Jamie

Bimax + Kinnplastik 20.8.2010 in BH bei Dr. K.

34 Beiträge in diesem Thema

So nun melde ich mich auch erstmal wieder zu Wort.

Beginnen wir mit

Tag 0 - prä OP 19.8.2010

Meine Angst war riesig, ich bin fast durchgedreht. Als ich erstmal in der Praxis war ging es wieder einigermaßen, es wurde Blut abgenommen und ich durfte mein KH Zimmer beziehen und habe dann auch gleich meine Zimmerpartnerin kennengelernt, mit der ich mich sehr gut verstanden habe. Wir haben total viel geredet und so beim Reden wurde ich immer mehr euphorisch, weil mir plötzlich alles so irrreal vorkam. Ich konnte nicht glauben dass ich das wirklich tat.

Ganz spät abends kam der Anästhesist, die Schwestern konnten mir nichtmal sagen wann, es kam nur: Die Nacht ist noch lang.

Dieser war aber sehr nett und ich habe gleich alles gesagt was ich dachte was gesagt werden muss: Magesonde drin lassen, Vomex und Dormicum vor der OP.

Tag 1 OP - 20.8.2010

Dann habe ich meine Schlaftablette genommen und bin irgendwann nach Mitternacht eingeschlafen und war wieder schlagartig um 5 Uhr wach. Meine Zimmerpartnerin sollte nämlich als erstes in den OP und ab da gingen meine Nerven mit mir durch. Ich fing an zu zittern und zu würgen und bekam alle ihre Vorbereitungen mit, bis sie durch die Tür gefahren wurde.

Kaum war sie draußen, rief eine Schwester bei mir rein ich solle mich auch schonmal hübsch machen. Also bin ich duschen gegangen, habe mir die Haare prophylaktisch zweimal gewaschen, habe Dormicum genommen und mich ins Bett gesetzt. Die Wirkung blieb leider völlig aus. Ich bin trotz Verbot noch mindestens zehn Mal auf die Toilette gegangen.

Dann hat mich auch noch meine Mutter angerufen und dann ging auch schon die Tür auf. Ich saß kerzengerade im Bett und ließ mich in den Aufzug schieben und mein Blick viel auf ein hingekritzeltes "bestes Stück" direkt an der Aufzugwand.

Dann war ich auch schon in der Schleuse, mein Bett wurde an einen grünen beheizten Tisch herangefahren und auf Höhe des Tischs runtergefahren, sodass ich nur rüberutschen musste. Dann kam auf die andere Seite die OP Liege, auf die ich weiterrutschen sollte.

Und dann fing das Heulen und die Verzweiflung an. Weil die Tablette nicht wirkte fing ich an Panik zu schieben und flehte darum noch irgendwie anderweitig abgeschossen zu werden.

Mir wurde vor dem Zugang legen die Stelle örtlich betäubt, sodass ich überhaupt nichts gespürt habe. Dann spritzen sie mir irgendwas, ich legte mir die Hand über die Augen und sagte und dachte: Ich glaube ich bin gleich weg.

Schwester: Nein, nein. So stark ist das nicht.

Nach 5 Sekunden war die Wirkung wieder weg und ich fing wieder das Heulen an. Ein farbiger Mann beugte sich über mich, strich mir über das Gesicht, lächelte und sagte: Du weinst ja nur, weil ich schwarz bin.

o_0 Gelacht habe ich dennoch nicht.

Mittlerweile waren irgendwie 4 Leute um mich herum beschäftigt und spritzten mir das Narkosemittel.

Ich merkte wie es den Arm hoch lief und dachte, lange kann ich ja nicht mehr wach sein. Pustekuchen. Mir wurde komisch im Kopf, ich heulte noch mehr und biss fest die Zähne und kniff die Augen zusammen und dachte immer und immer wieder: Gleich bist du weg, gleich bist du weg.

Das habe ich leider fast eine Minute gedacht, ehe es schwarz um mich herum wurde.

Als ich aufwachte war es 14 Uhr. Ich war sofort bei mir und starrte durch die Intensivstation, sollte mich aus unergründlichen Gründen einmal nach links auf die Seite drehen, dann nach rechts und wurde gefragt ob ich bayrische oder schwedische Verwandte hätte. Ich kritzelte nur Frankreich auf den Block und wollte herausfinden, ob ich nun wirklich auf der Intensiv war oder im Aufwachraum.

