Marzada

Lingualspange, Incognito versus STb

Hallo zusammen,

da ich so viel von Euren ehrlichen Beiträgen profitiere, möchte ich gerne meine Erfahrungen mit Lingualspangen mit Euch teilen.

Der Hintergrund:

Zeit meines Lebens hatte ich nie wirklich 'Zahnfehlstellungen' gehabt, im Gegenteil, ich wurde von meinen Zahnärzten immer für mein 'hervorragendes Gebiss' und die gesunden Zähne gelobt. Seltsamerweise verpasste man mir als Kind dann doch mal eine lose Zahnspange oben und unten, wobei ich glaube, das war eher so eine Modeerscheinung, Kinder 'mussten einfach irgendwann mal Zahnspangen tragen' - die Ärzte wollen ja schließlich auch was verdienen - und so schaffen sie einen 'Bedarf'.

Was ich allerdings wirklich habe, ist eine Dysgnathie, also einen Überbiss mit einem leicht nach hinten versetzten Unterkiefer. Da man sich selten im Profil sieht hat mich das nie gestört, durch den Druck der Unterlippe (ich schlafe auf dem Rücken) bogen sich allerdings mit der Zeit immer die Schneidezähne etwas nach hinten. Doch auch das bekam ich mit einer nächtlichen Schiene hin und so blieben die Zähne schön in Form, ich hatte ausgesprochen gerade wohlgeformte Zähne, alle perfekt aufgereiht wie auf einer Perlenkette und erntete viel Lob.

Das Problem

Die Anpassung der Frontzähne war perfekt, nur wenn ich die Schiene mal nicht trug bogen sich die Frontzähne mit der Zeit dann doch wieder zurück. Letzten Endes war das ein Vabongspiel zum Teil mit Schmerzen, da die Zähne ohne Schiene zurückgebogen und mit Schiene nach vorne gedrückt wurden. Auch wenn ich das so 'einigermaßen' im Griff hatte, war die Situation nicht optimal und auf Dauer angelegt, langfristig würden die Wurzeln mit dem ewigen unkontrollierten hin und her Schaden nehmen.

Der Vorschlag

Mein KFO sagte dann so würde es nicht weitergehen und wir müssten 'das Problem mal an der Ursache beseitigen'. Diese wäre konkret eine Umstellung der Kiefer. Gesagt getan, ich fand das war ein plausibler Vorschlag und vollkommen blind vertrauend auf die Fachkenntnisse der 'Götter in Weiß' habe ich mich auf diese Therapie eingelassen. Anfangen sollte alles mit einer Spange, um die Zähne und den Biss auf die Kieferumstellung vorzubereiten. Auch davor hatte ich keine Angst. Bei der Wahl der Spangen war natürlich klar: Ich würde lingual nehmen, denn ich kann mir beruflich nicht erlauben mit einer außen liegenden Zahnspange herumzulaufen.

Die Lingualspange

Der Tag kam an dem die Lingualspange vorerst oben eingesetzt werden sollte. Natürlich hatte ich meinem KFO vertraut und hatte keine Ahnung von den verschiedenen Systemen. Angeblich hatte er das Lingualsystem als Pionier vor Jahren mit entwickelt, insofern war ich mir sicher: Er ist DER Experte, weiß was er tut und ich bekomme die bestmögliche Therapie. Die Lingualspange wurde eingesetzt - eine lange Prozedur - und als alle Hände endlich aus meinem Mund verschwunden waren, versuchte ich die erste Frage zu beantworten. Doch dann...: Oh Schreck, ich konnte ja gar nicht sprechen! Ich klang wie jemand der einen totalen Sprachfehler hatte! Erst da sagte mir die Assistentin 'das wäre normal - und würde in den kommenden Tagen noch schlimmer werden - bevor es dann nach Wochen (...) und Monaten (...) besser würde'. Vollkommen im Schock fuhr ich nach Hause und hatte an dem Nachmittag noch stundenlange geschäftliche Telefonate in denen ich ganze Teams moderieren musste. Nicht nur konnte ich nicht richtig sprechen - ich hatte auch unendliche Schmerzen. Es war ein Gefühl als hätte ich Messer und Nägel im Mund. Die Zunge war vollkommen wund und blutig! Die Nacht hatte ich nur überstanden in dem ich die Spange zentimeterdick mit Wachs abgedeckt und darüber noch eine alte Schiene gelegt hatte.

