Klammeraffe67

Meine Zahnspange - im etwas höheren Alter

Hallo,

wie in meinem Vorstellungs-Thread ( http://www.progenica.net/forum/showthread.php?t=8795 ) angekündigt, möchte ich hier nun meine Zahnspangen-Geschichte aufschreiben. Anfangs werde ich mich wahrscheinlich relativ oft mit irgendwelchen Neuigkeiten melden, später wird es vermutlich weniger, weil sich dann ja auch bei den Zahnbewegungen/KFO-Behandlungen nicht mehr viel (Neues) tut.

Hier also meine Geschichte:

1984

Extraktion 22 mit anschließender loser Zahnspange

Ergebnis: Verschiebung der Mittellinie, da nicht 23 nach vorn sondern 21 seitwärts bzw. nach hinten bewegt wurde. (Dauer der KFO-Behandlung: ca. 15 Monate)

1986 - 2009

- immer stärkerer Verlust des Kontaktes zwischen den oberen und unteren Backenzähnen, Schwierigkeiten beim Kauen

- Kiefergelenkknacken, später Schmerzen im rechten Kiefergelenk

- Kopfschmerzen/Migräne - Ursache unbekannt

- stärker werdende Schmerzen im Schulter-/Nackenbereich

Oktober 2009

erstes Informationsgespräch beim KFO, danach Röntgen, Abdrücke, Fotos

November 2009

Behandlungsplan

Diagnose:

OK - Schmalkiefer mit Kieferkompression, steilstehende Schneidezähne, Lückenschluss 22 durch Mesialwanderung 23, mesiolabiale Torsion 12 mit Platzmangel, Kreuzbiss 25, 16, 15 devital

UK - breit angelegter Kiefer, Platzmangel im Schneide- und Eckzahngebiet, Retrusion der Schneidezähne, mandibuläre Mittellinienabweichung nach rechts, 38 und 48 horizontal verlagert

Bisslage - Platzmangel und steilstehende Schneidezähne, Distalbiss (ANGLE KL. II/2), Retrognathe Einlagerung beider Kieferbasen, OK- und UK-Schneidezahnachse retroinkliniert, Wachstumsmuster horizontal

Therapie:

OK - Sagittale und transversale Nachentwicklung des Zahnbogens durch Dehnung, achsengerechte Einordnung 12, Aufrichtung der Schneidezähne

UK - Sagittale Nachentwicklung des Zahnbogens durch Dehnungs, ASR oder Extraktionstherapie zur Auflockerung des Platzmangels

Bisslage - Herstellung stabiler Okklusionsverhältnisse, Ausformung und Harmonisierung beider Zahnbögen, Retentionsbehandlung

Voraussichtliche Dauer:

12 Quartale

Alles habe ich davon natürlich bis jetzt auch nicht verstanden. Das meiste wurde mir von meiner KFO erklärt. Aber alles in allem hat es mich erstmal völlig erschlagen.

Kostenvoranschlag:

insgesamt ca. 5300,00 € (selbstligierende Keramikbrackets im OK und UK)

23.08.2010

Einsetzen von 4 Separiergummis im OK - was ein Spaß :236:

26.08.2010

Einsetzen der festen Zahnspange im OK

02.09.2010

Eine Woche nach Einsetzen der Zahnspange habe ich heute eine Scheibe Brot - ohne Rinde - gegessen. Von Kauen zu reden, wäre leicht übertrieben. Meine Backenzähne haben keinen Kontakt mehr zueinander. Da ein Backenzahn mehr oder weniger horizontal im OK sitzt, beiße ich nur noch mit dem aufgeklebten Bracket (da ist ein Stück Gummi draufgeklebt) auf den darunterliegenden Zahn. Die anderen Backenzähne berühren sich überhaupt nicht. Mal sehen, wie das so weiter geht.

Hier noch ein Foto von meinen Zähnen - einige Tage nach dem Einsetzen.

post-6997-130132862904_thumb.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Hallo Klammeraffe,

wurde bei dir wirklich "nur" der Zahn 22 entfernt? Auf den Bildern wirkt es irgendwie so, als würde auch 12 fehlen? Schlimm, wie Pat manchmal behandelt werden. Hast du einen rückwärtigen Zwangsbiss?