Ein Blick nach rechts und ich sah meine Zimmerpartnerin hinter einer gespannten Decke liegen (und erbrechen).

Davor graute es mir ja am meisten, doch das erste was ich auf meinen Zettel schrieb war: Erstmal danke für alles.

Ja, ich fühlte mich erlöst und dankbar. Und ich bekam super Luft durch die Nase, was aber leider nicht lange anhielt. Dann war alles dicht, ich war komplett mit Draht zugeschnürt und hätte eigentlich viel zu sagen gehabt. Ich musste ständig husten und konnte nicht richtig. Ich durfte mir zwar leicht die Nase putzen, aber das machte es noch schlimmer.

Dann kamen die Schmerzen, ich ließ mir Schmerzmittel geben und kurz darauf etwas gegen Übelkeit, weil Schmerzmittel auf leeren Magen bestimmt nicht verträglich sind. So ging das ziemlich lange, ich döste vor mich hin, verlangte nach Medikamenten usw. bis meine Mutter und mein Freund in grünen Kitteln anmarschiert kamen. Ich freute mich tierisch und begann sofort Romane auf meinen Block zu schreiben, hielt die Hand von meinem Freund, ließ Bilder machen und heulte vor Freude diesen Schritt gemacht zu haben.

Außerdem war das alles erträglich was ich erlebte und sonst gelesen hatte und ich freute mich noch mehr.

Dann kam der Zeitpunkt, an dem ich dringenst eine Toilette sehen wollte, da es keine gab, verweigerte ich den Nachttopf und nahm den Stuhl. Danach saß ich irgendwie wieder drauf, aber er war zugeklappt und es war Zeit mir die Magensonde zu entfernen. Ich saß da als hätte ich einen Stock verschluckt und die Schwester zog mir das Ding langsam den Hals hoch und durch die Nase - der Übergang von Hals und Nase war am schlimmsten. Sauerstoff wurde auch gleich entfernt.

Tag 2 post OP - 21.8.2010

Um 10 Uhr wurde ich wieder auf Station verlegt. Ich hatte tierische Schmerzen, bekam Schmerzmittel was aber nichts half und dann nur noch alle zwei Stunden... Ich habe die Schwestern ganz schön auf Trab gehalten und schriftlich gejammert was das Zeug hielt und ich bin sonst gut im Ertragen, aber das ging einfach nicht mehr. Nur meine Lippenmitte und das Kinn sind/waren taub, deshalb die Schmerzen. Laut den Ärzten war ich nur wenig geschwollen.

Übergeben habe ich mich nicht, aber ich spürte die Gefahr dennoch als gegenwärtig. Meine Nase war komplett zu und ich hatte das Gefühl, dass die Schwellung versuchte meine Verdrahtung zu sprengen und schrieb sehr oft, wann denn die Fixierung entfernt würde. Ich bekam aber keine Antwort. Mittlerweile war es so schlimm, dass ich mit mir kämpfen musste nicht den Verstand zu verlieren und Angst hatte an mir selbst zu ersticken. Das dauerende Husten, verschlucken, verstopfte blutige Nase die trotzdem lief, waren einfach der Horror. Nasenspray half gar nichts und hinten im Hals hörte es sich bei jedem Atemzug an als würde ich gurgeln oder etwas rasseln. Es blockierte mich einfach und die Kühlmaske engte mich ein, sodass ich sie mir nur vors Gesicht hielt. Die Nacht war dementsprechend mies und ich freute mich als es wieder hell wurde.

Tag 3 post OP - 22.8.2010

Ich schwankte das erste Mal alleine zur Toilette, mit Erfolg. Mein Kreislauf war total runter und mir wurde das Schmerzmittel langsam aber sicher immer mehr verweigert, aus Angst ich würde kollabieren. Mir ging es aber ohne auch nicht besser. Vor allen Dingen, als ich in den Spiegel sah traf mich der Schock meines Lebens: mein Gesicht war das absolut dreifache von dem Tag davor. Ich konnte nicht mal meinen Zustand an diesem Tag bildlich festhalten, weil ich das nicht sehen wollte.

Um 10 Uhr kam Dr. Sch. und schnitt meinen Draht an den Frontzähnen durch. Minimal besser, aber eben nur minimal.

