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pfirsich

OKVV + Kinnplastik, 1 September 2010 Bad Homburg

30 Beiträge in diesem Thema

Hier mal ein OP-Bericht über eine OKVV + Kinnplastik bei Dr K in Bad Homburg.

1 Tag vor der OP, 31. August:

13h im Krankenhaus eingecheckt. Sehr nervig, wenn man nur 15min vom Krankenhaus entfernt wohnt und sich eine Nacht im Gefängnis ersparen könnte.

Dennoch juhu, ein Balkon!

Nicht mehr so juhu, Balkon geht nicht auf, Schwester holte Schlüssel, passierte nichts. Schwester sagte, sie ruft die Techniker.

Nachts kam die Schwester noch einmal rein und sagte mir, ich hätte Glück und sei morgens die erste Patientin. Fein. Also um 22.30h die letzte Zigarette rauchen gehen. Mal sehen, ob ich es rauchfrei aushalte.

Die Nacht kam und ich schlief ziemlich ruhig und gut.

OP-Tag, 1. September:

Um 5.30h etwa wurde ich von einer Schwester sanft aus dem Schlaf geholt. Meine Aufgaben: Duschen, mir den OP-Umhang und die Thrombose Strümpfe schon einmal anziehen und noch vor 7h die "scheiß-egal-Tablette" nehmen.

Gesagt, getan. So lag ich dann etwa 1 Stunde im Bett und döste gemütlich vor mich hin. Dann kamen die Schwestern und fuhren mich Richtung OP.

Dort wurde ich erst einmal auf eine andere Liege geschoben und bekam merkwürdige Gummi-Stützen unter die Kniekehlen, eiskalt die Dinger. Sahen aus wie grüne, riesige Silikonbrüste.

Hier im OP erklärte sich auch, wieso ich ein Namensbändchen wie ein Säugling um den Arm hatte. Eine lange Schlange an zu operierenden Menschen bildete sich hinter mir. Habe den anderen dann mal alles Gute gewünscht und konnte die ganze Zeit nicht aufhören zu grinsen, weil ich so gespannt war.

Op-Vorraum:

Zwei Pflegerinnen und der Anästhesist haben sich noch kurz über mein Studium mit mir unterhalten, mir die Haare weggeklebt und dann hieß es schon "Also jetzt müssten sie sich gleich fühlen wie zu viel Sekt auf leeren Magen." - „Noch ist nichts da, ich bin gespannt. Hmm.. Doch, da kommt wa......." Weg war ich. Weiß noch, dass ich innerlich gelacht habe, weil es sich wirklich angefühlt hat, wie ein absoluter Vollsuff.

Vom Aufwachraum weiß ich nur noch wenig. Meine Kiefer waren mit Gummis verbunden und ich konnte kaum reden, im Halbschlaf habe ich noch "Spiegel!" sagen können. Gab aber keinen, sondern nur ein verwundertes "So was haben wir hier nicht." Und ich war kurz davor, mich zu übergeben, wollte nur noch raus. Dann wieder eingeschlafen.

Ab ins Zimmer, wo schon meine Eltern auf mich warteten, die ich aber zunächst hinaus schickte, weil ich schlafen musste. Also irgendwann wieder aufgewacht, am Tropf hängend, mit verbundenen Kiefern und einer schrecklich eiskalten Maske im Gesicht – sah aus wie eine Mischung aus mexikanischem Wrestler und Hannibal Lector. Dazu noch die sehr festen Pflaster, die mein Gesicht zusammen halten sollten, aber völlig durchblutet waren. Eine Augenweide!

Der Tag an sich war dann auch in Ordnung, keine Schmerzen, wenig Schwellung. Nur sprechen konnte ich nicht, der obligatorische Block war aber eingepackt.

Kein Techniker, kein Balkon, aber Dr. K zur Visite. Alles gut verlaufen, eigentlich war eine Bimax geplant, aber nachdem sie den OK mehr vorverlagert haben, als geplant, war das Ergebnis ihnen schon gut genug und sie entschieden sich es bei einer OKVV zu belassen. Löblich, die hätten paar 1000 Öcken für nichts machen können. Abgesehen davon wurde mir meine Nasenscheidewand begradigt und wohl Zeug hinten rausgeschabt. Meine Nase suppte jedenfalls ununterbrochen blutig schleimig.

1. Tag Post OP:

Okay, fürchterlich. So gut es mir am OP-Tag noch ging, so fürchterlich fühlte ich mich heute.

Nicht geschlafen, immer die eiskalte Maske vom Gesicht gerissen, kaum Luft bekommen, nicht schlucken können, weil Splint im Weg. Ich konnte nicht mehr, mir wurde gesagt, dass morgens die Visite die Gummis abschneidet. Es kam niemand.

Abgesehen davon hieß es noch von allen Ärzten vor der OP, dass man für Panikfälle eine Schere ans Bett bekommt, damit man sich die Gummis selbst durchschneiden kann. Das habe ich den Schwestern dann versucht zu sagen, die glaubten mir aber nicht und redeten mir nur gut zu, dass die Ärzte schon kommen werden. So nett ich die Schwestern vorher fand, so inkompetent haben sie hier gehandelt, weil meine Nase voll Kiefersekret war und der Mund voll Speichel, da das Schlucken unmöglich wurde. Abgesehen davon fing ich entsetzlich an zu weinen, weil mich niemand verstehen wollte und das verbesserte die Lage nicht unbedingt.

Immer wieder wurde ich lange allein gelassen und ich konnte einfach nicht aufhören die Situation zu hassen und zu weinen, merkwürdige Töne von mir gebend habe ich mich dann dann noch einmal zu den Schwestern geschleppt und siehe da, es brauchte 1 Anruf und 5 Minuten bis ein Arzt kam um mir innerhalb von 10 Sekunden diese verdammten Gummis aufzuschneiden! Diese Gummis, die ich laut Arztaussage auch selbst hätte durchschneiden können, aber wegen der Schwestern ja nicht durfte.

Der Arzt sagte dann jedenfalls, dass ich die Thrombosestrümpfe ausziehen dürfe, wenn ich denn versprechen würde etwas zu laufen, dabei bin ich den ganzen Tag schon gelangweilt den Gang auf und ab gelaufen, damit ich wenigstens im Ansatz Bewegung bekomme.

Mein Tag war jedenfalls schon völlig im Eimer, ich wollte niemanden sehen und eigentlich nur noch schlafen. Schlaftablette, Schmerztablette, Kühlmaske. Aufwachen. Schmerztablette. Aufwachen. Kühlmaske ab. Hin und her.

2.Tag Post OP

Trotz der wieder mal durchwachsenen Nacht ging es mir an diesem Tag ausgesprochen gut. Der nicht mehr versperrte Mundraum machte verdammt viel aus. Ich konnte auch schon etwas essen.

Beziehungsweise die Spritze voll undefinierbarer Suppe in meinen Mund führen, ohne dass gleich alles heraus läuft. Es hieß, ich solle zum Röntgen und dann in die Praxis von Dr. K.

Gesagt, getan. Meine Schwester kam vorbei und begleitete mich auf dem Weg zur Praxis, sie musste allerdings bald gehen und schaffte es tatsächlich mir bei einer lieb gemeinten Umarmung einen unfassbaren Kinnhacken mit der Schulter zu geben. Der Schmerz schoss richtig hoch ins Hirn, was wieder einmal zu einem Heulanfall und Schmerzen in den Nähten des Oberkiefers führte.

Puh, passt also auf, wenn ihr jemanden im Arm habt. =)

Noch ein Highlight:

Der Assistenzsarzt wies mich in der Praxis darauf hin, dass ich an meiner Mundhygiene arbeiten müsse. Okay, das gab mir dann den Rest.

