bergfee

Widerspruch bei Bundesärztekammer wegen Ablehnung Kostenübernahme

Hallo zusammen,

ich habe schon lange nichts mehr geschrieben, das liegt daran, daß bei mir einfach nichts vorwärtsgeht.

Nach langer KFO-Suche in München (war bei 4 verschiedenen) hatte ich mich endlich für einen entschieden. Dort habe ich dann zum wiederholten Male Abdrücke, Röntgen etc über mich ergehen lassen (diesmal für 300,- Selbstzahlung, bei einer anderen Praxis hieß es, das zahle natürlich die KK).

HKP an KK geschickt, die habens weiter an Gutachter geschickt, der hat abgelehnt, weil ich keine D4 sondern eine D2 bin (was wahrscheinlich sogar stimmt, da ich früher schonmal eine Spange hatte und die Zahnstellung kompensiert wurde, aber die Kieferstellung natürlich nicht).

Mein KFO war stinksauer und meinte, ich müßte unbedingt operiert werden, da führe kein Weg dran vorbei (das war übrigens auch die Meinung der anderen 3) und er hat Widerspruch eingelegt bei der KK. Dafür wurden nochmal Fotos etc gemacht, bei denen ich etwas mehr Überbiß simulieren sollte :-D

Leider lag das ganze dann erstmal zwei Monate in der Praxis, bevor es verschickt wurde (wenn man nicht dauernd nachfragt passiert echt nie was, es ist zum Mäusemelken).

Dann wurde mir mitgeteilt, daß die KK das postwendend wieder zurückgeschickt hätte, da ein Widerspruch bei der KK gar nicht richtig ist und die auch nie denselben Gutachter nochmal einschalten dürfen, sondern daß Widersprüche von der Bundesärtzekammer (oder so) in Köln begutachtet würden. Da wurde das Zeug nun hingeschickt. Und seitdem dauert es mal wieder.

Meine Frage: hat das einer von euch schonmal gehört?

Ich lese hier alles über Widerspruch bei KK einlegen, das mit dieser Bundesärtzekammer wundert mich schon etwas. Habe den Eindruck, daß die KFOs damit auch nicht so viel Erfahrung haben ?!

Werde wieder berichten, wenn ich was neues habe. Vielleicht kennt einer von euch ja sei einen Fall.

Viele Grüße

bergfee

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Hallo,

das kann so nicht sein.

Gutachten werden von der Krankenkasse in Auftrag gegeben und der Gutachter von der Kassenzahnärztlichen Vereinigung ausgewählt.

Mit Kammern hat das nichts zu tun. Kammern sind für Privatgutachten zuständig und haben mit Kassenkram nichts am Hut.

Gruß Steve

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Hallo Steve,

habe heute nochmal meine KK angerufen und nachgefragt, wie das aus ihrer Sicht gelaufen ist, da ich das im Telefonat mit der Praxis nicht so richtig verstanden hatte.

Also: es war natürlich die Kassenzahnärztliche Vereinigung, an die meine Praxis das geschickt hat, in der Hoffnung, daß ein Gutachter dort das Ganze nochmal anders bewertet.

Ein Widerspruch bei der KK bleibt natürlich weiterhin unbenommen, Wenn also das bei der Vereinigung nix bringt, werde ich das machen (auch wenn die Sachbearbeiterin meinte, das hätte normalerweise wenig Aussicht auf Erfolg).

Ich werde berichten.

Viele Grüße

bergfee

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Bei mir ist es genau so!

Ich wurde von der KK in D2 eingestuft, folgedessen könne sie keine Kosten übernehmen.

Und ich hatte auch im Vorfeld eine Zahnspange und sowohl KFO als auch KFC raten dringend zu einer kombinierten Behandlung, da ich ich zunehmend meine Kiefergelenke verschleiße.

Ich frage mich nur, die KK hat doch eine "Führsorgepflicht". Sobald ich ernste gesundheitliche Probleme habe, ist sie doch verpflichtet die Kosten einer Behandlung zu erstatten?? Diese KIG-Einstufung berücksichtigt aber nicht meine gesundheitlichen Probleme, trotzdem nimmt man sie als Grundlage zur Notwendigkeitsbeurteilung. Dies ist doch paradox und deshalb bin ich auch stink sauer, dass das zweite Gutachten kein persönliches Gutachten war, obwohl ich es so beantragt habe.

Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken zu klagen, aber ist das erfolgsversprechend bzw. gibt es noch andere Möglichkeiten?

(Natürlich werde ich bald mit meinem KFO darüber nochmals reden.)

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Moin,

natürlich ist das paradox und schizophren und sonst noch ne Menge anderer Kram. :lol:

Mit der Einführung der Indikationsgruppen hat man dem Behandler die Möglichkeit genommen, zu entscheiden, was notwendig ist und gemacht werden muß.

Die KIG berücksichtigen längst nicht alle Fehlstellungen. Lückensituationen und Bißlageanomalien sind nicht, bzw. nur unzureichend enthalten.

Ihr dürft nicht vergessen, dass das ganze nur zur Kostenreduzierung eingesetzt wird und nichts mit medizinischer Notwendigkeit zu tun hat.

Wenn das Kiefergelenk kaputt geht mußt du dir keine Sorgen machen. Deine Krankenkasse kommt für die meisten Behandlungen dann auf. Die bringen zwar nichts, aber dafür ist Geld da [ironiemodus aus]

Das ist mit vielen anderen Dingen doch genauso. Würde die Krankenkasse alle zwei Jahre ein Röntgenbild der Zähne bezahlen würden wir weniger große Karieslöcher flicken müssen, weniger Zähne ziehen und weniger Wurzelbehandlungen machen und auch eine Parodontitis schneller erkennen.

Die 45 Euro sind es nicht wert, die hunderte danach offenbar schon.

Das ist krank. Und aus meiner Sicht macht es auch immer weniger Spaß dieses System zu ertragen.

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