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Susine

Kostenerstattung bei GKV?

28 Beiträge in diesem Thema

Ich bin gesetzlich versichert und ein MKG-Chirurg hat auf mich eingeredet, dass ich die Kostenerstattung als Abrechnungsmodus wählen soll. D.h. ich würde von ihm (analog wie ein Privatpatient) eine Rechnung bekommen, welche ich begleichen muss und diese zur Erstattung der Kosten bei der GKV einreichen soll. Damit würden mir angeblich keine Mehrkosten entstehen, da er die anfallenden Verwaltungskosten der GKV auch übernehmen würde. Er würde auch nur den einfachen Satz bei jeder Position abrechnen und die Kassen wären insoweit verpflichtet die Rechnung zu 100% zu begleichen.

Er behauptet weiter, dass die GKV's die Versicherten in der Auklärung dieser Abrechnungsmethode bewußt täuschen, denn entgegen der Angaben der GKV's könne man trotz Entscheidung für diesen Abrechnungsmodus bei der kieferchirurgischen Behandlung alle weiteren anderen ärztlichen Behandlungen wie gehabt über die Versichertenkarte abrechnen.

Frage: trifft diese Aussage zu? Der MKG-Chirurg begründet seinen Vorschlag für diese Abrechnunngsmethode damit, dass er andernfalls nur ca. 450 € (???) für eine OP von der GKV bekäme und dass das bei Kosten von mind. 7.000 € nicht seine Kosten deckt.

Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?? Wem soll man glauben? Dem KC, der behauptet die GKV's würden die Versicherten bewußt über diese Abrechnungsmöglichkeit täuschen um Geld zu sparen, dass sie andernfalls für die Behandlung aufwenden müßten oder der GKV???:?:

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Entscheidung für diesen Abrechnungsmodus bei der kieferchirurgischen Behandlung alle weiteren anderen ärztlichen Behandlungen wie gehabt über die Versichertenkarte abrechnen.

Hatte mal mit der DAK dazu eine ähnliche Diskussion und die sagten ganz klar: entweder so oder so. Wenn Du Dich für eins entscheidest, dann gilt das für ALLES einen gewissen Zeitraum.

für eine OP von der GKV bekäme und dass das bei Kosten von mind. 7.000 € nicht seine Kosten deckt.

Man zahlt doch noch privat einen Betrag für Modell-Op etc. Darin ist doch auch noch ein Betrag für die OP enthalten. Kann mir das so nicht vorstellen, sonst würde es jeder MKG-Chirurg so machen wollen. Außerdem, wo ist dann der Unterschied. Ob Du 7000 Euro zahlst und von der Kasse alles zurück bekommst oder wenn er mit der Kasse abrechnet? Die Kasse zahlt eh nur den einfachen Satz.

Und dann ist es auch so, dass bei einer Op mehrere Abrechnungen stattfinden. Der Operatuer rechnet (wenn er im KH nicht als angestellter Arzt tätig ist) mit der Kasse nur die OP ab. Die stationäre Versorgung rechnet das KH direkt mit der Kasse ab.

Ich versteh den Sinn nicht und würde da kein Risiko eingehen.

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Glaube mittlerweile, dass es bei dieser Abrechnung eher darum geht, schneller das Geld zu bekommen. Wenn es über die Chipkarte läuft, dann geht es über die KV des jeweiligen Bundeslands. Das dauert Wochen bis die Ärzte dann ihr Geld bekommen, zumal sie ja nur einmal pro Quartal abrechnen.

Wenn er Dir die Rechnung schickt, dann musst es es ja vorlegen und bei der Kasse einreichen. Ich glaube, die KV bleibt dann außen vor.

Das man die Abrechnungsmethoden mischen kann, wäre gefährlich für die Kassen. Dann müssen die ja höllisch aufpassen, dass nicht etwas über die Chipkarte mit der KV abgerechnet wird und über die Kostenerstattung. Ich denke daher, dass es logisch ist oder sein sollte, dass man wenn alles über Chipkarte oder über Kostenerstattung abrechnen kann.

