Lene

frontal offener Biss - Behandlung, ja oder nein?

Hallo liebe Forums Mitglieder,

Ich heiße Lene, bin 26 Jahre alt und leide auch, wie offensichtlich einige hier, unter einem frontal offenen Biss, der sich sehr wahrscheinlich wieder durch ein viszerales Schluckmuster eingestellt hat. Bereits mit 13 Jahren habe ich eine kieferorthopädische Behandlung abgeschlossen, jedoch wurde es damals versäumt mir mitzuteilen, dass ich mich in logopädische Behandlung begeben sollte. Erst vor einem Jahr wurde mir durch das Aufsuchen eines Kieferorthopäden bewusst, dass meine Zunge bei jedem Schlucken gegen meine Zähne drückt, was einer Protrusion meiner oberen Frontzähne zur Folge hatte.

Nun leide ich also unter einem erschwerten Mundschluss, verstärkter Mundatmung und Problemen beim Abbeißen.

Allerdings muss ich gestehen, dass mich gerade die optische Sache stört. Mein Mund sieht einfach irgendwie schief, zusammengepresst und unentspannt aus, wenn ich den Mund geschlossen habe. Entspannte Haltung ist bei mir ein geöffneter Mund und das nicht zu knapp.

Naja, und nun nun überlege, ich ob ich mich in kieferorthopädische Behandlung mittels Incognito begeben soll, auch wenn dies wirklich unheimlich teuer ist.

Ich war bereits bei mehreren private Kieferorthopäden und bin nun in einer Uniklinik angekommen und bisher sah keiner die Notwendigkeit einer OP. Was mich ein wenig beruhigt hat, da ich ziemliche Angst davor hatte auch wenn ich hier so häufig lese, wie gut alles verlaufen kann.

Derzeit bin ich hin und hergerissen, ob ich eine Behandlung eingehen soll oder nicht. Einerseits belastet mich das Aussehen doch sehr und andererseits denke ich, dass ich mich vielleicht auch total hineinsteigere und übertreibe. Auch das Lispeln bei einer Ligualtechnik würde mich abschrecken, aber ich denke, das müsste ich dann nun Mal in Kauf nehmen, wenn ich mich gegen frontale Brackets eintscheiden würde.

Ich würde mich über eure Erfahrungsberichte freuen und mich würde interessieren, wie ihr dazu gekommen seid, euch FÜR eine Behandlung zu entscheiden!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

@Lene - dann mal herzlich willkommen hier .

Meine bisher 3 Wochen Erfahrung mit incognito kannst du hier nachlesen, ich bin wirklich zufrieden mit meiner Entscheidung für die incognito. Wobei bei mir die Entscheidung für Lingual nicht nur wegen der Sichtbarkeit, sondern vor allem wegen ner Vorschädigung der ersten KFO Behandlung vor 25 Jahren erfolgte.

Die Sprache ist vor allem anfangs sicherlich beeinträchtigt, was aber vor allem dir selbst auffällt und anderen man sie wirklich drauf anspricht.

Was anfangs fast mehr nervte ist die wunde Zunge, weil man einfach immer irgendwie an die Brackerts drankommt, aber auch das gibt sich nach einiger Zeit.

Nur wegen der Optik würde ich mir - auch nach einigen Gesprächen in den letzten 3 Wochen - allerdings echt überlegen, ob mir das die Mehrkosten für die incognito wirklich wert sind. Es gibt echt erstaulich viele Erwachsene mit Keramikbrackets - und das fällt erst auf, wenn man mal wirklich darauf achtet. Ebenso gibt es verdammt viele Menschen mit "schlimmen" Zähnen und Zahnlücken, die eigentlich viel peinlicher aussehen als Brackets - egal ob farblos oder Metall.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo tantefriede,

lieben Dank für deinen Link! Ich werde ihn später Mal durchforsten.

Gerade habe ich noch einmal mit meinem KFO aus der Uniklinik gesprochen und ihn Mal durch die Blume gefragt, wie er die Notwendigkeit einer Behandlung sieht. Er meinte, dass man grundsätzlich sagen muss, dass ich Essen bzw. Kauen kann und das ich in der Lage bin abzubeißen (wenn auch erschwert). Die Ästhetik ist natürlich eine Sache, die ich persönlich als belastend empfinde. Allerdings würde sich durch eine Behandlung meine Lebensqualität verbessern und grunsätzlich würde auch die Tendenz bestehen, dass der offene Biss größer wird.

Andererseits denke ich auch, die Tatsache, dass ich mir bereits die Mühe gemacht habe, mich bei mehrerer KFOs beraten zu lassen, zu recherchieren usw. zeigt auch, dass mein Biss schon einen großen Teil meines Lebens beeinträchtigt.

Nun ja, ich bin gespannt, wie ihr alle dazu gekommen seid, euch für eine Behandlung zu entscheiden und ein ausführliches Tagebuch habe ich ja schon Mal :razz:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Lene,

lass was machen, ich kann aus eigener Erfahrung sprechen. Ich hatte einen offenen Biss von ca. 5mm. Lippenschluss war da und ich hatte keine Probleme, dachte ich zumindest. Jetzt bin ich schlauer, nach der GNE hatt sich meine Nasenatmung um ein vielfaches verbessert und nach der Bimax Op kann ich sogar wieder eine ganz normale Scheibe Brot abbeisen. Ich würde es auf jeden Fall wieder tun. Du kannst ja gerne in meinem Bilderthreat und in meiner Geschichte reinschauen.

Bilder von Killer

Meine Geschichte bis heute.

sind die Titel. Die Bilder wurden von Marco damals noch reingestellt, der Bericht ist von mir. Suche einfach nach Autor killer dann findest du auf alle Fälle was.

Gruß Jörg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Lene,

bisher hab ich ca. 6 Monate Erfahrung mit den In-Ovation Brackets (OK 1er-3er Keramik sonst Metall). Ich bin 28 und hab ebenfalls einen Offenen Biss. Das Problem mit dem Lippenschluss kenn ich nur zu gut. Aber nachdem ich eine Kieferbasenanomalie auch noch hab, ist das mit dem Lippenschluss erstmal schwieriger statt besser geworden. Ich bereu es aber keinesfalls, dass ich angefangen hab. Meine Gründe waren hauptsächlich, dass ich meine ständigen Kopfschmerzen unter Anderem auf ein Kieferproblem zurückgeführt hab, mich meine vorstehende OK Front ziemlich gestört hat und ich so gerne mal normal von einem Brot abbeißen wollte.

Bezüglich der Lingualtechnik hab ich gehört, dass damit nicht alle Zahnbewegungen möglich sein sollen und dass sie unter Umständen eine längere Behandlungsdauer verursachen. Ich bin obwohl ich mit Projektpartnern und Studenten zu tun hab, zufrieden mit den In-Ovation und würd sie auch wenn man mir das vorgeschlagen hätte, nicht gegen Lingualtechnik eintauschen.

alles Gute für deine Entscheidung!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo, vielen, lieben Dank für eure Antworten!

Ich freue mich immer über jeden Erfahrungsbericht. :)

@killer: Ich habe deinen Bilder Therad Mal durchstöbert und ich finde die Veränderung enorm! Also, so etwas macht mir wirklich Mut, wenn bei mir auch keine OP angedacht ist. :razz:

@anubis: Was ist genau eine Kieferbasenanomalie bzw. wie wurde diese diagnostiziert? Bei mir wurde rechts eine Angle Klasse I und links eine Angle Kl. II 1/4 PB diagnostiziert. Hat das etwas miteinander zu tun? Sorry, ich kenne mich da leider (noch) nicht so mit aus. Toll, dass du auch so überzeugt von deiner Behandlung bist. Das Hervorstehen meiner Front (sie sind sehr stark nach vorne gekippt durch meine Zugendysfunktion) stört mich auch sehr. Wurde/Wird bei dir denn rein kieferorthopädisch behandelt oder hattest du eine OP bzw. steht dir noch eine bevor?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Lene,

eine Kieferbasenanomalie kann verschiedenes sein. Bei mir ist es eine OK Rücklage (ich hab auch ein verlängertes Mittelgesicht weiß aber nicht ob das in einem Zusammenhang steht). Ich denk dass Kieferbasenanomalien (so haben sies im Krankenhaus umschrieben) durch Berechnungen am Fernröntgen und den Abdrücken bestimmt werden. Ich hab Klasse III also meine Zähne sind um einen Backenzahn gegeneinander verschoben. Ob das immer was mit der Kieferbasenanomalie zu tun haben muss, weiß ich nicht wirklich.

Eine Uni Klinik und eine Kieferorthopädin haben beide unabhängig voneinander eine OP vorgeschlagen. Die Kieferorthopädin meinte dass es ohne OP bei mir nicht zufriedenstellend zu lösen wäre. Die Uni Klinik hatte mir als zweite Option auch eine Behandlung ohne OP vorgeschlagen, aber die hat mir nicht wirklich zugesagt, weil sie mir dann wegen der Klasse III die 7er im OK mit einem Draht hätten fixieren wollen damit sie eine Gegenkraft haben am Ende.

Leider hab ich aber auch noch einen "zarten" UK Knochen, wegen dem sie sich die UK Front nicht in die optimale Lage kippen trauen. Deshalb wollen sie das auch chirurgisch lösen, zusammen mit der OK OP. Die hier öffter erwähnte Kinnplastik wurde mir auch vorgeschlagen um das Profil zu verbessern und meine Kinnmuskulatur die wohl zu stark zieht, zu entlasten.

Bisher wurden mir die Weißheitszähne (8er) und die 4er im UK entfernt im Krankenhaus mit Vollnarkose. Der Zeitpunkt für die andren OPs steht noch nicht fest. Die vorstehende Front im OK ist schon nicht mehr so schlimm. Eine Zungendysfunktion hab ich auch, aber das läßt sich wegen der OK Rücklage wohl nicht einfach mit Logopädie wegtrainiern bei mir. Es ist wohl jeder Fall anders, kann also durchaus sein das sich bei dir alles mit einer rein Kieferorthopädischen Behandlung lösen lässt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hey anubis,

wow, da ist ja schon einiges gemacht worden bei dir. Aber ich denke, das wird alles mit der Zeit und schön, dass deine Front nun nicht mehr ganz so hervorsteht!

Bei mir ist es andersherum: Ich denke, ich habe eher eine UK Rücklage oder mein OK ist zu weit vorne, das weiß ich nicht. Aber wenn ich mir die Bilder hier im Forum anschaue, sieht es jedenfalls ein wenig so aus.

Jedoch ist bei mir die Bisslage ja sogar scheinbar "schief", da ich ja ein einer Seite Angle Kl. I habe - das ist doch der "Normalzustand", oder? - und an der anderen Seite Angle Kl. II 1/4. Was das 1/4 bedeutet weiß ich leider auch nicht. Ich sollte vielleicht einfach Mal bei dem KFO nachfragen. Ob es denn nun bedeutet, dass es mehr als nur Angle Kl. II ist, also zusätzlich +1/4, oder ob es "nur" 1/4 der Angle Kl. II ist. Ich hoffe, das war nicht zu verwirrend. ;)

Vielleicht würde dieser Unterschied der Verzahnung an den beiden Seiten auch erklären, warum mein Mund im geschlossenen Zustand einfach schief wirkt!?

Ich bin gespannt, wie es bei dir weitergeht. Hast du denn ein eigenes Thema?

Bei mir hoffe ich, dass die beiden KFOs da eine gute Diagnose gestellt haben, indem sie sagen, dass der Biss nicht operiert werden müsste, um ein effizientes Ergebnis zu erzielen. Wobei ich natürlich erleichtert war, dass mir zu keiner OP geraten wurde.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Lene,

als ich damals an einem ähnlichen Punkt stand wie du, hab ich hier ein Thema aufgemacht. Inzwischen ist es wohl in der falschen Kategorie ;-)

Kann ich mir nur zu gut vorstellen, dass du erleichtert bist ohne OP und jetzt gleichzeitig verunsichert ob die das wohl auch alles richtig diagnostiziert haben. Eine OP war damals auch meine absolute horror Vorstellung und als dann gleich der erste Arzt damit kam, hab ich erstmal ne ganze Weile gebraucht um das zu verdauen. Vielleicht ist das was du als schief empfindest aber wirklich nur wegen der Zahnstellung. Das können dir aber wohl nur deine Ärzte erklären.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden