momo

Bimax OP als rein profilverbessernder Eingriff?

Hallo miteinander,

ich war vor einiger Zeit beim KFO, weil mich neben meinen Zahnfehlstellungen auch mein Profil stört. Der KFO vermutete sogleich bei Betrachtung des klinischen Befundes eine mandibuläre Retrognathie. Die KFO-Analyse zeigte dann einen im Verhältnis zum Gesichtsschädel unterentwickelten Unterkieferknochen, prominentes Kinn, prominente Nase und ein stark retrusives Lippenprofil, was ja auch auf mand. Retrognathie schließen lässt.

Allerdings ist meine Okklusion soweit in Ordnung. Gewisse asymmetrische Diskrepanzen will der KFO jetzt mit Herbst-Scharnier ausgleichen.

Nun hat er mir aber vorgeschlagen, dass man beide Kiefer als Gesamtes nach vorne schwenken kann. Das wäre dann allerdings eine reine kosmetisch profilverbessernde Operation.

Habt ihr schon einmal von jemandem gehört, der sich einer Bimax-OP bei weitestgehend bestehender Eugnathie unterzogen hat, nur zur Profilverbesserung?

Bin zur Zeit etwas verwirrt und hoffe auf Antworten :wink:

momo

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davon gehört, ja. gabs auch im forum schon.

aber bei dir wäre es doch dann eine OP statt herbst-scharnier, oder?

dass, wenn ohnehin eine OP stattfindet, dann beide kiefer miteinander noch weiter bewegt werden, obwohl auch durch eine geringe bewegung schon ein orthognather biss ereicht werden kann, wird häufig gemacht.

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aber bei dir wäre es doch dann eine OP statt herbst-scharnier, oder?

ja, richtig. Bei mir ist der linke Ramus mandibularis ca. 1cm kürzer als der rechte. Daraus resultiert eine bukkale Nonukklusion links und eine Mittellinienverschiebung von 2mm.

Diese Diskrepanz möchte der KFO mit Herbst-Scharnier beheben. Allerdings glaube ich nicht daran, dass man in meinen Alter (20) noch großartige Veränderungen am Knochen bewirken kann.

Bei mir steht also zur Wahl, ob ich nur die Schwenkung (UK-Verlängerung linksseitig) zur Okklusionseinstellung machen lasse, oder eben eine Bimax zur zusätzlichen Reharmonisierung des Profils.

Der Grund dieses Threads ist eigentlich herauszufinden, ob ein solcher Eingriff "ethisch korrekt", vertretbar ist. Ob also eine zusätzliche Umstellung der Maxilla aus reinen Ästhetikgründen neben der medezinisch notwendigen mandibulären Umstellung auch schon bei anderen Menschen gemacht worden ist und ich nicht der Einzige bin^^

Vielleicht melden sich hier auch noch welche, die einen ähnlichen Fall hatten :wink:

LG, momo

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Hallo, Momo

und wenn du viele Leute finden würdest, die eine solche OP hinter sich haben, was sagt das darüber aus, ob es "ethisch" ok ist oder nicht? Und warum ist das wichtig?

Die Frage ist doch viel mehr, ob du das Preis-Nutzen-Verhältnis ok findest. Wenn du unter deinem Profil leidest oder den starken Wunsch hast, es zu verbessern, gleichzeitig die Risiken gut kennst und dir bewusst ist, dass eine Veränderung gerade im Gesicht nicht mit 100%iger Sicherheit positiv ausgehen MUSS - was spricht dagegen.

Wenn du dich jedoch nur mehr oder weniger von einem "Experten" überreden lässt um dein Profil dem Durchschnitt anzupassen ohne dass du diese Idee selbst vorher jemals hattest und wenn du mit deinem Gesicht eigentlich immer glücklich warst: dann denk lieber dreimal darüber nach.

