Golemia

Was der Mensch nicht alles ‘sollte’ - Tipps für Op-Anwärter

Nach drei Operationen bin ich ein bisschen schöner, gesünder oder hässlicher und habe - wie mir zu hoffen bleibt - etwas Lebenserfahrung hinzugewonnen.

So sehe ich es quasi als meine Pflicht an, einige persönliche Ratschläge in die Runde zu schicken.

Jeder Op-Anwärter sollte bitte:

* Zweitmeinungen einholen, auch wenn sie ein Mehr an Aufwand darstellen, und der Mensch ein faules Tier ist.

* Überlegen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit liegt, vom erwählten Arzt auch operiert zu werden.

* Sich in seinen Vorstellungen von keinem Freund aktiv lenken lassen - beeinflusst wird man unbewusst ohnehin zur Genüge.

* Den Ansatz ‘Ich probier’s einfach - was schließlich habe ich zu verlieren?’ bedenklich finden.

* Sich erlauben, am Operationstag selbst noch abzuspringen.

* Psychisch und physisch stabil sein.

* Gut auf sich aufpassen - sich nicht instrumentalisieren lassen; sorgfältig abwägen und handeln.

* Negative Personen soweit wie möglich meiden. - Sich selbst der nächste sein.

* Schätzen, ob der eventuelle Gewinn das Risiko einer Intervention wert ist.

* Sich von der ureigenen Bequemlichkeit nicht regieren lassen; längere Anreisewege und ‘Scherereien’ in Kauf nehmen.

* Versuchen, auf sein ‘Gefühl’ zu hören, auch wenn es irrational anmutet.

* Nicht darauf bauen, die eigene Person trifft ‘ein Schuss nach hinten’ bestimmt nicht.

* Ehrlich sein zum eig’nen Ich; es nicht einlullen mit: ‘alles wird gut(gehen)’.

* Auf ein ‘perfektes’ Ergebnis nicht hoffen.

* Doppelt Vorsicht walten lassen, ist die eigene Physiognomie ohnehin zufriedenstellend oder man visuell sensibel.

* Verstehen, die Aufwertung eines Gesichtdetails kann mit Minderung eines anderen ‘Hand in Hand’ gehen.

* Bei Zweifeln nicht nach dem Motto ‘jetzt erst recht’ vorgehen, nur damit das Grauen endlich vorüber ist - unter Umständen kann es erst beginnen.

* Nie vergessen, dass Kommunikation das Um- und Auf ist. (Schwierig, wenn Arzt und Patient verschiedene Sprachen sprechen.)

* Den Kieferchirurg wählen, der zur eigenen Person passt.

Im Prinzip - um scheinbar Kompliziertes einmal einfach auszudrücken - gibt es nur zwei Fragen:

--> Will ich diese Operation: ja oder nein.

Sich jahrelang mit ‘vielleicht’ herumquälen, kann ich nicht empfehlen - das ist kein Leben.

Mir hat bei der Entscheidung die Frage ‘Was würde ich am Sterbebett bereuen, nicht getan oder versucht zu haben?’ geholfen.

(--> Eine Frage, die sich wohl jeder des öfteren im Leben stellen sollte.)

--> Beschlossene Sache ist die Operation: Wer nun soll sie ‘vollstrecken’?

** Den Kieferchirurg wählen, der zur eigenen Person passt.

--> Was ich bereits in einem anderen Beitrag schrieb, soll hier noch einmal aufgelistet werden.

Meiner Meinung nach ist neben der medizinischen Eignung eines Arztes sein ästhetisches Empfinden maßgeblich. --> Schließlich handelt es sich um eine Gesichtsoperation, wenn Doktor und Patient grob gesagt ein Antlitz betrachten und Konträres sehen, haben sie entschieden ein Problem. So sollte man im Denken, der optischen Wahrnehmung bestmöglich übereinstimmen. Völlig richtig meinte mein Zweitchirurg in etwa: ‘Wenn wir nicht dasselbe als störend erleben, brauchen wir gar nicht erst beginnen.’

