Sternthaler

Vertrauen in den Zahnarzt

Heute habe ich erfahren, dass mein Zahnarzt eine Fistel übersehen hat, die ich schon jahrelang im Oberkiefer habe. Außerdem stellte der KC fest, dass ein Zahn gebrochen ist. Bereits zwei Ärzte haben nach einem bloßen Blick auf meinen Oberkiefer festgestellt, dass ich dort einen entzündlichen Prozess habe, nur mein Zahnarzt nicht, bei dem ich ca. 15 Jahre lang in Behandlung war. Würdet Ihr weiterhin dort hingehen? Ich bin mir jetzt unsicher, ob ich ihm noch vertrauen kann. Die Resektion der Fistel und des gebrochenen Zahns will ich ihn auf keinen Fall machen lassen. :sad:

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Es kommt ja drauf an ob man mit dem Rest zufrieden war/ist. Jeder macht mal Fehler. Selbst Ärzte ;-). Ich weiß es nicht. Wie gesagt kommt auf den Rest drauf an.

Meine Fistel hätte auch kein Mensch erkannt hätte ich es nicht selber gemerkt und drauf hingewiesen.

Grüße

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Hallo,

ich würd sagen, da spielen mehrere Sachen eine Rolle.

Meine Zahnärztin, die ich seit klein auf bis etwa vor 4 Jahren hatte, ist in Rente gegangen. War also schon ziemlich alt. Meine neue Zahnärztin hatte bei der Behandlungsübernahme eine Menge zu tun. Bei mir mussten die ganzen Füllungen ausgetauscht werden, da ich darunter teilweise noch Karies hatte. Eine Prozedur die nicht sein hätte müssen. Seit dem ist für mich klar, dass ich definitiv nicht mehr zu zu alte Zahnärzten gehe.

In deinem Fall wärs für mich wichtig, ob ich das erste mal nicht zufrieden bin und auch wie alt der Zahnarzt ist.

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HI Sternthaler,

also ich würde nicht mehr dort hingehen.

Bin auch zahnarztgeschädigt.

Bei mir hat ein Arzt eine Füllung ausgetauscht und die Karies darunter nicht sauber genug entfernt. Ende der Geschichte war, daß ich der Wurzelbehandlung nur sehr knapp entkommen bin. Gott sei Dank konnte eine andere Zahnärztin den Zahn noch retten. Ich habe bisher leider nur sehr wenige gute Zahnärzte kennengelernt.

Es gibt für mich 2 Grundtypen:

1) Jung und engagiert:

Ist sehr gründlich, bohrt alle Füllungen raus, die auch nur annähernd verfärbt sind. Versucht, einem, allen möglichen Schnickschnack anzudrehen.

Muß wohl die neue Praxis finanzieren. Arbeitet dafür aber schonender und meist nach neueren Standarts.

2) Alt und erfahren:

Tauscht an Füllungen nur das aus, was wirklich raus muß. Übersieht meist leider auch was. Versucht dafür meist nicht, einem irgendwas anzudrehen, was man nicht braucht oder was völlig überteuert ist. Für Füllungen muß man leider meist mehr Zahnsubstanz opfern, da er nach älteren Standarts arbeitet.

Am besten ist wohl eine Kombi aus beidem. Und einen guten und annähernd günstigen ZA suche ich bis heute. Da meine Zähne nicht zu den naturgesunden gehören, tendiere ich zu Option 1, wobei aber schon oft versucht wurde, mich über den Tisch zu ziehen. Ein ZA wollte direkt vor meiner KFO alle Amalgam-Füllungen mal kurz austauschen (das macht man heute so) und meinte dann, die Füllungen die er jetzt reinmacht, müßten nach der KFO (also spätestens 1,5 Jahre später) eh wieder raus. Ja, hallo?

Er hat dann in seiner Akte vermerkt, ich wäre eine psychisch aufällige Patientin, weil ich dem guten Doc erklärt habe, daß ich mir nicht zum Spaß Füllungen austauschen lasse, die dann 2 Jahre später eh wieder ausgetauscht werden müssen.

Da hat der gute Mann mich das letzte Mal gesehen und muß seine Praxis jetzt mit anderen Opfern, äh.. Patienten finanzieren.

Bin leider etwas ZA-geschädigt. Aber es gab auch positive Beispiele. Leider mußte ich umziehen und konnte nicht mehr dort hin.

Sorry habe Typ No 3 vergessen:

Alter Dorfzahnarzt:

Hat meist dem eigenen Opa auch schon die Zähne gezogen. Ist meist etwas rabiater und macht, was gemacht werden muß, auch wenn es wie bei meiner Stiefmutter alle Zähne ziehen ist (obwohl 80% davon noch zu retten sind).

Betäubung bei der Behandlung nur, wenn man es als Memme wirklich braucht.

Meine Erfahrung: keine gute ;-).

Sorry, mußte das hier mal loswerden.

Lg, Nina

bearbeitet von nina1977_sb

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Hallo,

ich würd sagen, da spielen mehrere Sachen eine Rolle.