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Der Grund dieses Threads ist eigentlich herauszufinden, ob ein solcher Eingriff "ethisch korrekt", vertretbar ist. Ob also eine zusätzliche Umstellung der Maxilla aus reinen Ästhetikgründen neben der medezinisch notwendigen mandibulären Umstellung auch schon bei anderen Menschen gemacht worden ist und ich nicht der Einzige bin^^

in den meisten fällen würde theoretisch ein kiefer reichen, außer dass die verlagerungsstrecke für 1 kiefer zu groß wäre oder bei starken asymetrien u.ä.

aber das alleine führt wohl kaum zu dieser statistik:

thumb_stat_2007.gif

deine frage klingt oben so, als würde es bei dir überhaupt nichts zu verschieben geben, ausser beide kiefer zusammen für's profil.

dass, wenn ohnehin operiert wird, der chirurg auch auf's profil achtet und dafür auch mehraufwand betreibt, wie kinnplastik, oder bimax statt einem kiefer, ist eher der normalfall, als dass das ethisch hinterfragt wird.

bearbeitet von relative

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Hallo

ja, ich habe mir meinen Bimax aus rein ästhetischen Gründen machen lassen. Mein Biss hat gestimmt, weil meine Zähne sich angeglichen haben und schief gewachsen sind und weil beide Kiefer zurückliegend waren. Ausserdem hatte ich einen asymmetrischen Kieferwinkel, Pausebacken durch den zurückliegenden Oberkiefer, ein komisches Kinn und war immer sehr ungücklich. Ich fand mich sehr hässlich. Allerdings schien meine Umgebung diese Meinung nicht zu teilen. Ich habe einen wunderhübschen Verlobten, hatte immer viele Verehrer (worüber ich mich selbst am meisten gewundert habe.)

Der Bimax war für mich eine reine Tortur, was viele Berichte hier im Forum bezeugen.

Allerdings habe ich seit dem Bimax keine Migräne mehr (diese hatte ich vorher ca.2- bis 3-mal pro Monat, teilweise über mehrere Tage) und kann endlich beschwerdefrei atmen durch die erweiterten Atemwege.

Bei meinem KC habe ich viele Vorher-Nachher-Bilder gesehen, darunter auch viele von Paitentinnen, an deren Stelle ich mich niemals hätte operieren lassen. Einige waren vorher nicht so toll, nachher wirklich hübsch. Andere waren vorher ganz hübsch, nachher bildschön. Aber muss man hübscher als ganz hübsch sein? Ich würde mal vorsichtig schätzen, dass ca. 15 % ein wirklich tolles Profil haben, ca. 10 % ein nicht so schönes und der Rest ist gutes Mittelfeld.

Ich würde jedem, der mit seinem Gesicht ganz zufrieden ist und ganz gut leben kann, von einem Bimax abraten. Ich bereue ihn trotz der Schmerzen, trotz aller Probleme jedoch (bis jetzt) nicht.

Miranda

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Hallo!

Also ich habe mich eigentlich früher immer als ganz hübsch empfunden, hatte ein tolles natürliches Lachen. Allerdings hatte ich ein "fliehendes Kinn" und deshalb auch einen Überbiss, der mich so nicht weiter störte. Allerdings hatte ich (begründete) Angst, dass sich der Überbiss verschlechtert und habe mich deshalb der Bimax unterzogen. Nun ist der Biss geschlossen und der UK weiter vorn, was ein besseres Profil bedeutet. Allerdings wurde (leider) auch der OK operiert weil durch eine alleinige UK-Vorverlagerung ein offener Biss entstanden wär. Deshalb wurde der OK "geschwenkt" (es hieß eigentlich er wird nur etwas nach vorn gekippt). Allerdings wurde der OK auch seitlich gekippt, so dass (was ich niemals gedacht hätte) mein Lächeln nun nicht mehr natürlich ist sondern schief und ich sehr darunter leide. Also ich würde diese OP gern rückgängig machen, weil ich mir immer late Bilder ansehe und denke "Gott, hattest du ein tolles Lachen, wer hat schon den Überbiss bemerkt?"

Deshalb denke ich, wer sich einigermaßen hübsch findet und kaum Beschwerden hat, sollte diesen Eingriff nicht über sich ergehen lassen! Ich wollte wahrscheinlich ein perfektes Ergebnis und nun hab ich nen geschlossenen Biss aber schiefe Kiefer und die Natürlichkeit beim Lachen verloren :-(

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