Selbstverständlich sollte der Ausgleich der Fehlstellung im Vordergrund stehen; ich allerdings durfte diesbezüglich frappierende Erfahrungen sammeln.

Strebt man neben der medizinischen auch eine optische Aufwertung ‘in die richtige Richtung’ an, ist somit allemal entscheidend, wohin man sich begibt. --> Selbst redet man sich den Mund ‘fusslig’, wird es nie gelingen, den Operateur so hinzutrimmen, dass er plötzlich seine ‘Handschrift’ ändert. Eine gewisser Schönheitssinn ist, will man sich als Gesichtschirurg verdienen, meiner Ansicht wünschenswert; und ist jene Begabung nicht naturgegeben, fällt es schwer (beziehungsweise ist es unmöglich) sie zu erlernen. Zu viele Mediziner scheinen sich ‘blind’ auf die zu korrigierenden Details zu konzentrieren; das Gesamtbild wird ignoriert oder vergessen. Auf Details kann Rücksicht genommen werden, wenn ‘sonst alles passt’. --> Ich will nie wieder an einen Arzt geraten, der sich in Dingen versteigt, die mir unwichtig sind, und unvermögend ist, den Schädel in seiner Einheit zu erkennen.

--> Die Vorlage von Patientenbildern (der Vergleich prä-postoperativ), ihre genaue Betrachtung und Einschätzung, kann bei der Chirurgenwahl ausgesprochen nützlich sein.

Weiters schien mir eine gute Idee, meinen Zweitoperateur, bevor ich meinerseits etwas zur Situation verlautbarte, konkret anführen zu lassen, was ihm an meinem Gesicht persönlich missfallen würde. --> Hätte er nicht auf das ‘Manko’ verwiesen, unter welchem ich zeitlebens (und leider auch noch nach zwei Operationen), zu ‘kiefeln’ hatte, wäre er mein Operateur nicht geworden.

Hilfreich könnte kommen, eigene Fotos mitzubringen, und alle Bezirke, die einen schmerzen (von welchen man sich eine Aufwertung erhofft) anschaulich zu skizzieren. - Sowie in Worten zu beschreiben, welches Resultat man sich von der Intervention überhaupt verspricht.

--> All dies macht selbstverständlich dann nur Sinn, trifft man auf einen entsprechenden Ansprechpartner. ‘Zum einen Ohr hinein, zum anderen hinaus’ ist ein Sprichwort, das bei Gesichtsoperationen eigentlich nichts verloren hat, in meinem Fall jedoch perfekt zuzutreffen schien.

--> Sich auch unter Zeitdruck mit Kassenpatienten etwas intensiver zu befassen und von ‘Routineabfertigungen’ Abstand zu nehmen, empfände ich von Vorteil.

Ich persönlich erwartete mir von der Operation (neben dem gesundheitlichen Aufschwung) strukturierter, strenger, erwachsener - ‘normaler’ auch ohne mechanisches Vorstrecken des Unterkiefers - auszusehen. Um später, nachdem ‘überraschenderweise’ das genaue Gegenteil eintrat, mitgeteilt zu bekommen, hätte ich fix ein ‘Männergesicht’ erhalten, würde ich ja sowieso psychologische Betreuung brauchen.

--> Mit dieser unvorhersehbaren Situation kam ich nur schwer zurecht.

Sie entspricht bestimmt nicht dem Regelfall, liegt aber durchaus im Bereich des Möglichen.

--> Dinge, die nicht vorkommen dürften, geschehen eigentlich recht häufig.

--> Niemals kann man gut genug auf sich selbst achtgeben.

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hi,

ich bin sicher viele haben deinen erfahrungsbericht mit interesse gelesen, aber nu' übertreib's mal nicht.

die meisten gehen relativ unbedarft an die OP ran, gehen zu einem krankenhaus in der nähe, und freuen sich über eine ästhetische verbesserung - auch wenn sie vielleicht nicht deinem perfektionsanspruch entspricht.

dass das nach einer fehlbehandlung nicht mehr möglich ist, sondern man dann auf nummer sicher gehen will und keine entfernung und keine kosten mehr scheut ist verständlich, aber prinzipiell halte ich es für wesentlich "gesünder" nicht so eine staatsaffäre daraus zu machen.

ich schreibe das übrigens während ich selbst eher in deine kategorie falle - ebenfalls wegen fehlbehandlung.

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finds auch ein bisschen zuviel des Guten...

Prinzipiell kann man ja erstmal davon ausgehen, dass die Menschen,die das hier lesen, sich vor einer OP auch informieren- sonst hätten sie sich kaum in so einem Forum angemeldet..

Und sollte die OP schon (schief) gelaufen sein, dann nützt ihnen diese Liste auch nichts mehr...

Ausserdem kann man all deine Ratschläge selbst beherzigen, und trotzdem nicht auf Ergebnis gefasst sein..ich hab mir 3 Meinungen eingeholt. Habe ,obwohl mir dadurch extreme Mehrkosten entstanden sind, 3 wochen vor der OP noch den Operateur gewechselt.Und trotzdem bereue ich...(noch)...

Manchmal liegts an der eigenen Einstellung, machmal an schwierigen Umständen /Komplikationen...man muss IMMER drauf gefasst sein, das irgendwas nicht passt.

da hilft auch kein Aufruf hier-davor kann man sich einfach nicht schützen...

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Ich denke auch, dass die Leute die wirklich ihre Behandlung und Entscheidung hinterfragen (möchten) dies auch tun und in der Lage sind richtig zu recherchieren. Zumindest gehöre ich dazu.

Ich habe seit ich 14 bin unter meiner Fehlstellung gelitten, wobei mir zuerst nicht klar war, dass diese "Hässlichkeit" das Resultat einer Fehlstellung war und mir das auch niemand gesagt hatte.

Rausgefunden habe ich das alleine, weil mein voriger KFO niemals mit mir besprochen hatte was ich überhaupt habe. Dann habe ich 3 Jahre selbst recherchiert und mir angeschaut was für Optionen sich mir bieten und bin unter anderem auch auf dieses Forum gestoßen und konnte mir so noch besser ein Bild von all dem machen und kam zumindest schonmal zu dem Schluss, dass nur eine OP mich zufriedenstellen würde. Ich wusste bspw. dass ich mit einer reinen Kinnplastik auch nie ganz zufrieden sein würde, weil ich das beste Ergebnis wollte. Aber ich hatte panische Angst vor den Risiken und habe in dieser Zeit allein bei der Vorstellung operiert zu werden diverse Panikattacken bekommen.

Ich wollte alles wissen - habe mir eine Bimax auf Youtube angeschaut, wollte wissen wie das funktioniert, wie die Schnitte sind, was für Schrauben usw. usw.

Dann habe ich mir über diverse Erfahrungsberichte in Foren und sogar Fernsehen meinen Chirurg ausgesucht und bin erstmals nach BH. Nach diesem ersten Gespräch war mir klar, dass ich dort operiert werden wollte, habe aber nochmal über ein Jahr nachgedacht und auch viel Widerspruch seitens meines Vaters einstecken müssen und dann wollte ich nur noch da durch und habe es auch geschafft und bin mit jedem Schritt meiner Entscheidung vollständig konform gegangen und mit mir selbst im reinen, weil ich zu hundert Prozent wusste, dass ich so wie es war nicht weiterleben konnte.

Auch meinen KFO habe ich von BH aus empfohlen bekommen und auch von diesem war ich überzeugt und es gab mir obendrein noch ein gutes Gefühl, weil er mit ihnen zusammenarbeitete und ergo wusste wie er mich zu behandeln hatte.

Vielleicht habe ich auch nur Glück gehabt und auf Anhieb die richtigen Personen gefunden, aber ich bin auch der Meinung, dass wenn man ein wenig in sich hineinhorcht und sich selbst vertraut, auch den richtigen Weg für sich findet.

