Karla

59 Jahre - KFO und KFC Behandlung noch möglich und sinnvoll??????

Hallo alle zusammen,

ich bin 59 Jahre alt. Ich habe einen Deckbiss, die Zähne im OK und UK gehen zurück, so dass der Raum für die Zunge immer enger wird.

-Ist es möglich in diesem Alter die Zähne durch Spangen im OK und UK noch zu bewegen, denn der Kiefer ist in diesem Alter ja härter?

-Wie sehr werden die Zähne weh tun, wenn sie bespangt sind und dadurch bewegt werden?

-Tun die Zähne besonders weh, die überkront sind?

-Gehen die Zähne schneller in die alte Position zurück und die Behandlung ist umsonst?

Kieferoperation

Der UK soll durch eine Operation ein Stück nach vorn.

-Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einen Nerv zu treffen?

-Baut sich der Knochen an der Schnittstelle wieder auf?

Für Eure Antworten wäre ich sehr dankbar.

Ich bin noch auf der Suche nach der optimalen Lösung für mich, ich stehe also noch am Anfang meiner Behandlung und ich habe noch nichts unterschrieben, nur es ist ganz schwer in diesem Alter eine Entscheidung zu treffen. :-(

Karla

bearbeitet von Karla

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Hallo Karla,

Ich kann dir leider nicht auf alle Fragen eine Antwort geben, aber vielleicht hilft es dir ja in einigen Dingen. Ich glaube eine OP bei einer älteren Person ist von Natur aus risikoreicher, da die ja oft einfach keine gute Gesundheit mehr haben und körperlich abbauen. Ich glaube aber, dass 59 Jahre da noch nicht zu gehört. Mein Chirurg hatte mal angedeutet, dass er auch ältere Leute operiert, aber da ging er glaube ich eher von 70 Jahren oder mehr aus.

Am Unterkiefer verläuft ein Nervenstrang, der natürlich verletzt werden kann. Das ist ein Risiko, das zwar wie die meisten Risiken gering, aber eben vorhanden ist. Wird dieser Strang verletzt, ist das schlimmste, was dir passieren kann, dass du an der Lippe oder Kinn nichts mehr fühlst. Am Unterkiefer kann es dir also eigentlich nicht passieren, dass ein wichtiger Nerv verletzt wird, der dein Gesicht entstellen kann.

Höher, aber immer noch vertretbar gering (in meinen Augen) ist wohl das Risiko, dass eine Schraube, die dir nach der OP eingesetzt wird, aus Versehen den Zahn zerstört. Wichtige Blutgefäße gibt es im Unterkiefer wohl nicht, so dass du auch keine Angst vor starkem Blutverlust haben musst.

Was das Knochenwachstum angeht, kann ich dir nicht weiterhelfen. Man sagt ja immer im Alter heilen Brüche langsamer, aber das bedeutet ja nicht, dass sie gar nicht heilen.

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Hallo Karla,

bin zwar "erst" Miite 40 :wink: (und nicht die älteste Patientin meines KFO) und habe die "aktive" KFO-Behandlung (feste Zahnspange kommt am 15.06.2010 raus) sowie die Kiefer-OP (UKVV) bereits hinter mir.

Zahnkorrekturen können ein Leben lang vorgenommen werden - also, das Alter spielt insoweit keine Rolle.

Schmerzen bei der festen Spange hatte ich eigentlich nur beim Bogenwechsel (genauer gesagt: Schmerzen an und für sich nur beim Essen und Zähneputzen, also wenn Druck auf die Zähne kommt - das dauerte meist zwei bis drei Tage und war gut auszuhalten).

Im OK habe ich selbstligierende Brackets und im UK Mini-Brackets; am Anfang der KFO-Behandlung wurden extrem dünne, superelastische Bögen benutzt.

Da ich keine Kronen und dergleichen habe, kann ich leider nix dazu sagen, ob man hier schmerzempfindlicher ist.

Bezüglich Deiner Frage, ob nach abgeschlossener KFO-Behandlung die Zähne wieder in die alte Position zurückgehen, kann ich (noch) nichts dazu sagen. Mein KFO sowie mein Zahnarzt versicherten mir beide, dass ein Zurückwandern der Zähne vermieden werden kann, wenn die Bisseinstellung optimal erfolgt.

Hierzu ist es zunächst sehr wichtig, dass nach dem Entfernen der Klammer der Biss richtig eingestellt wird (bei mir erfolgt dies durch eine Schiene, die die Zähne daran hindert, in ihre alte Position zurückzuwandern), gleichzeitig wird der Biss optimiert, sprich: Einstellen einer möglichst optimalen Verzahnung im Seitenzahnbereich, sodass sich OK und UK gegenseitig stützen können.

Zusätzlich wird im OK und UK jeweils ein Retainer geklebt (das ist ein dünner Drahtbogen, der hinter die Frontzähne geklebt wird, damit sich die Zähne nicht mehr verschieben können).

Betreffend Vorverlagerung UK kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass auch im "fortgeschrittenen" Alter der Knochen sich an der Schnittstelle wieder aufbaut.

Was die Wahrscheinlichkeit, einen Nerv bei der OP zu treffen, anbelangt, kann ich hier nix konkretes dazu sagen: Du wirst ausschließlich von einem MKG-Chirurg operiert, der bestens um diese Problematik weiß - das Augenmerk wird bei der OP stets darauf gelegt, dass dem Nerv nix passiert. Wichtig ist halt, dass man im Vorfeld weiß, dass man nach der OP taube Stellen, vor allem am Kinn, Zahnfleisch und Unterlippe hat, die lange andauern können (meine UKVV liegt jetzt 6 Monate zurück, taube Stellen habe ich nicht, aber unterhalb der Lippe und an der Kinnspitze so ein "wattiges, pelziges" Gefühl und beim Essen/Trinken von kühlen Speisen ein Gefühl, als wenn außen am Kinn ein Wasserfall runterplätschert - dieser Zustand wird sich wohl noch etwas länger halten, ich bin aber zuversichtlich, dass dies nicht von Dauer ist.

Wichtig war und ist mir vor allem, mit meinen eigenen Zähnen "irgendwann ins Gras zu beißen":

ohne Kiefergelenkprobleme,

ohne Gefahr, durch den nach hinten verrutschten Diskus irgendwann einen Tinnitus zu erleiden,

ohne Gefahr von Zahnverlust: Zähne im UK waren bereits aus dem Zahnfach rausgewandert,

ohne Deckbiss (der ziemlich ausgeprägt war, verbunden mit einem fiesen Distalbiss, der den KFC zu der Aussage hinreißen ließ: "... um durch die Kiefer-OP Frau ... von ihrem furchtbaren Distalbiss zu erlösen")

Dass dann noch ein Zahnpastalächeln "gratis" dazugekommen ist, supi. :wink:

LG Würmchen

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Hallo alle zusammen,

ich bin 59 Jahre alt. Ich habe einen Deckbiss, die Zähne im OK und UK gehen zurück, so dass der Raum für die Zunge immer enger wird.

-Ist es möglich in diesem Alter die Zähne durch Spangen im OK und UK noch zu bewegen, denn der Kiefer ist in diesem Alter ja härter?

-Wie sehr werden die Zähne weh tun, wenn sie bespangt sind und dadurch bewegt werden?

-Tun die Zähne besonders weh, die überkront sind?

-Gehen die Zähne schneller in die alte Position zurück und die Behandlung ist umsonst?

...

Karla

Hallo Karla,

ich bin auch von der 'Generation 50+' und zur Zeit in Behandlung - allerdings ist zum Glück eine OP bei mir nicht angesagt, 'nur' Spange OK + UK. Kronen habe ich übrigens auch einige, das ist in unserem Alter nicht ganz unüblich.

Bisher habe ich keine negativen Erfahrungen sowohl mit der Spange als auch mit meiner Umgebung gemacht und kann Dir nur anraten...

Viel Erfolg!

Hajo

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Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten, Ihr habt mir Mut gemacht.

Ich möchte weiter berichten.

Diese Woche war ich gemeinsam mit meinem Kieferorthopäden bei einem Prof. Dr. Dr. ...für Kieferchirurgie im Klinikum, er hat sich mein Gebiß angesehen und gleich handschriftlich seine Beurteilung geschrieben.

Nun kann der KO die Unterlagen bei der KK einreichen.

Der KO sagte mir, dass dann ganz langsam angefangen wird, dass System

"alter Deckbiss" anzuschieben, erst mal bekomme ich ein Draht im OK innen, an den Zähnen befestigt, so würde die Zunge bereits die Zähne nach vorn schieben.

Dann bekomme ich eine Zahnspange im OK, welche genau weiß ich noch nicht.

Etwas Bammel habe ich vor der UK-Operation, obwohl es noch eine Zeit hin ist. Ich habe das große Glück, meine Freundin ist Zahnärztin und sie hat mich beruhigt.

Ich werde dann immer weiter berichten, denn so viel steht nicht im Forum darüber, wenn sich gerade die Generation 50 + noch das Gebiss "richten" :wink: läßt.

Man hat ja sonst nichts zu tun, in diesem Alter.

Herzliche Grüße von Karla

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