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Pu1

Funktionsdiagnose

32 Beiträge in diesem Thema

Guten Tag!

Meine Frage ist nicht wirklich aus der Orthopädie, hat aber trotzdem mit Ihrem Fachgebiet zu tun, denke ich - und wenn Sie mir weiterhelfen könnten, würde ich mich sehr freuen!

Es geht um eine 5-gliedrige Brücke und um "Funktionsdiagnose".

Folgendes würde ich gerne für mich als Laie verständlich :razz: erklärt bekommen:

1. Was ist und wie erhebt man den "Befund des stomatognathen Systems"?

2. Wie stellt man die "gelenkbezügliche Zentrallage des Unterkiefers fest"?

3. Wie stellt man die "Unterkieferbewegung" fest? (Was für eine Unterkieferbewegung? ;))

4. Was sind "systemisch subst. Maßnahmen am natürlichen Gebiss"? (Tut das weh? :oops:)

5. Wofür genau sind diese Messungen wichtig?

6. Geht es dabei (nur) um die Höhe der Brücke nach unten und zum Oberkiefer? Oder geht es auch noch um etwas anderes? Also vielleicht um sowas wie den Bogen, also, ich meine die ja bogenförmige Anordnung der Zähne nebeneinander?

7. Kann man eine Brücke auch ohne diese Dinge herstellen?

8. Muss ich noch irgendwas beachten? ;)

Herzlichen Dank für Ihre Mühe sagt

Pu

bearbeitet von Pu1

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Hallo Pu1,

sind bei dir bisher irgendwelche funktionellen Defizite aufgefallen? Also dass du Probleme mit dem Beißen, dem Öffen und Schließen des Mundes usw. hattest? Hast du Symptome wie Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Sehstörungen (es gibt noch viele mehr)? War es bei dir bisher schwierig Zahnersatz anzupassen?

1. Was ist und wie erhebt man den "Befund des stomatognathen Systems"?

Bei dieser kliníschen Untersuchung wird das Kau- und Schlucksystem untersucht. Auffälligkeiten werden auf einem Formblatt notiert.

2. Wie stellt man die "gelenkbezügliche Zentrallage des Unterkiefers fest"?

3. Wie stellt man die "Unterkieferbewegung" fest? (Was für eine Unterkieferbewegung? )

Es gibt mehrere Möglichkeiten / Techniken dies festzustellen, da die Varianz in diesem Bereich sehr hoch ist, wenden die ZAs unterschiedliche Verfahren an. Wobei zu beachten ist, dass diese Verfahren wenig wissenschaftlich abgesichert ist vgl. http://www.dimdi.de/static/de/hta/ak...319159480.html

4. Was sind "systemisch subst. Maßnahmen am natürlichen Gebiss"? (Tut das weh? )

Das bedeutet das Einschleifen von Zähne - gesunde Zahnsubstanz wird weggenommen, um den Biss zu optimieren. Ob das wirklich funktioniert ist fraglich - aber ohne Funktionsanlyse (also die Punkte 1-3) sollte das auf keinen Fall gemacht werden.

Persönlich sehe ich das Einschleifen von gesunden Zähnen als einen nicht wieder rückgängig zu machenden Eingriff - wäre da sehr vorsichtig!

5. Wofür genau sind diese Messungen wichtig?

Mit den Messungen (also die Punkte 2-3) kann ein Zahntechniker den Zahnersatz besser anpassen. Vorsicht ist hier aber wieder angebracht, sobald sich Auffälligkeiten bei der Klinischen Untersuchung (also Punkt 1) zeigen, denn wenn ein gestörtes System Zahnersatz eingebaut wird, kann es sein, dass dieser nicht passt und das Problem vergrößert.

6. Geht es dabei (nur) um die Höhe der Brücke nach unten und zum Oberkiefer? Oder geht es auch noch um etwas anderes? Also vielleicht um sowas wie den Bogen, also, ich meine die ja bogenförmige Anordnung der Zähne nebeneinander?

Wie oben schon beschrieben sind die Möglichkeiten der ZAs ziemlich unterschiedlich. Meist werden die gewonnen Daten in einen Artikulator (ein Gerät was die versucht die Kaubewegungen zu simulieren) eingegeben und danach die Brücke gefertigt.

7. Kann man eine Brücke auch ohne diese Dinge herstellen?

Die Brücke kann auch ohne solche Diagnostik hergestellt werden, für den Zahntechniker ist es dann schwieriger alles einzupassen. Wenn aber Auffälligkeiten unter Punkt 1 gefunden werden, wird es alles noch schwieriger.

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@tantefrieda

Ich bin NICHT loisl, falls mir (Pu1) das galt, liebe tante frieda!

Vielen Dank für die Antwort!

Bei mir ist es so: Ich HABE diese Brücke bereits bekommen. Sie wurde hergestellt OHNE die 800er-Nummern, nur mit 1 Abdruck oben, 1 Abdruck unten. Die Nummern standen aber im nach der Behandlung doch noch erstellten Kostenvoranschlag.

Tja, nun passt die ganze niegelnagelneue Brücke nicht. In keiner Hinsicht: kein Kontakt zum Kieferkamm, null Okklusion von 33 bis 37, und sie steht seitlich nach innen über, für mein Empfinden sehr stark, das sieht man auch. Dazu muss ich sagen, dass ich eine Verschiebung der dentalen Mittellinie habe, seit einigen Jahren, aber - ich habe dem nie Bedeutung beigemessen, das war für mich sozusagen ganz normal. Und vorher stand auch nichts nach innen über, was beim Sprechen gestört hätte. Und: Dazu hatte mein alter ZA auch nie was gesagt, auch dieser neue hat das gar nicht bemerkt. Und ich hatte nie irgendwelche Probleme mit den Gelenken, mit Öffnen etc. (Nur eben ewig Schmerzen an 36, auch nach Ex 36 und 35 sind die Schmerzen nun noch da :-()

Also: 5er-Brücke ohne irgendwelche Messungen hergestellt. Beim Einsetzen der fertigen Metallkeramikbrücke auf die frische Extraktionswunde wurde an 27 und 24 was abgeschliffen. Ich konnte zum Sitz der Brücke beim Einsetzen aber gar nichts sagen, weil alles noch vom Zahnziehen betäubt war. (Die Okklusion habe ich am Tag danach schon als fehlerhaft empfunden und beim ZA nachgefragt, sie wurde schließlich aber komplett bei einer Abschleifaktion vernichtet, als ich 4 Tage später notfallmäßig mit Alveolitis bei (demselben) Zahnarzt war.)

FRAGE: Zahnarzt sagt nun: Die Funktionsdiagnose (Ziffern 800 bis 810) habe er später bei der Kontrolle des Kontaktes zum Kieferkamm machen wollen. Macht das irgendeinen Sinn? Brücke ohne Funktionsmessungen herstellen und diese dann nachholen wollen? Welchen Einfluss kann eine solche Messung auf die Brücke noch haben, wenn sie nach der Herstellung derselben vorgenommen wird. Ich mein, klar, nun muss Keramik rangebrannt werden, unten und oben, und was man mit dem Überstand macht, keine Ahnung ... Aber: nachträgliche Messung? Ist das gleich, ob man das vorher oder nachher macht, hat das denselben Effekt?

Ich bin ratlos ...

Danke sehr!

Pu1

bearbeitet von Pu1

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Hallo Pu, sorry, die Fragen waren leider fast identisch mit dem anderen Thread und darum meine Vermutung, dass Loisl auch hinter diesen Fragen steckt.

Zu deiner Frage kann ich dir leider nur soviel sagen, dass bei meiner Krone beide mal die Messungen mit den Abdrücken gemacht wurden - das erste Mal, weil ich den Eindruck hatte, dass die Zahnärztin alles machte, was abrechenbar war. Beim Austausch (ich hatte eine ewige Zahnfleischentzündung an diesem Zahn und die letzte Vermutung war, dass dies an einer Metall-Unverträglichkeit der Metall-Keramikkrone lag war nach dem Austausch gegen eine reine Keramikkrone auch richtig) wurde dann ebenfalls vorher gemessen, weil ich aber zu diesem Zeitpunkt auch Probleme mit dem Kiefergelenk hatte.

Meine Mutter hat mehrere Brücken ohne Ausmessen erhalten und nie Probleme damit, es scheint also auch ohne zu gehen.

Für mich klingt alles, was nachträglich - außer ein wenig einschleifen - gemacht wird schon extrem komisch und bei nachträglichem "Anpappen" hätte ich wirklich starke Zweifel.

