Käuzchen

Rezidivbehandlung Zahnspange und zweite OP?

Hallo allerseits,

vor einem guten Jahr habe ich hier im Forum über meine Unterkiefer-OP am 31.08.2009 an der Havelklinik in Berlin berichtet. Ich hatte eine Unterkieferrücklage, mein Unterkiefer wurde laut KFC um 8 mm nach vorn verlagert.

Nach der OP hat mir weder der KFO noch der KFC was negatives gesagt. Ich hatte zwar einige Probleme, wie Gefühlsstörungen in der Unterlippe auf der linken Seite, Druck auf den Gelenken und noch einen rechts nicht schließenden Biss an den Backenzähnen. Der Biss wurde aber mit Gummis erstmal soweit gerichtet. Kurz bevor die Spange herausgenommen wurde, hatte ich wieder keinen Schluss an den rechten Backenzähnen. Als ich das beim KFO ansprach, wurde mir gesagt, dass sich das von selbst richten werde.

Die Spange kam also raus, das Metall wurde ebenfalls entfernt. Auch bei der Metallentfernung hat mein KFC nichts negatives geäußert, er war sogar ganz zufrieden vom Operationsergebnis.

Seit einigen Monaten versucht der KFO nun zu erreichen, dass meine Backenzähne rechts aufeinander treffen. Dazu hat er noch einmal zwei Brackets gesetzt. Die Zähne haben sich zwar bewegt, aber weiterhin treffen sie nicht aufeinander. Links ist der Biss irgendwie etwas unbequem, was inzwischen aber schon besser geworden ist.

Gestern hat mir der KFO eröffnet, dass mein Biss nach der OP wieder aufgegangen wäre. Das läge wohl daran, dass bei der OP der Unterkiefer nicht so weit nach vorn geholt worden wäre, wie idealerweise. Die Zahnstellung war wohl auf die erhoffte Endstellung ausgerichtet gewesen, deshalb passe sie nun nicht zusammen. Es wäre eine neue Behandlung mit einer festen Zahnspange notwendig, die ca. neun Monaten betragen werde. Ich habe da gedanklich gleich ein Jahr draus gemacht, da es ja immer länger dauert. Ideal wäre wohl auch eine zweite OP. Ich habe versucht herauszubekommen, ob die zweite OP mehr aus ästhetischer Sicht oder eben funktionaler Sicht notwendig sei, aber da wollte er sich noch nicht festlegen. Es wurden auch erstmal wieder Abdrücke gemacht und Röntgenbilder. Einen nächsten Termin zur Beratung habe ich in zwei Wochen.

Ich bin nun total verunsichert, denn für mich war die OP sehr belastend. Vor einer zweiten OP habe ich große Angst. Bei der ursprünglichen OP stellte sich nämlich auch heraus, dass der Knochen links ziemlich dünn war, so dass er fast gebrochen wäre. Ich bin ingesamt eher zierlich, so dass das Risiko wohl größer ist. Außerdem stelle ich mir das bei dem schon vernarbten Zahnfleisch alles nicht so einfach vor. Ich habe auch ein Jahr nach der OP noch eine etwas taube Unterlippe links. Das sind alles so Risiken, die man ja dann noch einmal hat. Irgendwie möchte ich das nur auf mich nehmen, wenn es wirklich notwendig ist.

Und ein wenig frage ich mich auch, warum nicht schon mal früher einer der Beteiligten etwas gesagt hat... Auf den Websites meiner Behandler ist immer die Rede davon, dass eine Nachbesserung nur bei 1 % der eigenen Patienten notwendig war. Warum muss ich eigentlich dieses eine Prozent sein?

Hat einer von Euch Erfahrungen mit diesem/einem ähnlichen Problem? Oder einfach nur einen Kommentar? Ich bin für alles dankbar!

Viele Grüße,

Käuzchen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Puh, ziemlich heftige Nachrichten, würde ich sagen. Aber bis jetzt wurde ja nur die KFO Seite gehört, was sagt der KFC? Die Zierlichkeit hat übrigens nichts mit der Knochendicke zu tun, und der Knochen wird jetzt dicker sein als vorher, da immer ein bisschen mehr Callus mit dazugekommen ist, aber grundsätzlich ist das natürlich blöd - wenn es der gleiche Chirurg machen soll, wird der allerdings darum wissen.

Die Frage ist, ob man das wirklich nicht rein KFO mäßig hinkriegen kann. Wie siehts mit der Kostenfrage auf? Wer kommt dafür auf? Wieder Kasse?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Käuzchen,

hatte selbst auch eine UKVV; Entbänderung war im Juni 2010.

Vor Abnahme der Zahnspange wurde mir vom KFO erklärt, dass der offene Biss im linken Seitenzahnbereich sich nur noch prothetisch beheben lässt (bei mir haben die Zähne im linken Kiefer keinen Zahnkontakt, dies ist darauf zurückzuführen, dass durch 30-jährige Kieferfehlstellung sich die Zähne im UK "abrasiert" haben; nach Abschluss der Physiotherapie werden (so hoffe ich im Januar 2011) die Teilkronen gesetzt, damit auch im linken Seitenzahnbereich eine perfekte Okklusion herrscht, die ein Wandern der Zähne verhindern soll. Im Moment trage ich nach wie vor nahezu 24 h die Okklusionsschiene im UK, die zur Bisseinstellung notwendig war und welche auch das Wandern der Zähne verhindert.