Am kommenden Tag wurde ich natürlich wieder vorstellig bei meinem KFO. Ich machte klar, dass alles schmerzen würde und fragte ob einige Stellen denn nicht versiegelt werden könnten. Die Antwort war 'oh, wurde das denn nicht gemacht?' In dem Moment kam die Assistentim vom Vortag rein und antwortete für mich 'nein, wir wollten es so versuchen'. Von wir konnte dabei allerdings keine Rede sein.

Ich verstehe nicht wie man mir

1. diesen immensen Sprachfehler als unmittelbaren Effekt der Lingualspange vorenthalten konnte, man mich

2. vollen Ernstes nach Hause schicken könnte, mit sämtlichen Drähten und Enden offen in den Mund stehend ohne Versiegelung

Die ersten Wochen waren DIE HÖLLE. Allen Kollegen und Geschäftspartnern musste ich die Geschichte meiner Spange erzählen, um mich für meine peinliche Aussprache zu entschuldigen - bzw. diese überhaupt zu erklären.

Nach ca. 2 Monaten und Unmengen von Wachs wurde es endlich langsam besser. Nach wie vor jedoch, vor allem wenn ich müde bin, ist meine Aussprache nicht gut. Am besten ist sie wenn ich ausgeschlafen und voll auf das Sprechen und die bestmögliche Aussprache konzentriert bin.

Inzwischen trage ich die Spange seit 10 Monaten.

Nun kommt das zweite Problem. Die Operation sollte ursprünglich im Juni - also nach 6 Monaten Lingualspange stattfinden. Dies war nicht möglich, da der Biss angeblich noch nicht fertig war. Ich habe meinen KFO zu vielen seiner Patienten eine Verlängerung der Therapie aussprechen hören. In einem Fall war es die Verlängerung um ein ganzes Jahr - die junge Patientin wäre beinahe zusammengebrochen. Mir schien also langsam dass da 'System' dahinter zu sein schien. Wenn Therapien verlängert werden - so häufig dass ich das ständig mitbekomme, dann liegt es wohl entweder daran dass der KFO nicht weiß was er tut und die Zeit nicht einschätzen kann - oder dass er bei einer Verlängerung mehr verdient... Ich fürchte, der wahre Grund ist eine Kombination von beidem.

Wie kann ein KFO der ewig studiert hat, spezialisiert ist und jahrelange Erfahrung hat - sich um Monate und Jahre in der geplanten Zeit täuschen? Wenn ich meinem Chef sage ein Projekt wird ein Jahr später fertg würde mich das meinen Job kosten. Und ehrlich gesagt - akzeptiere ich eine solche Aussage auch von keinem Akademiker den ich teuer bezahle. Es geht hier um den Respekt vor meiner Zeit, meinem Geld und meiner Gesundheit. Dies wird dabei mit Füssen getreten - was ich als Zumutung und totale Inkompetenz empfinde.

Auf die Frage angesprochen, wird mit der 'Natur' argumentiert - 'man könne die Zähne nicht so schnell bewegen'. Man kann aber meiner Meinung nach, wenn man das Fach studiert und jahrelange Erfahrung hat - eine Zeit realistisch einschätzen. Mein KFO allerdings anscheinend nicht.

Die Operation wurde auf den Winter verschoben - überflüssig zu erwähnen dass auch heute der Biss noch nicht stimmt und ich die OP wieder verschieben muss. Die notwendige Erweiterung der oberen Backenzähne um den vorzulagernden UK aufzunehmen hatte mein KFO erst vor 4 Wochen angefangen - zu kurz um das Ziel zu erreichen.

Um die Verbreiterung der Backenzähne hatte ich ihn schon vor einem halben Jahr gebeten, da ich 'das Gefühl hatte' der UK braucht den Platz. Er war natürlich nicht auf mich eingegangen. Erst als ich das mit der Autorität des KC im Rücken im Spätsommer nochmal erbeten hatte, fing er an daraufhinzuarbeiten - natürlich zu spät.

Kann es sein dass ich einem KFO sagen muss, was er zu tun hat um einen ordentlichen Biss herzustellen? Ich finde das zum Fürchten dass er nicht selbst weiss was zu tun ist!

Offensichtlich ist es ihm auch wurscht, ob er es dieses Jahr oder in 3 Jahren hinkriegt. Er respektiert einfach nicht dass Leute mit dieser Therapie einfach irgendwann mal fertig werden wollen.

[Leute - wenn ihr den Namen dieses KFO's wissen wollt pingt mich bitte an. Ich kann jedem nur raten NICHT dort hinzugehen und sich zu schützen. OK vielleicht für Kinder die alle Zeit der Welt haben, die keine kritischen Fragen stellen und denen das Ergebnis relativ wurscht ist. Für Erwachsene ist dieser KFO nicht zertifiziert! und ich finde genau so eine Zertifizierung bräuchten wir in Europa! In Amerika ist Erwachsenen KFO Zertifikat schon ganz üblich - wir sind diesbezüglich in unseren Standards in Europa wohl noch ganz rudimentär]

Tut mir leid wenn ich hier so viel schreibe - aber ich merke einfach wie angesäuert ich nach wie vor bin von so viel Dilletantismus.

Das (vorläufige) Ende vom Lied

Was mein KFO in 10 Monaten geschafft hat war meine Front abwechselnd vor und zurück zu drücken - mindestens 5 mal in der Zeit. Ein Frontzahn steht schief, die ganze linke Seite hängt, ich habe überall Lücken - und das was er eigentlich schaffen sollte, nämlich den Biss vorzubereiten - hat er nicht geschafft. Den schiefen Fronzahn hatte ich beim letzten Bogen Einsatz gebeten zu korrigieren. Überfüssig zu erwähnen dass er das nicht gemacht / oder einfach nicht mehr 'hingekriegt' hat. Ich glaube echt er hat es einfach überhaupt nicht im Griff!

Inzwischen habe ich mir zwei weitere Meinungen eingeholt. Keine KFO würde mich mit 'seinem' System übernehmen. Es ist ein vorkonfektionertes System 'von der Stange' angeblich das STb System. Alles muss manuel gebogen werden - mit unendlich vielen Fehlerquellen. Die KFO's sagen, das was ich erwarte und brauche, kann das STb System wahrscheinlich gar nicht - oder nur 'mit viel Glück', einer sehr geschickten Hand und ganz viel Erfahrung. Trotz hervorragender Reputation scheint mein aktueler KFO nichts davon zu haben. Alle KFO's empfehlen das Incognito System. Es wäre besser weil maßgeschneidert.

Fazit

Ich plane nun zu Incognito und einer neuen KFO zu wechseln. Kosten: da fange ich dann nochmal ganz von vorne an. Aber welche Optionen habe ich? Das Ganze muss doch vernünftig und vor allem zuverlässig abgeschlossen werden. Wenn mein KFO eine solche Trantüte und Versager ist - und 'sein' System mängelbelastet - welche Wahl habe ich?

bearbeitet von Marzada

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Hi,

hast du es mal mit einem klärenden Gespräch mit deinem KFO versucht? Ich würde z. B. zum nächsten Termin auch mal jemanden mitnehmen, der dich bei Bedarf auch nur durch seine Anwesenheit unterstüzten kann.

