Dying-Flutchman

Andreas' Zahnspangengeschichte

Da es nun wirklich und wahrhaftig losgeht, möchte ich hier auch meine Geschichte zum Besten geben:

22.04.2010

Erster Besuch beim Kieferorthopäden.

Nachdem er meine Zahnstellung begutachtet hat, kam er zu dem Ergebnis, dass ich zwar sehr schön ausgeformte Zahnbögen hätte (nur ein Schneidezahn hat sich seit meiner Erstbehandlung in der Jugend so verschoben, dass da einiges korrigiert werden muss), die nur leider ganz und gar nicht aufeinander passen.

Und meine unteren Weisheitszähne müssen auf jeden Fall noch weg, da sie mit den Kauflächen auf die angrenzenden Backenzähne zeigen, aber mit dem Gedanken hatte ich mich vorher schon abgefunden.

Da meine Fehlstellung nicht alleine durch eine KFO-Behandlung zufriedenstellend zu beheben ist, hat er mich erst mal an die kieferchirurgische Abteilung des Krankenhauses hier verwiesen.

Der Termin ist am 17.05.2010.

Zuletzt kam noch die etwas seltsame Ansprache, was die Kosten usw. angeht, die ich schon im Kostenübernahmeforum erwähnt habe und die mich etwas verwirrt hat.

(Was ich mich noch frage ist, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, Abdrücke und Bilder zu machen, bevor ich mich beim Chirurgen vorstelle, aber das ist mir erst später aufgefallen. Sollte das der Fall sein, werde ich wohl etwas ungehalten sein. We'll see.....)

17.05.2010

Besuch beim Kieferchirurgen

Der Besuch war schon besser. Er hat sich alles kurz angeschaut und schon sofort gesagt, dass da operiert werden muss, um alles in die Reihe zu bekommen.

Dann hat er mir eine halbe Stunde lang erklärt, wie eine solche OP verläuft und welche Risiken sie birgt.

Irgendwie hatte ich ja noch die schwache Hoffnung, dass eine Unterkieferverlagerung ausreicht, aber er hat direkt gesagt, dass beide Kiefer verlagert werden müssen.

Danach hat er eine komplette Diagnose gestellt, die sich erschreckend genau mit meinen Vermutungen deckt:

Im Mundraum:

Mandibuläre Retrognathie mit einer Frontzahnstufe von 10 mm

Gummy-Smile

Mittellinienverschiebung nach rechts um 2 mm

Okklusionsstörung

Außerhalb:

stark konvexes Gesichtsprofil

stark negative Lippenstufe

nach vorn gewölbte Unterlippe

Kommende Woche melde ich mich dann bei meinem KFO wegen eines Termins. Den Schrieb für die KK macht der Chirurg fertig. Die weiteren Pläne sind die Vorarbeit des KFOs und die Weisheitszähne, die weg müssen.

Und ich muss sagen, ich habe mich da sehr sehr viel besser beraten gefühlt, als beim KFO. Ich warte da noch den nächsten Termin ab und wenn das wieder so doof ist, werde ich mich umorientieren.

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25.05.2010

Ich bin heute morgen nach zwei Stunden Schlaf von wirklich fiesen Zahnschmerzen geweckt worden. Nachdem Freund Ibuprofen das schlimmste gerichtet hat, wurde ich beim Zahnarzt gleich um acht dazwischengequetscht.

Ich habe einen wurzelbehandelten Zahn und unter dem zickt gerade eine Entzündung. Wie lange die schon da ist und warum die ausgerechnet jetzt den Aufstand probt, konnte er mir auch nicht beantworten. Jedenfalls ist der Wurzelkanal wieder geöffnet worden und wir hoffen nun, dass sich der Zahn bis Dienstag wieder beruhigt, denn dann wird er nochmal gründlich gereinigt und wieder verschlossen. Ansonsten steht eine WSR an und falls die nicht fruchtet, heißt es Byebye 5er, willkommen Implantat...

OK, besser jetzt als mitten in der Behandlung.

27.05.2010

Heute zweiter Termin beim KFO. Eigentlich war angedacht, schon Abdrücke, Röntgenbilder und Fotos zu machen, da aber noch nicht ganz klar ist, was mit dem Problemzahn geschieht, haben wir es verschoben, bis das entschieden ist.

Der KFO meinte, sollte der Zahn nicht zu retten sein, könne man die Lücke auch ohne Ersatz schließen, aber das kommt für mich einfach nicht in Frage, da ich keine Asymmetrien im Gebiss haben will und ich während der Erstbehandlung schon alle vollkommen intakten 4er opfern musste.

Zu meinen Problemen beim ersten Besuch möchte ich sagen, dass das heute alles sehr gut verlaufen ist. Der KFO hat kein irritierendes Verhalten mehr an den Tag gelegt und nachdem er gemerkt hat, dass ich mich bereits informiert habe (Das fiel ihm auf, als ich meinte, dass ich keine Keramikbrackets haben möchte, sondern selbstligierende aus Metall, da man sowieso den Bogen sehen wird und bei zahnfarbenen Bögen die Beschichtung nicht hält.), entwickelte sich das Gespräch sehr angenehm.

Allerdings meinte er leider auch, dass möglicherweise zusätzlich eine GNE am Oberkiefer ansteht. Ich dachte, ich komme wenigstens ohne die aus. Sollte die allerdings sein müssen, versuche ich, die an die Weisheitszähne zu koppeln.

Morgen muss ich unbedingt dran denken, mich fürs Wochenende mit Ibu einzudecken....

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24.06.2010

Heute wurden endlich Abdrücke, Bilder und Röntgen gemacht. Ich wusste gar nicht, dass es das Zeug für die Abdrücke mittlerweile sogar mit Grapefruit-Geschmack gibt. :lol:

Der KFO erstellt jetzt einen Behandlungsplan, reicht den bei der Kasse ein und Ende Juli steht der nächste Termin an, dann wird es auch endlich wirklich ernst.

Komischerweise musste ich nichts unterschreiben. Ich dachte immer, die Diagnose muss man erst mal selbst tragen...

Der Problemzahn ist wieder ruhig und zu und die *große* etwas lädierte Amalgamstraße ist auch mit Kunststoff erneuert worden. Den letzten Amalgamzahn lasse ich kommendes Jahr machen.

Und höchstwahrscheinlich bleibt mir die GNE erspart.

bearbeitet von Dying-Flutchman

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30.07.10

Gestern ist der KFO den Behandlungsplan mit mir durchgegangen.

GNE bleibt mir erspart, wir beginnen erst mal mit einem/einer(?) Quadhelix, da er im OK nur einige wenige Milimeter Platz mehr benötigt, dann so schnell wie möglich die Weisheitszähne raus und bei der Gelegenheit - sofern nötig - noch eine Wurzelsptzenresektion beim Sorgenkind-5er.

Danach Multiband und OP.

Ich hatte ja anfangs etwas Sorge bei meinem KFO, aber das Verhältnis ist jetzt super. Er hat mir eine Aufstellung darüber gegeben, was er für sinnvoll hält, was über die Kassenleistung hinaus geht, das soll ich in Ruhe durchgehen und ihm dann sagen, was ich gerne hätte.

Vielleicht mag ja mal jemand drüber schauen, ob das sinnvoll ist und ob die Kosten angemessen sind:

Manuelle Funktionsanalyse: 64,67

Zusätzliche OPG: 41,96

Langzeitversiegelung des Bracketumfeldes: 186,06 (für 16 Zähne)

PRZ: 51,12 (zwei mal, die kann ich aber über meine Zusatzversicherung abrechnen lassen)

CHX-Lack: 19,66 (zwei mal)

Bio-Starter-Bögen: 33,92 (zwei Stück)

Thermoelastische Bögen: 33,92 (zwei Stück)

Finishing Bögen: 67,67 (zwei Stück)

Lingualretainer: 193,23

Ich hätte dann auf jeden Fall gerne selbstligierende Brackets für jew. 19,90/Bracket, die er dann aber indirekt kleben möchte.

Nun heißt es warten, dass sich die KK mal erbarmt, ihr OK zu geben.

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So, gedauert hat es einen Moment, aber die ganze Geschichte ist problemlos bei der Krankenkasse durchgegangen.

Dienstag wird separiert und - wenn ich es richtig verstanden habe - Mittwoch bebändert und Anfang November wird die Quadhelix eingesetzt.

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So, mal ein update:

Am 18.10. wurden die Achter oben entfernt.

Es hätte so einfach sein können. Der Zahnarzt bei der Voruntersuchung ging davon aus, der Chirurg ging davon aus, ich ging davon aus.......und wir lagen falsch.

Beide sind an der Wurzel zerbrochen und ein Wurzelstück hat mir die Kieferhöhle perforiert.

Ich bin ja wirklich hart im Nehmen, aber ich hatte einige Stunden danach eine Nachblutung, die hat mich in die Knie gezwungen.

Das hat auch alles sehr lange gedauert beim Abheilen, weswegen ich das Einsetzen der QH um eine Woche nach hinten verschoben habe.

Ein positives hat das ganze aber: Ich habe am 18.10. meine letzte Zigarette geraucht.

Die QH wurde dann am 09.11. eingesetzt.

Seitdem esse ich nichts mehr mit Fasern wie Fleisch oder rohes Gemüse und kaum noch etwas, wenn ich nicht zuhause bin.

Ansonsten ist sie etwas nervig, da ich v.a. anfangs mit der Zunge dran hängen blieb und sie mir aufgeschabt habe. Reden geht Gottseidank allerdings wieder.

Seit vorgestern passen meine Zähne auch nicht mehr aufeinander, aber damit habe ich gerechnet.

Ich fiebere dem Tag entgegen, wenn sie entfernt wird.

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Nachblutung klingt unschön. Und bist Du noch rauchfrei? Bei Dir steht dann dieses Jahr auch noch ne OP an? Das mit der Quadhelix kenne ich von dem anderen Zeug, was sie an meinem Gaumen geparkt haben, nach einer Weile sortiert man Essen immer nur nach 'könnte hängen bleiben' und 'passt'...

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Der Tag, dem ich entgegengefiebert habe, war dann endlich heute.

QH raus, Multiband oben und unten, sowie ein Palatinalbogen rein. Alles ist ein wenig schmerzempfindlich und ungewohnt und voll im Mund, aber DIE QH IST RAUS! :grin: Das waren mal drei nervige Monate voller "Ne, kann ich nicht essen!" "Ne, ich habe keine Zahnbürste dabei!" und stundenlangem möglichst unauffälligem Herumpulen mit der Zunge.

@ Foxface: Ja, ich bin noch standhaft. Ist aber auch sehr lohnenswert für Geldbeutel und vor allem für das Zahnfleisch, das kaum mehr noch herumnervt. Die Bimax ist vorsichtig für November angedacht. Das fänd ich super, wenn die noch dieses Jahr durch käme.

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