Hast du eine Möglichkeit dir eine Meinung eines anderen Zahnarztes einzuholen? Ich würde dies auf alle Fälle machen, bevor du dich noch länger von deinem jetzigen ZA plagen lässt und vor allem, bevor du die Rechnung bezahlst und doch weiter Probleme hast. Vielleicht gibt es in deiner Nähe ja einen ZA der sich mit CMD oder Gnathologie beschäftigt.

Gute Besserung - und nochmal Sorry ;-)

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Hallo Pu,

kann ich alles nicht so ganz nachvollziehen, obwohl ich sagen muss, dass ich mit Brücken keine Erfahrung habe. Allerdings weiss ich von anderen Pat., dass zwischen Zahnextraktion und Brückeneinsetzung einiger Zeit liegen muss, soweit ich mich erinnere einige Monate, da die Rückbildung des Kieferkamms erst abgeschlossen sein, sonst passt wohl das Zwischenglied nicht. Hoffe, ich habe das richtig verstanden. Von der Substanz meiner eigenen Zähne würde ich mir nichts abschleifen lassen, um sie einer Brücke anzugleichen.

Wie Tante Frieda schon schrieb, es wird ohne und mit Vermessungen gemacht. Wenn die Position aber im nach der Behandlung erstellten HKP aufgelistet ist und die Leistung nicht erbracht wurde, vermute ich, - bitte ich kann mich irren, dass die Behandlung nicht in Ordnung ist.

So auf Anhieb würde ich an deiner Stelle den ZA wechseln, obwohl das in dieser Sitaution alles andere als einfach ist. Hatte ein ähnliches Problem "nur" mit Kronen. Einschleifen, neue Kronen, Zahnwanderung durch Fehlkontakte ... Hatte Glück, dass ich damals einen anderen ZA fand, der dass sofort tadellos in Ordnung brachte.

Das Glück wünsche ich dir in deinen Fall auch!

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Danke!

Hatte ja, ehrlich gesagt, gehofft, hier eine Zahnarzt- oder Zahntechnikermeinung zu hören ...

:oops:

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Hallo PU1,

der HK muss vor der Behandlung von dir unterschrieben werden, ansonsten Problem des ZAs. Selbst wenn sich während der Behandlung noch Veränderungen ergeben, die dazu führen, dass die Behandlungskosten steigen musst du darüber informiert werden und unterschreiben.

Hier sind Informationen zu Zahnersatz und GKV:

http://www.verbraucher.de/download/zahnarztkosten.pdf

Eigentlich ist es sogar so, dass dich dein ZA vor einer größeren prothetischen Maßnahme über die Möglichkeiten der Funktionsdiagnose aufklären muss. Die ist zwar aus unverständlichen Gründen keine Kassenleistung (ich meine damit die Abrechnungsnr. 800 - also die klinische Untersuchung des Kau- und Schlucksystems), aber ohne diese ist der Einbau von umfangreicher Prothetik (weiß nicht genau ab wie vielen Zähnen das gilt) juristisch nicht abgesichert. Es könnte also ein Aufklärungsmangel vorliegen.

Wenn eine Verschiebung der dentalen Mittellinie vorlag - also vor Beginn der Behandlung, ist auch sinnvoll zu schauen, woher die kommt.

Mit dem Wechsel des ZAs ist es bei Zahnersatz schwierig, denn dieser hat das Recht nachzubessern. Allerdings kannst du auch über die KK eine Begutachtung fordern, in wie weit das hilft - das ist sehr unterschiedlich.

Du kannst die Rechnung zur Prüfung auch der zuständigen Kammer oder der Patientenberatung vorlegen. In NRW gibt es eine gute Unabhängige Patientenberatungsstelle in Bielefeld.

bearbeitet von Heyfisch
Ergänzung

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der HK muss vor der Behandlung von dir unterschrieben werden, ansonsten Problem des ZAs.

Das gilt wohl leider nur bei Kassenpatienten. Ich bin (leider) seit 2 Jahren privatversichert.

Eigentlich ist es sogar so, dass dich dein ZA vor einer größeren prothetischen Maßnahme über die Möglichkeiten der Funktionsdiagnose aufklären muss.

MUSS? Steht das irgendwo? Müsste er das en détail dokumentieren? Wie?

ohne diese ist der Einbau von umfangreicher Prothetik (weiß nicht genau ab wie vielen Zähnen das gilt) juristisch nicht abgesichert. Es könnte also ein Aufklärungsmangel vorliegen.

