Fragende

Hallo und "Herbst lässt grüßen"...

Hallo zusammen, :D

auch ich (21, Studentin) möchte hier von den Erfahrungen mit meiner Zahnspange berichten und ein bisschen "vergleichen"...

Meine Diagnose lautete (natürlich verkürzt): UK-Rücklage, Tiefbiss, mit multiplen Zahnrotationen oder einfach (und der UK liegt etwas schief zum OK, mir ist der Begriff leider entfallen). Vor allem meine oberen Eckzähne sind auch ohne Prothese eher "vampirartig", da gedreht.

Das soll sich jetzt ändern: Und zwar mithilfe einer festen Spange (lingual im OK, Keramik im UK erst nach 9 Monaten) und eines Herbstscharniers. Muss ich auf meine Begeisterung über Letzteres genauer eingehen? :551: Allerdings wäre ja nur eine OP die Alternative und ich möchte mir nicht "sinnlos" den Kiefer brechen lassen, solange ich nicht eine harmlosere Möglichkeit versucht habe. Die Extraktion von gesunden, bleibenden Zähnen kam für mich überhaupt nicht in Frage.

Gestern wurden mir oben Incognito-Brackets samt Draht eingesetzt. Zwar lisple ich (was mir persönlich angeblich mehr auffällt als anderen) und kann nur Weiches essen, aber im Gegensatz zum noch bevorstehenden Herbstscharnier gefällt mir das Ganze gut. ;-)

Auch das Putzen gestaltete sich etwas schwierig: Wie komme ich nur mit meiner Bürste an alle Stellen zwischen den Brackets? Hoffentlich erfüllt das kleine, weiche Interdentalbürstchen seinen Zweck. Außerdem schmerzen meine Zähne noch, wenn ich mit der Bürste etwas Druck ausübe.

Allerdings habe ich nicht vor, meine Zähne fünfmal täglich oder nach jedem Essen zu putzen. Ich habe das Gefühl, dass die Brackets im Moment sehr gut "umspeichelt" werden, gerade wenn ich etwas Leckeres gegessen habe. Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass ich in meinem Leben (21 Jahre) noch nie Karies hatte, trotz mittlerweile etwa zehnjährigen extremen Schokoladenkonsums. ;-) Daher schätze ich meine Zähne als recht widerstandsfähig ein oder bin vielleicht etwas leichtsinniger als ewig-Kariesgeschädigte. Wenn ich sie putze, dann aber auch sehr gründlich.

Um nicht noch weiter abzuschweifen: In drei Wochen wird der Herbst eingesetzt - und auf dieses Vergnügen durfte ich schonmal einen Vorgeschmack erhalten, indem der untere Teil zweimal ein- und wieder ausgesetzt wurde, was (besonders beim zweiten Mal) sehr wehtat. Auch die Separiergummis machen in den ersten Tagen Freude - wieso müssen die eigentlich leuchtend-türkisfarben sein? :-x Damit sie auch wirklich jeder sieht...naja, sie machten mich zweiTage lang "beißunfähig", aber dann war es auch gut...

Als das Herbstscharnier (wegen meiner sehr eng stehenden Zähne) runtergehämmert wurde, kamen mir die Tränen. :oops: Dagegen fand ich das Einsetzen der Brackets zwar langwierig, aber harmlos.

Dass die Behauptung, das Herbstscharnier sei von außen "unsichtbar" nicht zutrifft, war mir eigentlich klar, aber als ich gemerkt habe, wie weit die unteren Schrauben an meiner Unterlippe vorstehen, war ich schon entsetzt. Also ist es nichtmal unsichtbar, wenn man sich bemüht, es zu verbergen - es steht einfach vor. :-( Na wunderbar.

Egal, noch habe ich ja drei Wochen zu leben...

Und werde danach hoffentlich die Nachwelt über das Leben mit dem Herbst informieren - mein eigenes Informationsbedürfnis dazu konnte ich im Internet jedenfalls nicht befriedigen.

Bis demnächst... *lispel*

(mittlerweile nicht mehr nur) Fragende

bearbeitet von Fragende

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Hab heute auf beiden seiten der Kiefer eine SuS-Feder für mindestens drei Monate eingebaut bekommen, die soll angeblich nicht so schlimm sein wie ein Herbst aber man es ist wirklich furchtbar...alles tut weh...und ich werde wohl nie wieder essen können....

schreib doch mal wie es dir mit dem herbst ergeht...

grüße

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Na, da bin ich auch mal auf deinen Erfahrungsbericht gespannt. Ich bin, bzw. werde übrigens eine Mitleidende. Im August ist mein Termin für den Behandlungsbeginn. Allerdings habe ich dann im UK und OK jeweils "normale" Brackets (Keramik), also keine Lingualspange. Es soll aber ein Lingualbogen eingesetzt werden.

Vor dem schönen Herbst graut es mir auch schon...

Gutes Durchhalten und viele Grüße

Tamar

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Es ist am Anfang immer am schlimmsten. Man gewöhnt sich an so vieles. Als ich meine GNE-Apparatur damals rein bekommen habe, dachte ich auch die ersten Tage: "Oh Gott wie willst du das ein halbes Jahr aushalten". Aber nach paar Tagen sah die Welt dann doch wieder schön aus :-).

Ich musste etwas lachen als ich gelesen hab, du hast noch 3 Wochen zu leben :-).

Aber ich kann es nachvollziehen. Schön ist was anderes. Man darf einfach nicht das Ziel aus den Augen verlieren. Wofür man das macht.

Wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen

Grüße Miro

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Sooooo...

Nach dieser sehr langen Schreibpause habe ich wieder etwas zu berichten. Meine einzelnen Behandlungsschritte haben sich bis jetzt stark hingezogen, aber nun (= erst seit drei Tagen) ist das Herbstscharnier eingebaut und der zweite Bogen im OK (lingual).

Wo fange ich nun an... Zunächst bin ich wochenlang mit den türkisfarbenen kleinen Separierringen herumgewandert. Danach wurden erstmal nur die (zusammen verlöteten) Bänder bzw. Schrauben des Herbstscharniers eingesetzt, worauf ich über mein Aussehen ziemlich schockiert war. :sad: In den ersten zwei Tagen sind mir diese glitzernden Schrauben extrem aufgefallen. Sie sind so weit "vorne" befestigt, wie es überhaupt möglich ist.

Außerdem drückten sie stark in die Mundschleimhaut, was sich aber nach drei oder vier Tagen schlagartig besserte. Zunächst war mein Mund an der Stelle sehr wund: In der Nacht habe ich kleine Taschentuch-Stückchen dorthin geklemmt, soweit es ging (evtl. hat es ein wenig geholfen).

Anscheinend hat sich mein Mund daran gewöhnt: Es schmerzt nicht mehr und ist bisher auch nicht jedem aufgefallen. Die Schrauben sind jetzt (jedenfalls bei mir) überwiegend durch die Unterlippe verdeckt.

Nun zu den Stangen: Die sind ebenfalls äußerst gewöhnungsbedürftig. :? An "normales" Essen ist gar nicht zu denken, daher kommt momentan nur weiche Nahrung in Frage oder solche, die sich mit den Schneidezähnen zerkleinern lässt. Mir ist es am Anfang häufig passiert (bei seitlichen Kieferbewegungen), dass das Scharnier sich unglücklich verhakt - nicht empfehlenswert, weil schmerzhaft und unangenehm. ;) Außerdem besteht ständig die Gefahr, auf die Stangen zu beißen.

Heute geht es jedoch schon besser. An das Sprechen (und überhaupt die Stellung des Kiefers) muss ich mich noch gewöhnen, immerhin waren meine Muskeln über 20 Jahre lang eine ganz andere Belastung gewohnt.

Zähneputzen finde ich ziemlich schwierig und es dauert eben länger als zuvor.

Nachts habe ich die meisten Schwierigkeiten, weil ich nicht bewusst darauf achten kann, den Unterkiefer "geschickt hinzustellen", um ein Verhaken oder starken Druck zu vermeiden. Deshalb schmerzen meine Backenzähne (und eigentlich der ganze Kiefer) auch morgens noch ein wenig.

Zu der Optik kann ich aber glücklicherweise sagen: Das Scharnier (vor allem die Stangen) ist tatsächlich von außen nicht sichtbar, lediglich die Schrauben blitzen teilweise ein wenig hervor. Aber dafür, dass ich derartig viel Metall im Mund habe, ist es wirklich unauffällig.

Dass mein Unterkiefer weiter vorne liegt, finde ich persönlich nicht so schön, ebenso, dass sich die Schrauben unter meiner Unterlippe leicht abzeichnen. Dafür stehen meine Zähne im OK schon etwas gerader. :) Und der zweite Bogen, der ebenfalls vor drei Tagen eingesetzt wurde, macht sich überhaupt nicht bemerkbar (?).

Erst einmal schöne, gar nicht so frustrierte Grüße...

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Hier mal ein kurzes Update: Das Herbstscharnier ist jetzt seit fast zwei Wochen drin und ich kann bereits wieder einigermaßen normal, wenn auch mit Einschränkungen, essen. 8) Das heißt: Nicht nur Flüssiges/Brei, sondern auch Brot, Obst und sogar Schokolade (wenn ich vorsichtig bin), weil die Backenzähne einander wieder annähernd berühren.

An selbstverständlich-herzhaftes Draufbeißen ist natürlich nicht zu denken, aber im Moment bin ich ganz zufrieden.

Letzte Woche fing das Scharnier ganz plötzlich an zu haken, als ich schon glaubte, mich daran gewöhnt zu haben. Bei nahezu jeder Öffnung des Mundes fühlte ich einen Widerstand. Aus mir nicht erklärlichen Gründen verschwand dieses Problem nach anderthalb Tagen wieder so plötzlich, wie es gekommen war.

Nun stört es mich kaum noch. Ich spüre es zwar, aber es bereitet keine Schmerzen und ist (immer noch) von außen ziemlich unsichtbar.

Morgen werden die Stangen dann auf ihre endgültige Länge eingestellt, soweit ich weiß, also werde ich mich wieder von neuem daran gewöhnen müssen (essen, sprechen, Kiefer bewegen ;)).

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