Und zum Punkt psychisch und physisch stabil sein: das ist genau das was ich von Anfang an nie war - (PTBS, Depressionen, Anorexie) all das schwächt den Körper - aber gut geht es mir trotzdem. Wenn man nebenher die richtige Unterstützung hat dann brauch man sicherlich nicht top fit zu sein...ich glaube das ist sowieso keiner in diesem Leben.

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Zur jüngst überstandenen Operation gratuliere ich dir herzlich.

bin mit jedem Schritt meiner Entscheidung vollständig konform gegangen und mit mir selbst im reinen

Dazu noch mehr.

Ich wusste bspw. dass ich mit einer reinen Kinnplastik auch nie ganz zufrieden sein würde

Fein, da wusstest du mehr als ich .

ich bin auch der Meinung, dass wenn man ein wenig in sich hineinhorcht und sich selbst vertraut, auch den richtigen Weg für sich findet.

--> Das eben ist, was ich empfehle.

Hätte dir eine Auflistung wie die meine nichts gebracht - umso besser.

--> Schädlich sind Denkanstöße niemals.

Und zum Punkt psychisch und physisch stabil sein: das ist genau das was ich von Anfang an nie war ... aber gut geht es mir trotzdem.

Wie gesagt - umso besser.

--> Auf jeden trifft dies aber nicht zu.

Meine 1. Operation: Ich war schlechter Verfassung - es gab Narkoseschwierigkeiten.

Meine 2. Operation: Ich war guter Verfassung - Narkoseschwierigkeiten gab es keine.

--> Selbstverständlich muss ein Zusammenhang nicht zwingend bestehen.

Dennoch halte ich bestmögliche Gesundheit - egal, in welcher Richtung - für extrem wichtig.

...

Unsere beiden Fehlstellungen hatten direkt etwas gemein.

--> Jetzt können wir sie ehemalig nennen.

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auch wenn sie vielleicht nicht deinem perfektionsanspruch entspricht

Zu meiner Erstchirurgin sprach ich: ‘Ich nehme in Kauf, von vorne schlechter auszusehen, wenn es sich nur von der Seite verbessert.’

--> Eine ‘Totalaufwertung’ habe ich nie erhofft oder verlangt.

prinzipiell halte ich es für wesentlich "gesünder" nicht so eine staatsaffäre daraus zu machen.

Hier stimme ich nicht zu.

Wie könnten andere - im Bestfall - gewarnt und eventuell vor Schaden bewahrt werden, es sei denn ich rücke meinen Fall ‘ins rechte Licht’?

‘Klappe halten’ wäre nur für mich gesünder. --> Wohl scheint es nicht so, aber ‘privat’ stehe ich ungern im Mittelpunkt, und es ist meine Zeit, welche ich investiere.

die meisten gehen relativ unbedarft an die OP ran

Leider.

--> Tja, ich will mich nicht unbedingt in Übertreibung üben - aber einen derartigen Beitrag hab’ ich noch auf Lager. --> Nachdem mich bereits jemand fragte, was genau mit meinem Oberkiefer ‘gedreht’ wurde, kann ich ihn schwerlich zurückhalten. - Oder?

Wem meine Intensität mittlerweile ‘auf den Keks’ geht oder wer mein Geschreibsel für überflüssig hält - den zwinge ich lapidar gesagt nicht, es zu lesen.

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finds auch ein bisschen zuviel des Guten

In der Tat ist es nur gut gemeint.

Evidentermaßen gehe ich von meiner Person aus. --> Und ich wäre für einen präoperativen ‘Wachrüttler’ dankbar gewesen. Vielleicht hätte er mich ja doch ins Grübeln gebracht?

sollte die OP schon (schief) gelaufen sein, dann nützt ihnen diese Liste auch nichts mehr...

Weswegen sie für ‘Op-Anwärter’ gedacht ist.

(Beziehungsweise für Personen, die eine Nachkorrektur ins Auge fassen.)