Kaum war das geschehen, drängten die Schwestern ich solle endlich anfangen zu trinken und zu essen. Da mein Mund aber auch nach innen schwoll, hätte ich nichtmal einen Bindfaden hineinbekommen. Also weigerte ich mich, auch wenn ich riesen Durst und Hunger hatte und bekam in den folgenden Tagen vielleicht drei Mal Ringerlösung und zwei Mal Gluckose per Infussion.

Meiner Zimmernachbarin ging es viel besser. Sie war kaum geschwollen, hantierte mit den Spritzen, fing langsam an zu reden und ich fühlte mich wie eine Frühgeburt.

Ich nahm nur noch mich selbst wahr, in meinem Kopf drehte sich ununterbrochen alles, wie im Rausch. Ich war nicht in der Lage fernzusehen, meinen Kopf umzulagern oder auch nur eine SMS zu schreiben oder gar zu lesen. Das für mich Lebenswichtige teilte ich über meinen Block mit, der mittlerweile fast komplett vollgeschrieben ist.

Die Nacht war wieder total für den Eimer.

Tag 4 post OP - 23.8.2010

Dr. K. kam zu uns ins Zimmer und sagte mir, dass das Ergebnis schon am Ende der OP total gut ausgesehen hätte. Immerhin ein Lichtblick. Dann schnitt Dr. Sch. mich von meiner restlichen Fixierung los und in dem Moment klappten meine Kiefer wie unter Hochspannung auseinander. Ab da war ich nicht mehr fähig den Mund auch nur Ansatzweise zu schließen. Meine Zimmerpartnerin konnte den ihren nicht richtig öffnen, aber zumindest am Strohhalm ziehen oder sich sonst irgendwas zuführen. Bei jedem Versuch lief bei mir das Wasser sofort wieder retour - es kam ja nichtmal weit, weil die Schwellung es innen nicht zuließ. Wenn es mal klappte, verschluckte ich mich so, dass ich Panik bekam und keine Luft. Suppe o.ä. blieb einfach im Mund liegen, weil ich nicht den nötigen Druck im Mund aufbauen konnte, um sie nach unten zu befördern. Diese tollen Schwesternkommentare: Einfach schlucken - ließen mich fast ausrasten.

Dennoch ging ich an diesem Tag das erste Mal (mit Hilfe) duschen. Mein T Shirt war komplett durchgeweicht von der Kondensation der Maske und meine Haare von der OP verklebt. Dadurch habe ich mich zumindest etwas besser gefühlt. Auch diese Nacht war wieder nichts und Schmerzen hatte ich auch ohne Ende. Zudem sabberte ich ingesamt drei große Taschentuchboxen voll, wegen meines extremen Speichelflusses, der natürlich durch jeden Tropfen Essen oder Trinken, sozusagen überaktiviert wurde.

Dann wurden noch die Drainagen entfernt und ich kam mir vor wie ein U-Boot: So, jetzt lassen wir mal den Druck aus den Flaschen *zisch*

Ziehen Sie sich mal die Pflaster da überall ab - und soo, jetzt schneide ich die Schläuche ab und jetzt ziehen wir mal die Schläuche raus.

Und er zog und zog und ich wimmerte vor mich hin, das war so ewig.

Dann: Naja, hoffen wir mal, dass die Linke nicht so fest drinsitzt.

Doch sie saß noch fester!

Zu allem Überfluss, sollten wir noch zum Röntgen laufen, oder besser torkeln. Dann saßen wir ewig rum und warteten darauf, dass mysteriöse technische Probleme aufhörten zu existieren. Ich wollte mich nur noch hinlegen, sabberte vor mich hin, meine Augen tränten vor Schmerz und ich konnte mir nichtmal richtig den Raum angucken, weil ich mit mir schon total überfordert war.

Meine Zimmerpartnerin kippte noch während des Röntgens um, weil sie nicht gefrühstückt hatte und auch mir wurde es immer komischer, vor allem, weil die Frau irgendwie nichtmal wusste wie man die Laser verstellt und hat mich da halb auf Zehenspitzen stehen lassen, weil die Kinnablage viel zu hoch war. Als wäre es nicht genug, sollten wir auch noch alleine zur Praxis laufen. Es fragte keiner wie es uns überhaupt ging. Ich vergaß erst meine Bilder mitzunehmen, verirrte mich in den Gängen, fand zurück und schwankte alleine Richtung Praxis. Traf eine Kindergartengruppe und viele Leute die mich wirklich blöd anstarrten. Bei zwei besonderen Personen ließ ich vor lauter Wut lässig meinen Stinkefinger herunterhängen, weil ich wusste, dass sie sich nochmal umdrehen würden.

In der Praxis musste ich wieder sehr lange warten. Fing vor Schmerzen an zu zittern und zu frieren und als ich in Raum 4 schwankte hat es mich dann Umgehauen. Also habe ich diesen Raum fast über eine Stunde blockiert, weshalb andere noch länger warten mussten. Ich wurde flach gelegt und wirklich nett umsorgt, dann im Dunkeln alleine gelassen. Ich schaffte es dort, meine erste Spritze mit Wasser zu trinken, im Liegen. Welch Erfolg.

Mir wurde die erste Schraube über den Frontzähnen herausgedreht, was überhaupt nicht schmerzhaft war und meine Schwellung kritisch beäugt. Dr. D. kam mit den Instrumenten was gar nicht in meinen Mund.

Das war auch der erste Tag der Lymphdrainage die für mich schmerzhaft war, aber eigentlich angenehm sein soll.

Tag 5 post OP - 24.8.2010

Zum Frühstück Spargelsuppe. Was denken die sich eigentlich? Also wieder nichts gegessen. Wie auch. Alles was ging war Wasser im Liegen. Allein das war ein Hochgenuss.

Wieder der Gang zur Praxis, diesmal mit meiner Zimmerpartnerin und deren Mutter, eingehakt. Für den Fall der Fälle. Mir ging es schon wieder ein winziges bisschen besser, ich fing an wieder meine Umwelt betrachten zu können.

Mein Mund war ein bisschen mehr geschlossen, aber das war nicht leicht. Es wurden dennoch zwei Gummis eingehängt, ich durfte die Modell OP und das Röntgenbild mitnehmen.

Zudem wurde mir der Zugang entfernt, weil er wirklich weh getan hatte, Schmerzmittel bekam ich sowieso nicht mehr, nur noch Zäpfchen. Zudem wurde von mir verlangt am Tag vier Antibiotikatabletten zu schlucken. War ein lustiges Unterfangen. Eine hat sich komplett aufgelöst und den Geschmack hatte ich bis abends im Mund. Dann habe ich es erstmal gelassen.

Ich fing an kurze Abschnitte in Zeitschriften lesen zu können und etwas fernzusehen, auch die eine oder andere SMS funktionierte. Die Nacht war besser aber weit weg von optimal.

Mein persönliches Highlight war eine Kraftbrühe die meine Mutter mir mitbrachte und ich das erste mal mit Spritze im Liegen essen konnte, auch Strohhalm funktionierte und ich konnte meinen ersten Smoothie trinken. Danach war ich seelig.

Die Nacht ging es mir sehr gut, dank des Zäpfchens und ich lag lange wach und habe mich irgendwie gefreut wie ein Keks.

Tag 6 Entlassung - 25.8.2010

Wieder in die Praxis, diesmal mit geschlossenem Mund (geht nur unter Anstrengung und bereitet Schmerzen) und einem versuchten Lächeln. Die zweite Schraube sollte herausgedreht werden, an der unteren Front. Nur fand man diese wegen der Schwellung so gut wie gar nicht und als sie gefunden wurde, hatte ich das Gefühl mir bohrt einer so richtig im Kiefer, das war mehr als unangenehm leider...

Ich bekam dennoch das Ok nach Hause zu dürfen und nochmal zwei Gummis eingehängt. Einen Splint habe ich nie tragen müssen.

In Bezug auf die Schwellung wurde gesagt, dass das wirklich extrem sei und viel zu viel und man möglicherweise von einer allergischen Reaktion ausgehen müsste, aber mir ist bis dato nichts bekannt. Ich solle weniger reden und mehr zuhören und diesen Freitag wieder erscheinen.

Wieder auf Station packte ich meine Sachen zusammen und schon wurden wir von den Schwestern verbannt, was ich schon wieder unmöglich fand. Ich saß 1.5 Stunden mit Sack und Pack ohne Kühlung unten im Wartebereich und wurde von zig Leuten mitleidig angeguckt. Eine ältere Frau fragte mich mal im Aufzug als ich noch gar nicht reden konnte: Na, Zahn gezogen bekommen?

Und ein älterer Mann heute: Ouuh, das sieht aber fies aus, was ist denn das?

Die Krönung war heute Morgen: Spinatsuppe und ein riesiger Löffel lag daneben. Wir beschwerten uns darüber, denn so ein Löffel hätte nicht in unseren Mund gepasst und bei mir schon dreimal nicht, weil ich nicht mal einen solchen ablutschen kann.

Schwester: Ja was denkt ihr denn, ihr geht doch heute nach Hause, da gibts auch keine Spritzen! (denkste...)

Unser Hund hat sich nach längerem mysteriösen Verhalten und Trauer total über mich gefreut und hat sich vorhin erstmal mit ins Bett gekuschelt.

Trotz dieser Strapazen habe ich es in den schlimmsten Stunden nie bereut und immer für meine Entscheidung eingestanden. Ich bin so wahnsinnig froh das gemacht zu haben, wann immer ich nur daran denke, könnte ich heulen vor Freude.

Gerade habe ich ziemlich starke Schmerzen und das Gefühl, dass meine Mundpartie gleich explodiert wegen der Schwellung, aber ich hoffe das geht schnell vorbei. Ich trinke und esse immernoch durch den Strohhalm und freue mich auf meinen ersten Milchreis.

Auch mental geht es mir viel besser. Es ist als könnte ich alles hinter mir lassen und ein neues Leben beginnen, ich habe das Gefühl nun das zu sein was ich wirklich bin und das ist ein tolles Gefühl. Ich kann mich selbst mit dieser Monsterschwellung annehmen, weil ich weiß wie toll das Ergebnis bald sein wird.

Ich kann nur jedem Mut machen der auch unter Optik leidet, der wirklich drunter leidet: macht es.

Ich habs überlebt und es ist wirklich so: was einen nicht umbringt, macht einen nur stärker :)

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Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP. Ich wünsche dir das es dir bald besser gehen wird.

Aber so wie ich das raus gelesen hab bist du froh diesen Schritt gemacht zu haben. Das gibt Mut!

Noch ein fröhliches abschwellen wünsche ich dir.

Grüße Miro

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Thx :]

Ja, trotz allem bin ich wirklich froh es gemacht zu haben. Als mein Vater mich besuchen kam hatte ich den Eindruck, dass er schon etwas geschockt war wie ich aussehe, was an mir alles dran hing und hat sich bestimmt gedacht, dass ich zu hoch gegriffen und es übertrieben habe. Das habe ich aber immer wieder klar gestellt, dass ich nichts bereue. Ich habe wirklich vor Schmerzen geheult aber gleichzeitig wusste ich wofür.

Und ich habe oft an einige andere Erfahrungsberichte hier denken müssen, dass soviele sich in solchen Situationen immer wieder die Frage gestellt haben, warum sie das nur gemacht haben. Das war bei mir glücklicherweise nie der Fall - ich wusste ja auch was auf mich zukommen würde, zumindest in der Theorie.

Ich schwelle tatsächlich immer weiter ab, nehme zur Zeit 3x zehn Arnica Globuli täglich und 2-3x 400mg Ibu und komme so ganz gut klar.

Essen geht mittlerweile sogar mit einem mini Teelöffel, hatte gestern abend meinen ersten Grießbrei mit Zimt <3

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Hallo Jamie !

Ich habe mir deinen Bericht durch gelesen, die ersten Tage waren wohl sehr hart für dich, aber schön zu lesen das es besser wird.

Das Gefühl es geschafft zu haben muss Großartig sein.

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ich bin meines erachtens immernoch total geschwollen. es wird nicht viel besser...es ist immer so ein hin und her, mal mehr mal weniger aber am ende des tages tut sich nichts. bin jetzt fast vier wochen post OP und dann sowas... schmerzen habe ich immernoch. habe die bilderfolge aktualisiert. komischerweise sieht es auf den bildern nicht so schlimm aus wie in natura. aber man sieht trotzdem wie sich kaum etwas getan hat in den letzten tagen ._.

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Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP. Ich hoffe deine Schwellung ist endlich wieder zurückgegangen. Dein Bericht war jedenfalls sehr interessant, ich kann mir vorstellen, dass auch mein Gesicht extrem anschwellen wird, da ich gegen fast alles allergisch bin :-/

Ich habe große Angst vor der OP, aber je mehr Berichte ich lese umso mehr freue ich mich darauf, natürlich nicht auf die Schmerzen, Magensonde, etc. sondern auf das neue Leben danach :-))

viele Grüße

Renia

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Hi Jamie,

wir kennen uns ja vom Sehen aus B.H. (war gleichzeitig beim Röntgen und waren glaube ich auch gleichzeitig bei der Physio als wir nicht Bescheid gesagt bekommen haben^^).

