinschränkungen. Damit ist die Morbidität in dem

untersuchten Patientenkollektiv etwas geringer als in vergleichbaren publizierten Studien. Es

ließen sich nur wenige nachvollziehbare Determinanten für die Morbidität nach

Knochenentnahme vom anterioren Beckenkamm identifizieren.

• Stärke der Schmerzen direkt nach Knochenentnahme wurde von Frauen größer als

von Männern angegeben

• Die Entnahme von kortikospongiösen Blöckchen führt zu stärkeren Schmerzen als

die Knochenentnahme mittels Stanze

• Die Knochenentnahme führt bei jüngeren Patienten zu einer stärkeren

Funktionseinschränkung als bei älteren Patienten

• Die Entnahme von kortikospongiösen Blöckchen mittels Säge führt zu einer größeren

Narbenlänge als die Entnahme von drei und mehr Stanzen

4.3 Schlussfolgerungen und Ausblick

In dem hier untersuchten Patientenkollektiv kann die Entnahmemorbidität bei der Gewinnung

von Knochen vom anterioren Beckenkamm als insgesamt gering gewertet werden. Es kam

postoperativ zu einer revisionsbedürftigen Komplikation (0,7%) bei Fraktur der Spina iliaca

anterior superior. Hinsichtlich der Langzeitmorbidität kam es bei 4% der Patienten zu

bleibenden Schmerzen an der Transplantatentnahmestelle. Persistierende Sensibilitätsstörungen

im Versorgungsgebiet des N. cutaneus femoris lateralis bestehen bei 2,7% und bei

drei Patienten (4%) bestehen noch heute Funktionseinschränkungen. Damit ist die Morbidität

in dem untersuchten Patientenkollektiv etwas geringer als in vergleichbaren publizierten

Studien.

Dennoch bleibt die Entnahmemorbidität bei der Gewinnung von Knochen vom anterioren

Beckenkamm ein ernstzunehmendes Problem, das mit den Patienten im Rahmen der

Therapieplanung offen besprochen werden muss. Prinzipiell müssen Patienten über mögliche

Alternativen, die ein gleichwertiges Behandlungsergebnis gewährleisten aufgeklärt werden.

Das Problem der Entnahmemorbidität bei der Gewinnung von autologem Knochen wird auch

in Zukunft durch veränderte, optimierte Entnahmetechniken oder einen Wechsel an

alternative Entnahmestellen nicht zu lösen sein.

Trotz allem stellt die Verwendung von autologem Knochen zur Therapie von traumatischem,

entzündlichem oder altersbedingtem Knochenverlust, zur Rekonstruktion von Knochenstrukturen

nach Tumorresektion sowie zur Defektauffüllung nach Zystenentfernung zurzeit

noch den so genannten „Goldstandard“ dar [2, 33-39].

Bis heute gibt es kein Knochenersatzmaterial, das in der klinischen Anwendung die

Verwendung von autologem Knochen gleichwertig ersetzen könnte. Alle zurzeit verfügbaren

Materialien haben Schwachpunkte im Hinblick auf Biokompatibilität und mechanische

Eigenschaften.

Ein besonderer Forschungsschwerpunkt stellt in den letzten Jahren der Versuch der

Knochenregeneration durch den Einsatz von bone morphogenetic proteins (BMPs),

Stammzellen oder autologem plättchenreichem Plasma (PRP) dar [18-32]. Während der

Einsatz von PRP zur Osteoneogenese nicht die erhofften Ergebnisse gebracht hat [103, 104],

wurden einige viel versprechende Untersuchungen zum Einsatz von BMPs und Stammzellen,

sowohl in vitro als auch in vivo, veröffentlicht [18, 22, 23, 26, 28, 30]. Dennoch scheint der

routinemäßige, klinische Einsatz von BMPs und/oder Stammzellen noch in weiter Ferne zu

liegen. Hier sind noch weitergehende prospektive, klinisch kontrollierte Studien notwendig,

um diese Möglichkeit der Therapie auf breiter Basis einsetzen zu können.

....

Andere Entnahmeorte

In der craniofazialen Chirurgie werden häufig Transplantate von der Schädelkalotte als

Tabula externa oder sog. split thickness Kalottentransplantate verwendet [46, 47]. Aufgrund

der sehr kortikalen Beschaffenheit bleibt der Einsatz von Kalottentransplantaten jedoch

speziellen Indikationen vorbehalten. Neben einigen Vorteilen, wie eine insgesamt geringe

Komplikationsrate mit minimalem postoperativen Schmerz und im Haarbereich nicht

sichtbarer Narbe wurden aber auch schwere Komplikationen, wie Verletzung von Dura,

Gefäßen und Hirnmasse mit entsprechenden Folgen beschrieben

Entscheidet selbst, Freunde! Ich bin weder dagegen noch dafür, aber werde mit meinem

Arzt noch mal sehr ausführlich drüber sprechen.

bearbeitet von duke nukem

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da meld ich mich nochmals bei dir. Also ich muss am 16. 4 wieder unters Messer. Und ich werde mir sogar aus der selben Beckenseite wie vor einem halben Jahr das Knochentransplantat entnehmen lassen.

Ja, es hat die ersten paar Tag verdammt weh getan...doch nach einer Woche wurde es wesentlich besser.

Sportverbot für 3 Monate, damit sich im Becken keine Risse bilden.

Nach einem halben Jahr habe ich jetzt gar keine Problem mehr und die Narbe ist kaum zu sehen, 2 Fingerbreit!!