Bei der Kostenerstattung hast Du halt auch das Risiko, wenn der Arzt mal was abrechnet, was die Kasse es dann ggf. nicht anerkennt.

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Er behauptet weiter, dass die GKV's die Versicherten in der Auklärung dieser Abrechnungsmethode bewußt täuschen, denn entgegen der Angaben der GKV's könne man trotz Entscheidung für diesen Abrechnungsmodus bei der kieferchirurgischen Behandlung alle weiteren anderen ärztlichen Behandlungen wie gehabt über die Versichertenkarte abrechnen.

man kann es zum beispiel auf den stationären bereich beschränken, und zum hausarzt weiter mit karte, das hat er wahrscheinlich gemeint?

wenn du aber in dem jahr z.b. einen unfall hättest, hast du trotzdem ein problem.

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@relative, @Lippi: Merci für Eure Ausführungen zum Thema.

Habe heute bei meiner KK angerufen und erhielt die Aussage, dass das durchaus möglich ist die Abrechnungen anderer Ärzte über die Versichertenkarte abzuwickeln. Falls ich mich allerdings beim Kieferchirurgen für die Kostenerstattung entscheide bedeudet das zwangsläufig auch, dass der KFO über Kostenerstattung abzurechnen ist ebenso wie der Zahnarzt, soweit die Behandlung mit der Dysgnathiebehandlung in Verbindung steht. Alle anderen Ärzte könne ich aber unverändert mit der Chipkarte abrechnen.

Dennoch möchte ich mich nicht zu dieser Abrechnung drängen lassen. Ich finde man geht damit ein finanziell nicht kalkulierbares Risiko ein oder wie seht ihr das?

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Also für mich persönlich wäre diese Art der Abrechnung auch nichts. Da ist mir das Risiko doch ehrlich zu groß, dass ich dann doch auf dem ein oder anderen Posten der Rechnungen sitzen bleibe. Mag vielleicht unbegründet sein, aber das würde für mich unnötig Stress bedeuten, den man mit der herkömmlichen Methode vermeiden kann.

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Dennoch möchte ich mich nicht zu dieser Abrechnung drängen lassen. Ich finde man geht damit ein finanziell nicht kalkulierbares Risiko ein oder wie seht ihr das?

kann der sich nicht irgendeine story ausdenken, z.b. dass die KK nur einen kiefer bezahlt, oder dass er eine besonders nervschonende OP-technik hat, wie jeder andere kieferchirurg das auch schafft?

was für ein unkreativer arzt :D

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@relative: apropos die gkv würde nur einen kiefer zahlen. mit diesem argument geht dr. k. aus B.H. doch tatsächlich hausieren... In dieser Hinsicht legt Prof. S.ailer die Karten auf den Tisch... Getreu dem Motto ich verlange soundsoviel und bin es auch wert... Nun ja der Größenwahn scheint ein Nebeneffekt mancher KC zu sein.

bearbeitet von Susine

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apropos die gkv würde nur einen kiefer zahlen.

Das haben mir aber auch schon andere KC's gesagt und bei unserer Gesundheitsreform glaube ich das sogar. Der KC bekommt immer nur eine Sache pro OP bezahlt. Als ich die GNE hatte wurde bei mir das Nasenseptum mitgerichtet. Da bekommt der Arzt auch nur eins bezahlt: Entweder GNE oder Nasenseptum.

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Ist es natürlich auch.

Die GKV zahlt ja nicht mal das Taxi, wenn Du ambulant eine OP hattest. Eine Arbeitskollegin musste am Knie operiert werden. Da das auch ambulant ging wurde sie aus Kostengründen nicht stationär im KH aufgenommen, sollte aber am nächsten Tag nochmal zur Kontrolle und ziehen der Drainage kommen. Sie bekam kein Taxischein, obwohl es 1. medizinisch notwendig war und 2. die Kasse so um die Kosten der stationären Behandlung kam. Denen ist das egal, musste alles aus eigener Tasche zahlen oder mit Drainage in Bus und Bahn fahren.

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Das haben mir aber auch schon andere KC's gesagt und bei unserer Gesundheitsreform glaube ich das sogar. Der KC bekommt immer nur eine Sache pro OP bezahlt. Als ich die GNE hatte wurde bei mir das Nasenseptum mitgerichtet. Da bekommt der Arzt auch nur eins bezahlt: Entweder GNE oder Nasenseptum.

das macht theoretisch auch sinn, dass man einem arzt für ein paar handgriffe mehr nicht nochmal eine vollständige operation bezahlt. das gilt überall, auch beim hausarzt.

mit dem argument dann vom patienten kassieren?! mein hausarzt hat's noch nicht versucht.

ist aber eigentlich egal mit welchem argument. keiner von uns wechselt deswegen den arzt, und ich glaube nicht, dass es legal wäre als kassenarzt zu sagen: ich koste eben mehr.

die kreativen abrechnungsgründe sind wir nach einem jahr KFO-behandlung doch alle gewöhnt...

In dieser Hinsicht legt Prof. S.ailer die Karten auf den Tisch... Getreu dem Motto ich verlange soundsoviel und bin es auch wert

er legt auf den tisch, dass er das 10fache einer privatbehandlung in deutschland kostet.

natürlich nachdem er dahigehend "beraten" hat, dass der verzweifelte patient absolut keine alternative zu ihm hat, weil nur er diese OPs kann.

sehr seriös.

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Wer kann mir helfen???????????????

Bin bei der DAK versichert so und mir muss leider mein Unterkiefer-kiefervorverlagert werden, aber meine Krankenkasse weigert sich die op kosten zu übernehmen soll einen eigen anteil von ca. 2000€ zahlen.is op + op modell. wer kann mir helfen???

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das macht theoretisch auch sinn, dass man einem arzt für ein paar handgriffe mehr nicht nochmal eine vollständige operation bezahlt. das gilt überall, auch beim hausarzt.

.

Das macht weder praktisch noch theoretisch Sinn, weil ein Arzt in dem Fall nicht eine komplette 2. OP abrechnet, sondern nur die Tätigkeiten, die er zusätzlich durchgeführt hat.

Wenn du privat versichert bist, siehst du das ganz deutlich, da werden die einzelnen Punkte (Handgriffe/Tätigkeiten) auf der Rechnung aufgelistet. Die Summe der einzelnen, meist nicht sehr "teuren" Tätigkeiten, die während der OP und des Krankenhausaufenthaltes durchgeführt werden, ergibt die Endsumme, die man (bzw. die Versicherung) zahlen muss. Die Vergütung jeder einzelnen Tätigkeiten ist festgelegt. Der Arzt kann nur versuchen, ggf. einen höheren Schwierigkeitsgrad einzelner Tätigkeiten vergütet zu bekommen, indem er z.B. den Faktor 3,5 eingibt.

Bezahlt wird von den Kassen dann nur das, was sie für angemessen halten.

Beim Hausarzt (bzw. niedergelassenen Ärzten allgemein) ist es nochmal anders, der bekommt nicht einmal das vergütet, was er macht, sondern eine Pauschale für dich für ein Quartal (bei Dermatologen ca. 13 Euro, und das bekommt er, egal ob du in dem Quartal einmal hingehst und nur ein Rezept willst oder ob du etwas hast, das eine aufwändige Behandlung erfordert, wegen der du längere Zeit jeden Tag in der Praxis erscheinst). Wenn du mal teurer bist bzw. teurere medizinische Leistungen benötigst - Pech für ihn. Behandeln wird er dich trotzdem, auch wenn es sich für ihn nicht rechnet. Einer der Gründe, warum Ärzte IGEL-Leistungen anbieten.

Und: manchmal können zusätzliche Maßnahmen während der OP sehr sinnvoll sein. Bei mir stellte sich z.B. beim Absetzen des OK heraus, dass meine Nebenhöhlen voll Polypen waren. Prof. W. hat sie entfernt und das Gewebe beim Pathologen untersuchen lassen. Die private Zusatzversicherung zahlt das nicht. Grund: es sei eine flankierende Maßnahme der Kiefer-OP.

ABER: wäre es sinnvoll, wenn er das Gewebe (von dem er nicht wusste, was es war - hätte theoretisch ja auch bösartig sein können) dringelassen hätte, um mich zum HNO-Arzt zu überweisen, damit das dann nach dem üblichen, teuren Procedere wie langfristiger Kortisonbehandlung, CT der Nebenhöhlen usw. dann einige Monate später doch noch operiert worden wäre? In einer weiteren OP mit Narkose, mehrtägigem Krankenhausaufenthalt usw? Das wäre deutlich teurer geworden. Dann allerdings für die Versicherung (die den Spaß dann hätte zahlen müssen), nicht für mich. Und ich hätte die Belastung durch eine 2. OP gehabt, auch nicht wirklich toll.

Ein Arzt sollte auch einen gewissen "Handlungsspielraum" haben. Wenn er irgendwo Gewebe sieht, das da nicht hingehört, sollte er es rausnehmen dürfen und das auch vergütet bekommen. Er sollte die Möglichkeit haben, das zu machen, was für den einzelnen Patienten das Sinnvollste ist.

Allerdings rede ich hier nicht von Ärzten wie S., die sich eh alles vom Patienten direkt bezahlen lassen und vermutlich vergoldete OP-Handschuhe tragen (anders sind die Kosten nicht wirkloich zu erklären, oder?). Aber es ist ja jedem selbst überlassen, zu so einem Arzt zu gehen. Es gibt genug andere, die ebenfalls sehr gut und nicht so teuer sind.

@Melanie: frag doch mal, woher der Eigenanteil kommt. Vermutlich 900 Euro für die Modell-OP (das ist normal, zahlt die KK nie bzw. nur in Ausnahmefällen), und was kommt noch dazu? Kriegst du eine Kinnplastik?

LG

Anna

bearbeitet von Annawake

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Wenn du privat versichert bist, siehst du das ganz deutlich, da werden die einzelnen Punkte (Handgriffe/Tätigkeiten) auf der Rechnung aufgelistet. Die

es gibt auch privat leistungen die andere leistungen schon umfassen und nicht beide abgerechnet werden können. das ist bei auch kiefer-OPs regelmäßiger streitpunkt mit versicherungen.

Und: manchmal können zusätzliche Maßnahmen während der OP sehr sinnvoll sein. Bei mir stellte sich z.B. beim Absetzen des OK heraus, dass meine Nebenhöhlen voll Polypen waren. Prof. W. hat sie entfernt und das Gewebe beim Pathologen untersuchen lassen. Die private

es ging um die behauptungen von chirurgen, wonach die kasse nur für einen kiefer bezahlt und ähnliches.

der chirurg wird für die OP bezahlt, und dass die kasse der ansicht ist irgendwelches gewebe zu entfernen sei damit bereits abgegolten ist kein grund vom patienten extra geld zu verlangen.

und so hat's dein prof dann auch gehandhabt oder?

das ist wie am supermarkt nur abkassiert zu werden, wenn man dafür extra zahlt, weil die angestellte ihre bezahlung für ungerecht hält.

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es gibt auch privat leistungen die andere leistungen schon umfassen und nicht beide abgerechnet werden können. das ist bei auch kiefer-OPs regelmäßiger streitpunkt mit versicherungen.

es ging um die behauptungen von chirurgen, wonach die kasse nur für einen kiefer bezahlt und ähnliches.

der chirurg wird für die OP bezahlt, und dass die kasse der ansicht ist irgendwelches gewebe zu entfernen sei damit bereits abgegolten ist kein grund vom patienten extra geld zu verlangen.

und so hat's dein prof dann auch gehandhabt oder?

das ist wie am supermarkt nur abkassiert zu werden, wenn man dafür extra zahlt, weil die angestellte ihre bezahlung für ungerecht hält.

Nein, ist es nicht, zumindest nicht der von mir angesprochene Fall. Es ist wie arbeiten und die geleistete Arbeit nicht gezahlt zu bekommen, weil irgendjemand (der sich mit der Materie bei weitem nicht so gut auskennt) meint, dies und jenes sei sinnlos oder unnötig.

Und dass Krankenkassen manchmal recht sonderbare Ansichten haben, zeigt ja schon das Beispiel von Lippis Bekannter.

Relative, mit deinen Aussagen stellst du dich nicht auf die Seite der Patienten, sondern auf die der Krankenkassen, ohne dich wirklich mit der Materie auszukennen (behaupte ich jetzt einfach mal). Irgendwie scheinst du im Moment einfach nur laut "DAGEGEN" brüllen zu wollen, ohne irgendwelche wirklich konstruktiven Beiträge zu bringen, und das nervt.

Dass Lügen von Seiten der Behandler absolut daneben sind, brauchen wir wohl nicht zu diskutieren, das sollte klar sein.

Deine ersten 2 Sätze verstehe ich übrigens nicht.

PS: "die OP" (bzw. der Preis dafür) setzt sich aus den ganzen einzelnen Handlungen, für die OPS-Codes existieren, zusammen. Angefangen von der örtlichen Betäubung (die bei Kiefer-OPS zus. zur Narkose gemacht wird) bis zum Anlegen eines Verbandes. Die Einzelschritte werden abgerechnet, nicht "die OP". Das war der Punkt, den ich vorhin versucht habe zu erklären.

bearbeitet von Annawake

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Nein, ist es nicht, zumindest nicht der von mir angesprochene Fall. Es ist wie arbeiten und die geleistete Arbeit nicht gezahlt zu bekommen, weil irgendjemand (der sich mit der Materie bei weitem nicht so gut auskennt) meint, dies und jenes sei sinnlos oder unnötig.

Und dass Krankenkassen manchmal recht sonderbare Ansichten haben, zeigt ja schon das Beispiel von Lippis Bekannter.

Relative, mit deinen Aussagen stellst du dich nicht auf die Seite der Patienten, sondern auf die der Krankenkassen, ohne dich wirklich mit der Materie auszukennen (behaupte ich jetzt einfach mal). Irgendwie scheinst du im Moment einfach nur laut "DAGEGEN" brüllen zu wollen, ohne irgendwelche wirklich konstruktiven Beiträge zu bringen, und das nervt.

die ganze diskussion ist unkonstruktiv.

wo erkennst du hier ein "DAGEGEN"?

alles was ich kritisiert habe waren die fadenscheinigen begründungen für extrakosten, für die sich ärzte eigentlich an ihre vereinigung wenden sollten und nicht an den patienten. oder eben eine privatpraxis eröffnen.

aber selbst dafür hab ich verständnis geäussert, weil es in deutschland offenbar keine möglichkeit gibt einfach zu sagen "ich bin teurer, weil ich besser bin" ohne ganz aus dem kassensystem auszusteigen (oder dem patienten geschichten zu erzählen)

PS: "die OP" (bzw. der Preis dafür) setzt sich aus den ganzen einzelnen Handlungen, für die OPS-Codes existieren, zusammen. Angefangen von der örtlichen Betäubung (die bei Kiefer-OPS zus. zur Narkose gemacht wird) bis zum Anlegen eines Verbandes. Die Einzelschritte werden abgerechnet, nicht "die OP".

und einzelne schritte umfassen andere schritte, die deswegen nicht extra abgerechnet werden können. wenn das nicht so ist, kannst du das vielleicht mal meiner versicherung erklären.

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Ich bin der Meinung, wenn der Operateur zwei Dinge in einer OP erbringt, soll er auch mehr Geld bekommen. Schließlich hat mein KC mir einen Gefallen damit getan bei der GNE die Nasenwand mit zu korrigieren, wodurch ich besser Luft bekomme.

Wäre ich 2x ins KH gegangen und hätte es einzeln machen lassen, hätte auch in meinem Fall die Kasse die doppelten Kosten von Narkose bis stationäre Versorgung gehabt. Also, was soll die Zickerei der Kassen??? Paar Euro mehr haben sich die Ärzte dann wohl auch verdient.

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... nun will ich einen Auszug einer aktuellen OP-Broschüre eines KC zitieren:

"Bedauerlicherweise hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass aufgrund von Unstimmigkeiten integrale Bestandteile der präoperativen chirurgischen Behandlung, des Eingriffs selbst und der postoperativen chirurgischen Behandlung von den gesetzlichen Kostenträgern z.T. nicht übernommern werden.

Dies betrifft:

- die präoperative Anfertigung der individuellen OP-Splinte

- die Durchführung der intraoperativen Kondylenpositionierung

- die Übernahme der Kosten für das Osteosynthesematerial (Schrauben, Platten)

- die stationäre Behandlung" (Zitatende)

Also ich bin geschockt. Kann man das glauben, dass die Schrauben und insbesondere die stationären Kosten nicht oder nur teilweise übernommen werden???:?: Wie sollen denn die Kiefer fixiert bzw. zusammengehalten werden mit Sekundenkleber und soll der Patient noch am selben Tag wieder entlassen werden, wenn stationäre Kosten nicht übernommen werden. Ich kann mir das nicht vorstellen. Habe vor meine KK diesbezüglich zu befragen wie seriös diese Broschüre ist, oder ob es nur einen Versuch darstellt, den Patienten im Vorfeld auf saftige Zusatzkosten vorzubereiten.

bearbeitet von Susine

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Verwendet er spezielle Schrauben u.ä., die teurer sind, die er aber für besser hält? Anders kann ich mir das nicht erklären.

Ich würde mir diese Zusatzkosten genau auflisten lassen und dann ggf. mit ihm besprechen, was davon sein muss und was nicht.

Ein Teil davon ist vielleicht einfach die neuere Art der Modell-OP (die die Krankenkassen ja generell nicht übernehmen), ich würde aber an deiner Stelle trotzdem genau wissen wollen, was da a) soviel teurer ist und B) welche Zusatzkosten genau auf mich zukommen.

LG

Anna

bearbeitet von Annawake

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Ich glaube bei der stationären Behandlung ist gemeint, dass die KC für die Visiten bei den Patienten nicht extra honoriert werden. Die Versorgung an sich wird schon bezahlt und das ziemlich gut. Die Kassen zahlen pro OP eine Pauschale, die sich an dem Schwierigkeitsgrad der OP misst. Da Kiefer-OPs zu den schwierigsten Eingriffen in der Chirurgie zählen bekommen die Krankenhäuser pro Patient nicht wenig.

Ich glaube, wenn das wirklich so wäre, dass die Kassen nicht mehr den stationären Aufenthalt zahlen, wäre eine solche OP für viele finanziell nicht machbar. Dannmüssten wir ja das auch zahlen, denn umsonst werden wir da wohl nicht umsorgt.

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Der Artikel ist sehr interessant... es trifft also beide Parteien: Der Arzt, der einen höheren Satz abrechnet, als die Kasse bereit ist zu zahlen und eine zu hohe Verwaltungspauschale.

Im Endeffekt fehlt bei beiden das gleiche: Die nötige Aufklärung wie was abgerechnet wird...

Na ich bin gespannt wie es bei mir laufen wird.

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