Susine

keine selbstligierende Brackets

Hallo,

bitte um Rat. Habe eine etwas ältere KFO gefunden, die bei mir einen guten Eindruck hinterlassen hat, was die Diagnostik, Beratung und Ästhetik betrifft.

Allerdings bin ich etwas beunruhigt, da sie keine selbstligierenden Brackets verwendet, sondern nur mit dem herkömlichen Ligaturen arbeitet.

Ist das antiquiert und belastet das die Zähne nicht mehr als bei dem moderneren Systemen. Dauert damit die Behandlung nicht auch etwas länger?

Ich hatte bereits eine KFO-Behandlung und ich möchte dahingehend keine unnötigen Risiken eingehen.

Bin für jede Antwort dankbar.

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behauptet wird viel, aber was davon propaganda von herstellern ist und was nicht...

ich würde davon nicht die KFO-entscheidung abhängig machen.

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Naja, ich denke, dass die Entscheidung nicht wirklich einfach ist. Ich habe Speedbrackets, die ja selbstligierend sind und bei mir ging die ersten vier Wochen die Post ab. (Siehe auch Bilderthreat) Und der große Vorteil dabei war, dass ich nur alle 6 Wochen ca. einen Termin beim KFO brauche.

Auf der anderen Seite habe ich eine Bekannte, die "normale" Brackets hat. Bei ihr ging es auch relativ schnell, aber nicht so wie bei mir. Kann nun am persönlichen Unterschied liegen, dass es einfach bei manchen besser geht als bei anderen, keine Ahnung. Aber sie muss alle 2-3 Wochen zum KFO zum nachspannen... Das wär für mich echt ein Grund, Speeds zu nehmen, wenn mein KFO die nicht sowieso nutzen würde.

Ob es dir aber auch wert ist gleich einen anderen KFO zu suchen, kannst nur du beantworten.

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Mein KFO benutzt nur die normalen Brackets, auch keine Keramik oder Lingualkram, wenn es nicht sein muss. Für unseriös, unmodern oder unprofessionell halte ich ihn darum aber nicht.

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Habe letzte Woche in einem anderen Forum eine ähnliche Frage gefunden. So groß sollen die Unterschieden zwischen den einzelnen Systemen angeblich nicht sein. Selbstligierend sei wohl ein Vorteil, aber da gebe es auch mehrere und nicht nur Speed. Ansonsten soll es eher auf den Bogen ankommen. Und wie der KFO mit dem von ihm verwendeten System umgehen könne.

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Ich würde mir auf alle Fälle noch eine(n) zweite(n) KFO ansehen und eine zweite Meinung einholen, bzw. auch selbst eine zweite Meinung bilden.

Der KFO meiner Erstmeinung war überzeugt vom normalen Dämonsystem, und hat Invisalign und Incognito total abgelehnt und schlecht gemacht (obwohl ich schon vorab gesagt hatte, dass ich keine feste Spange aussen möchte und er für beides zertifiziert ist).

Der Zweite ging dann genau auf meine Fragen und Anforderungen ein und so habe ich mich dann für diese Praxis entschieden.

Ob Selbstlegierend oder Herkömmlich musst du für dich und mit deinem KFO entscheiden. Klar haben Generationen von Jugendlichen und Erwachsenen mit normalen Brackets gerade Zähne bekommen. Allerdings hat sich wohl auch hier die Technik in den letzten Jahren zum Wohle der Patienten weiterentwickelt und warum sollten wir dann nicht auch hier vom Fortschritt profitieren und die Verbesserungen nutzen. Schließlich fahren wir auch lieber mit dem neuesten Auto als mit einem alten.

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Ich durfte unfreiwillig mal zwischendruch den Vergleich machen, als ein paar defekte selbstligierende Brackets mit Ligaturen provisorisch versorgt wurden. In diesen wenigen Wochen habe ich die Belastung und Schmerzen mindestens als doppelt so stark wahrgenommen, bzw. noch stärker. Der Unterschied war wirklich erheblich. Der Vergleich war möglich, weil die benachbarten Brackets intakt waren und selbstligierend, auch wenn das unter diesen Umständen auch in "" zu setzen ist. Insofern kann ich ehrlich behaupten, dass es kein Marketing-Gerede ist, dass die Behandlung damit deutlich angenehmer" ist. Natürlich hat dieser Komfort einen hohen Preis, ich habe ihn ehrlich gesagt bis heute nicht eine Sekunde bereut.

Wieviel dadurch an Zeit gespart wird, ist vermutlich hypothetisch, wie kann man das vergleichen?! Ein KFO, der alle modernen Mittel prinzipiell ablehnt, wird das sicher begründen können.

Was hier das Wort "Propaganda" zu suchen hat, ist mir rätselhaft. Geschwafel?!

Bei allen "alternativen" Bracketssystemen ist es sehr wichtig, dass die Beteiligten auch damit umgehen können. Die Systeme sind nur so gut wie Diejenigen, die sie bearbeiten. Bei Unkenntnis kommt man dann wie in meinem Fall in den temporären Genuss von Ligaturen trotz selbstligierender Systeme.

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Allerdings hat sich wohl auch hier die Technik in den letzten Jahren zum Wohle der Patienten weiterentwickelt und warum sollten wir dann nicht auch hier vom Fortschritt profitieren und die Verbesserungen nutzen. Schließlich fahren wir auch lieber mit dem neuesten Auto als mit einem alten.

es ist nicht eindeutig, ob das wirklich fortschritt zum wohle des patienten ist. wenn du dich etwas auf webseiten umschaust, die nicht an patienten sondern an KFOs gerichtet sind, werden selbstlegierende brackets vor allem mit einem beworben: kurze stuhlzeiten.

so nennen KFOs, wie schnell sei dich aus dem behandlungsstuhl raus haben.

Was hier das Wort "Propaganda" zu suchen hat, ist mir rätselhaft. Geschwafel?!

es kann schon sein, dass man damit weniger schmerzen hat. wobei ich das selbst nicht bestätigen kann, ich hatte auch beides und bei beidem kaum schmerzen.

"propaganda" war mehr bezogen auf die werbung von damon zum beispiel, nach der man mit den brackets viel bessere ergebnisse bekommt als mit normalen.

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mir fehlt der Vergleich zu "normalen" Brackets. Ich habe allerdings mit selbstlegierenden nur gute Erfahrungen gemach. Die Schmerzen waren trotz erheblicher Zahnbewegung gering, die Zahnbewegung hat planmäßig und nach meiner Einschätzung recht schnell funktioniert und sie sind weniger auffällig. Ich hatte im Vorfeld bei 4 KFOs ein Beratungsgespräch, der Behandlungsverlauf wurde sehr unterschiedlich eingeschätzt aber keiner hat mir zu herkömmlichen Brackets geraten. Für alle war es selbstverständlich selbstlegierende zu nehmen.

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Conclusions: Despite claims about

the advantages of self-ligating brackets, evidence is generally lacking. Shortened chair time and slightly

less incisor proclination appear to be the only significant advantages of self-ligating systems over

conventional systems that are supported by the current evidence. (Am J Orthod Dentofacial Orthop

2010;137:726.e1-726.e18)

untersucht wurden außer stuhlzeit 16 verschiedene studien zu: behandlungszeit, breite des zahnbogens, wie oft brackets kaputt gehen, stabilität des behandlungsergebnisses.

überall: kein unterschied.

wenn man's nicht gewohnt wär von KFOs angelogen zu werden könnte man sich fast darüber aufregen.

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Studien sind was schönes. Die Realität ist aber dennoch oft anders.

In dem Fall muß man fragen, was denn verglichen wird.

Ich verwende das Damonsystem für Fälle, bei denen es mit herkömmlichen Brackets ohne Extraktion nicht gehen würde. Mit Damon geht das und zwar sehr gut.

Würde man nun diese Fälle miteinander vergleichen würde bei der Studie auch was anderes rauskommen.

Aber wer behandelt Extraktionsfälle herkömmlich, nur um an einer Studie teilzunehmen, die am Ende feststellt, dass es nicht geht ?

Andersrum: Welcher Patient würde das mitmachen ? Freiwillige ?:P

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Studien sind was schönes. Die Realität ist aber dennoch oft anders.

In dem Fall muß man fragen, was denn verglichen wird.

Ich verwende das Damonsystem für Fälle, bei denen es mit herkömmlichen Brackets ohne Extraktion nicht gehen würde. Mit Damon geht das und zwar sehr gut.

Würde man nun diese Fälle miteinander vergleichen würde bei der Studie auch was anderes rauskommen.

Aber wer behandelt Extraktionsfälle herkömmlich, nur um an einer Studie teilzunehmen, die am Ende feststellt, dass es nicht geht ?

Andersrum: Welcher Patient würde das mitmachen ? Freiwillige ?:P

ist nicht nötig. vom hersteller wird behauptet, dass extraktionen vermieden werden können, weil durch knochenwachstum ein breiterer zahnbogen erreicht werden kann mit damon. KFOs werben auch unabhängig von extraktion mit diesem angeblichen vorteil.

die zitierte metastudie umfasst 3 studien die normale brackets gegen damon vergleichen. keine hat einen breiteren zahnbogen festgestellt.

ich kann dir den artikel zuschicken wenn du willst, aber als zahnarzt hast du wahrscheinlich selbst zugriff

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Wieso soll es mit Damon keine Extraktionen geben? Was macht diese Brackets anders und warum gibt es bei diesen ein Knochenwachstum und bei anderen nicht? Im Grunde kleben die Brackets doch alle gleich auf den Zähnen, oder?

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also mir hat die eine KFO gesagt, dass es ohnehin nur auf die Auswahl der Bögen und weniger auf die Art der Brackets bei der Behandlung ankommt.

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