Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
VanTan

Heute so, morgen wieder anders

Ich muss mich heute mal hier ausheulen:

Im Juni hatte ich meinen ersten Termin beim Kieferorthopäden. Mein erster Eindruck war damals recht positiv; der KFO diagnostizierte damals, was bereits sein Vorgänger gesagt hatte, und war darüber hinaus recht umgänglich. Dass es auf eine OP hinauslaufen würde, wusste ich bereits vor dem Termin, sodass mich die Ankündigung, operiert zu werden, nicht weiter überraschte. Das einzige, was mir wichtig war, war der Erhalt meiner Zähne und da mir der KFO zusicherte, dass sehr wahrscheinlich keine Zähne gezogen werden müssten, verließ ich die Praxis mit einem recht guten Gefühl.

Drei Monate später sollte ich das zweite Mal antanzen. Besprechung des Befunds und so. Ihr kennt das ja mit Sicherheit. Allerdings kam bei der Besprechung nicht viel rum. Im Großen und Ganzen wiederholte der KFO bloß das, was er bereits bei Termin 1 angekündigt hatte und schickte mich zum Kieferchirurg. Kurz bevor ich ging, sicherte er mir jedoch - ganz ohne mein Nachfragen wohl gemerkt - ein zweites Mal zu, dass sehr wahrscheinlich keine Zähne gezogen werden müssten.

Tja, nach dem Termin beim Kieferchirurg landete ich Anfang Oktober ein drittes Mal beim KFO. Schließlich wollte ich wissen, was sich Kieferchirurg und Kieferorthopäde für mich ausgedacht hatten. Das Gespräch war jedoch ein Schlag ins Gesicht. Der Kieferchirurg hatte in seinem Ärztebrief die Hälfte von dem, was er mir erzählt hat, wieder umgeschmissen und mein Kieferorthopäde erzählte mir lang und breit, dass es nun auf einmal notwendig sei, einen Frontzahn im Unterkiefer zu ziehen. Meine Eckzähne hätten sich bereits zu weit aus dem Kieferbogen(?) gedreht und die Engstände seien zu groß - eine Spange könne das einfach nicht mehr richten. Andere Möglichkeiten gebe es nicht. Aber er wolle noch einmal schauen, ob es nicht vielleicht doch möglich ist... Ich fiel in diesem Moment aus allen Wolken, wusste nichts zu sagen und ging geschockt aus der Praxis.

Ich frage mich nun, was ich davon halten soll. Ich meine - meine Dreh- und Engstände haben sich seit Juni nicht nennenswert verändert. Warum sie auf einmal nur durch eine Extraktion zu beheben sein sollen, geht mir einfach nicht in den Kopf. Vor allem frage ich mich, was mein KFO zwischen dem 1. und 2. Termin eigentlich getrieben haben will. Denn wenn die Dreh- und Engstände im UK so krass sind, wie er nun behauptet, hätten sie ihm doch spätestens bei der genaueren Dokumentation und Beurteilung des Befunds auffallen müssen - oder nicht?

Im Moment denke ich daher darüber nach, mir weitere Meinungen einzuholen. Wenn die Zahnextraktion sein muss, dann muss sie natürlich sein. Aber wie soll ich einem KFO trauen, der bei jedem Termin die eine Hälfte dessen, was er zuvor gesagt hat, revidiert und dann auch noch behauptet, ich hätte mich verhört?! Auch macht es mich skeptisch, dass er versuchen möchte, die Gaumennahterweiterung zunächst allein durch kieferorthopädische Maßnahmen zu bewirken, obwohl ich bereits auf die 22 zugehe. :???:

Mein Problem ist nur, dass der KFO den Antrag auf Kostenübernahme bereits gestellt hat, da ich, geplättet von den Aussicht aufs Zähneziehen, zu baff war, um nein zu sagen. Ich weiß nun nicht, was passiert, wenn ich es mir nach der Bewilligung des Antrags von Seiten der Krankenkasse noch einmal anders überlege. Die Behandlung hat noch nicht begonnen. Auch habe ich noch keine Post von der KK bekommen. Aber was wenn sie mir nun die Kostenübernahme zusagen und ich lieber einen anderen KFO möchte? Wirkt sich das dann negativ auf weitere Anträge aus? :neutral: Bitte entschuldigt, wenn meine Frage dumm klingt. Ich bin noch neu auf diesem Gebiet...

Auch würde es mich interessieren, wie lange eure KFOs gebraucht haben, bis sie sich für eine Behandlung entschieden hatten. Am Ende gehört dieses ganze Hin und Her noch zum Berufsstand... :roll:

Ich bedanke mich schon einmal für eure Antworten!

Liebe Grüße

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Hallo VanTan,

also ich muss dir leider sagen, dass du dieses Hin und Her wohl noch ein paar Mal erleben wirst. Ich kann dir da aber gut nachfühlen, da es bei mir mit dem Kinn genauso war. 3 Termine lang erklärt mir der KC, dass das Kinn ok sei und nicht operiert werden müsse und eine Woche vorher wärs plötzlich doch sinnvoll!

Was ich dir aber sagen kann, wenn du absolut wechseln möchtest: Auch nach angefangener Behandlung (Vorbericht, Fotos usw) und einer vorliegenden Genehmigung der KK kann man den KFO wechseln (hab ich nämlich gemacht). Hab einfach dort angerufen und erklärt, warum ich wechseln möchte und das hat man vermerkt und war gar kein Problem! Zumindest bei der TK.

Ist keine leichte Entscheidung, die du da treffen musst, aber ich persönlich glaube nicht, dass es wo anders mit dem Hin und Her besser wird. Einzig möglich wäre es vielleicht jemand zu finden, der den Zahn erhalten kann. Versuch auf dein Bauchgefühl zu hören!

Viel Glück

Ala

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Ich muss mich heute mal hier ausheulen:

Im Juni hatte ich meinen ersten Termin beim Kieferorthopäden. Mein erster Eindruck war damals recht positiv; der KFO diagnostizierte damals, was bereits sein Vorgänger gesagt hatte, und war darüber hinaus recht umgänglich. Dass es auf eine OP hinauslaufen würde, wusste ich bereits vor dem Termin, sodass mich die Ankündigung, operiert zu werden, nicht weiter überraschte. Das einzige, was mir wichtig war, war der Erhalt meiner Zähne und da mir der KFO zusicherte, dass sehr wahrscheinlich keine Zähne gezogen werden müssten, verließ ich die Praxis mit einem recht guten Gefühl.

Drei Monate später sollte ich das zweite Mal antanzen. Besprechung des Befunds und so. Ihr kennt das ja mit Sicherheit. Allerdings kam bei der Besprechung nicht viel rum. Im Großen und Ganzen wiederholte der KFO bloß das, was er bereits bei Termin 1 angekündigt hatte und schickte mich zum Kieferchirurg. Kurz bevor ich ging, sicherte er mir jedoch - ganz ohne mein Nachfragen wohl gemerkt - ein zweites Mal zu, dass sehr wahrscheinlich keine Zähne gezogen werden müssten.

Tja, nach dem Termin beim Kieferchirurg landete ich Anfang Oktober ein drittes Mal beim KFO. Schließlich wollte ich wissen, was sich Kieferchirurg und Kieferorthopäde für mich ausgedacht hatten. Das Gespräch war jedoch ein Schlag ins Gesicht. Der Kieferchirurg hatte in seinem Ärztebrief die Hälfte von dem, was er mir erzählt hat, wieder umgeschmissen und mein Kieferorthopäde erzählte mir lang und breit, dass es nun auf einmal notwendig sei, einen Frontzahn im Unterkiefer zu ziehen. Meine Eckzähne hätten sich bereits zu weit aus dem Kieferbogen(?) gedreht und die Engstände seien zu groß - eine Spange könne das einfach nicht mehr richten. Andere Möglichkeiten gebe es nicht. Aber er wolle noch einmal schauen, ob es nicht vielleicht doch möglich ist... Ich fiel in diesem Moment aus allen Wolken, wusste nichts zu sagen und ging geschockt aus der Praxis.

Ich frage mich nun, was ich davon halten soll. Ich meine - meine Dreh- und Engstände haben sich seit Juni nicht nennenswert verändert. Warum sie auf einmal nur durch eine Extraktion zu beheben sein sollen, geht mir einfach nicht in den Kopf. Vor allem frage ich mich, was mein KFO zwischen dem 1. und 2. Termin eigentlich getrieben haben will. Denn wenn die Dreh- und Engstände im UK so krass sind, wie er nun behauptet, hätten sie ihm doch spätestens bei der genaueren Dokumentation und Beurteilung des Befunds auffallen müssen - oder nicht?

Im Moment denke ich daher darüber nach, mir weitere Meinungen einzuholen. Wenn die Zahnextraktion sein muss, dann muss sie natürlich sein. Aber wie soll ich einem KFO trauen, der bei jedem Termin die eine Hälfte dessen, was er zuvor gesagt hat, revidiert und dann auch noch behauptet, ich hätte mich verhört?! Auch macht es mich skeptisch, dass er versuchen möchte, die Gaumennahterweiterung zunächst allein durch kieferorthopädische Maßnahmen zu bewirken, obwohl ich bereits auf die 22 zugehe. :???:

Mein Problem ist nur, dass der KFO den Antrag auf Kostenübernahme bereits gestellt hat, da ich, geplättet von den Aussicht aufs Zähneziehen, zu baff war, um nein zu sagen. Ich weiß nun nicht, was passiert, wenn ich es mir nach der Bewilligung des Antrags von Seiten der Krankenkasse noch einmal anders überlege. Die Behandlung hat noch nicht begonnen. Auch habe ich noch keine Post von der KK bekommen. Aber was wenn sie mir nun die Kostenübernahme zusagen und ich lieber einen anderen KFO möchte? Wirkt sich das dann negativ auf weitere Anträge aus? :neutral: Bitte entschuldigt, wenn meine Frage dumm klingt. Ich bin noch neu auf diesem Gebiet...

Auch würde es mich interessieren, wie lange eure KFOs gebraucht haben, bis sie sich für eine Behandlung entschieden hatten. Am Ende gehört dieses ganze Hin und Her noch zum Berufsstand... :roll:

Ich bedanke mich schon einmal für eure Antworten!

Liebe Grüße

Hallo VanTan,

also ich würde auf jeden Fall (eine) weitere Meinung(en) einholen. Was heisst Gaumennahterweiterung nur kfo? Nur Dehnung? Schau einmal bei Tobias34, dem wurde ein einzelner Frontzahn im UK entfernt, aber er wurde auch nur kfo behandelt. Kann mich irren, meine aber, mich zu erinnern, dass bei einem Platzmangel von 3 mm in einem Quadranten eher extrahiert als gedehnt wird.

Einem Arzt, der mir etwas anderes sagt als er (Kollegen ua) schreibt, würde ich nicht von Zwölf bis Mittag trauen.

Für eine Behandlung hatte sich der letzte KFO, der mich behandelte, innerhalb von schätzungsweise höchstens 5 Minuten entschieden. Er betrachtete die Modelle des vorbehandelnden ZA, meinte, ich bräuchte leider auf alle Fälle eine feste Spange im O- und UK, die Behandlung würde 2 Jahre dauern, was mir vorher schon Mitarbeiter und andere KFO gesagt hatten, und es müssten 2 Zähne entfernt werden. Für die Ausarbeitung seines Behandlungsplanes brauchte er, nachdem er noch einmal neue Modelle und Röntgenbilder und Fotos gemacht hatte, fast 3 Monate, nach seiner Aussage bzw wiederholten Zusicherungen sollten sie nach jeweils 2 Wochen vorliegen. Und auf diese Art und Weise verlief seine ganze Behandlung. Ein einziges Chaos von Anfang an. Zieh rechtzeitig die Notbremse, und - lass dich nicht verunsichern.

FG

bearbeitet von DagmarW

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Fakt ist, KK finden einen Wechsel evtl zwar nicht toll, aber möglich ist der allemal! Siehe Alatariel und andere. Ich hatte insgesamt 3 KFO´s befragt, einer plante, zu implantieren (das damals unlogischste), der nächste zu extrahieren, was auch plausibel war. Der dritte inkl KC jedoch machten nichts dergleichen, da die MLV durch die OKVV mitgemacht wurde. Ich hatte auch sehr engstehende Zähne.

Eine weitere Meinung einzuholen ist nicht viel Aufwand - unbegründet würde ich auch davon abraten, um sich nicht verwirren zu lassen, aber wenns um wichtige Vergleiche geht, dann mach das - und entscheide dann.

FALLS die Kasse zicken sollte, argumentierst Du damit, dass der IST Zustand ja der Gleiche ist, nur die eigentlichen Strategien evtl. abweichen, aber der IST Zustand ja relevant für die Genehmigung ist, basta.

Ich hoffe Du findest bald einen Weg, die Behandlung zu beginnen, alles Gute

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Van Tan

Wie Dagmar schon schrieb, bei mir wurde bei mir auch ein Zahn (41 ) gezogen, die Diagnose lautete starker frontaler End- und Drehstand, Zahn 43 außerhalb des Zahnbogens und in Kreutzbißverzahnung zu 12. Ich war auch geschockt als mein KFO mir eröffnete das mir ein gesunder Zahn gezogen werden muß, jetzt im nachhinein war es aber die richtige Endscheidung. Aber je mehr Meinungen Du einholst, um so mehr Diagnosen kannst Du bekommen, davon suchst Du dir die für dich beste Meinung aus.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0