Da bei uns das Gleiche gemacht wurde und ich die gleichen Sensibilitätsstörungen habe/hatte, wollte ich mich mal erkundigen wie das bei dir weitergegangen ist. Hast du immernoch Sensibilitätsstörungen im Bereich der Unterlippe und des Kinns? Da hat sich bei mir bisher nämlich nicht viel verändert.

Gute Besserung weiterhin!

P.S.: Warst du insgesamt mit der Betreuung durch die Ärzte bzw. das "Pflegepersonal" zufrieden? (Meine jetzt nicht das chirurgische Ergebnis, da weiß ich ja, dass du zufrieden bist)

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warst du der links oder rechts beim röntgen von mir aus gesehen?

find ich ja mal gut :D

also die schwestern auf der intensiv waren vorbildlich..aber auf der a2 wars echt furchtbar. da gabs nur eine nachtschwester die sich bemüht hatte die anderen immer nur: reden, essen, aufhören zu jammern, rumlaufen. egal ob man konnte oder nicht... und mir gings wirklich scheiße. gerade da beim röntgen, da hab ich mir echt nur noch überlegt ob ich mich nicht einfach auf den boden lege. war echt eine tortour für mich, das war mitunter der schlimmste tag dort.

wie warst du zufrieden mit dem ergebnis und dem personal?

ich habe vllt nur noch 5% sensibilitätsstörung im gesicht, aber eigentlich volles gefühl. nur das obere zahnfleisch ist komplett taub.

und die schwellung macht mir gerade sehr zu schaffen...ich fühle mich derzeit richtig hässlich und bins irgendwie auch. das sieht derweil nicht wie fisch oder fleisch aus, total dämlich einfach. und so musste ich in die uni starten :(

und gleich noch fotos gemacht nur vom gesicht für ein projekt...die waren so furchtbar weils auch ein wenig von unten fotografiert war und dadurch meine augen so klein wirkten und meine lippen und kinn überdimensional, obwohl es nur eine leichte neigung war, wenn überhaupt... selbst mein freund hat gefragt als er das bild gesehen hat, was mit mir passiert sei.

ich bin extrem unglücklich, ich seh nur noch fertig aus irgendwie. haut scheiße, schwellung scheiße, dämlich... dabei freu ich mich eigentlich so über mein studium ._.

ich hänge mal ein bild an vor ein paar tagen als es noch nicht so war und von gestern...

und ich bin jetzt fast 6 wochen post OP.

post-1182-130132865615_thumb.jpg

post-1182-130132865631_thumb.jpg

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Ich war beim Röntgen der Rechte (von dir aus der Linke^^)

Mit dem Personal sehen wir das ähnlich: OP-Schwester war echt super und hat sich toll gekümmert, auf Station dann aber war ich echt ziemlich enttäuscht und hatte wirklich nicht das Gefühl kompetent betreut zu werden. (Z.B. wurde zweimal das Antibiotikum völlig vergessen an das ich dann gerade noch selbst gedacht habe.) Aber wie du auch fand ich die Nachtschwester toll!

Was ich auch eigenartig fand, war die "Schmerztherapie", die wirklich ein Witz war. (Wenn man angemerkt hat, das Paracetamol am ersten post-OP-Tag ein klein wenig zu schwach war, stieß man nur auf Unverständnis).

Mit der Schwellung hält es sich bei mir in Grenzen (werde bald mal Fotos online stellen) aber trotzdem ist es schon aufgefallen in der Uni. Mein Problem ist nach wie vor eher die Sensibilität, die im Bereich der Unterlippe nur teilweise wiederkam bisher :(

Erstmal viel Spaß beim Studium (wenns einen so weit weg verschlägt tippe ich auf Medizin?^^)

Wie gesagt, Fotos folgen

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köln=die stadt der medien. also mediendesign :)

gefällt mir total gut da ich bin derzeit sowas von erfüllt, das ist der helle wahnsinn <3

wir sind sogar nur 12 im kurs und die professoren total super und witzig und hach..ich freu mich einfach nur dass ichs gemacht hab :]

die schwellung ist soweit wieder etwas abgeklungen, also überseht meinen letzten jammerpost einfach.