Ausserdem kann man all deine Ratschläge selbst beherzigen, und trotzdem nicht auf Ergebnis gefasst sein

Selbstverständlich.

Aber Selbstvorwürfe - oder Reue - würde es in diesem Fall (für mich) nicht geben.

hab mir 3 Meinungen eingeholt. Habe ... 3 wochen vor der OP noch den Operateur gewechselt.Und trotzdem bereue ich

Offenbar hast du nach ‘bestem Wissen und Gewissen’ gehandelt. --> Zu diesem Zeitpunkt erschien es dir das einzig Richtige.

--> Wie also kann es Reue geben?

Ich bereue meine Erstoperation nicht wegen ihres Ausgangs (der ästhetischen und medizinischen Abwertung) - ich bereue sie, weil ich mich damals nicht an ‘meine 19 Gebote’ hielt.

--> ‘Soetwas darf man nie’, formulierte die Professorin ungefähr, als ich ihr mitteilte, ich hätte das ‘mulmige Gefühl’ hinsichtlich des Eingriffes perfekt unterdrückt.

--> Ich gebe ihr vollkommen Recht.

man muss IMMER drauf gefasst sein, das irgendwas nicht passt ... davor kann man sich einfach nicht schützen...

Nein.

- Aber versuchen, es bestmöglich zu tun.

bearbeitet von Golemia

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Zu meiner Erstchirurgin sprach ich: ‘Ich nehme in Kauf, von vorne schlechter auszusehen, wenn es sich nur von der Seite verbessert.’

--> Eine ‘Totalaufwertung’ habe ich nie erhofft oder verlangt

Ich habe mal diesen Satz von dir herausgegriffen, denn ich sehe die ganze Sache etwas kritisch, wie ich nun verdeutlichen will:

Du hast und hattest den Anspruch auf eine hohe Ästhetik und zudem ganz spezielle Vorstellungen. Bei dir stand der Schönheitsaspekt im Vordergrund, wogegen nichts zu sagen ist, du wolltest dein Gesicht sozusagen "designen" lassen. Nun sind Kieferchirurgen eben auch in erster Linie Ärzte und keine Designer, und auch wenn wohl keiner von ihnen seine Patienten entstellen möchte und man Sorge trägt, dass es ein gutes ästhetisches Ergebnis gibt, steht doch die Gesundheit und Funktionalität im Vordergrund.

Bei deinem Operateur in Zürich ist es nun ganz deutlich so, dass er die Schönheit in die erste Reihe stellt. ER ist ein Designer (mir persönlich gefallen seine Beispielbilder nicht unbedingt, wohingegen ich dein Ergebnis gelungen finde, so weit man das auf den kleinen Bildern beurteilen kann.) Aber er macht ganz klar, was man von ihm erwarten kann und entsprechend sind die Preise für die aufwendigen Operationen.

Allerdings ist das auch eine ganz andere Welt und es gab hier auch schon kritische Berichte (Miranda z.B.). Und ich sehe sein Marketing auch sehr gespalten. Erstens finde ich die Veränderungen oftmals zu radikal und frage mich, ob seine Patienten (oder Kunden) damit seelisch klarkommen. Zweitens redet er den Leuten Ideale ein, die fragwürdig sind. Die Begriffe Vorgesicht und Rückgesicht z.B. verwendet doch nur er allein und er bestimmt, dass das eine angeblich "hochattraktiv" (naja, man muss es nur oft genug behaupten) und das andere unattraktiv ist.

Jedenfalls finde ich, diese Art von ästhetischer Chirurgie ist ethisch schon grenzwertig, und sie schürt Erwartungen, die oft einfach nicht erfüllbar sind und die die Medizin auch gar nicht zu leisten hat. Es gibt keinen Anspruch auf Schönheit und Glück usw. , man kann es sich noch so oft wünschen, aber ein Arzt ist nicht dazu da, die Menschen maßzuschneidern. Das kann man natürlich für die Schönheitschirurgie allgemein sagen, doch gerade in Bethanien finde ich die Eingriffe oft sehr radikal. Und man kann anderen Chirurgen nicht vorwerfen, dass sie kein Model aus einem machen. Wobei ich dir Recht gebe, dass man dich hätte abweisen müssen, wenn man deinen Wunsch für unerfüllbar gehalten hat und du ihn deutlich geäußert hat, statt dich zu verunstalten. Das ist natürlich wirklich ein Verbrechen, kann man sagen.

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Jedenfalls finde ich, diese Art von ästhetischer Chirurgie ist ethisch schon grenzwertig, und sie schürt Erwartungen, die oft einfach nicht erfüllbar sind und die die Medizin auch gar nicht zu leisten hat. Es gibt keinen Anspruch auf Schönheit und Glück usw. , man kann es sich noch so oft wünschen, aber ein Arzt ist nicht dazu da, die Menschen maßzuschneidern. Das kann man natürlich für die Schönheitschirurgie allgemein sagen, doch gerade in Bethanien finde ich die Eingriffe oft sehr radikal. Und man kann anderen Chirurgen nicht vorwerfen, dass sie kein Model aus einem machen. Wobei ich dir Recht gebe, dass man dich hätte abweisen müssen, wenn man deinen Wunsch für unerfüllbar gehalten hat und du ihn deutlich geäußert hat, statt dich zu verunstalten. Das ist natürlich wirklich ein Verbrechen, kann man sagen.

Der Aspekt daran hat mich auch etwas verwirrt. Ich hab die ganze OP-Planung auch völlig anders erlebt. Ich fand, meine Fehlstellung war relativ offensichtlich, und im Mittelpunkt der Gespräche stand, wie KFO und Chirurg es schaffen können, einen funktionalen Biss herzustellen. Die 'Nebenwirkung' dabei war, daß sich bestimmte Details meines Gesichtes ändern würden - Nase wird etwas breiter, Gesicht wird etwas kürzer und weniger spitz, geringe Änderungen am Profil, weil der Oberkiefer weiter nach oben gesetzt wurde. Mein Gesicht hat sich eher subtil zum besseren verändert, weil die neue Zahnstellung das Mittelgesicht entspannter und symmetrischer wirken lässt. Es gab für mich nie einen Moment, wo ich mit einem Chirurgen über ästhetische Veränderungen an meinem Gesicht debattiert hätte.

Vielleicht hätte ich das tun müssen, aber für mich stand aus den Erfahrungsberichten und Fotos fest, daß die funktionalen Verbesserungen fast immer zu einer Verbesserung des Gesamteindrucks führen. Ich hätte kein Detail nennen können, daß ich auf eine bestimmte Art und Weise verändert haben wollte - ich fand mein Gesicht nicht häßlich (nicht umwerfend, aber auch nicht häßlich) und wollte schönere gerade Zähne haben. Ich glaube, dann ist die Gefahr geringer, daß man hinterher enttäuscht ist.

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Ich habe mal diesen Satz von dir herausgegriffen, denn ich sehe die ganze Sache etwas kritisch, wie ich nun verdeutlichen will:

Du hast und hattest den Anspruch auf eine hohe Ästhetik und zudem ganz spezielle Vorstellungen. Bei dir stand der Schönheitsaspekt im Vordergrund, wogegen nichts zu sagen ist, du wolltest dein Gesicht sozusagen "designen" lassen. Nun sind Kieferchirurgen eben auch in erster Linie Ärzte und keine Designer, und auch wenn wohl keiner von ihnen seine Patienten entstellen möchte und man Sorge trägt, dass es ein gutes ästhetisches Ergebnis gibt, steht doch die Gesundheit und Funktionalität im Vordergrund.

sagen.

Für mich ist Ästhetik auch im Vordergrund...bei wem denn nicht...vor allem man lässt sich ja die Op nicht machen um schlimmer auszusehen wie vorher oder?

