pretorianer1

Verzweiflung pur - bitte um Meinungen!

Hallo alle zusammen!

Ich verfolge seit geraumer Zeit das Forum und nun wäre ich für jede Meinung dankbar, denn ich habe schon ein wenig ein schlechtes Gewissen, da hier viele es aus medizinischen Gründen machen müssen und ich nun über die Ästhetik jammere:

Ich bin männlich, habe ein fliehendes Kinn und leide psychisch schon sehr darunter. Leider kann man auch keinen wirklichen Kieferrand erkennen, da dieser fast fließend zum Hals übergeht. Die Kieferstellung ist realtiv in Ordnung und das Kinn würde 8 mm nach vorne und 4 mm nach unten verschoben werden.

Nun war ich in der Zwischenzeit bei sechs Ärzten (MKG sowie Plastische Chirurgen), die sich alle einen guten Namen gemacht haben, und erhielt nun realtiv verschiedene Meinungen:

Drei der Ärzte meinten, ich sollte mir eine knöcherne Kinnverlagerung machen lassen und dadurch würde auch der Übergang von Kiefrrand zum Hals besser sichtbar werden, da ja auch der Muskel etc. vorverlagert werden würde. Somit würde es auch von vorne breiter wirken.

Meine Meinung: Gerade die langfristige Sichtweise spricht natürlich für die Vorverlagerung, da man von Implantaten doch öfter von Spätkomplikationen hört. Die Frage ist nur, wie und ob sich dann mein Wunsch von dem besser sichtbaren Kiefer-Hals-Übergang erfüllt. Dann habe ich noch die Befürchtung durch die starke Vorverlagerung köntne ich ein Kinn wie Schumacher bekommen.

Die drei anderen Ärzte meinten, die Veränderung einer Kinnvorverlagerung würde nur seitlich sichtbar werden und am Kieferrand würde sich nichts ändern. Sie empfahlen mir ein Implantat mit Flügeln bzw. Sonderanfertigung (Preis liegt bei über 10 TSD € dafür).

Meine Meinung: Ein Implantat wäre mir persönlich lieber, aber ich habe etwas Angst vor den möglichen Komplikationen.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht bzw. was würdet ihr mir raten? Ich bin verzweifelt, da ich als Laie von dem Thema im Vergleich zu den Experten ja nichts verstehe, und selbst diese nicht einer Meinung waren.

Tja, nun stehe ich da und weiß überhaupt nichts mehr und habe Angst die falsche Wahl zu treffen. Ich kann es mir finanziell leider nicht leisten, es einfach nur mal zu testen.

Ich wäre für viele Meinungen dankbar und hoffe auf ein wenig Unterstützung.

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Also ich selbst habe mich mit dem Thema für mich nicht befasst, aber hab hier schon so einiges schlechte über Implantate gelesen. Außerdem glaube ich kaum, dass du bei einer knöchernen Verlagerung sofort wie Michael Schuhmacher aussiehst, denn dein Chirurg wird da sicherlich auf Ästhetik achten und nicht überkorrigieren! Zum Thema "Sieht man nur seitlich" kann ich gar nix sagen.

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also ich hatte auch ein fliehendes kinn und wenig kieferrand was sich jetzt durch die OP aber deutlich verändert hat.

ich hatte eine bimax und kinnplastik.

meine mutter hat sich vor einigen jahren einen höcker auf der nase begradigen lassen und eine kinnplastik mit implantat machen lassen, damit das profil harmonischer wird und zur nase passt.

ich finde aber, dass man es schon sieht (natürlich nur wenn man es weiß und genau hinschaut) dass es ein implantat ist. das kinn ist kräuseliger und hat einen knick weil ja das implantat vorn einfach nur raussteht. bei einer operativen kinnplastik ist ja alles fest miteinander verbunden und gibt mehr harmonie.

außerdem hat meine mutter selbst mit kinnplastik immer noch ein untergesicht, also viel hat es meiner meinung nach nicht gebracht.

zudem hat mir mein KFC gesagt, dass man heutzutage kinnplastiken überhaupt nicht mehr mit implantaten machen würde und ich meine gehört zu haben, dass man das sogar auch ambulant machen kann.

also ich habs nicht bereut das so gemacht zu haben, ich fühle mich jetzt wohl und es ist vor allem im profil sehr harmonisch und natürlich geworden.

die front ändert sich nur bedingt, also bei mir wurde das gesicht unten etwas kürzer (ich hatte zwar ein fliehendes aber nach unten gehendes kinn) und man sah keine schatten mehr in diesem bereich. mein kinn wurde abgetrennt unten gekürzt und nach oben und vorn versetzt. ich glaube mit einem implantat kann man sowas nicht ganz so bewerkstelligen, aber auch das kommt wieder auf die persönliche fehlstellung an.

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Es gibt einen User hier (ich glaube, hoerbs), der sich das Kinn zunächst mit einem Implantat "aufbauen" ließ. Das Ergebnis war nicht sehr überzeugend (die Konturen sahen wenig natürlich und nicht harmonisch aus). Er hat dann das Implantat wieder rausnehmen lassen und eine knöcherne Kinnplastik bekommen, mit einem sehr viel besseren Ergebnis.

Ob sich das auf deinen Fall übertragen lässt und welche Art Implantat er hatte, weiß ich nicht.

Generell wirst du hier aber vermutlich wenig Implantat-Fans finden, und das stimmt meines Wissens auch mit der vorherrschenden Meinung in der MKG-Chirurgie überein. Plastisch-ästhetische Chirurgen sehen das vielleicht aber anders.

Ich würde mir kein Kunststoffimplantat machen lassen, nicht mal dann, wenn ich danach mein "Traumgesicht" hätte, aber das ist meine persönliche Meinung.

LG Annawake

PS: das ist das, was ich im Sommer zu dem Thema recherchiert habe (Thread ist im Bilderforum, da kommst du aber erst mit 5 Beiträgen rein, und der User wollte auch unbedingt Silikonimplantate):

"Nach dem, was ich mir in den letzten 2 Stunden zu dem Thema angelesen habe,gibt es Implantate aus verschiedenen Materialien.

Silikonimplantate haben das Problem, dass sie weich sind und außerdem verrutschen können, da sie nicht am Knochen fixiert werden können. Zudem müssen sie irgendwann ersetzt werden.

Implantate aus anderen Materialien (z.B. Polyethylen) werden mittels Titanschrauben am Knochen fixiert.

Zumindest Polyethylen kann man außerdem in die gewünschte Form biegen und fräsen, hat also deutlich mehr Möglichkeiten, das Ganze ästhetisch gut hinzukriegen, als bei einem Silikonimplantat.

Manche der verwendeten Kunststoffe/Implantate verwachsen scheinbar ein Stück weit mit dem Körper

Problematisch bei Kunststoffimplantaten ist:

* dass man allergisch darauf reagieren kann, dies sollte vorher mittels Allergietest abgeklärt werden (ob man trotzdem im Lauf der Zeit eine Allergie entwickeln kann, weiß ich nicht, halte es aber generell für möglich).

* dass durch den Druck des Implantates der Kieferknochen (-> Knochenabbau) bzw. die Zahnwurzeln (-> Zahnverlust) geschädigt werden können.

* Kapselfibrose (dadurch verzieht sich das Implantat und muss ggf. ausgetauscht werden) sowie "Alterungserscheinungen" beim Silikonimplantat -> Re-OPs, dadurch entstehende Kosten.

* Implantate, die nicht mit dem Knochen verschraubt werden, können verrutschen.

* Implantate, die nicht am Knochen fixiert werden können, können verrutschen

* to be continued...

Guck mal hier:

http://www.beauty-medic.de/kinnkorre...z-information/

Egal für welche Methode (Implantat oder knöcherne Kinnplastik) du dich letztlich entscheidest: informiere dich gut und such dir einen wirklich guten, erfahrenen Chirurgen (auch wenn die OP dadurch entsprechend teurer ist)".

bearbeitet von Annawake

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@Annawake

Danke für Deinen ausführlichen Beitrag. Ich war vorher fest davon überzeugt mir ein Implantat machen zu lassen, aber nachdem mir eigentlich alle MKG-Chirurgen abgeraten haben, tendiere ich nun mehr zu der Kinnverlagerung. Die möglichen Komplikationen scheinen mir einfach zu groß für ein Implantat. Was den Operateur angeht tendiere ich noch zwischen Prof. Reichert und Prof. Neukam, aber ich denke beide sind hervorragende MKG-Chirurgen.

@Jamie

Auch Dir danke für Deinen Beitrag. Gerade auch vor dem möglichen Risiko die Übergänge von einem Implantat sehen zu können, wurde ich gewarnt, da ich sehr dünne Haut hätte. Eine Kiefervorverlagerung, wie bei Dir, wäre sicherlich die sauberste Lösung und würde das optimale Ergebnis bringen, aber einen solchen Aufwand aus rein ästhetischen Gründen durchzuführen, halte ich für übertrieben. Wenn medizinische Gründe dafür sprechen, verhält es sich natürlich anders. Du hast meinen absoluten Respekt, denn es ist schon eine enorme psychische Belastung bis man das Endergebnis nach frühestens einem Jahr zu sehen.

@Alatariel

Danke für deinen Beitrag. Ja, der Operateur macht es ja nicht zum ersten Mal und sollte dann das Endergebnis schon abschätzen können. Im Gegensatz zum Implantat ist dann eine Korrektur halöt etwas aufwendiger.

Die Fotomontage vom Chirurgen seitlich gefällt mir ganz gut, aber mich würde halt gerade auch die Sicht von vorne interessieren und ich kann mir leider unter den Zahlen 8mm vor und 4 mm nach unten nicht viel vorstellen.

Bei einem möglichen Implantat würde ich nur auf die Produkte von Medpor zurürckgreifen wollen, leider weiß ich nicht genau, aus welchem Material die Produkte bestehen.

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Eine Kiefervorverlagerung, wie bei Dir, wäre sicherlich die sauberste Lösung und würde das optimale Ergebnis bringen, aber einen solchen Aufwand aus rein ästhetischen Gründen durchzuführen, halte ich für übertrieben. Wenn medizinische Gründe dafür sprechen, verhält es sich natürlich anders. Du hast meinen absoluten Respekt, denn es ist schon eine enorme psychische Belastung bis man das Endergebnis nach frühestens einem Jahr zu sehen.

Hey,

ich denke nicht, dass eine knöcherne Kinnverlagerung ein sooo viel größerer Eingriff ist als das Anschrauben eines Implantates. Klar, der Knochen wird durchtrennt, aber wenn man das mit einer Bimax vergleicht, ist es keine "so große" Sache (naja, okay... du weißt hoffentlich, was ich meine...). Zudem: Auch wenn es dir "nur" um die Ästhetik geht (die ja auch wichtig ist), macht es doch Sinn, das bestmögliche Verfahren zu wählen. Tust du das nicht, wirst du hinterher vielleicht unzufrieden oder enttäuscht sein.

Was das Material angeht: frag einfach den Chirurgen, was für Implantate er einsetzen möchte, und lass dir Vor- und Nachteile genau erläutern (auch, ob schon absehbar ist, ob das Material auch auf lange Sicht für den Körper gut verträglich ist).

LG Anna

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Hi,

da stimme ich Dir natürlich zu.

Es klingt halt einfach, etwas reinzuschieben, als einen Knochen und Muskel erst zu durchtrennen usw. Ich weiß, ist zwar eine komische Sichtweise, aber ich hoffe Du verstehst mich. Leider habe ich mir ein paar Bilder einer solchen OP angesehen und am nächsten Tag fand mich die Putzfrau immer noch unter dem Tisch liegen...

Je mehr ich mir die Beiträge durchlese und mir die Beratungsgespräche durch den Kopf gehen lasse, desto mehr bin ich von der Entscheidung, mich für die Kinnvorverlagerung zu entscheiden, überzeugt.

Eine Kiefervorverlagerung wäre sicherlich die beste Lösung, aber es dauert mir zu lange und ich finde die Relation eifnach unverhältnismäßig.

Was das mögliche Material bei einem Implantat angeht, bin ich schon aufgeklärt worden, aber jeder meinte halt, es würde die Möglichkeit einer späteren Infektion geben. Dies erscheint mir dann schon als riskant, zumindest auf mittel- bis langfristige Sichtweise.

LG

Chris

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