Der liegt wohl in noch ganz anderen Dingen vor ... :-(

Allerdings kannst du auch über die KK eine Begutachtung fordern, in wie weit das hilft - das ist sehr unterschiedlich.

Meine private KK bietet sowas leider nicht an.

Dank und Gruß vom Pu

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Hallo Pu1,

bist du komplett privat versichert? Ich bin zum Teil privat versichert, der Rest läuft über die Beihilfe.

Mir sind über alle zahnmedizinischen Untersuchungen / Therapien (wobei keine Leistungen aus dem Bereich Prothetik) immer im voraus Heil- und Kostenpläne erstellt worden und ich musste die auch unterschreiben.

Zur Funktionsdiagnose: Es gibt dort einschlägige Urteile, kann einmal nachschauen.

Übernimmt denn deine PKV auch die Kosten für die 800er-Nummern? Sind die mit in deinen Tarifen?

Wende dich auf jeden Fall an die Unabhängige Patientenberatung, die können einem helfen.

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Hallo!

bist du komplett privat versichert?

Nein: 50 PKV, 50 Beihilfe. Der Herr ZA meinte, ich sei ja gut versichert, ich bräuchte keinen HKP vorab. Auch nicht für die Beihilfe? Nein, auch nicht für die Beihilfe ...

Mir sind über alle zahnmedizinischen Untersuchungen / Therapien (wobei keine Leistungen aus dem Bereich Prothetik) immer im voraus Heil- und Kostenpläne erstellt worden und ich musste die auch unterschreiben.

Bei mir wurde er nach der Behandlung erstellt, ich habe ihn zwei Tage später per Post bekommen.

Zur Funktionsdiagnose: Es gibt dort einschlägige Urteile, kann einmal nachschauen.

Oh, ja bitte, das wäre prima! Bis Montag früh? :razz:

Übernimmt denn deine PKV auch die Kosten für die 800er-Nummern? Sind die mit in deinen Tarifen?

Meine PKV übernimmt alles. Die Beihilfe will für die 800er-Ziffern einen Befunderhebungsbogen, den es aber (noch) nicht gibt ... Nur die nach unten, oben und zur Seite nicht sitzende Brücke, die gibt es schon :(

Wende dich auf jeden Fall an die Unabhängige Patientenberatung, die können einem helfen.

Danke für den Tipp, werde ich tun!

Lieben Gruß vom Pu

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Hallo Pu,

leider bezieht sich alles was ich gefunden habe nur auf die GKV. Für die Beihilfe brauchst du einen HKP nur wenn es um Implantate geht.

Wundere mich schon darüber, dass der ZA zu dir gesagt hat, dass kein HKP nötig ist. Denn bei mir wurde immer einer erstellt, also z.B. für die Schiene wegen der CMD oder auch jetzt die Zahnspange. Denn es ist eine Absicherung für den ZA, dass diese Positionen eingeplant werden. Vor allen Dingen auch vor dem Hintergrund, dass die Beihlfe sich immer mehr anstellt Kosten zu übernehmen.

Das ist jetzt alles eine juristische Frage - würde wirklich bei der Unabhängigen Patientenberatung nachfragen.

Für welches Datum ist der HKP denn datiert? Wenn einer erstellt wurde, musst du ihn vor der Behandlung unterschreiben - ansonsten wertlos.

Zur Funktionsdiagnose: ist auch wieder alles GKV (also die Urteile), denn die Beihilfe / PKV trägt diese Kosten und die ZAs erbringen die Leistungen, denn da ist was zu verdienen.

Zu diesem Befundbogen: Dieser Bogen steht unter der 800er-Nummer, einen offiziellen Bogen gibt es nicht. Die ZAs, die bei mir einen Befund nach der 800er gemacht haben, hatten entweder einen eigenen entworfen oder ein PC-Programm, wobei die Beihilfe nie nach diesem Bogen gefragt hat - also sie wollte ihn nicht sehen.

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Hallo Pu,

ich habe mit einer Zahnärztin gesprochen und die meinte, dass immer ein HKP angefertigt würde. Es ist so üblich, damit für den Patienten (egal wie er versichert ist) transparent ist, was geplant ist und auch zur eigenen Absicherung (also des ZA). Es ist schon sehr merkwürdig, was dein ZA da gemacht hat.

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Prima, das ist sehr lieb, vielen Dank!

Ja, dieser ZA, bei dem ich genau das allererste Mal war, meinte, ich bräuchte keinen HKP, die Kasse zahle das auch so, ich sei ja gut versichert. Und los ging's. Uups, ein Zahn mehr (insgesamt 3) beschliffen, als gedacht? Ach, na ja ...

Weihnachten ein netter SMS-Wechsel (er hatte angefangen ...): 7 IBU 400 am Tag und starke Schmerzen, Zunge noch taub! Antwort: Das ist am Tag 3 post OP völlig normal, Ruhe und Geduld. 3 Tage später: Trotz 10 IBU 400 am Tag Hammerschmerzen, 3x Notdienst, keiner will an die Brücke ran, was soll ich nur tun? Antwort: Novalgin müsste besser wirken. Naja, dann ... Vielen Dank für die großartige Hilfe.

Als ich dann Anfang Januar das Opus einer anderen ZA zeigte, war die fassungslos, sagte: Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. EIN Implantat wäre möglich gewesen, was der gute Herr, der unbedingt alles noch vor Weihnachten hatte abwickeln wollen, ausgeschlossen hatte: Der Kieferknochen sei zu mitgenommen, Implantate, wenn es die Brücke mal nicht mehr tue. Dass das alles Quatsch ist, ja, das musste ich leider im Nachhinein erfahren.

Nun kümmert sich ein Anwalt, mal sehen, wie's endet.

Schönen Dank und Gruß vom

Pu

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Hallo Pu,

aus meiner Erfahrung ist die Funktionsdiagnose absolut nutzlos und überflüssig. Ganz abgesehen davon wie teuer sie ist.

Ich hatte mich 4 x mal so einer Analyse unterzogen, keiner der ZA hatte was erkannt, trotz der Kiefergelenkbeschwerden und anderer offensichtlicher Symptome die ich hatte. Jeder wollte nur schnell an sein Geld ran (immerhin 4 x 130 EUR!).

Der Arzt der mir letztendlich gehofen hat war und ist ein KFO. Und er hatte keine Funktionsanalyse gemacht, bloß ein wenig nachgedacht und auf mich gehört.

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Hallo,

Funktionsdiagnose - ja, diese umfangreichen computergestützten Vermessungen, da hört man wohl Unterschiedliches. Manche ZA sollen da nur schnelles Geld wittern ...

Ich hatte keine Kiefergelenksproblematik, bei mir ging es nur um Gesichtsbogen und so nen Kram fürs Anpassen einer (nicht nötigen) Brücke. Ich habe nun einfach mal bei einem Zahntechnikermeister nachgefragt, der meinte, Gesichtsbogen sei dringendst angeraten. Vorher ... Wie dem auch sei, nur - wenn man sowas nicht macht, sollte man es auch nicht in die Rechnung schreiben. Und erzählen/schreiben, man habe das nachträglich machen wollen - weil die Brücke ja nicht passt. Das ist doch vermutlich alles Unsinn ...

Meine Schmerzen sind leider immer noch da, obwohl da nun zwei Zähne weniger sind ... Die ganze Aktion war also in jeder Hinsicht unbefriedigend und erfolglos für mich :sad:

Schönen Gruß vom

Pu

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Hallo!

Es gibt ganz unterschiedliche Sachen, was eine Funktionsanalyse beinhalten kann. Die meisten denken an diese computervermessenen und gerätegstützten Analysemethoden, die wirklich außer dem ZA Geld nicht viel bringen - und ganz wichtig sie sind alle nicht wissenschaftlich abgesichert - wer Interesse daran hat kann den aktuellen HTA-Bericht dazu lesen. Hier wird ganz klar gesagt, dass sie keinerlei absichernde Literatur gefunden haben und dass dies insbesondere für die CMD-Patienten ein unzumutbarer Zustand ist. Es wird ganz klar eine Klassifizierung der Krankheit gefordert, den die DGZMK seit 2005 (da hat sie eine Stellungnahme zur CMD-Erkrankung geschrieben) schuldig bleibt.

Aber mit einer Funktionsalayse ist eine klinische Untersuchung gemeint, in der geschaut wird, ob Störungen im Kauorgan vorhanden sind. Bei meinem jetztigen Behandler war dies eine kurze Untersuchung (die auch keine 100te Euros gekostet hat), da wurde klar, wo der Fehler im System lag.

Gesichtsbogen & Co. sind dann sinnvoll, wenn viel Zahnersatz eingebaut werden muss und keine Funktionsstörungen vorliegen. Dann helfen die Daten dem Zahntechniker den Zahnersatz passend anzufertigen. Ansonsten (also wenn eine Funktionsstörung vorliegt) bilden sie nur den falschen Biss ab.

Liebe Grüße, Heyfisch

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Im Grunde ist es egal, ob die Funktionsdiagnose computertechnisch abläuft oder mit Röntgen, Abdrucken u.a. Das Wichtigste ist das Ergebnis: Diagnose --> Behandlung.

Die Ausgang der Funktionsdiagnose ist aber von Anfang an klar:

In 99% der Fälle kommen Beschwerden vom Stress, also kann man nichts tun außer aufhören zu arbeiten.

In 1% der Fälle wird die Schuld auf den Vorbehandler geschoben, und vielleicht mal versucht irgendwas psychosomatisches zu machen.

Das Problem ist wohl, man kann schon feststellen, woher die Beschwerden kommen, wo evtl was falsch ist. Die sagen gerne was Du hast, nur keiner wird sagen wie es zu behandeln ist. Weil die Fähigkeit logisch zu denken einfach fehlt.

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Naja, ich würde echt wegen einiger schlechter Erfahrungen nicht alle schlecht reden.

Ich hatte jahrelang ziemlich massive Kiefergelenksprobleme und deswegen auch einige Male eine echt nervige Kieferklemme, die ich selbst nicht wieder wegbekommen konnte. Zusätzlich hatte ich immer Probleme mit massiv verspanntem Nacken, "schlafenden" Fingern, ... Eine erste Schienentherapie mit Gesichtsbogenvermessung einer Zahnärztin brachte etwas Besserung, aber auch nicht wirklich.

Doch dann habe ich einen super Zahnarzt gefunden, der sich u. a. auf Kiefergelenksprobleme spezialisiert hat. Dieser hat eine computerunterstützte Funktionsanalyse (mit vorherigen Abdrücken etc.) durchgeführt und danach eine Schiene angefertigt. Schon nach der zweiten Nacht mit dieser Schiene merkte ich eine deutliche Besserung meiner Verspannungen und meine Finger haben auch nicht mehr geschlafen. Seit dieser Schiene hatte ich keine einzige Kieferklemme mehr und das Ding hat sogar so gut geholfen, dass ich es irgendwann (auch in Stresszeiten) nicht mehr benötigte.

Was ich aus dieser Zeit behalten habe sind kleine Aufbisse an meinen oberen Eckzähnen, die meinem Kiefer irgendwie mehr Führung geben sollen, die sind aber völlig unsichtbar.

Es gibt also durchaus Ärzte, die ihr Ding verstehen und sich um das Wohl ihrer Patienten bemühen und nicht nur auf ihren eigenen Geldbeutel schauen.

Das Dumme ist nur, dass man sie erst finden muss :idea:

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Hat hier jemand unzulässigerweise verallgemeinert? 8-)

Und - was mir passiert ist, ja, das war wohl nicht so, wie eine Behandlung ordnungsgemäß abzulaufen hat, und wäre ich nicht seit zwei Jahren privatversichert, wäre das alles nicht passiert. Dann hätte ich einen HKP bekommen müssen, dann hätte ich gesehen, was der Mann tatsächlich plant - und hätte dankend abgelehnt. So kam's anders, mit einigen vielen unschönen Details noch dazu. (Schweigepflicht? Was'n das? Wundheilungsstörung? Ui, weiß ich gar nicht ...) Wir werden sehen, wer am Ende gewinnt, er oder ich. Nur wo ich mir das, was er da angerichtet hat, nun heile machen lasse, das muss ich erstmal noch sehen :-(

Allseits eine schöne Woche wünscht

Pu

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Nach meiner Erfahrung macht es keinen Unterschied, ob ein HKP erstellt wird oder nicht. Wenn ein Arzt plant, einen Pat fehlerhaft zu behandeln, wird er mündlich so lügen wie schriftlich. Bei wurde der HKP auch erst nach Beginn der kfo Behandlung erstellt, allerdings war als Therapie vorgesehen, was zuvor gesagt worden war, die Ausformung von Ober- und Unterkiefer mit jeweils umfangreichem Umfang. Der KFO behandelte den Unterkiefer, der unausnivelliert wurde, den Oberkiefer bebänderte er und hörte auf. Und dieser Mensch behauptete nach dem Abbruch der Behandlung dreist, er habe von Anfang an nur den Unterkiefer an den Oberkiefer anpassen wollen. Einen symmetrischen Unterkiefer an einen total asymmetrischen Oberkiefer ... Was (f)zä Behandlungen anbelangt, sind Worte Schall und Rauch und ist Papier geduldig.

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Oje ...

Was ich so besonders fies an dieser Lügerei und der Kuschelei innerhalb der ZÄK finde, ist, dass man so ohnmächtig dasteht. Und - jede Wette: Wenn ich das Protokoll, das ich unmittelbar im Anschluss an die Gutachtersitzung erstellt habe, an die entsprechenden Stellen weitergeben würde, dann würde man vermutlich von mir ein psychiatrisches Gutachten veranlassen, so absurd war das Ganze. Und dennoch versichere ich: Es war genau so, wie beschrieben ... (Ich sage Ihnen, einigen Sie sich mit dem ZA, z.B. so, dass er kein Honorar bekommt, ich sehe doch, dass die Aiseinandersetzung Ihrer "Kleinen Seele" (O-Ton) sehr zusetzt. Aha ... Nein, die Brücke hat nicht nach unten Luft. (An die Helferin:) Bitte notieren Sie: Brücke ist hygienefreundlich gearbeitet. (Zu mir:) Dann können Sie gut putzen. Ja, manche Patienten stört es, wenn sich Essensreste darunter sammeln (stimmt, mich stört das ...), dann brennt man da einfach Keramik drauf.) Im Gutachten schrieb er es dann doch tatsächlich, wie's ist: "mangelnder basaler Kontakt zur Gingiva", aber ... ein Geschmäckle bleibt ...

Mein Tipp an alle, die mal zu einem Gutachter müssen: einfach jemanden mitnehmen ;-)

Gruß vom Pu

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Pu,

wenigstens überlegte er es sich im stillen Kämmerlein und besitzt anscheinend noch einen Rest Anstand, Moral. Im Gegesatz zu dem Gutachter, bei dem ich mich vorstellen musste. Selten einen Menschen erlebt, der anscheinend so mit allen Wassern gewaschen, abgebrüht, abgekocht ist; schlicht schamlos.

Meiner Begleitung, die ich vorsorglich mitgenommen hatte, machte er die Tür vor der Nase zu. Zu seiner Unterstützung holte er sich einen ZA, obwohl er als KFO eine kfo Behandlung begutachten sollte. Motto: kfo Fehler werden prothetisch korrigiert, es gibt ja Kronen, Brücken, Prothesen, und Aufbissschienen in allen möglichen Variationen. Die beiden Sachverständigen bedrängten mich dermaßen, der KFO hinter dem Behandlungsstuhl, der ZA an der rechten Seiten, dass sich die Assisstentin, die hinter mir in einer Ecke des riesigen Raumes saß, sich bemüßigt fühlte, dazwischen zu gehen. Hatte dann etwas Luft und konnte sagen, dass es nicht um ein prothetisches, sondern ein kfo Gutachten gehe, was die beiden "Herren" veranlasste, etwas auf Abstand zu gehen und mehr Haltung anzunehmen. Der KFO murmelte dann, ähm, ja natürlich. Der ZA fuhr mich an, wir machen hier, was wir wollen, und nicht, was sie wollen. Im gleichen Tonfall wünschte er mir so sinngemäß alles Gute und verließ den Raum. Der KFO lief ihm hinterher und fragte, was am Besten zu tun sei. ZA: Da muss erst einmal etwas mit einer Aufbissschiene gemacht werden - und zwar in zentrischer Lage, Herr Kollege.

Während der Untersuchung hatte er mit Druck versucht, mir den UK (noch weiter) nach hinten zu schieben. Vor der letzten kfo Behandlung hatte ein ZA den UK mühsam mittels Schienen nach vorne geholt und in der Position sollte die Zahnbögen im O- und UK ausgeformt und der UK gesichert werden. ... KFO machte das Gegenteil ...

Musste das einfach einmal loswerden. Weiss nicht, ob es passende Stelle ist. Wenn nicht, bitte ich um Nachsicht.

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