Meine Zahnärztin, die ich seit klein auf bis etwa vor 4 Jahren hatte, ist in Rente gegangen. War also schon ziemlich alt. Meine neue Zahnärztin hatte bei der Behandlungsübernahme eine Menge zu tun. Bei mir mussten die ganzen Füllungen ausgetauscht werden, da ich darunter teilweise noch Karies hatte. Eine Prozedur die nicht sein hätte müssen. Seit dem ist für mich klar, dass ich definitiv nicht mehr zu zu alte Zahnärzten gehe.

In deinem Fall wärs für mich wichtig, ob ich das erste mal nicht zufrieden bin und auch wie alt der Zahnarzt ist.

Bisher war ich eigentlich ganz zufrieden. Allerdings ist einmal passiert, dass mein Zahnfleisch nach einer Zahnfleischbehandlung heftig anfing zu bluten. Mein ZA meinte, das würde sich wieder legen. In meiner Verzweiflung bin ich dann in die Uniklinik Münster gefahren. Dort war man der Meinung, durch die Behandlung seien vielleicht Keime eingeschleppt worden. Sie hatten recht. Ich musste zwei verschiedene Antibiotika nehmen, um das Zeug wieder loszuwerden. Ohne die den Besuch in der ZMK Münster hätte ich das nicht gewusst.

@Nina

Was das Alter betrifft, so ist das in meinem Fall umgekehrt. Mein bisheriger Zahnarzt ist ungefähr Mitte 40. Ich bin dann zu einem anderen gewechselt, der sicherlich schon über 60 ist und sich die Praxis mit seinem Sohn teilt. Der Grund für den Wechsel war ein Umzug innerhalb Bielefelds. Dieser ältere ZA gilt als Perfektionist und sagte mir u. a., dass ich eine Fistel habe, Parodontose und einen faulenden Zahn. Er wollte mir gleich den ganzen Zahnersatz erneuern. Ich fuhr dann völlig geschockt mit dem Panorama-Röntgenbild zu meinem bisherigen ZA. Der erklärte mir, dieser neue ZA sei halt sehr geschäftstüchtig, während er nur machen würde, was gemacht werden müsse. Und auch da erkannte er nicht, dass ich einen entzündlichen Prozess im Kiefer habe, überwiese mich aber zur Klärung zu einem KC. Der neue ZA hat eine sehr gute Prophylaxehelferin, was mir wiederum gefiel. Ich will mir aber nicht alles herausreißen lassen. Dieser neue Arzt will unbedingt eine perfekte Occlusion erreichen, was jedoch nicht geht, da die Narben das immer wieder verhindern. Nun bin ich ratlos und weiß nicht, zu wem ich gehen soll. Allerdings - wäre ich nicht zu dem anderen ZA gegangen, so wüsste ich noch immer nichts von der Fistel.

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Du kannst ja mal bei Kollegen oder Freunden nachfragen, ob sie Dir noch einen anderen empfehlen können - ich fände es absolut okay, wenn Du Dir nach sowas nochmal eine Zweitmeinung zum Zustand Deines Gebisses einholst. Es gibt immer natürlich so ein Spektrum zwischen 'bohrt immer, viel und sofort'-Zahnärzten und solchen, die eher erstmal abwägen, ob das wirklich wirklich notwendig ist (und eventuell auch mal zu lange warten). Letztere finde ich oft angenehmer, aber sie müssen natürlich trotzdem aufmerksam genug arbeiten, um Probleme auch (meist) rechtzeitig zu sehen und anzusprechen. Ich finde schon, daß das, was er da bei Dir übersehen hat, nicht so nach einer Kleinigkeit klingt... Ich hab es meinen früheren Zahnärzten schon eher 'verziehen', daß sie zum großen Teil nicht gemerkt haben, daß ich eine Spange brauche (obwohl das auch ziemlich beschissene Auswirkungen hatte) , aber wenn sie häufiger Dinge übersehen hätten, die eindeutig in ihren Zuständigkeitsbereich fallen, wäre mein Vertrauen zu ihnen gestört.

Ist aufwendig, aber bevor Du da den ganzen Zahnersatz neu machen lässt, wäre es schon gerechtfertigt, noch jemanden zu fragen... viel Glück.

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Hallo Sternthaler,

also ich persönlich würde auf keinen Fall mehr zu dem bisherigen Behandler gehen. Die Fistel würde ich von einem KFC entfernen lassen. Und neuen Zahnersatz würde ich so schnell nicht machen lassen. Perfektionist hin, Erfahrung her. So schnell nicht und alles auf einmal auch nicht, sondern erst die eine und dann die andere Seite, wenn überhaupt. Weitere ein, zwei Meinungen einholen.

Hoffe, du findest Hilfe!

@ Nina,

du sprichst mir so aus der Seele.

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Ich würde NIE mehr zu einem Zahnarzt gehen, der jahrelang etwas übersieht, das andere Zahnärzt erkennen...

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