Für deine Behandlung alles Gute!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Es wurde nur 22 gezogen. 12 sieht man auf dem Foto nicht besonders gut. Er steht fast quer zu den anderen. Deshalb kann mein Zahnarzt auch momentan nicht behandeln. Der 12 hat auf der Rückseite ein kleines Loch. Die Rückseite ist aber nicht zugänglich sondern steht quer am 11. Vielleicht gelingt mir mal ein besseres Bild. Dann stelle ich es noch ein.

Zwangsbiss - keine Ahnung wie das heisst. Ich merke nur manchmal, dass mein Unterkiefer sehr weit hinten ist und die Muskeln total verkrampft sind.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die erste Kontrolle ging ganz schnell. Eigentlich wurde nur der Sitz der Bänder, Brackets und des Bogens kontrolliert.

Gewöhnt habe ich mich auch nach 3 Wochen noch nicht an die Spange. Sie stört permanent. Das nennt man wohl den ersten Durchhänger. Habt ihr nicht immer gesagt, dass die Schmerzen nach wenigen Tagen aufhören bzw. zumindest besser werden? Davon haben meine Zähne noch nichts gehört. Zum Glück ist es nicht immer der gleiche Zahn. Sonst hätte ich mal wieder panische Angst, dass an dem Zahn selbst (Wurzel oder so) etwas ist. So tut mal der eine und mal der nächste Zahn weh. Zeitweise kann ich zumindest auf der rechten Seite überhaupt nicht zubeißen - also nicht mal die Zähne aufeinander beißen. Das tut dann total weh. Aber ich hoffe immer noch, dass es besser wird :confused:

Nächster Kontrolltermin: Anfang November (da gibt es vermutlich einen neuen Bogen).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Nachdem ich jetzt über 5 Wochen ständig Schmerzen hatte, sind sie seit heute gänzlich verschwunden. Keine Ahnung warum, aber es tut gut :grin:.

Wenn ich vor dem Spiegel stehe, überlege ich ständig, ob sich schon irgendetwas getan hat. Da ich ja von Anfang an Fotos gemacht habe, habe ich die jetzt einfach mal verglichen. Und eigentlich kann ich es jetzt gar nicht glauben, wieweit sich der 12 schon verschoben hat. Leider kommt jetzt auch immer mehr Karies an diesem Zahn zum Vorschein. Da werde ich wohl in absehbarer Zeit mal meine Zahnärztin aufsuchen müssen :roll:.

post-6997-130132865691_thumb.jpg

post-6997-130132865719_thumb.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi,

Kopf hoch, das wird schon noch ... und immer dran denken, ein Zahn der weh tut, der bewegt sich und wandert in die richtige Richtung.

Die wechselnden leichteren Schmerzen sind wohl der Effekt der moderneren Bögen, ich kann mich bei meiner früheren Behandlung absolut nicht daran erinnern, hier waren nur jeweils die ersten Tage wirklich Hölle und kein Vergleich mit den jetzigen Spannungsschmerzen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Jetzt bin ich total perplex. Nachdem ich einige Zeit mit meiner privaten Krankenversicherung (+ Beihilfe) über eine (anteilige) Kostenübernahme "gestritten" habe, erhielt ich vor zwei Wochen die schriftliche Bestätigung über eine 50%ige Übernahme der Kosten (sowohl KFO- als auch Laborkosten).

Also habe ich dann pünktlich zum Quartalsende sofort die erste Rechnung eingereicht (ca. 750,00 € für Keramikbrackets im Oberkiefer). Vorgestern dann erst der erstaunte Blick auf den Kontoauszug :o und heute dann in die schriftliche Abrechnung der Krankenkasse. Erstattet wurden ca. 700,00 € mit der Bemerkung, dass weitere ca. 40,00 € erstattet werden können, wenn die Rechnung vom KFO in einigen Punkten präzisiert wird. Dann hätte ich nur meine 10,00 € Praxisgebühr pro Quartal bezahlt. Es lebe die nichtverständliche Prozentrechnung.

Jetzt vermute ich mal, dass sowohl die Krankenversicherung als auch die Beihilfe jeweils 50 % übernehmen. Das stand aber in dem Schreiben nicht so drin (Krankenversicherung und Beihilfe sind bei der gleichen Versicherung).

Damit habe ich absolut nicht gerechnet - schließlich bin ich ja "nur" ein Fall für den KFO und es muss nicht operiert werden.

Jetzt muss ich gleich mal überlegen, wie ich das gesparte Geld jetzt "anlegen" kann :grin:.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden