Mascha

motiviert bleiben trotz angst?

Liebe Leute, ich habe seit letztem Oktober meine schicke Zahnspange. Ende des Jahres soll die Bimax kommen. Ungefähr alle drei Monate plagen mich nun die Ängste: ich könnte sterben, behindert werden, meine Nerven heilen ewig nicht, die Mimik verrutscht oder das ganze lindert meine Gelenkprobleme nicht oder nur unwesentlich. All das liegt ja nun zumindest im Bereich des Möglichen. Außerdem habe ich ein kleines Töchterchen (2 Jahre). Da macht man sich natürlich Gedanken, ob man "hinterher" auch wieder einsatzfähig ist. Gut ist, dass ich noch an meiner Diss. sitze und mich damit ablenken kann. Allerdings geht es da um Medizinethik und neulich war ich auf einer Tagung, bei der ein Gerichtsmediziner viele Fälle vermurkster Routine-OPs vorstellte (und solche, bei denen die Narkose nicht schmerzstillend gewirkt hat :-()

Deshalb hätte ich nun gern ein paar Tipps, wie man mit den dunklen Ahnungen und Ängsten besser fertig wird.

Beste Grüße,

Mascha

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Ja solche Berichte zu hören kurz vor der OP ist nicht so schön ging mir ähnlich mit dem MRSA (Multi-Resistenter-Staphylococcus-Aureus). Den bekommst man nur im KH und ist so gut wie nicht Heilbar. Da kam eine Reportage und die musste ich natürlich auch zufällig sehen. Nicht so schön, hätte drauf verzichten können.

Naja ich hab versucht einfach nicht dran zu denken. Hat auch ziemlich gut geklappt.

Aber eins versteh ich nicht. Man wird ja die ganze Zeit während der OP überwacht. Sollte man Schmerzen haben merkt man das am Puls/Herzschlag? Zumindest wurde es mir so ähnlich erklärt. Sodass der Narkosearzt reagieren kann.

Am besten nicht darüber Nachdenken. Haben die den über eine Quote gesprochen? Ich denke das die sehr gering sein wird wenn man bedenkt wie viele OP´s jeden Tag durchgeführt werden. Ich hab zumindest nichts während meiner OP gespürt.

Grüße Miro

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Hallo Mascha,

ich kann dich sehr gut verstehen. Mich plagen genau dieselben Ängste bezüglich meiner Bimax in ca. 6 Monaten. Aber leider nicht nur alle 3 Monate, ich habe alle paar Tage so ein Tief. Was mir hilft, ist das Lesen der positiven Beiträge hier im Forum, die zum Glück die Mehrheit bilden. Ausserdem bete ich, vielleicht ist das für dich auch eine Möglichkeit. Und Ablenkung ist auch immer gut. Wenn ich ganz grosse Angst habe, meide ich ein paar Tage das Forum, denn leider ist ja nicht alles positiv. Die grösste Hilfe ist, glaube ich, wenn man mit jemandem reden kann, der einem nahesteht und diese Zeit mitträgt. Leider sieht es da bei mir mau aus. Ich sage mir immer: Wenn so viele da gut rausgekommen sind, geht das bei mir auch gut. Think positive.;) Manchmal überwiegen natürlich doch die Ängste. Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute.

Liebe Grüsse von Anja

bearbeitet von Anjadiegute

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Ich hatte auch oft solche ängste vor meiner op, hab dann einfach versucht es zu verdrängen daran zu denken, das hat auch

für ein paar wochen immer gut geklappt, richtig schlimm wurde es dann die 2 wochen vor der OP, ich hatte angst dass ich

nicht mehr aufwache von der narkose, die narkose nicht vertrage oder diesen krankenhaus-keim bekomme .. ich hab mir eigentlich

um alles sorgen und panik gemacht das es gibt. jetzt bin ich eine woche nach meiner op und ich muss wirklich sagen dass

diese panikmache von mir total umsonst war!! die ersten zwei tage sind vielleicht etwas schwer, weil man sich

einfach von der narkose erholen muss, aber sonst is es wirklich fast ein kinderspiel!! ich kann euch wirklich nur mut

machen, macht euch nicht so große sorgen und gedanken, wartet einfach ab, ihr werdet sehen, es wird nicht so schlimm

sein wie ihr es euch vorstellt!

.. natürlich gibt es auch fälle in denen etwas schiefläuft, aber diese sind echt selten und daran sollte man garnicht denken.

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Ich glaube, Angst hat jeder. Die Geschichten aus dem Forum zu lesen hat geholfen, weil die allermeisten doch sehr gut durch die Zeit gekommen sind. Sogar die, bei denen Komplikationen (Nachblutungen etc) eingetreten sind, scheinen es im Endeffekt ganz gut überstanden zu haben. Ansonsten hab ich versucht, mich auf die Fälle, die ich vielleicht positiv beeinflussen kann, etwas vorzubereiten (z.B.: Spritzflasche mitgenommen, für den Fall, daß ich anders nicht trinken kann, Vorräte angeschafft, für den Fall, daß ich danach die erste Woche lang nicht einkaufen kann, Mitbewohner vorgewarnt, mehr Sport gemacht, überlegt, ob ich irgendwas an Nahrungsergänzungsmitteln brauche....).

Bei manchen funktioniert vielleicht entspannen / ablenken besser, bei anderen sich exzessiv Informationsmaterial zu der OP holen oder sich sogar so eine OP vorher angucken (soll es bei you tube oder so ja geben, wenn man das ansehen kann - da wäre ich schreiend weggerannt). Zu sehr über die möglichen Komplikationen nachzudenken ist wahrscheinlich nicht gut, da ist das Thema Deiner Diss wirklich suboptimal. :)

Von dem Krankenhauskeim hab ich davor gottlob auch noch nie was gehört, und vor der Option 'ich krieg die OP vielleicht wach mit' hatte ich trotz großer Hypochondrie keine Angst, weil bislang alle Betäubungsmittel - Zahnfüllungen, Implanon, Weisheitszahn-OP - bei mir gut funktioniert haben. Hurra, Pharmaindustrie....

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Denk immer daran, warum du dich für diese Behandlung entschieden hattest. Als ich mich damals für eine OP und 1,5 Jahre Zahnspange entschied, wusste ich, dass ich ohne früher oder später nur unglücklicher und ungesunder werden würde. Als die Entscheidung fest stand, habe ich mich von Etappe zu Etappe vorgearbeitet, in der Hoffnung meinen Wunsch zu erfüllen. Es gibt natürlich Risiken, doch es gibt mehr zu gewinnen als zu verlieren, sonst würden wir uns nie diesen OPs unterziehen.

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Ich mach im Moment viel Sport, weil ich mir denke, dass eine gute körperliche Fitness dazu beiträgt, die Narkose besser zu verarbeiten. Manche belächeln mich dafür. Aber mich beruhigt es.

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danke euch! ist schon richtig, dass man mit Vertrauenspersonen ab und zu angststillende gespräche führen kann. In Bezug auf die OP passiert mir das allerdings selten, weil die meisten einfach nur entsetzt gucken, wenn man ihnen davon erzählt. Mein Mann ist mittlerweile schon etwas gelassener - aber allzu oft heule ich mich da auch nicht aus, weil das wohl langfristig zu einer Überlastung der Trost- und Zuhörwilligkeit des anderen führt. Das Forum finde ich deshalb sehr hilfreich zur Unterstützung - allerdings auch nicht zu oft, damit man nicht nur noch in Kiefergeschichten lebt.

Bezüglich der Narkose: das ist natürlich sehr sehr selten und betraf im mir geschilderten Fall eine Dame aus Österreich. Anscheinend besteht ein Narkosemittel aus verschiedenen Komponenten, wobei eine dafür verantwortlich ist, dass man keinen Schmerz spürt. Fällt die aus, kann es also sein, dass man sich nicht bewegen kann - denn die Komponente, die das bewirkt, hat gewirkt - aber alles mitkriegt. In Österreich muss diese Möglichkeit in Zukunft in den Aufklärungbogen mit aufgenommen werden, um den behandelnden Arzt haftungsrechtlich abzusichern.

Mein Promotionsthema ist im Zusammenhang mit der Behandlung schon manchmal schwierig. Ich habe manchmal Lust zu fragen, ob mir der Chirurg beide Kiefer durchsäbeln möchte, weil das besser bezahlt wird oder ob es tatsächlich unamgänglich ist - oder eine Mischung von beidem. Eine solche Frage wäre aber fatal für die Arzt-Patienten Beziehung und im großen und ganzen scheint mir der Herr doch recht vertrauenswürdig, für einen Chirurgen jedenfall 8-)

Viele Grüße,

Mascha

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[weil die meisten einfach nur entsetzt gucken, wenn man ihnen davon erzählt.

Oh, das kenn ich. Ich hab dann schon die Personen beruhigt und erklärt, dass es ja nicht so schlimm ist... dabei sollte das doch jemand zu mir sagen, oder?

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Vielleicht solltest du dir nicht allzu viele Gedanken über die negativen Seiten machen und stattdessen die Positiven hervorheben. Ich habe auch Angst, besonders vor SChmerzen, ich versuche jetzt einfach nicht nachzudenken, mir immer nur das Positive Endergebnis vorzustellen.

Und der Gedanke, sich nach der OP befreit zu fühlen, ist doch auch groß oder? =)

Lg Sarah

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Nach der OP hab ich mich auch befreit gefühlt. Ich war sogar ziemlich übermütig. Die Quittung kam die darauffolgenden drei Tage. Ganz ehrlich: Sie waren fürchterlich! Aber hey, es sind bloß drei schlechte Tage, die bekommt man mit viel Schlafen und Schmerzmitteln herum. LG!

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