Ich kann dir aber gerne im April erneut berichten... und ein ich kenne die Schmerzen, nehme sie aber in Kauf. Denn an meinen Kopf lass ich niemanden hin.

Lg

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@Kieferchen: Sportverbot für 3 Monate hört sich nicht schön an. Wie gesagt, wegen meinem Beruf. Meine OP soll am 22.4. stattfinden.

Ich habe noch ein bisschen weitergesucht und ne Menge gefunden... alles nicht sehr ermutigend! Wenn mein Arzt mir nicht deutlich vermitteln kann, dass er entweder ne spezielle extrem schonende Technik für die Knochenentnahme parat hat oder so wenig Knochen entnommen werden muss, dass es im Vergleich zu Implantat- oder Skoliosepatienten viel harmloser ist... dann bin ich da raus und verzichte auf die paar Prozent schöneres Kinn.

Hier bitte>

"bei mir wurde auch Knochenmaterial vom Beckenkamm entnommen und ich muß sagen, dieser Bereich hat mir die meisten und längsten Schwierigkeiten bereitet. Es halfen auch keine Medis und ich mußte abwarten. Mittlerweile ist es weg und hat bestimmt 6 -7 Monate gedauert. Heute fast ein Jahr nach der OP ist die rechte Außenseite am Oberschenkel wo der Abduktor :klug: entlang läuft so gut wie taub, was mich aber nicht besonders stört, nur manchmal (ich nehme an, dass das auch mit der Entnahme zusammenhängt). "

Quelle: http://forum.skoliose-op.info/phpBB3/viewtopic.php?f=16&t=1897

***

"Als Folgen der Beckenknochenentnahme sind zu erwähnen:

Zwar können 75% der Patienten nach 14 Tagen wieder ohne Krücken gehen, die Bilanz der direkten Schäden an der Hüfte ist jedoch wesentlich schlechter: 30% der Patienten können zeitlebens keinen Gürtel mehr tragen. Der schmerzfreie aufrechte Gang gelingt den Patienten oft erst nach monate- bis jahrelanger Ubung und nach täglichem Bewegungstraining und Physiotherapie.

Die Knochentransplantation an sich dürfte im Schnitt mit 15-20 % Komplikationen verbunden sein. Unbelasteter Knochen, also auch in die Kieferhöhle transplantierter Knochen verliert innerhalb eines Jahres bis zu 80% seines Volumens. Auch wenn die Einheilung des Transpiantates gelingt, muss auf Grund der fehlenden Blutversorgung im Transplantat davon ausgegangen werden, dass das Transplantat zumindest in Teilen abstirbt und damit eine potentielle lnfektionsgefahr darstellt oder langsam resorbiert wird."

Quelle: http://www.easident.com/content/view/20/52/lang,de/

***

"Das Problem besteht darin, dass bei der Knochenentnahme aus dem Beckenkamm eine hohe Entnahmemorbidität besteht. Bis zu 30% der Patienten haben 2 Jahre postoperativ immer noch Beschwerden vonseiten der Knochenentnahme, auch wenn die Fusionsoperation selbst erfolgreich verlaufen ist."

Quelle: http://orthopaedie-unfallchirurgie.universimed.com/artikel/minimal-invasive-wirbels%C3%A4ulenstabilisierung

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Oh Mann, mir wird schlecht:shock:

Das hört sich ja schrecklich an. Monate für den aufrechten Gang??

Entnahme von Beckenknochen steht mir ja auch bevor, nur hab ich leider keine Wahl. Aber an deiner Stelle würd ich auch lieber drauf verzichten...

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Hey Duke

Genau die 2. und letzte Quelle die du angegeben hast hab ich auch gesehen. Macht einem echt nicht gerade Mut. Ich werde die Chin wing auch nicht machen lassen wenn sie mir nicht versichern können dass es keine Probleme gibt. Gut ich denke, dass bei mir der Kieferwinkel nicht so extrem ist wie bei dir. Von mir aus können sie einfach so viel korrigieren dass sie keinen Knochen aus der Hüfte brauchen. Ein bisschen Korrektur ist ja besser als gar nicht :)

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Das hört sich ja schrecklich an. Monate für den aufrechten Gang??

Ich glaube, da muss es einen Unterschied geben... sowohl Berlinos als auch mein Chirurg sind primär Schönheitschirurgen (mit sehr gutem Ruf) und die können es sich nicht leisten, dass Patienten wegen einer Kinn-OP nie mehr vernünftig laufen können. Die oben zitierten Negativberichte waren ja eher von Skoliose- oder Implantantbehandlungen.

Aber ich denke, wir alle haben ein paar Fragen beim nächsten Arztgespräch!

Jeder kann ja dann hier antworten, was dabei rausgekommen ist.

Viele Grüsse!

@Berlino: Mein Kieferwinkel hat mich noch nie gestört. Nur dass das Kinn zu lang ist. Der Chin Wing war ne Empfehlung meiner

Ärzte, da man damit das Endergebnis noch besser designen kann.

bearbeitet von duke nukem

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Ja, du hast Recht, sonst würd das ja niemand machen, nur für Implantate oder ein schöneres Kinn. Ich hoffe einfach mal, dass das für Kieferpatienten ein wenig glimpflicher abläuft:-)

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okay, jetzt wird auch mir ganz anders :shock:

Doch ich habe leider keine andere Chance....

Da ich am 16.4 unters Messer komme, kann ich dir dann berichten..

Dir alles Gute!!

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