Es gibt 3 varianten wie der Mensch nach einer Bimax aussieht:

-entweder, ändert sich nicht viel zu vorher, der patient merkt kaum was...

-eine verbesserung des aussehens...man ist sehr zufrieden...

-eine verschlechterung des aussehens...besser gesagt die Ruine des Gesichts.

die Kieferchirurgen sind keine Designer aber trotzdem müssen die Handgeschicklichkeit und ein gutes Auge für die Ästethik haben...wenn man die Eigenschaften nicht besitzt, dann sollen die Menschen sich nicht als chirurgen nennen...

Ausserdem soll dann kein kieferchirug mehr, seinen Patienten versprechen nach einer Bimax besser auszusehen und die patienten zur op locken...da es ja eh nur wegen funktionellen Aspekten operiert wird und der chirurg kein Designer ist....

ich finde die Liste hilfreich..für die geschädigten bringt es nicht mehr viel aber für die, die es noch vor sich haben, eine gute vorgehensweise....

Man soll sich im klarem sein was schief gehen kann...das ist auch die realität, nicht bei jedem läuft alles glatt...es gibt viel mehr geschädigte im Forum als man denkt, "die stille mitleser"...

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für die geschädigten bringt es nicht mehr viel aber für die, die es noch vor sich haben, eine gute vorgehensweise..

ja.prinzipiell schon..aber es ist doch so,dass Menschen,die sich in einem speziellen Forum anmelden, schon dabei sind, sich zu informieren..was gut und richtig ist..

aber ich empfinde diesen Thread eher abschreckend und das doch wohl nicht der Sinn..ich glaube, kaum einer hier, kann die hier aufgeführte Liste ganz erfüllen...und man sollte auch nicht mit zuviel Druck in eine OP gehen,und wie relative so schön sagte,eine " staatsaffäre" draus machen...

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Zu meiner Erstchirurgin sprach ich: ‘Ich nehme in Kauf, von vorne schlechter auszusehen, wenn es sich nur von der Seite verbessert.’

--> Eine ‘Totalaufwertung’ habe ich nie erhofft oder verlangt.

ich wollte damit nicht sagen, dass ich in deinem wunsch nach einer Re-op einen perfektionsanspruch erkenne. das ist schon nachvollziehbar.

ich glaube den an anderen aussagen von dir zu erkennen, aber ist natürlich über internet immer schwierig.

Wem meine Intensität mittlerweile ‘auf den Keks’ geht oder wer mein Geschreibsel für überflüssig hält - den zwinge ich lapidar gesagt nicht, es zu lesen.

auch das nicht, schreib nur weiter.

mein einwand war nur, dass ich es nicht unbedingt hilfreich finde, jedem OP-anwärter, der vielleicht nur von seinem kfo auf die notwendigkeit der OP hingewiesen wurde, zu raten so einen aufwand zu betreiben.

und von seinem chirurgen genaue aussagen bzgl. ästhetik zu erwarten, wovon die meisten nichtmal selbst eine genaue vorstellung haben.

wobei umstritten ist, ob diese voraussagen überhaupt seriös zu machen sind, egal wie kompetent der chirurg.

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Ich finde, dass bei einer Kieferoperation immer der funktionelle Aspekt im Vordergrund stehen sollte. Oberste Priorität hat die Beseitigung der Fehlstellung.

Wie Jade gesagt hat, kann man danach besser oder schlechter Aussehen, oder aber es ändert sich gar nichts an der Ästhetik. Was sich an der Ästhetik ändert ist nur bedingt vom Chirurgen abhängig.

Als Beispiel nehme ich mal meine Wenigkeit. Ich habe eine UK Rücklage von ca. 10 mm. Würde nur eine UK VV gemacht, würde es danach gelinde gesagt beschissen aussehen. Der Grund dafür ist, dass beide Kiefer einfach ein zu starkes vertikales Wachstum hatten und statt nach vorne nach unten gewachsen sind.