Seit der OP bat ich die Schwestern darum meine Zähne zu putzen. Verboten. Sie wenigstens zu spülen. Verboten. Am 2. Tag Post OP durfte ich erst spülen und dann aber bitte nicht mit aufgeplusterten Wangen, wie man es sonst tut, sondern einfach mal Mundspülung rein und auslaufen lassen. Ich verstehe das nicht. Zwischenzeitlich hat mich auch kein Arzt bei der Visite mal darauf hingewiesen, dass etwas nicht stimmt und oft genug habe ich gelesen, dass Mundhygiene sogar besonders wichtig ist. Wieso also wurde mir strengstens verboten, etwas zu tun?!

Nungut, also stinkig zur Lymphdrainage. Die kam mir vor wie ein schlechter Witz. Bisschen im Gesicht rumstreicheln fand ich jetzt nicht sonderlich effektiv. Fühlte sich nach absolut nichts an.

Ach so und.. Ein Team von Technikern kam wegen des Balkons. Diese Magier steckten den Schlüssel ins Schloss, drehten und die Tür öffnete sich. Zitat „Jo, hat sich gelohnt zu kommen.“

3.Tag post OP:

Aufstehen, Lymphdrainage um 8 Uhr morgens. Ich wusste, ich will nach Hause gehen. Ich sollte in die Praxis, wo Dr. D noch einmal sehen wollte, ob alles in Ordnung ist.

Eigentlich war Montag angesetzt, Sonntag schon eher ins Auge gefasst, heute war aber Samstag und nachdem Dr D mir meine Schrauben entfernt hatte, frug ich, was mir das Krankenhaus denn die nächsten Tage bieten könne, was mir elterliche Fürsorge nicht bieten könne.

Als dann „Eigentlich nichts.“ kam, war der Fall klar. Also, Sachen packen, Eltern anrufen, tierisch freuen.

Heute geht es mir minimal schlechter als gestern, aber ich gehe viel an die Luft, laufe Ewigkeiten durch die Gegend und freue mich über die herbstliche Sonne. Aus meiner Nase läuft immer noch Kiefersekret und ich habe einen sehr merkwürdigen Geschmacks- und Geruchssinn. Wenn ich in einen neuen Raum komme, rieche ich zunächst sehr intensiv, welche Düfte ihn umgeben, danach ist aber alles an Geruch ausgelöscht. Beim Essen genauso: Kuchen rein, lecker Himbeer, dann absolut kein Geschmack mehr. Sehr kurios. Die Kiefersekretssuppe läuft auch noch fröhlich weiter.

Antibiotika ist abgesetzt und von den Thrombosespritzen bleiben nur noch wunderschön violette Flecken. Das Schlimmste ist überstanden und bis auf den 1. Tag post OP ging es mir immer gut und ich merke jeden Tag, wie es mir immer besser geht.

Von Reue also keine Spur.

Aber dennoch, ich hatte zwar keine Bimax und fühle mich auch sonst als minderschweren Fall:

Das Ganze ist KEIN Zuckerschlecken. Ich habe gelitten und auch wenn es mir so weit gut geht, meinem Körper gefällt an sich ganz und gar nicht, was da mit mir gemacht wurde. Seid euch im Klaren darüber, dass es eine schwere Zeit werden KANN, natürlich nicht MUSS.

.. Und ganz nebenbei: Seit Dienstag habe ich rauchfrei 25 Euro durch nichts-tun gespart und miste gerade alles, was mit Zigaretten zu tun hat, aus. Mal sehen, ob ich es durchhalte. Drückt mir die Daumen.

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bearbeitet von pfirsich

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Hallo Pfirsich !

Danke für dein OP-Bericht.

Schön das du alles überstanden hast.

Ich muss ja sagen das ich vor der OP nur Angst habe wegen dem verschnürten Mund ich habe mich für BH entschieden, weil ich dachte das er das nicht so macht also ohne diese Verschnürung.

Find das jetzt echt bescheiden das es doch so ist,

ich weiß jetzt schon das ich panisch darauf reagieren werde. :cry:

Wie geht es dir denn heute ?

Ist dein Schwellung schon weniger geworden und klappt das essen ?

Hast du schon eine Rechnung bekommen für die Kinnplastik ?

Lg. Diana !

bearbeitet von sherly79
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Hallo, hallo.

Ich hatte links, rechts und vorn Gummis, Drahtverschnürung gab es bei mir zwar keine, aber hätte ich eine BIMAX bekommen, wären die Kiefer verdrahtet gewesen.

Wer sagt denn, dass Dr. K das nicht macht?! Das klang bei den Vorgesprächen immer so nach "Ist Gang & Gebe.".

Mir geht es soweit recht gut, obwohl ich vermutlich der einzige Mensch bin, der nach so einer OP zunimmt.

Ich ernähre mich nämlich nur von Dingen, wie Crème Brûlée, Griesbrei.. Sehr blöd, wenn man schon vorsorglich vor der OP zugenommen hat. =)

Glaub aber, mein Körper ist noch etwas kirre, was Rauchentzug und Narkose betrifft. Hab immer noch Untertemperatur und wache trotzdem nachts schweiß gebadet auf. Aber alles nicht so wild, kann sofort weiter schlafen.

Schmerzen habe ich im Ruhezustand keine. Nur das Lachen tut noch unfassbar in den Nähten weh. Leider, leider.

Die Schwellung hält sich seit kurzem hartnäckig auf einem Level.

Wenn du irgendwelche Fragen hast, nur zu..

Und:

Bis auf den einen einzigen Tag habe ich die OP bisher nicht bereut. 24 Stunden gehen schnell vorbei und wer weiß, vielleicht empfindest du das zugeschnürt sein ja als doch gar nicht so schlimm, weil du es dir derzeit viel schlimmer ausmalst?

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Genial geschriebener Bericht!!! Wünsch dir gute Beserung! Ich glaub ich muss meine Arztwahl auch noch einmal ausreichend überdenken... das mit der Panik und keine Luft kriegen...macht mir richtig viel ANgst...

Gibts denn Fotos von deinem Hannibal Lektor Dasein?:)

Liebe Grüße STern

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das hat mit der arztwahl aber nichts zu tun, das kann dir überall passieren.

wenn einer sagt dass bei ihm nicht verdrahtet wird ist damit gemeint, dass man nicht wochenlang mit verdrahtetem mund zurechtkommen muss.

das machen aber ohnehin nur noch ganz wenige kliniken.

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Nase suppt noch, Mund geht nicht zu - trocknet deshalb aus, Nähte tun weh, aber das alles hindert mich natürlich nicht daran ein wunderbares Porträt meines Antlitz' vom Tage nach der OP einzusenden, auf dem die formschöne Kühlmaske meine weiblichen Gesichtsrundungen gekonnt unterstreicht.

Gern geschehen, Stern. ;)

[ATTACH]7090[/ATTACH]

(Man beachte das Kabel in meinem Mund, was ich scheinbar vor lauter Taubheit nicht als störend empfand. Entzückend!)

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haha, das Foto macht mir ganz schön Angst!! Lord Vader, wir haben den Rebellenstützpunkt lokalisiert! chuuuuu chuuuu

PS: Und das "Evolution" oben.... hammer!! :-D

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Da erkennt jemand beängstigende Schönheit, wenn er sie sieht. Ich bin hocherfreut!

Aber was ich seit dem Einsetzen der Spange und nun seit der OP noch stärker denke:

Wir sind doch alle laut Definition Cyborgs. Hell yeah!

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+ Bio-Organic Jaw Improvement Level 3

+ Lower Face Aesthetics redesign (custom mode)

+ Mental health chip redesign (self-confidence + 40%)

----------------------------------------------------

offtopic off

.

:)

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Hallo Pfirsich !

Danke für deine Antwort.......kann sein das ich mir das alles schlimmer ausmale als es dann ist/sein wird, hoffe es jedenfalls und denke erstmal nicht weiter darüber nach sonst werde ich noch panisch :wink:

Wünsche dir alles Gute weiterhin und hoffe das deine Schwellungen bald verschwinden.:-D

GLG. Diana !

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Bin nun 6 Wochen post OP und möchte Essen!

Rohes Steak, Bäume und Eisen! Harte Sachen! Nur bitte keinen Kartoffelbrei mehr.

Schwellung ist nur noch minimal um die Nase herum. Da tut es auch gerne einmal bei Berührung weh. OK ist noch vollkommen taub, Kinn fühlt sich merkwürdig an. Mundöffnung wird immer besser. Wenn der Splint draußen ist, schmerzt der Kaumuskel, als wüsste er immer noch nicht, wo er eigentlich hinarbeiten soll.

Lächeln geht super, Lachen auch. Zumindest wenn der Witz nicht so grandios war, dass ich wahnsinnig weit grinse, denn dann tut es doch noch sehr weh.

Fäden lösen sich langsam auch mal auf, yeah!

Mittwoch geht die KFO Behandlung los, heißt: Splint raus! DOPPEL YEAH! Unter der Zunge sammelt sich mit dem Splint nämlich immer so schön der Sabber, den man mühevoll raus saugen muss. "Schhhllllschhh" ist so das häufigste Geräusch der letzten Zeit.

Dann hab ich noch ständig das Gefühl alles hinter der Nase und hoch in die Stirn wäre mit irgendetwas verstopft, als würde es sich mit Entzündung füllen. Vor allem beim Bücken tut es dann manchmal richtig weh und kann auch mal zum Schwindel führen.

Nase läuft deutlich seltener, als zu Beginn. Aber wenn sie mal nicht läuft, scheint sich alles hinten anzusammeln. Seit ein paar Tagen traue ich mich zu schnäuzen und.. Holla! Was da hinten alles reinpassen kann. WOW! Wusste ich nicht, hätte ich auch liebend gerne nicht erfahren.

Ach und für die Menschen mit ästhetischen Bedenken unter uns:

Auch wenn man es bei dem Bild dort oben nicht glauben mag, war ich noch nie ein hässliches Entlein, die OP-Vorbereitung hat mir aber ganz komische Proportionen verschafft. Ich fühlte mich regelrecht plump und so mehrte sich bei mir die Angst "Was, wenn ich mich nach der OP noch hässlicher fühle?"

Die Ängste sind nun passé. Dass mir SO verdammt oft von männlichen Wesen "Wow"s nachgerufen wurden, war noch NIE so! Das ist der Wahnsinn.

Ich fand mein Gesicht zwar anfangs wirklich ungewohnt, aber ich glaube, wir könnten wirklich gute Freunde werden..

Ach und.. Sagt mal, wann durftet ihr endlich so richtig kauen? Nicht einmal feste Dinge, aber eben nicht mehr mit der Zunge Nahrung am Gaumen platt machen. Denn das will die gute Zunge nicht mehr. Sie wehrt sich mit wunden Stellen.

Und wie bemerkt man, dass sich etwas verbogen hat? Ganz oft lese ich auch "Splint passt nicht mehr." - das heißt so viel wie?

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ich hab nach 4-5 wochen angefangen ganz leicht zu kauen, aber nicht diese links-rechts bewegung sondern eher auf-zu. waren aber auch nur nudeln und sowas, weil mir das mit dem am gaumen zerdrücken auch zu blöd geworden ist und ich das gefühl hatte, dass ich leicht anfangen darf. bei meinem letzten kfo termin wurde mir das ok gegeben wieder alles kauen zu dürfen, das war nach 6 wochen ca.

ich habe mir sogar direkt nach der op die nase geputzt o0 zwar nicht mit vollem druck, aber eben mal geschnäuzt. als ich daheim war habe ich richtig geschnäuzt, bis heute. kommt aber immer mal wieder noch was nach. vor allem wenn ich in bewegung bin läuft mir die nase ununterbrochen.

zum splint kann ich dir leider nichts sagen, hatte nämlich keinen ;)

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Ui, so früh schon? Wow.

Ich "kaue" jetzt seit ein paar Tagen voll Angst und schlechtem Gewissen. So wie du es auch beschreibst. Zudem berühren sich meine Zähne auch gar nicht. Ist wohl eher ein Gewinn für die Psyche, als ein wirklicher Kaufeffekt.

Aber wenn du das mit Bimax problemlos hinkriegst, sollte ich mit "nur" einer OKVV erst recht keine Bedenken haben.

Das ewige ungekaute Schlucken führt bei mir auch oft zu heftigem Sodbrennen, hast/hattest du das auch?

Und von der Sache mit der Nase kann ich auch ein Liedchen singen. Ist nicht das appetitlichste Thema, aber hat es bei dir auch teilweise einen herrlich leuchtend grünen Farbton? Faszinierend, was da so in einem produziert werden kann. :-?:grin:

bearbeitet von pfirsich

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ich denke das ist bei jedem verschieden, beim einen heilt das ganze schneller zusammen, beim andern weniger. ich habe bspw auch im gesicht gar keine tauben stellen oder sensibilitätsstörungen mehr, außer am zahnfleisch des oberkiefers.

oh ja, von sodbrennen kann ich ein liedchen singen. vor allem im KH war das noch übel, so schlimm teilweise, dass ich nachts nach der schwester klingeln musste und mir versucht hab so ein gel irgendwie hinter die binde zu kippen..oft war es so, dass wenn ich mich nur minimal bewegt habe, es echt gebrannt hat wie feuer, ich konnte nichtmal ein bein anwinkeln. hat sich aber alles mit der zeit wieder gegeben. habe auch den zucker gemieden, das kann oft auch ein auslöser sein.

und was da so aus der nase rauskommt ist echt mehr als faszinierend bzw fast schon schockierend. das dollste was ich mal hatte war blutig schwarz mit vier grünen kugeln drin. diese grüne soße läuft bei mir seit der op ständig immer wieder nach, riecht auch irgendwie nach krankheit, ist alles nicht so lecker. manchmal kommen auch so richtige brocken raus, größer als mein daumennagel, tut fast schon weh. ich frage mich wann diese sauerei endlich aufhört, bin nur noch mit taschentuch unterwegs, wenn das zeug wenigstens klar wäre, hätte ich nicht immer so angst dass man es sofort sieht, wenn es mal wieder anfängt zu laufen...

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ka wenn man blöd schluckt oder sonstwas dann kann einem schonmal ein faden aus der nase kommen. mir ist sogar mal eine nudeln durchgekommen, frag nicht wie ich das geschafft hab, weiß ich selbst nicht x)

sind deine fäden auch selbstauflösend? ich denke dann dürfte das kein problem sein, wenn da jetzt nichts aufgegangen ist und arg blutet oder so^^

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Das merkwürdige ist:

Ja, ich hab die selbstauflösenden Fäden, aber die haben sich quasi schon vollständig aufgelöst.

Was da rauskam war aber ein Faden, der nach Kleider-Nähfaden aussah.. Grau/Blau. Eben nicht die Art von Faden, die im OK und UK zu sehen war.

Ich esse selten Fäden.

Sag mal, Jamie, gibt es irgendeinen Trick mal beim Dr. K schneller durchzukommen? Versuch seit 1Woche dort anzurufen, weil längst ein Kontrolltermin fällig wäre, aber da geht und geht niemand ran. Mag auch nicht unbedingt die Notfallnummer von Dr. Sch wählen.

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hm bis jetzt kam ich eigentlich immer fast auf anhieb durch 0ô vormittags wars meistens am besten, ich glaub ab 8 uhr haben die da schon auf. hab aber auch schon um 9 oder um 14 uhr angerufen, oft war besetzt aber bis spätestens nach 5min war dann jemand dran.

habe aber auch gehört, dass die seit meiner op phase ziemlich ausgelastet sind und kaum zeit und op termine haben.

wünsche dir viel glück!

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Hallo pfirsisch,

freut mich, dass es dir so gut geht + du deine OP gar nicht bereust.

