Kaddas

ME am 27.10.20010 in Bad Homburg

Hallo, nun ist auch der letzte Schritt geschafft und ich möchte Euch meinen Bericht über die Metallentfernung in Bad Homburg nicht vorenthalten...

Los ging es am Dienstag den 26.10.2010 stationären Aufnahme..

Leider musste ich alleine mit dem Auto nach Bad Homburg hochfahren, da mein Mann diesmal einfach nicht frei bekommen hat. Also dachte ich mir, kein Thema, bist ja nach zwei Nächten wieder daheim und schlimmer als die BIMAX wird es bestimmt nicht.

Aufnahmetag:

Um kurz vor 13:00 Uhr war ich dann also in der Praxis von Dr. K. und war glücklicherweise die erste, denn die Praxis füllte sich ziemlich schnell und ich hasse es warten zu müssen, wenn ich eh schon so aufgeregt bin. :roll: Jedenfalls sah es so aus als ob ziemlich viele zur stationären Aufnahme da waren.

Zum Glück war ich dann auch relativ schnell dran und konnte nach einer kurzen Besprechung rüber in die Klinik. Nach der Anmeldung in der Patientenaufnahme bin ich dann also hoch auf die Station A2 und habe dort mein Zimmer bezogen. Irgendwie hatte ich nen Deja-vu. Das Jahr seit der Bimax ging dann doch ziemlich schnell vorbei und ich hatte das Gefühl als wäre es erst gestern gewesen. Kurz nach mir kam dann auch meine Zimmernachbarin und ich hatte sie tatsächlich bereits in der Praxis bei Dr. K. gesehen. Sie bekam eine GNE und ich war happy das Ganze doch nicht ganz alleine durchstehen zu müssen. Sie ist im Übrigen auch hier im Forum vertreten. Haben uns dann also eingerichtet und mussten nun gemeinsam auf den Narkosearzt warten. Es war erst 14:00 und er kam dann leider auch erst gegen 16:00. Habe ich schon erwähnt, dass ich es hasse warten zu müssen?? Um die Zeit rumzukriegen haben wir noch einen Spaziergang durch den Schlosspark gemacht und ein Käffchen getrunken bevor wir dann gegen 18:00 beim Thailänder unsere Henkersmahlzeit eingenommen haben. Dort war ich schon damals zur Bimax mit meinem Mann und ich war echt froh, dass ich den Abend nun doch nicht ganz alleine rumbringen musste. Zurück in der Klinik haben wir uns dann die Zeit mit Fernsehen vertrieben. Als dann die Nachtschwester reinkam und verkündetet wer wann dran ist und wie es am nächsten Morgen ablaufen soll, war mir Schlagartig wieder klar... Oh Gott, da war ja noch was.. Von uns beiden war ich also die erste und meine Zimmernachbarin war direkt nach mir dran.

OP Tag:

Die Nacht war für mich wie erwartet ne echte Katastrophe. Konnte vor Aufregung nicht wirklich schlafen und auf dem Gang war es auch ständig laut. War ehrlich froh als die Nacht rum war und die Schwester meinte ich solle mich dann mal zurechtmachen, nochmal duschen und so weiter.. Gesagt getan und gegen 7:00 war ich wieder mit OP Hemdchen im Bett gelegen und wartete sehnsüchtig auf die "Scheiß egal" Tablette. Die kam und kam aber nicht und die Zeit verging und mein Herz klopfte immer heftiger. Irgendwann kam die Schwester rein und ich fragte wann ich denn die Tablette bekommen könnte.. Sie brachte sie mir dann endlich und ich konnte noch mal kurz vor mich hindösen. Dann gegen 8:30 wurde ich endlich in den OP runtergefahren. Die Tablette schien jedenfalls zu wirken... :wink: In der Schleuse musste ich dann vom Bett auf diese Hebebühne und da saß ich dann, weil der nette "Schleuser" mit der OP Liege noch nicht da war. Na das ging ja gut los.. Irgendwann war er dann da und ich konnte es mir auf der OP Liege bequem machen. Ich wurde dann mit zwei angeheizten Decken zugedeckt, was echt super war, weil mir inzwischen echt kalt war. Ich wurde dann in den Vorraum des OPs gefahren und von einer Frau in Empfang genommen. Die hat mich dann schonmal mit dem Monitor verkabelt und ich konnte meine Herzfrequenz und die Atmung genauesten beobachten.. Das tat ich dann auch ne Weile, da das Mädchen vor mir im OP einfach nicht aufwachen wollte... Dr. Schäfer kam auch nochmal kurz gucken.. Dann begann die Suche nach einer Vene für den Zugang. Erst eine zweite Ärztin, die dazu geholt wurde fand dann eine und meinte, die nehmen wir jetzt aber... Und irgendwann kam dann der Zuständige für die Gefühlslosigkeit... So stellte sich der Narkosearzt jedenfalls vor. Inzwischen war es ca. 9:15.. Die Frau spritze mir nun irgendwas in den Zugang und ich merkte ziemlich schnell, dass das ein Teil der Narkose sein muss. Dazu kam dann noch die Maske und nach ca. 3 Atemzügen war ich dann wohl weg.

Aufgewacht bin ich dann im Aufwachraum gegen 10:30 und war leider etwas verwirrt und unruhig. Dazu kam ein ziemlich starker Hustenreiz. Die Schwester meinte das wäre von dem Beatmungsschlauch.. na super... aber zum Glück hat sich das dann wieder gelegt und ich war hellwach und konnte sofort hoch aufs Zimmer. Schmerzen hatte ich nur beim Aufwachen im UK. Nach zwei Spritzen in den Zugang, waren die aber auch erledigt. Auf dem Zimmer bekam ich dann auch die Kühlmaske, die die Schmerzen nochmal gut unterdrückte. ca. eine halbe Stunde später kam dann auch meine Zimmernachbarin wieder und wir haben den restlichen Tag eigentlich nur mit Schlafen verbracht. Zwischendurch kam Dr. Schäfer kurz vorbei und erklärte, dass alles gut verlaufen sei. Beim mir wäre allerdings das Gewebe im UK ziemlich vernarbt gewesen und sie mussten einiges wegschnibbeln, damit sie überhaupt an das Metall kamen. Deshalb würde der UK auch mehr schmerzen und vor allem noch stärker anschwellen.

1. Tag Post OP:

An diesem Tag ist eigentlich nicht viel passiert. Morgens war ich drüben in der Praxis in der Hoffnung nach Hause zu dürfen (die Schwestern waren jedenfalls ziemlich überzeugt davon), aber es hieß dann tatsächlich "morgen erst"... Hm also wieder rüber in die Klinik und den Tag mit Lesen, TV gucken und Schlafen verbracht.

2. Tag Post OP:

Dieser Tag war ehrlich gesagt nen gepflegter Rausschmiss.. Die Schwester kam irgendwann zum Wecken und meinte, wir sollten sofort aufstehen und uns fertig machen und schon mal packen, weil wir würden ja heute nach Hause gehen und sie bräuchten die Betten. Sollen dann noch rüber in die Praxis und dann könnten wir nach Hause. Würden aber natürlich noch Frühstück bekommen (wäre ja auch noch schöner). Na also gesagt getan... Schon mal Sachen gepackt und aufs Frühstück gewartet. Unter dessen wurde bereits gründlich sauber gemacht... Nach dem Haferbrei (bäh) also noch die Zähne geputzt und den restlichen Kram zusammengepackt und auf die Visite gewartet. Dr. Pak kam vorbei und sagte es würde bei beiden gut aussehen und wir sollten dann in die Praxis rüber. Vorher hat uns unsere "Lieblingsschwester" noch ziemlich ruppig von der Kanüle befreit. Die Hand schmerzt heute noch... In der Praxis dann war ziemlich viel los und es hat ewig gedauert. Wir durften aber beide nach Hause. Zurück in der Klinik war das Zimmer schon komplett bereit für die nächsten und draußen auf dem Gang warteten schon zwei Mädels auf den Einzug. Am Ende war ich echt froh dort raus zu sein. War irgendwie alles etwas chaotischer und auch unfreundlicher als damals bei der Bimax.

Inzwischen ist schon der 5. Tag Post OP und meine Schwellung ist tatsächlich stärker geworden und ich seh aus wie Feldhamster persönlich. Auch die Stellen im UK Schmerzen ab und an noch. Essen geht besser als nach der Bimax, aber ich bevorzuge trotzdem eher die weichen Sachen, da der UK sonst wieder anfängt zu schmerzen. Die Mundöffnung ist leider auch noch ziemlich eingeschränkt.

Bin jetzt noch ne Woche krank geschrieben und hoffe, dass die Schwellungen schnell zurückgehen.

Viele Grüße

Katharina

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Hallo Kaddas,

zuerst einmal Glückwunsch, dass Du nun alles hinter Dir hast!

Ich hätte da ein Paar fragen, wenn es Dich nicht stört (ich muss mich bald auch wegen ME entscheiden), und zwar:

1. Wie lange hat die ME gedauert?

2. Ist es mit der Schwellung so wie nach Bimax: sie steigert sich bis zum 3. Post-OP Tag?

3. War die ME vom Arzt vorgeschlagen oder wolltest Du sie selbst sowieso machen?

4. Hast Du viel während und/bzw. post-ME geblutet?

Danke für Deine Antworten!

LG, merrandrew

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Hi merrandrew,

Natürlich darfst Du fragen. Hier meine Antworten:

1. Wie lange hat die ME gedauert?

Ich glaube die dauert ca. 1 Stunde. Du bekommst also eine viel leichtere Narkose als bei der Bimax. So hat es mir jedenfalls der Narkosearzt erklärt.

2. Ist es mit der Schwellung so wie nach Bimax: sie steigert sich bis zum 3. Post-OP Tag?

Ja die Schwellung steigert sich auch hier bis zum 3. Post OP Tag, baut sich aber laut Dr. Schäfer wieder viel schneller ab. Ich glaube bei mir ist es leider etwas stärker als normal üblich, da im UK ziemlich viel vernarbt war und Dr. Schäfer wohl viel wegschneiden musste damit er an die Platten kam. So hat er es zumindest erklärt.

3. War die ME vom Arzt vorgeschlagen oder wolltest Du sie selbst sowieso machen?

Dr. K in Bad Homburg empfiehlt die ME wohl immer, aber ich wollte sie auch. Ich habe die Platte rechts neben der Nase ziemlich gespürt und sie hat auch manchmal weh getan. Außerdem hatte ich immer das Gefühl, dass ich auf die irgendwie reagiere. Die Rechte Oberlippe war immer noch etwas taub und das rechte Nasenloch war auch oft zu. Meine Hoffnung war einfach, dass sich das nach der ME wieder gibt. Zumindest die Platte spüre ich jetzt nicht mehr neben der Nase. Den Rest kann ich leider noch nicht beurteilen.

4. Hast Du viel während und/bzw. post-ME geblutet?

Hm, wie stark ich während der OP geblutet habe weiß ich gar nicht. Allerdings war es während der Bimax schon sehr wenig, laut Dr. K. Nach der OP habe ich nur einmal kurz im Mund geblutet. Da bin ich mit dem Finger leider etwas ungeschickt gegen den Unterkiefer gestoßen. Dr. Schäfer sagte, das kann schon mal passieren, dass sich da noch etwas altes Blut angesammelt hatte was nun durch den Stoß rausgestoßen wurde. Also nichts schlimmes.

Ich hoffe ich konnte Dir bei der Entscheidungsfindung etwas weiterhelfen.

Viele Grüße

Katharina

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Hallo Kaddas,

schön von dir zu lesen und schön, dass du die ME gut überstanden hast!

Ist bis jetzt alles gut verheilt?

Bei deinem Bericht von der "ruppigen Schwester" musste ich lachen (gequält ;-)). War das so eine kleine, ältere, rundliche Blonde? - Die hat mir letztes Jahr so brutal eine Thrombosespritze verpasst, dass ich davon einen blauen Fleck mit 15 cm Durchmesser bekommen habe. Hab mich auf dem Wie-finden-Sie-unsere-Klinik-Zettelchen beschwert.

Alles Gute und viele Grüße!

Margret

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Hi Suppentrine,

schön auch von Dir zu lesen... Ja die Heiling verläuft glaube ich ganz gut. Aber leider bin ich immer noch sehr angeschwollen. Kannst Du Dich noch erinnern wie lange bei Dir die Schwellung angehalten hat?

Da ich ja letztes Jahr zur gleichen Zeit in der Klinik war wie du, kann ich nur sagen, es war ne andere Schwester... Aber an die, die Du beschreibst kann ich mich auch noch erinnern. Zum Glück hatte ich mit der nicht ganz so viel zu tun.

Ich habe immer das Gefühl, dass die älteren schon lange im Beruf stehenden Schwestern ziemlich abgestumpft und abgebrüht sind. Die ganzen jungen Lehrschwestern die diesmal da waren, sind um einiges netter..

Was macht eigentlich Dein nicht zusammengwachsene Knochen im OK? Gibt es da irgnedwelche Erkenntnisse oder lässt du die Metallplatte jetzt drin?

Viele Grüße

Katharina

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Hallo Kaddas,

die Heilung nach der OP ging bei mir sehr schnell und die Schwellungen waren nach 2 Wochen wieder weg :D. Aber es musste ja auch kein Narbengewebe entfernt werden wie bei dir.

Was mir Sorgen gemacht hat war, dass meine Wangen sehr lange taub / gefühlsgestört waren. Ich dachte schon, das wird nicht wieder, aber inzwischen ist alles okay.

Ob sich etwas in Sachen Knochenwachstum bei meinem OK getan hat, habe ich nicht noch mal untersuchen lassen. Ich habe keine Probleme deswegen und es ist mir im Moment wichtiger, die Familienvergrößerung nicht weiter aufzuschieben ;-). Aber ich behalte das im Auge. Ich hätte die Dinger schon lieber raus.

Gutes Abschwellen dir und ganz liebe Grüße!

Margret

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Hallo Leute!

Ich habe meine ME morgen...ich hoffe dass es nicht so schlimm wird wie vor einem Jahr.

Ich schreibe mal wieder und berichte wie es so war :)

LG

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Hi,

Hier mal nen kurzes Update:

Musste gestern außerplanmäßig zum KFC fahren. Ich hatte am Abend zuvor beim Zähneputzen festgestellt, dass die Narbe auf der linken Seite im UK irgendwie komisch aussieht. Beim genaueren hinsehen und beim wegziehen der Schleimhaut von den Zähnen tat sich auf einmal ein Loch auf.. hab voll Panik bekommen... Zumal da auch noch Essensreste drin waren, die ich einfach nicht rausbekommen habe, weil ich nicht dran kam. Die Seite tat bis dahin auch irgendwie mehr wie als die andere und ist auch noch dicker.

Also war gleich am nächsten Tag auf der Autobahn und bin wieder nach Bad Homburg gefahren.

Die Narbe ist tatsächlich etwas aufgangen und durch die Schwellung hat sich eine Tasche gebildet, die natürlich beängstigent aussieht. Das Gewebe war auch schon leicht entzündet durch die Essensreste. Dr. Davids hat es dann gründlich mit H2O2 gespült und meinte da kann man jetzt nichts weiter machen, dass wächst von unten her von alleine wieder zu. Muss jetzt halt beim Essen etwas aufpassen. Am Besten auf der rechten Seite essen und immer gleich den Mund ausspülen nach dem Essen. Am Dienstag muss ich dann nochmal hin.

Das Spühlen hat echt gut geholfen. Da wurde wohl wirklich alles eliminiert, was an Bakterien, Essensresten und sonst so in der Wunde war. Die linke Seite tut schon fast nicht mehr weh und auch die Schwellung ist zurückgegangen.

Nun gut, jetzt Lauf ich halt mit nem Loch im Zahnfleisch rum.. aber zum Glück wächst es ja wieder zu..

Viele Grüße

Katharina

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