Ich kann echt verstehen, dass es dich nervt, aber schließlich bezahlst du auch für diese Behandlung und wenn er die Behandlung so übernimmt, dann hatt er eigentlich auch die Pflicht und die Verantwortung, dass alles richtig wird. Einfach nur wegbleiben und zu nem anderen Wechseln würde ich nicht, auch wenn dein Vertrauen sicherlich weg ist.

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Hallo Marzada,

ähnliche Erfahrungen musste ich sammeln, allerdings mit einer ganz normalen Außenspange einschießlich Headgear. Im Prinzip wäre mit den Geräten eine Behandlung durchzuführen gewesen, wenn der KFO sie fachgerecht und zweck- und zielgerichtet einsetzt und die "richtigen" Zähne entfernt hätte.

Es tut gut, wieder einmal zu lesen, dass es noch andere Patienten gibt und man nicht allein auf weiter Flur steht. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Wenn du KFO findest, die dich (weiter) behandeln und die Fehler noch korrigiert werden können bzw du noch keinen dauerhaften Schaden, außer der unzulänglichen Behandlung, der vertanen Zeit und den Kosten hast, hast du sehr viel Glück.

Einen guten neuen Anfang!

Nach meinen Erfahrungen macht es keinen Sinn zu hoffen, dass der KFO sein Verhalten ändert. Wenn er selber nicht weiss, was er machen muss, kann er es entweder nicht oder er will nicht. Wenn klärende Gespräche notwendig sind, ist die Behandlung schon lange aus dem Ruder gelaufen. Und eine vertrauenswürdige Person zur Unterstützung mitnehmen zeigt nur, vor allem dem KFO, dass kein Vertrauen mehr vorhanden ist. Der letzte KFO, der mich ohne Sinn und Verstand behandelte, lehnte es ab, die Personen, die mich begleiteten, in den Behandlungsraum zu lassen.

bearbeitet von DagmarW
Nachtrag

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Hallo DagmarW und tantefrieda,

vielen Dank für Eure aufmunternden Worte!

Meine Einstellung ist: Dieser Typ hat mich 3-4.000 EUR gekostet - für nix, er hat meine Zeit verschwendet, mich belogen und meine Zähne verschlechtert. Ich habe ihm mehrmals während der Behandlung gesagt worauf er achten soll und wo wir hinwollen, als nächsten Schritt hätte ich den Job auch selbst machen können so wenig hat er konstruktiv beigetragen. Warum sollte ich also eine weitere Minute meiner kostbaren Zeit verschwenden für jemanden, der schon bewiesen hat dass er nicht hören will weil er einfach zu arrogant ist - und was noch schlimmer ist: mich offensichtlich nicht zu respektieren scheint? Oder einfach inkompetent ist? Ich habe für solche Leute einfach keine Zeit mehr.

Wenn es sich um einen guten langjährigen Freund, ein Familienmitglied oder einen unmittelbaren Kollegen handeln würde, wäre es mir eine weitere Investition wert in ein klärendes Gespräch, denn dies sind wichtige Beziehungen, oft mit bleibendem Wert, die sich im Laufe der Zeit auch mal verändern können, da ist man tolerant.

Bei einem KFO habe ich einen Vertrag und in diesem Punkt hat er seine Verpflichtung nicht erfüllt. Nicht mehr und nicht weniger.

2010 ist für mich das Jahr in dem ich endgültig mein bis dato blindes Vertrauen in die Ärzteschaft verloren habe. Diesen Sommer wurde ich schon einmal falsch behandelt - auch hier hörte man mir vor lauter 'Arroganz in weiß' nicht zu. Das führte zu 2 Operationen in 5 Tagen. Der Fall wird nun wegen Verdacht auf einen Behandlungsfehler bei meiner GKV untersucht - und ich denke das ist gut so.

Kuschelgespräche oder Teestunde mit Diskussionsrunde werden die Spreu vom Weizen in der Ärzteschaft nicht trennen. Sie müssen die Konsequenzen für Fehlbehandlungen ganz klar spüren - indem Patienten wegbleiben.

Letztenendes sind Ärzte ein wirtschaftliches Unternehmen. Ich glaube das vergisst man viel zu oft. Es sind keine 'lieben Helfer' die man für einen Handschlag kritiklos anbeten muss. Sie sind bestenfalls wie Uhrmacher, Schuhmacher, Klemptner oder Metzger. Und wenn mir da einer falsches Fleisch verkauft oder meine Schuhe vermurkst gehe ich doch auch nicht wieder hin, oder?

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Hallo Marzada,

beim Lesen Deines Beitrages habe ich viel von meinen eigenen Empfindungen wiedergefunden und ich kann Deinen Zorn absolut nachvollziehen.

Ich denke auch, dass es am Besten ist, Du brichst die Behandlung bei Deinem jetzigen KFO umgehend ab. Wenn er Deine Zähne immer nur sinn- und planlos hin und her bewegt, macht er nur noch mehr kaputt, je länger Du bei ihm bleibst. Und das kannst Du mit Geld nicht mehr rückgängig machen.

Es ist schon eine gehörige Unverschämtheit, wie mit Dir umgegangen wurde. Als Patient sollte man Kunde sein und nicht Bittsteller und Versuchsobjekt.

Was Du über die Zertifizierung eines KFO's für Erwachsene schreibst, kann ich nur voll unterschreiben. Einem Erwachsenen Patienten auf Augenhöhe zu begegnen, scheint hier einfach keine Selbstverständlchkeit zu sein.

Wenn ich einem Arzt eine Frage stelle, oder etwas anmerke, erwarte ich eine klare Antwort bzw. dass darauf eingegangen wird und nicht, dass jemand vor mich hinsteht und den Kasper macht. Das mag für Kinder ganz lustig sein, wenn der Onkel Doktor was ganz witziges erzählt, aber für mich ist so etwas die pure Respektlosigkeit.

Ich war jahrelang bei einer Zahnärztin, die mir wirklich meine Zähne verpfuscht hat. Ich hatte mir durch den Fehlbiss die Zähne von außen abgemahlen und sie hat das mit immer neuen Füllungen repariert, die allerdings alle undicht waren und ständig abgeknallt oder abgebröselt sind. Letztendlich hatte sich die Karies an den undichten Stellen tief ins innere der Zähne durchgebohrt. Zum Glück habe ich dort noch rechtzeitig den Absprung gemacht, bevor ich die Zähne am Ende noch verloren hätte.

Ich muss die ganze Vorgehensweise auch sehr oft mit meinem Job vergleichen und kann nur den Kopf schütteln... in der Automobilzulieferindustrie wären solche Praxen innerhalb kürzester Zeit weg vom Fenster. Und ich selbst auch, wenn ich so mit meinen Kunden umspringen würde.

Ich hoffe, Du findest recht schnell einen gangbaren Weg, um aus der Situation herauszukommen und vorallem, dass Du an einen kompetenteren Behandler gelangst.

Liebe Grüsse und auf dass Dein Zorn etwas verraucht !!!

Mauto

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Zu den Zahn-/Kieferproblemen noch andere und 2 OP? Alles andere als angenehm.

Hoffe, du findest schnell einen neuen, guten KFO, dann ist der Absprung einfach.

A propos "vermurkste Schuhe", in dem Zusammenhang fällt mir immer der Vergleich eines KFO ein, der mir einreden wollte, ich bräuchte keine Aufbissschiene. Habe einen Kopf-/Kreuzbiss in der Front und seitlich offenen Biss und keine Ruhe-Schwebe, vollkommen ungesicherte UK-Position. Sie müssen sich das so vorstellen, als ob Sie jahrelang hohe Absätze getragen hätten und dann auf einmal ganz flache. Dann schmerzen Ihnen auch die Füsse. (Nicht O-Ton, aber dem Sinn nach.) Die passende Antwort bekam er von einem prothetisch tätigen ZA, den er zu seiner Untersuchung zugezogen hatte, und der ihm sagte, da müsse erst einmal etwas mit einer Schiene gemacht werden und zwar in Zentrik. Wie ein kleiner Schuljunge lief der KFO dem ZA hinterher, Kopf und Schultern geneigt, Hände ineinander gelegt und beflissen ja, ja, natürlich sagend.

Habe bei einem Schuster einmal einen Spruch an der Wand gelesen. Gute Schuhe für einen festen Stand im Leben. ... Und gute Zähne für eine festen Biss.

bearbeitet von DagmarW

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Na schöne Sch***. :( Da hast du ja ordentlich was hinter dir.

Würde eventuell eine Klage wegen Körperverletzung in Frage kommen? Lass dich doch mal irgendwo beraten von der rechtlichen Seite aus. Du wirst ja einen Teil der Behandlungsunterlagen und Röntgenbilder vorliegen haben, oder? Somit könntest du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ggf. Geld zurück UND den entsprechenden "Arzt" (...) in seinem Handeln stoppen oder ggf. umlenken.

Für die neue Behandlung wünsche ich dir alles gute. Ich hab ja Incognito seit Anfang August. Klar war das Sprechen am Anfang auch eine Katastrophe, aber inzwischen bin ich ganz zufrieden.

Ich hab es übrigens so gemacht: Meine Zahnärztin hab ich mir von einer Freundin empfehlen lassen, die hier in meiner Stadt schon verschiedene ausprobiert hatte. Traurig, dass sowas überhaupt notwendig ist. Jedenfalls war ich dann bei der Ärztin sehr zufrieden und habe SIE gebeten, mir einen KFO zu empfehlen. Natürlich "darf" sie das nicht. Netterweise hat sie mir aber unauffällig ein Post-it zugeschoben, wo 4-5 KFOs draufstanden. Die hab ich dann abtelefoniert und bin letztendlich ein bissel meiner Intuition gefolgt und bei meiner jetzigen Ärztin gelandet. Dort fühle ich mich gut aufgehoben, denn sie geht auch auf meine Wünsche ein. Und beantwortet mir geduldig jede Frage.

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Hallo zusammen,

ich lade hier nun mal Bilder meiner Zähne vor und während der Zahnspangenbehandlung hoch.

1. Bild - meine Zähne vor der Behandlung (schnief - sie waren soo schön)

2. Bild - meine Zähne nach 10 Monaten Brackets (Vorderer Schneidezahn steht nun schief :evil:)

3. Bild - meine Zähne nach 10 Monaten Brackets (oben STb lingual)

Die Mitte stimmt genau genommen immer noch nicht... Alles steht nun vertikaler - aber dadurch wirkt die Oberlippe anscheinend dicker? :confused:

Auf dem dritten Bild sieht man gut - die eigentlich notwendige Arbeit die bis jetzt noch nicht begonnen hat: Die vorderen und hinteren Molaren in ihrer Position nach außen zu erweitern. Außerdem sieht man auch gut - was vorher gerade war - steht nun schief.

Liebe Grüße,

Marzada

Update: 17. Januar 2011, habe gerade ein weiteres Bild hochgeladen, dies zeigt schön die Veränderungen nach 4 Wochen Incognito. Sämtliche Schiefstände die mein erster KFO so kontraproduktiv innerhalb von 12 Monaten verbrochen hatte, sind nun schon ganz gut ausgebügelt und das in nur vier 4 Wochen mit Incognito!!!

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bearbeitet von Marzada
Update mit Bild Nr. 4

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Hallo zusammen,

nun würde mich mal Eure Einschätzung interessieren:

Was bei meinen Zähnen für eine UK VV offensichtlich noch vorbereitet werden muss, ist eine Erweiterung der Position der vorderen und hinteren Molaren (Backenzähne) oben. Dies neben der Begradigung der Zähne die mein letzter KFO offensichtlich völlig sinn- und planlos umhergeschoben hat :twisted:

Meine neue KFO wird das Incognito System verwenden, sie sagt es ist das modernste und effektivste Lingualsystem auf dem Markt (da Computerberechnete und nicht von Hand gebastelte Bögen...)

Das ist auch völlig ok für mich - wenn es denn sein muss für ein optimales Ergebnis, mache ich eben nochmal diese Investition.

Jedoch - und nun kommt der Knackpunkt: Ich bezweifle dass irgendein Bracket / Lingualsystem die Molarenerweiterung die ich benötige effektiv hinbekommt!

Der Plan wie meine KFO das lösen will, ist mit Gummibändern von der Lingualspange Backenzähne oben innen zu den Backenzähnen Brackets unten außen. (hoffe das ist einigermaßen logisch erklärt). Diese Gummis müsste ich dauernd tragen, außer beim Essen und Zähneputzen.

Wie ich mit solchen Gummis sprechen kann ist dabei auch noch eine Frage um die sie sich für meine Begriffe etwas 'gewunden' hat. Optisch gesehen würde man diese komischen Gummibänder für meine Begriffe ebenfalls sehen, da ja sehr wohl die vorderen Molaren mit betroffen sind. Auch diese relativ weit vorne positionierten Gummis zwischen oben und unten erleichern das Sprechen sicherlich auch nicht! Ich lisple ohnehin schon mit meiner Lingualspange, da will ich nicht auch noch eine 'Maulsperre' mit Gummis haben, denn die doppelt ausführliche Aussprache die man mit der Lingualspange anwenden muss wäre durch die Gummis ja unterminiert...

Soviel zum optischen und Ausprache Problem. Was ich noch viel wesentlicher finde, ist dass durch die Gummis, ein Zug nach schräg außen oben und schräg innen unten entsteht. Für meine Begriffe ein Kompromiss zu dem wo ich eigentlich ganz klar hin muss: Ein Druck einzig und allein nach außen - und das nur oben.

Für meine Begriffe sollte ich:

- Die bestehende STb Lingualspange oben entfernen lassen

- Eine QuadHelix (oder was immer es auf dem Markt gibt) für eine Zeit lang tragen damit wir genau (und nur diese Bewegung) der Molaren nach außen für eine Zeit lang haben

- Die Front kann in dieser Zeit mit einem Retainer in der neuen vertikalen Position gehalten werden

- Wenn die Molaren da sind wo wir sie brauchen, können wir oben die Inkognito Spange einsetzen um das Resultat zu halten und eine Feinjustierung vorzunehmen

Hat eventuell jemand von Euch ein ähnliche Herausforderung gehabt, oder Erfahrung mit der QuadHelix? Ich freue mich auf Eure Einschätzung!

Liebe Grüße,

Marzada

bearbeitet von Marzada

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Hallo zusammen,

für alle die es interessiert: Ich habe heute im OK meine neue Incognito Lingualspange eingesetzt bekommen :razz:

Die alten STB Brackets OK wurden vor ca. 3 Wochen entfernt. Das war eine geniale Erholungszeit mal zwischendurch ganz ohne Brackets oben zu sein!!!! Am liebsten hätte ich die ganze Zeit nur gesprochen, so habe ich es genossen wieder meine alte Aussprache zurück zu haben. In dieser Übergangszeit musste ich eine durchsichtige Schiene tragen, damit sich die Zähne nach dem Abdruck und vor dem Einsetzen der Incognito nicht verschieben.

Heute nun das Einsetzen der Incognito.