Damit die Optik stimmt muss zusätzlich der OK hochgesetzt und das Kinn verändert werden. Diese zwei Operationen sind aber nicht kassenpflichtig, denn einen optimalen Biss könnte man auch mit einer reinen UK VV erzielen.

Es gibt aber Leute, die haben nicht genug Geld um diese zusätzlichen Operationen machen zu lassen. Viele Chirurgen verstehen sehr wohl etwas von der Ästhetik, aber aus obigem Grund sind ihnen manchmal einfach die Hände gebunden.

Seit also froh wenn ihr das Privileg habt zusätzlich an der Optik zu basteln!

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@ golemia: 'Ich finde deinen Beitrag toll und bereue es, dass ich diesen nicht schon früher gelesen habe.

 

Mir ist genau das gleiche passiert wie dir, nur dass ich leider nicht das nötige Geld habe um mich in der Schweiz operieren zu lassen (noch nicht). Auch ich sehe nach der Operation schlechter aus. Mein Gesicht ist  zu kurz geworden, von einem Lächeln ist nicht mehr zu denken. Mein Überbiss ist weg aber dafür habe ich ein fliehendes Kinn dazubekommen (Backenzähne wurden gezogen und mein Unterkiefer aus unerklärlichen Gründen nach hinten geschoben). Ich werde von meiner Umwelt bemitleidet und finde es langsam etwas nervig, dass hier einige immer den Zeigefinger heben, wenn mal jemand nicht erzählt, wie toll so eine OP ist und man den Chirurgen in den Himmel lobt. Ich finde es toll, dass einige so zufrieden sind, wäre ich auch gerne...doch nicht jeder hier hatte das Glück und ich finde dieses Forum ist genau der richtige Ort um zu zeigen, dass es nicht immer so toll ist, wenn man hinterher in den Spiegel schaut. Wenn man vor der Operation seelische Probleme hatte, aufgrund seiner Fehlstellung und nach der Operation Antidepressiva schlucken muss um  nicht täglich zu heulen wenn man in den Spiegel schaut, dann sollten auf  einige hier erfahren, dass man sich das wirklich gut überlegen sollte, ob man sich von jemanden operieren lässt, den die Krankenkasse indirekt vorgibt, weil sie zahlt, oder ob man nicht lieber mehrere Meinungen einholt und sich von jemanden operieren lässt, der wie golemia schon sagte, auch auf die Ästhetik wert legt. Ich werde mich auf jeden Fall ein weiteres operieren lassen, auch wenn ich es dieses mal selbst zahlen muss...und es leider eine Weile dauert, doch dieses mal, werde ich mich nicht blind in die Hände eines Arztes begeben der mich schon mit der Frage: "wieso genau wollen sie sich operieren lassen?!" begrüsst obwohl die KK die Kosten wohl aus gutem Grund komplett übernimmt/übernommen hat. Zu welchem Ergebnis dies führen kann, sehe ich jeden Tag im Spiegel und den Gesichtern meiner Mitmenschen!!

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Ich danke Dir ebenfalls für diesen Beitrag und habe ihn vorher auch nicht gelesen :-(

Auch finde es extrem wichtig sehr kritisch mit OP vor allem am Gesicht um zu gehen und man kann

nicht genügend kritisch sein.

Für die Ärzte ist es Routine solche OP zu machen und letztendlich sind es die diejenigen die an dem ganzen verdienen :-(

Für mich ist es ein Eingriff der für mich persönlich zu heftig ist und ich glaube das so heftige Tramats in ganz vielen Strukturen und Geweben des Körpers zustande kommen, die nicht mal unbedingt so eben weg zustecken sind.

Gerne wiederhole ich auch noch einmal das ich den Hut vor allen ziehe die diesen Weg gehen und vielleicht mache ich es ja auch

noch in ein paar Jahren, aber ich finde es super das hier einmal jemand das ganze auch etwas

kritischer beäugt!!!

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wie kann man eigentlich schlechter aussehen,nach einer behebung der fehlstellung?

 

Da muss doch einges schief laufen.

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