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honigpferd

CMD und keine therapie

hallo,

ich hab einen offenen biss (KIG5) und bin seit einer weile in kfo-behandlung. leider knirsche / presse ich mit den zähnen und habe schwere CMD symptome, die mir mein leben wirklich zur hölle machen, wie z.b.:

mal regelmäßiges, mal unregelmäßiges nadelartiges stechen auf der kopfhaut, in den augen, der stirn, den nebenhölen, den zähnen, der zunge, den händen, den unterarmen oder an anderen, beliebigen stellen meines körpers, ruckartiges verspannen / zucken / zittern des unterkiefers, impulsartige extreme schmerzen aus den kiefergelenken. mittlerweile habe ich auch immer öfter starke magen- / bauchschmerzen, die möglicherweise auf haltungsschäden zurückzuführen sind. meine atmung ist auch extrem gestört. natürlich habe ich deswegen auch eine starke depression entwickelt und ich weiss, dass meine symptome psycho-somatische ursachen haben und sich in dem kreis der schmerzen, hiflosigkeit davon nähren. mein soziales umfeld erkennt diese schmerzen auch nicht an, obwohl ich ständig am jammern bin, auch das macht mir zu schaffen, weil ich von niemandem unterstützung / verständnis erhalte und das krankheitsbild i.d. öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist.

ich habe teilweise starke oder permanente beschwerden in der mitte der wirbelsäule, im linken hüftgelenk, im linken kniegelenk, sowie im rechten vorderfuss, dort auch taubheitsgefühl und kann immer nur unter starken schmerzen zu fuß gehen. teilweise sind die schmerzen so stark, dass ein alltägliches leben in der öffentlichkeit unmöglich wird.

zwar habe ich eine spange für den ober- und unterkiefer, aber das zähneknirschen oder die cmd-symptome wurden zwar oberflächlich diagnostiziert, obwohl ich nicht danach eingehend befragt wurde, aber sie werden in keiner weise therapiert(!!!), obwohl ich mehrmals über die unterträglichen schmerzen informiert habe. ich bekomme auch keine medikamente gegen die schmerzen o.ä.. der kfo hielt die symptome für meine einbildung / interpretation der literatur, der neurologe sagte mir, man kann nichts machen und der orthopäde gab mir einlagen, die alles nur noch schlimmer gemacht haben, auch der allgemeinarzt und zahnarzt hat mir keine therapie empfohlen o.ä..

was soll ich bitte nun machen, bevor ich eine tabletten- oder drogensucht entwickle, um damit klar zu kommen? ich weiss, dass es möglichkeiten zur therapie gibt, aber welche sind diese und warum informieren mich meine ärzte nicht darüber oder erstellen eine angemessene diagnose / therapie und warum nimmt man mich nicht ernst?

ehrlich gesagt habe ich mir schon oft gewünscht lieber tot zu sein, als so zu leben, denn cmd ruiniert meinen ganzen körper, meine nerven, mein leben und meine zukunft und ohne behandlung macht so ein leben keinen sinn mehr, weil ich diese schmerzen usw. auch nicht mehr etragen kann, da ich darunter schon sehr lange leide.

bearbeitet von honigpferd

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... leider knirsche / presse ich mit den zähnen und habe schwere CMD symptome, die mir mein leben wirklich zur hölle machen, wie z.b.: ...ruckartiges verspannen / zucken / zittern des unterkiefers ... ich habe teilweise starke oder permanente beschwerden in der mitte der wirbelsäule ... sowie im rechten vorderfuss ...

Hallo Honigpferd,

"leide" an o.g. Beschwerden und habe ebenfalls CMD (wurde erst im Sommer 2010 "offiziell" diagnostiziert und bin seit nunmehr 7 Wochen in Physiotherapie. Schmerzmittel nehme ich bewusst nicht ein und Depressionen schieben macht auch wenig Sinn.

Du musst halt versuchen, Deinen Fokus auf was anderes zu lenken (jaja, das sagt sich einfacher als es ist, ich weiß das aus eigener Erfahrung nur zu gut - aber es hilft nix, wenn alles und jeder Gedanke nur um das Thema CMD kreist).

Lt. meinem Physiotherapeuten soll ich viel Ausdauersport machen und mich im Alltag viel bewegen - weiß Gott, ist auch nicht immer ein Zuckerschlecken, aber es hilft (zwar langsam, aber dafür sicher).

Also, raus aus den Puschen, Depris zur Seite legen und selbst aktiv werden:

Geh' zu einem Physiotherapeuten, der mit CMD versiert ist (der kann Dir mit Sicherheit auch einen ZA benennen, der mit CMD'lern Ahnung hat und Physiorezepte ausstellt)!

Werde körperlich aktiv - sprich: geh' zum Sport (der Physiotherapeut erarbeitet mit Dir ein "Bewegungskonzept")!

Hör' auf zu jammern - nur DU selbst hast es in der Hand, was aus DEINEM Leben wird!

Sorry, dass dies jetzt so hart klingt, aber jammern oder darauf hoffen, dass es eine Wunderpille gibt, die man einwirft - und alles wird gut .. - nö, das geht (leider) nicht.

CMD-Symptome entwickeln sich auf Jahre hin - sie zu beseitigen wird wohl auch längere Zeit dauern - aber man muss selbst aktiv werden.

LG Würmchen

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Hey Honigpferd,

mensch, das klingt ja gar nicht gut. Ich kann dich gut verstehen, hatte selbst eine prächtige CMD und kenne die Beschwerden nur zu gut.

Wie schon gesagt, würde ich auch den KFO mal darauf ansprechen, ob neben der CMD noch eine Kieferfehlstellung vorliegt. Die KFO-Behandlung geht ja schon an die Ursachen deiner CMD, aber das dauert eine ganze Weile. Bei mir wurde es auch anfangs nur schlimmer.

Mir hat Physiotherapie auch immer eine gewisse Linderung verschafft. Die hab ich immer von meinem ZA verschrieben bekommen. Ich weiß nicht, wo du herkommst, aber beim CMD Dachverband sind einige Ärzte aufgeführt. Vielleicht ist ja davon einer in deiner Nähe.

Und wie Würmchen schon sagte, Bewegung tut gut, den verspannten Rücken-/Nackenbereich zu lockern. Ich fand joggen immer sehr entspannend, aber bei deinem Fuß ist das wohl keine gute Idee. Mein Zahnarzt lag mir immer mit Schwimmen in den Ohren. Ich hasse Schwimmen, aber vielleicht wär das ja was für dich ;-)

Liebe Grüße

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Das klingt aber sehr vage! Kein Plan, keine Abstimmung KFO/KFC oder ...? Angeblich sollen die Beschwerden bei kombinierten Behandlungen erst einmal schlimmer werden. Schwimmen könnte vllt ein Problem sein wegen der Kälte. Vllt eher "Trockenübungen". Hast du es einmal mit Massage versucht, wenn du deinen Körper wegen der Schmerzen nicht mehr so mobilisieren kannst?

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ja, ich hab auf jedenfall ne op, nur wann die ist, weiss ich nicht, hat mir auch keiner gesagt. sie ist dann, wenn ich kfo darauf vorbereitet wurde. klar, hab auch ne kieferfehlstellung. sorry, aber das mit sport & bewegung usw. weiss ich selbst, aber es bringt mir wirklich nicht viel, ich mache training. ich seh schon ein, dass es an mir liegt, aber, dass es von den ärzten gar nicht therapiert wird, kanns halt auch nicht sein. weiss nicht, ob jemand von euch sich auch schon wirklich wegen diesen schmerzen den tod gewünscht hat. vielleicht habt ihr es nicht so heftig, wie ich.

mal angenommen ich geh jetzt jeden tag schwimmen, zahlt mir das die krankenkasse?

wieso muss eigentlich ich meinen ärzten vorschläge machen, wie sie mich zu therapieren haben? sollte eigentlich umgekehrt sein.

und für mich ist es auch kein jammern, ich teile mich nur mit, auch wenns keinen interessiert. also, ich beschreibe mich (meine probleme) lediglich und mach mich auch nicht schlechter als ich bin, nur um aufmerksamkeit zu erregen.

bearbeitet von honigpferd

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Hallo Honigpferd,

ich kenne diesen Teufelskreis zu gut - zwar nicht in Zusammenhang mit der CMD - aber ich hatte vom 12. - 30. Lebensjahr extreme Schmerzen im Handgelenk die ähnlich abgetan wurden.....es folgten zwar einige OPs die auch die Ursache beseitigt haben und etwas schmerzlindernd waren - aber das alleine hat es auch nicht gebracht....der Teufelskreis Depressionen, Schmerzen und wieder Depressionen auch wenn man versucht den Hintern hoch zu kriegen ist verdammt schwer.

Ich bin jetzt endlich soweit, das ich mein eigener Experte bin und ich auch die Ärzte drauf anspreche - denn JA - manchmal muß ihnen der Betroffene sagen was los ist....die Erfahrung hab ich gemacht.

Ich habe einen absoluten Höllentrip hinter mir - aber er hat mich unglaublich stark gemacht - und so kann ich heute wesentlich "gelassener" mit der CMD umgehen - auch wenn ich manche Tage die Wände hochgehen möchte....

Ich gönne mir jetzt auch alle 3-4 Wochen eine Stunde Osteopathie - das muß ich selbst zahlen - aber es tut mir gut.

Wenn du magst können wir auch gerne per PM "plaudern"

LG

und viel Kraft

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Hallo Honigpferd,

bei mir wurde auch CMD diagnostiziert - also vor ca. 1,5 Jahren. Nach jahrelangem Irrweg. Leider kann die Antriebslosigkeit u.ä. auch von der CMD selbst kommen und eine Depression vortäuschen. Zum Schluss habe ich mich total schlapp gefühlt - wie bei einer starken Grippe - musste mich jeden Tag aus dem Bett quälen. Ich kenne Betroffene, die teilweise nur noch im Bett gelegen haben - auch das kann ein Gesicht der CMD-Erkrankung sein.

Oftmals (leider viel zu oft) werden die CMD-Symptome auf die Psychoschiene geschoben und uns nicht wirklich damit geholfen. Deine Symptome wie Magenprobleme und auch Atmungsstörungen können auch durch die CMD verursacht werden. Ich hatte z.B. sehr starke Sehstörungen.

Ob Sport und auch welche Art dir helfen kann ist ganz unterschiedlich - bei mir persönlich war / ist Sport eher schädlich. Wie sich herausstellt war der Sport (ich war damals in einem speziellen Fitnessstudio und bin regelmäßig Schwimmen gegangen) bei mir sogar Trigger der migräneartigen Kopfschmerzen - du musst also für dich ganz individuell schauen, was sinnvoll ist.

Mir hat eine osteopathische Behandlung - aber auch dort genau auf den Therapeuten schauen - viel gebracht. Dort wurden meine Körperachsen aufgerichtet - denn das ganze System war durcheinander geraten.

Meine KFO mache ich wegen der CMD und habe wohl jetzt so ca. die Hälfte geschafft.

Seit neuestem bin ich mit Chi Gong angefangen, um weiter an dem Abbau der Asymmetrie in meinem Körper zu arbeiten. Da ich die CMD schon sehr lange habe, hat sie sich auf den gesamten Körper ausgeweitet.

Wenn du mehr wissen möchtest - kannst du mir gerne eine PN schreiben,

schöne Grüße,

Heyfisch

bearbeitet von Heyfisch

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Hallo,

vielen Dank für Deinen umfangreichen Bericht und die eingehende und offene Art Deiner Schilderung. Leider kann man per Internet weder eine Hand auflegen noch eine anständige Untersuchung durchführen.

Die Liste Deiner Beschwerden ist recht lang und bedarf einer umfassenden Analyse durch sehr verschiedene Fachgruppen. Leider klappt die Abstimmung im Alltag nicht immer, so dass die Patienten immer stärker verunsichert werden.

Es hilft auch wenig, viel zu spekulieren - versuche in Deinem persönlichen Umfeld eine Zahnarzt zu finden, der auf Kiefergelenkerkrankungen spezialisiert ist. Aber stelle Dich bitte auch darauf ein, dass es nicht unbedingt das Kiefergelenk sein muss, dass Deine Beschwerden auslöst, es gibt leider sehr viele Ursache. Eventuell wäre es auch von Vorteil, eine möglichst nahe gelegene Universitätsklinik aufzusuchen, denn hier arbeiten sehr verschiedene Fachrichtungen unter einem Dach und ggf. mit kurzen Wegen.

Viel Glück

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