Du hast so viel von deiner OKVV erzählt, da muss ich jetzt mal was zur Kinnplastik fragen. Im Januar bekomme ich auch eine Kinnplastik. Habe auf deinem Röntgenbild gesehen, dass du anscheinend auch so eine Kinnplastik bekommen hast, wie ich sie vor mir habe. Kinn zersägt, etwas nach vorne geschoben + mit nem Plättchen befestigt?

Wird das bei dir auch noch gezogen werden?

Wie war denn die Schwellung ums Kinn herum? Länger als 2 Wochen?

Hattest du eher Probleme beim essen, lachen,... wegen der Kinnplastik oder der OKVV?

Lieben Dank!!

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Hey, ihr beiden!

Darf ausnahmslos alles essen, trau mich nur nicht so recht, fühlt sich alles noch so an, als könne es abbrechen. Vor allem die Schneidezähne.

Taube Stellen gibt es noch genügend. Gerade das Zahnfleisch ist absolut gefühllos. Es gibt aber auch komische Nervenverbindungen. Wenn ich neben meinem Nasenloch drücke, kitzelt eine gewisse Stelle meiner Oberlippe.

Was das Kinn betrifft:

Ja, es wurde abgesägt, vorverlagert und mit dem X fixiert. Was du mit dem Vorziehen meinst, weiß ich allerdings nicht. Klingt als käme das bei dir nach der eigentlichen OP?!

Es fühlt sich jedenfalls bis heute sehr fremd an und ist schmerzempfindlich. Auch die Haut in der Region ist schlechter geworden.

Die Unterlippe ist unbeweglicher seit der OP, ich kann zum Beispiel keinen Lippenbalsam mehr zwischen den Lippen verteilen.

Die Schwellung kann ich nicht beurteilen, da es ein grundsätzlich neues Gefühl war, überhaupt ein Kinn zu besitzen. Anfangs war es mir zu knubbelig, aber das legte sich mit der Zeit.

Tja, das war's dann bisher...

Wenn es noch Fragen gibt, immer her damit.

Ich freu mich, wenn ich irgendwie helfen kann.

Liebe Grüße!

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Das mit dem tauben Zahnfleisch kenn ich noch von meiner WZR da war es auch ziemlich lange so und auch wenn ich neben der Nase gedrückt habe war es ein komisches Gefühl das hat sich aber gelegt hat aber lange gedauert und das nur von einer WZR bei einer BIMAX ist es ja viel schlimmer.

Ich bin auch bald so weit und möchte auch eine Kinnplastik, habe natürlich auch die Befürchtung das es mir dann zu groß vorkommt, da mein Kinn jetzt sehr fliehend ist.

Na dann wünsche ich Dir das es schnell besser wird.

Lg Diana !

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Hey Pfirsich

ich hätte da auch eine Frage zu deiner Kinnplastik! und zwar sieht man auf deinem Röntgenbild am Kinn das rechts ein kleinerer Spalt zwischen Kiefer und Kinn ist als links, weist du vielleicht warum dies so ist? hat man eine Seite von deinem kinn weiter nach vorne verschoben als die andere?!

danke schonmal für deine antwort

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Du, ich habe keine Ahnung.

Hab die Frage auch schon gestellt, aber bisher konnte mir das niemand beantworten und den Chirurgen selbst hab ich seit der Krankenhaus-Zeit nicht mehr gesehen.

Das Kinn ist auch an der Unterkante minimal schief.

Und es sieht für mich so aus, als wäre links erst an einer anderen Stelle angefangenw orden zu sägen.

Mysteriös. =)

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Hallo,

also wegen dem Ziehen meinte ich, dass das Plättchen, das Kinn + Kiefer auf Abstand hält, nach ca. nem halben Jahr wieder gezogen wird, wenn beide durch neue Knochenbildung wieder zusammengewachsen sind.

Bei dir bleibt das also für immer drin?

Denkst du, dass die Schmerzen im Kinn noch weggehen und dass du die Lippen wieder so bewegen kannst, wie zuvor? Hat dein Arzt dazu was gesagt?

Weiter gute Genesung!

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