LG Würmchen

bearbeitet von würmchen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Käuzchen,

oh je, das klingt für mich (6 Wochen nach Bimax) ganz schrecklich! Ich will dir einfach nur mein Mitgefühl ausdrücken, denn was ist man froh, wenn das alles hinter einem liegt... Und dann nochmal von vorne? :roll:

Leider hab ich hiervon wenig Ahnung (mein KFO hat mir nach der Splintentnahme auch erstmal Aufbissbehelfe auf beiden Seiten auf die letzten Backenzähne gesetzt, angeblich setzt sich das alles noch - ich hoffe es).

Ich würde auf alle Fälle auch nochmal den KFC hinzuziehen und evtl. eine Zweitmeinung, bevor du dich für eine erneute OP entschließt.

Hast du vom Gefühl her beim Beißen Probleme?

Herzliche Grüße und halt die Ohren steif!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo an alle,

erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten.

@ Stracciatella: Du hast Recht, der KFC hat noch nichts dazu gesagt und kennt die Einschätzung meines KFO noch gar nicht. Ich war erstmal so geschockt gestern und heute, dass ich nicht klar denken konnte. Ich werde mal kurzfristig einen Termin bei ihm machen. Vielleicht sagt er ja auch, dass eine zweite OP nicht sinnvoll wäre.

Das ist interessant, was Du zur Knochendicke schreibst. Ich wusste nicht, dass der Knochen dicker wird. Mein KFC hatte mir vor der OP erklärt, dass bei zierlichen Personen das Risiko höher sei, dass der Kieferknochen an einer unerwünschten Stelle bricht. Das wäre bei mir bei der OP wohl beinahe geschehen, konnte er aber noch abwenden.

Wer die Kosten übernimmt, ist noch unklar. Es müsste erstmal ein Antrag an die Kasse gestellt werden. Immerhin hat der KFO zugesagt, dass er die Zusatzleistungen für die Spange tragen würde, die wir bei der ersten Behandlung vereinbart hatten (Keramikbrakets im Sichtbereich und noch einiges anderes). Aber natürlich hatte ich auch für die OP Zusatzleistungen, wie ein besonderes Röntgenbild und die Kühlmaske. Das ist ein guter Punkt, den ich dann noch einmal ansprechen muss.

@Würmchen: Oh, das ist interessant, was Du schreibst. Kannst Du mit der Okklusionsschiene ohne Probleme sprechen? Und was genau machst Du bei der Physiotherapie? Hm, mein Zahnarzt hat mir bisher noch nie etwas in der Richtung gesagt, dass sich die Zähne abrasiert hätten. Zumindest hatten sie vor der OP ja auch Kontakt...

@Lothlorine: Erstmal herzlichen Glückwunsch zur überstandenen Bimax. Nach sechs Wochen hast Du ja das schlimmste auch hinter Dir. Vom Gefühl her habe ich beim Beißen keine Probleme. Aber es ist natürlich sehr schwer, Salat oder Spaghetti zu essen. Ich kann das ja nur auf einer Seite kauen. Rechts kann ich Sachen kauen, die mehr Volumen haben, dafür reicht es dann. Aber es fühlt sich seltsam an.

Ich denke auch, dass eine zweite Meinung einzuholen sicherlich sehr sinnvoll ist. Ich muss nur mal sehen, wen ich dazu befragen werde. Immerhin hat mein KFC auf seiner Seite noch KFOs empfohlen, mit denen er zusammen arbeitet. Vielleicht gehe ich zu einem von denen.

Vielen Dank erstmal!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo allerseits,

ich hatte gestern einen Termin bei meinem Chirurgen. Er hat erstmal festgestellt, dass bei der OP alles so gelaufen ist, wie es geplant war, und nichts schiefgegangen ist. Eine weitere OP hält er weder für notwendig noch für sinnvoll. Er meinte, dass er chirurgisch den Kiefer nur grob in die richtige Position bringen kann und nicht millimeterbruchteilsgenau. Man sollte hier erstmal die kieferorthopädischen und ggf. prothetischen Mittel (man kann wohl Kronen draufsetzen, wenn alles nichts hilft) ausschöpfen. Ggf. könnte man einzelne Zahngruppen per OP höher setzen (ich will gar nicht wissen, wie das funktioniert). Aber eine weitere Unterkiefervorverlagerung hält er nicht für sinnvoll.

Das hat mich schon mal sehr erleichtert. Denn durch diesen ganzen Stress und die Schmerzen würde ich nur sehr ungern noch einmal durch. Ich werde nun den Termin bei meinem KFO abwarten. Dann werde ich mir noch eine Zweitmeinung einholen.

Hat irgendjemand von Euch Erfahrungen mit einer Rezidiv-Behandlung mit Zahnspange?

Viele Grüße,

Käuzchen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden