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Hazel90

Hallo =)

Hallo zusammen!

Hier meine Geschichte, die mich zu diesem Forum geführt hat…

Ich war mit 11 Jahren schon einmal in kieferorthopädischer Behandlung und habe zwei Jahre eine herausnehmbare Spange getragen um meinen Überbiss beheben zu lassen und einen vorstehenden Zahn korrigieren zu lassen. Meine damalige KO wollte meinen Unterkiefer „vorziehen“. Dadurch biss ich nicht mehr auf die Backenzähne auf, sie sagte diese würden sich noch heben, da ich ja noch jung sei. Nach zwei Jahren wurde die Behandlung abgeschlossen, die Krankenkasse zahlte nicht mehr, ich war „fertig“. Lange Rede, kurzer Sinn – mein vorstehender Zahn stand immer noch vor, ich hatte immer noch einen Überbiss bei dem sich die Backenzähne nicht gehoben haben. Es haben sich lediglich Muskeln ausgebildet die meinen Unterkiefer weiter „vorne halten“, wenn ich allerdings etwas kauen will beiße ich immer noch normal, sprich mit dem Unterkiefer hinten auf, da sonst dort eine Lücke ist.

Ich war noch klein und hatte keine Erfahrung, genauso wie meine Eltern einfach davon ausgingen dass die Behandlung abgeschlossen und drum schon alles gut sei. Körperliche Beschwerden hatte ich nie.

Mit 18 entschloss ich mich erneut mein Problem anzugehen, weil mich der vorstehende Zahn und mein schiefer Kiefer immer mehr störten und ich wegen dem schiefen Zahn auch schon öfter vera***** worden bin – die Leute meinten das nie so böse, aber ich könnte jedesmal heulen wenn ich meine Zähne sehe. Der zweite KO bei dem ich war, sagte mir man müsse ein paar Zähne ziehen und danach durch eine feste Spange alles richtig verschieben. Meine Mutter und ich waren geschockt und von der Idee gesunde Zähne ziehen zu lassen überhaupt nicht angetan – ich ging wieder.

Über die Jahre hinweg störten mich meine Zähne immer mehr… allerdings hatte ich auch Angst vor einer festen Spange… Ich wusste nicht was das größere Übel ist – der eine vorstehende Zahn, der nicht sofort auffällt, oder eben ein Blechgestellt in meinem Mund, das jeder sofort sieht. Ich hatte nie viel Selbstbewusstsein und ich habe mich für die Korrektur durch eine Spange nie durchringen können, weil ich den Menschen nicht noch eine Angriffsfläche bieten wollte mich zu verletzen.

Jetzt, mit 20 Jahren, will ich es noch einmal angehen. Ich ziehe um, lerne neue Leute kennen, habe durch mein Studium einen neuen Abschnitt im Leben und traue mich endlich. Ich denke mir dass es, je weiter ich die Sache aufschiebe und je älter ich werde, immer schlimmer wird. Auf der anderen Seite habe ich natürlich schon Angst davor wie die Menschen, die ich neu kennenlerne in diesem Alter auf eine Zahnspange bei mir reagieren werden.

In meinem neuen Wohnort war ich wieder bei einem KO um mich beraten zu lassen. Dieser sagte mir, dass ich um eine OP nicht rumkommen werde. Ich habe einen Überbiss von 6mm?! Er würde mich ca. ein Jahr mit einer festen Spange behandeln, danach wird eine Unterkiefervorverlagerung Op durchgeführt und dann müsste ich noch ca. ein Jahr eine Spange zum fixieren tragen.

Versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich bereit endlich etwas für meine Zähne zu tun, aber diese Variante ist so drastisch…

Ich bin bereit alles auf mich zu nehmen was sein muss, aber ich war einfach nicht darauf gefasst, dass möglicherweise Teile meines Kiefers abgesägt und verschoben werden… Ich habe einfach schreckliche Angst vor einer Op (ich bin immer der Meinung, dass man sich nicht operieren lassen sollte, wenn man eigentlich gesund ist). Noch dazu kommt, dass mir der KO einfach nicht sympathisch rüberkam.

Ich bin am hin und her überlegen… mittlerweile kommt es mir fast so vor, als ob nicht die Methode, sondern der Arzt das größere Problem darstellt. Aber ich kann mir nicht vorstellen wie ich nach so einer OP aussehe und vielleicht gibt es ja eine etwas sanftere Alternative.

Am 14.10 habe ich ein Beratungsgespräch, mittlerweile bei KO Nr.4.

Ich hab mich schon ein wenig in das Forum eingelesen und hoffe dass ich hier Informationen sammeln und mich austauschen kann, damit mir eine Entscheidung nicht so schwer fällt.

Danke an diejenigen, sie sich durch den langen Text durchgekämpft haben!

Es tut mir leid, ich musste das alles einfach einmal loswerden…

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Hallo Hazel90,

herzlich willkommen hier im Forum! :)

Es ist verständlich dass du vor so einer drastischen Methode Angst hast und nicht weißt was du machen sollst. Ich denke jeder hier hatte diese Phase und große Zweifel.

Ich finde es gut dass du dir noch mehrere Meinungen einholst, vor allem wenn dir der KFO nicht zusagt. Man muss sich ja schließlich mit dem behandelnden Arzt auch verstehen, da man ja lange mit ihm „zusammenarbeiten“ muss. ^^

Die Frage ist wie gesundheitsgefährdend deine Kieferfehlstellung ist. Werden sich daraus später gesundheitliche Probleme ergeben? Hast du schon welche? Sind deine Zähne in Gefahr? Ich denke wenn das der Fall ist wäre eine OP sicher sinnvoller, aber man sollte nie vergessen wie sehr sich so eine OP auf die Psyche auswirkt und dass sich das Gesicht ja auch verändert (wohl eines der am schwierigsten zu akzeptierendes Ergebnis einer OP, wobei das ganz unterschiedlich ist wie Leute damit fertig werden).

ich finde es wichtig dass du dir deine Entscheidung wirklich gut überlegst und dir wirklich Zeit damit lässt. Ich bekomme „nur“ eine KFO-Behandlung, habe aber mich aber auch über 1 Jahr informiert und mir Zeit gelassen mit der Entscheidung. Bei mir müssen voraussichtlich auch 4 Zähne genommen werden (erfahre ich am Donnerstag), das war für mich auch eine unschöne Nachricht. Aber letzten Endes will ich endlich meine Zähne gut putzen können (was durch die Engstände teilweise sehr schwierig ist), das ist mir wichtig. Außerdem wäre ich froh wenn sich mein offener Biss endlich einmal schließen würde und ich mal normaler abbeißen könnte. ^^

Niemand kann dir hier die endgültige Entscheidung abnehmen, das weißt du sicher. Aber wir werden dir so gute Ratschläge wie möglich geben und aus eigenen Erfahrungen berichten. :) Ich hoffe du fühlst dich hier wohl und du findest eine Entscheidung, die dir am besten passt!

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Gestern war ich beim KFO. Diesmal ist wirklich alles super gelaufen. Das Warten hat sich gelohnt und ich denke dass ich mit diesem wirklich eine gute Wahl getroffen habe, ich fühl mich verstanden, ernst genommen und gut aufgehoben.

Es besteht bei mir die Möglichkeit eine Spange zu tragen um das rein optische Problem anzugehen und meinen vorstehenden Zahn zurück in die Reihe zu bringen - dazu müssen die unteren Zähne etwas mitverschoben und leicht abgeschliffen werden, da zum jetzigen Zeitpunkt der eine untere Zahn meinen Schneidezahn vordrückt. Das ist die schonende Methode um die Frontoptik zu verbessern - der Biss wird hier nicht gerichtet.

Die zweite Möglichkeit ist eine Op um meinen Biss richtig zu stellen. Ich habe nicht nur einen Überbiss, sondern zudem noch einen Tiefbiss und der Unterkiefer ist leicht nach rechts verschoben.

Obwohl mir zuerst eine Op sehr krass erschienen ist, denke ich doch dass ich diese nun machen werde. Durch die Spange allein wird sich mein Biss nicht verbessern. Zudem erscheint mir dieser KFO sehr viel freundlicher und Kompetenter als seine Vorgänger, sodass ich mich auch ruhigen Gewissens in seine Hände begeben kann und ihm vertraue.

Trotzdem ist und bleibt eine Op sehr heftig.

Werde demnächst ein Gespräch beim Kieferchirurgen aufsuchen... Bin gespannt was der sagt - davon hängt für mich im Moment alles ab.

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Hi Hazel!

Kann es sein dass wir Geschwister sind ;-)

Genau die gleichen Fehlstellungen habe ich auch, nur weiß ich noch nicht

genau wie groß bei mir der Abstand zwischen OK und UK ist!

Ich bin sicher du wirst hier viele nützliche Infos im Forum finden, ich habe

mich schon ganz gut eingelesen und bin echt begeistert!

Viel Erfolg bei deiner Behandlung!

Grüßle Steffi

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