nur meine haut macht mir nach wie vor schwer zu schaffen :(

@yukai bilder würde ich gerne mal sehen :)

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tolle neuigkeiten: ich darf wieder alles essen was ich will (und das mache ich auch :D ) und die spange kommt am 29.11. raus. gestern wurden die bögen gewechselt und ich konnte mir zwischendrin mal so richtig die zähne putzen <3

die bögen drücken jetzt ein wenig aber auch das geht vorbei.

hätte nicht gedacht dass das so schnell geht! man muss sich mal überlegen, 9 jahre pfusch und in nur einem jahr ist alles neu korrigiert o0

meine schwellung ist auch viel weiter zurück gegangen und um das zu unterstützen nehme ich plogenzym, seitdem ich das nehme läuft mir der siff aus den kieferhöhlen ununterbrochen raus. aber vllt ist das geschnäuze dann schneller passé.

ich freu mich wie ein kleiner glückskeks derzeit x)

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Habe meine Bimax jetzt vor 4 Tagen gehabt,eins weiss ich für mich,das würde ich nie wieder auf mich nehmen.Das ist echt ein Höllentrip und jeder der sagt alles ganz easy,vergiß es.

Die schlimmste Woche in meinem Leben,hoffe es geht bald besser.

Lg,Anna

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danke ihr lieben :)

@lillemor ich kann das nachvollziehen. easy ist es ganz sicher nicht, aber ich denke eine einstellungssache. ich habe voll dahinter gestanden mit jeder faser von mir. ich wusste sehr detailliert was auf mich zukommt und als es dann kam (auch einige dinge mit denen ich nicht in diesem ausmaß gerechnet hatte) waren es sicherlich die schrecklichsten stunden und tage die ich je erlebt hatte. vor allem diese panik als ich keine luft mehr bekommen habe und das stundenlang... und diese höllischen schmerzen, weswegen ich unwillkürlich nur noch geheult hatte, also kein weinen wegen seelenqualen, sondern mir liefen einfach die tränen vor schmerz, konnte das nicht beeinflussen und das ständig.

dennoch habe ich es wirklich niemals bereut, habe vor einigen leuten sogar noch mit aller kraft und enthusiasmus auf gut wetter gemacht, damit mir niemand vorhalten konnte ich hätte mir zuviel zugemutet. ganz einfach, weil ich es so sehr wollte dass mir alles andere fast egal war. ich hatte die schmerzen und ich wusste wofür und würde es auch jederzeit wieder auf mich nehmen auch wenn es ganz sicher wirklich schlimm war.

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Habe meine Bimax jetzt vor 4 Tagen gehabt,eins weiss ich für mich,das würde ich nie wieder auf mich nehmen.Das ist echt ein Höllentrip und jeder der sagt alles ganz easy,vergiß es.

Die schlimmste Woche in meinem Leben,hoffe es geht bald besser.

Lg,Anna

Ging mir auch so! Beim aufwachen in der Intensivstation hatte ich dass Gefühl, dass sich so Waterboarding anfühlen muss. Als ich die Bröschüren durchgelsen hatte, dachte ich, dass geht ja allles locker. Aber nichts war...:neutral:

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Ach die Intensivstation war meines Erachtens noch der angenehmste Teil. Ich dachte mir zu diesem Zeitpunkt, wenn das so bleibt dann wärs ja ein Spaziergang gewesen. Frag aber nicht nach 24 Stunden später...

Update: Ich war heute mal wieder in BH und habe den Termin für die Metallentfernung ausgemacht: der 8.8.2011 um 7.30Uhr, dh. ich wäre dann bestimmt um 8 Uhr narkotisiert :D Haben noch Bildchen geschossen und dann gefragt, ob sie diese auf der Homepage veröffentlichen dürfen; dürfen sie.

Lasse mir dann im August den OP Bericht kopieren und meine Bilder auf einen Stick ziehen, dann habe ich alles und kann das Thema hoffentlich abhaken.

Achja, alle vier Weisheitszähne werden auch gleich mit entfernt.

Edit: und kann mir jemand das Passwort und den Login für den geschützten Bilderbereich von BH geben (per PN)? Wusste das mal, habs mir bloß nie aufgeschrieben >.<

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Ach die Intensivstation war meines Erachtens noch der angenehmste Teil. Ich dachte mir zu diesem Zeitpunkt, wenn das so bleibt dann wärs ja ein Spaziergang gewesen. Frag aber nicht nach 24 Stunden später...

Update: Ich war heute mal wieder in BH und habe den Termin für die Metallentfernung ausgemacht: der 8.8.2011 um 7.30Uhr, dh. ich wäre dann bestimmt um 8 Uhr narkotisiert :D Haben noch Bildchen geschossen und dann gefragt, ob sie diese auf der Homepage veröffentlichen dürfen; dürfen sie.

Lasse mir dann im August den OP Bericht kopieren und meine Bilder auf einen Stick ziehen, dann habe ich alles und kann das Thema hoffentlich abhaken.

Achja, alle vier Weisheitszähne werden auch gleich mit entfernt.

Edit: und kann mir jemand das Passwort und den Login für den geschützten Bilderbereich von BH geben (per PN)? Wusste das mal, habs mir bloß nie aufgeschrieben >.<

Kann ich nur zustimmen. Die Zeit auf der Intensivstation war die beste in der ganzen Krankenhauszeit. Weil man da mit einem Glücksgefühl aufwacht,

endlich die OP hinter sich zu haben. Und zu dem Zeitpunkt merkt man wegen der Schmerzmittel nicht wirklich viel. Das einzige, was etwas unangenehm ist,

das ist das Problem mit dem Atmen, weil sich alles so anders anfühlt und der Kiefer verdrahtet ist. Aber so eine ruhige Nacht wie auf Intensiv hatte

ich erst später wieder, als ich endlich nach Hause entlassen war.

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so siehts aus.

nundenn, am montag den 8.8. (whs. auch noch um 8 uhr) ist es dann soweit für die letzte instanz: die metallentfernung plus alle weisheitszähne.

und wieder ist sie da die liebe panik, angst vor dem kontrollverlust durch die narkose, angst vor den minuten/stunden davor, angst mich zu übergeben, angst wieder so heftig geschwollen zu sein.

nein, mir geht es nicht gut derzeit. ich lenke mich zwar viel ab und versuche auch immer dran zu denken, was ich mir direkt nach der op gedacht habe: alles halb so wild, würde ich wieder machen - jedoch ist das gefühl nicht mehr da, sodass mir nur der satz in erinnerung bleibt. am liebsten würde ich mich drücken, aber ich will keine schrauben in mir behalten und ich hoffe auch darauf, dass meine haut endlich wieder so richtig gut wird, seit der bimax ist es ein wenig schlechter als davor. vor allem, weil pickel immer nur an und um die platten herum entstehen..das spricht schon allein für sich. das wird meine motivation sein.

am sonntag gehe ich ins KH, mein Freund und meine Mutter werden mich begleiten. ich hoffe, dass ich durch den vielen sport den ich gemacht habe und noch bis zur OP mache, schneller wieder fit bin.

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Dann hat ja bald alles ein Ende für dich und das mit deiner Haut wird sich nach der Op bestimmt wieder verbessern.

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ja ich hoffe es, ich bin jetzt richtig nervös. fast so schlimm, wir vor einem jahr. man sollte meinen, das was jetzt kommt ist nur noch kindergarten, aber psychisch ist es das irgendwie für mich nicht... habe schon ein wenig meinen kram zusammengepackt für morgen und ja...

habe auch gestern meine blutergebnisse abgeholt und die erythroziten, das hämoglobin und noch ein wert in diesem bereich, liegen knapp unter der grenze der referenzwerte. das letzte mal hatte ich zu wenig weiße blutkörperchen, jetzt sind diese normal aber dafür sind die roten zu gering. ich frage mich an was das liegt und hoffe mir keine sorgen machen zu müssen...

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Alles Gute!!!

Der Sport hilft bestimmt! Ich habe vor meiner Bimax auch wie für einen Halbmarathon trainiert und war daher viel schneller wieder fit als nach meiner GNE-OP, wo ich nicht so viel Sport gemacht hatte.

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Hallo Jamie ! :D

Ich hoffe du hast jetzt schon alles überstanden.

Ich wünsche dir alles Gute und schnelle abschwellen.

Lg. Diana !

Jetzt hast du auch den letzten Schritt hinter dir :13::14::15:

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