Etwas Bammel hatte ich im Vorfeld schon, da ich mir nicht sicher war ob ich mit der Incognito nicht vielleicht sogar schlecher sprechen würde. Das Einsetzen ging schnell und vollkommen problemlos. Ehrlich: Es liegen WELTEN zwischen den Systemen. Die Incognito scheint derzeit wirklich das non-plus-ultra auf dem Markt zu sein. Dann das Wunder: Ich konnte fast normal sprechen, jedenfalls um Klassen besser als mit der STB. Auch fühlt sich die Incognito im Mund viel weicher und flacher an.

Kurzum: Ich bin super HAPPY. Und meine KFO ist einfach klasse :smile:. Wie in meinen anderen Beiträgen bereits erwähnt, hat sie sich sehr viel Zeit genommen und hat alle Aktionen ausführlich kommentiert, so dass ich zu jeder Sekunde genau wusste was passiert und warum.

Liebe Grüße,

Marzada

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Dies neben der Begradigung der Zähne die mein letzter KFO offensichtlich völlig sinn- und planlos umhergeschoben hat :twisted:

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Hallo Ihr Lieben,

Ich wünsche Euch allen ein glückliches, gesundes Neues Jahr und eine erfolgreiche kurzweilge Kieferbehandlung :D !

Außerdem wollte ich allen die es interessiert auch noch mitteilen, dass ich nun sehr sehr glücklich bin mit der Wahl meiner neuen KFO und des Wechsels zum Incognito System. Die Entscheidung hat sich gelohnt! Meine KFO ist ein Traum und zwischen dem Incognito System und dem Stb System liegen - Welten!

  1. Schon nach wenigen Tagen mit dem neunen Incognito System waren die schrecklichen 'Sünden' die mein ehemaliger KFO verursacht hatte kaum noch zu sehen.
  2. Gleich nach dem Einsetzen des Incognito Systems: Ich konnte super sprechen, kein Vergleich mit der grauenhaften Aussprache durch das Stb.

  3. Das Incognito System fühlt sich viel angenehmer im Mund an, da es aus weichem Gold ist und nicht wie dieses harte und kantige Metall der Stb.

  4. Ich brauchte überhaupt kein Wachs mit dem Incognito System!!! Bei Stb brauchte ich Anfangs mindestens eine Schachtel pro Woche.

Soviel als kurze Zusammenfassung und Zwischenbericht.

Liebe Grüße,

Marzada

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ich hab mal eben nach "stb brackets" gegoogelt, die sind schon wesentlich größer als die INCOGNITO. Ich hatte direkt nach dem Einsetzen der INCOGNTO das Gefühl da wären rießige Metallklötze auf meinen Zähnen, wie muß das wohl bei den stb brackets sein ? :(

Lippi 1976

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Hallo Lippi,

ja das war tatsächlich so. Das STb fühlte sich nicht nur riesig an, sondern auch so als ob ich Messer und Nägel im Mund hätte :652:.

Das Incognito System ist zwar breiter, also flächiger auf dem Zahn, dafür aber um einiges flacher. Das ist klasse für die Behandlung da so eine super Hebelwirkung auf alle Bereiche des Zahns ausgeübt werden kann - im Gegensatz zu der sehr punktuellen Druckauswirkung des STb - die die Zähne ja ganz offensichtlich völlig unkontrolliert bewegt :evil:.

Ich sage Euch Leute, bei Lingual gibt es für mich nur ein System: Incognito. Alle anderen kann man vergessen. Ich bin mir sicher spätestens in zwei Jahren gibt es nur noch dieses System für Lingual weil es einfach führend ist. Laut meiner KFO 'bastelt' STb nun an einem ähnlichen Systemen um die eigenen (bekannten) Schwachstellen in den Griff zu bekommen.

Naja, sollen sie mal 'weiter basteln'. Incognito wird vorläufig die Nase vorne haben. (Sorry, ich klinge hier wie eine Werbetrommel, bin aber einfach nur so dankbar endlich etwas gefunden zu haben was mich von dem grausamen STb Leiden erlöst hat - und was endlich mal so funktioniert wie es soll!)

Viele Grüße,

Marzada

bearbeitet von Marzada

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