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Mieze18

Die Tage und Wochen nach meiner OP am 4. August

Hey Leute,

ich weiß mein OP Termin ist jetzt schon ne ganze Weile her aber ich erzähl gerade deswegen was mir in den letzten Monaten alles so passiert ist! :-)

Gott sei dank hatte ich meinen Termin schon um 8 Uhr morgens, also war ich noch nicht wirklich wach und richtig ansprechbar. Wusste vorher eigentlich nicht so genau was auf mich zukommt. Aber das war auch gut so.

Als die OP dann vorbei war und ich vom Aufwachraum ins Zimmer verlegt wurde, hatte ich Hilfe von einer Schwester und einem Praktikanen bekommen. Der Herr war sagen wir mal gerade 15 Jahre alt und fand das ganze seeehr interessant. Ich konnte nicht reden und war total geschwollen und blutete einwenig und er stand da, der arme Kerl, und musste das mitanschaun. Ich hätte das nicht gekonnt. Als ich mich am Abend das erste Mal im Spiegel gesehen habe, wurde mir gleich schlecht und die Schwester hat mich auffangen müssen :D

Meine Lippen waren so groß wie Schlauchboote, hatte die Backen eines Hamsters und der rote Kopfverband war auch äußerst schick! Meine Eltern hatten mich besucht und ich musste noch zur Beobachtung übernacht bleiben....

bevor ich am Nächsten Morgen um 9 Uhr entlassen wurde, musste mir noch die Drainage entfernt werden. Ich dachte nur so Oh Gott, aber ich war so geschwollen dass ich nichts gemerkt habe.

Irritierend war auch, dass ich durch die Nase nicht atmen konnte und mir immer gesamt wurde du darfst nicht schneutzen (das hab ich mich dann auch die nächsten 2 Monate nicht mehr getraut).

Die ersten Tage war ich ziemlich fertig und meine Eltern mussten sich um mich kümmern, weil ich kaum aufstehen konnte. Schmerzen hatte ich fast keine,ich war mit Medikamenten geradezu voll gepumpt.

ABER Das schlimmste war für mich, dass ich nichts essen konnte.

Die ersten beiden Tage gabs nichts außer Wasser und Brühe.

Und da ich Essen liebe, wars für mich echt schwer meinen Eltern beim Essen zu zu schauen. Nach 3 Tagen hab ich dann schon keine Suppe mehr sehen können und bin auf Kartoffelbrei umgestiegen. Der war sehr sehr lecker.

Als mir der dann drei Tage später auch wieder zum Hals raushing, hab ich beschlossen Baby Nahrung zu kaufen (eigentlich wollt ich sowas niiie essen, ich hab mir immer gedacht ach sowas brauchst du nich des geht schon ohne) ABER pustekuchen also sind meine Mutter und ich zum Einkaufen: Ich mit völlig dicken Backen (schon ohne Verband, den hatte mir mein Dad kurz und "schmerzlos" zwei Tage zu vor entfernt). Dann gabs die nächsten 3 Tage bis zum Fädenziehen Baby Nahrung, die vorher aber noch püriert werden musste :grin: Was für ein kulinarischer Genuss :D

Vorm Fädenziehen hatte ich besondere Angst. Meine beiden Eltern waren mit im Sprechzimmer als die Schwester mir ungefähr 25 Fäden zog.

Ich hab die Augen gaanz fest geschlossen gehalten frei nach dem Motto: Aus den Augen, Aus den Sinn!

Als ich dann aber die Augen kurz öffnete und das entsetzte Gesicht meines Dad sah, hab ich sie gleich mal lieber wieder geschlossen. Hat eigentlich auch gar nicht so weh getan, aber so geschwollen ich war kein Wunder.

Ab dem Tag durfte ich alles essen, was ich mit der Gabel und dem Gaumen zerdrücken konnte. Also ab zum Essen. Als erstes hab ich gleich ein Eis und ein Tortenstück spendiert bekommen!

Und am nächsten Tag bin ich auf ne Party gegangen, zwar blos 4 Stunden aber das war mir egal. Viel Reden und Ratschen war auch noch nicht drin, deswegen war eher eine Verständigung mit Händen und Füßen angesagt. Hauptsache wieder unter Leute kommen. Meine Freunde wussten natürlich alle von der OP und haben netter Weise gesagt: "Ach komm sieht doch gar nich sooo geschwollen aus, des wird scho!"

Als meine Eltern und ich das erste mal wieder "richtig" Essen warn, sind wir zum Griechen gegangen. Ich hab für einen kleinen Teller mit Gemüse und Fleischpflanzerl knapp ca. ne dreiviertel Stunde gebraucht und der Kellner meinte nur so: "Ach des kenn ich, als ich ne Zahnspange hatte gings mir genauso" :grin:

Ich hatte die erste Woche immer das Gefühl und die Angst, dass es nicht abschwellen könnte. Für mich sah ich jeden Tag gleich dick geschwollen aus. Am meisten Angst hatte ich um meine Nase, die sah aus wie die eines großen amerikanischen Schwergewichtsboxer. Aber Leute ich kann euch beruhigen, nach ca. 3 oder 4 Wochen waren die größten Schwellungen schon wieder weg. Blaue Flecke hatte ich übrigens nicht, ich habe die ersten 4 Tage fleißig die Backen gedrückt und wurde deswegen nicht blau.

Als ich dann nach 3 Wochen das erste mal wieder arbeiten konnte, meinte eine Kundschaft nur so zu mir: Ach sie armes Ding haben wohl die Weisheitszähne rausbekommen!:roll:

Diesen Satz habe ich dann die nächsten Wochen noch öfters gehört....grr...:mrgreen:

Das wär mir tausend mal lieber gewesen, die Weisheitszähne rausmachen ist im Gegensatz zu ner Kiefer- OP Pipifax und Kindergarten!

Als die Schule wieder anfing (also ich bin "Hauptberuflich" Schülerin und arbeite nebenbei als Aushilfe) meinten Leute, die nichts von der OP wussten, ich wäre eine neue Schülerin :grin:

Mit der Zeit habe ich mich an mein neues Aussehen gewohnt, ich finde eigentlich, dass ich mich gar nicht soo sehr verändert habe, aber alle meine Freunde meinen ich sehe jetzt sehr anders aus...naja ansichtssache.

Wollte unbedingt, dass keine Fotos von mir gemacht werden. Ich hab mir gedacht: Das reicht schon wenn ich mich die nächsten paar Wochen mit geschwollenem Gesicht sehen muss, da brauch i kein Foto das mich noch dran erinnert!

Ja soweit jetzt mal, jetzt fällt mir spontan nichts mehr ein. Tut mir leid dass der Beitrag soo lang geworden ist, aber ich hab mich jetzt erst angemeldet.

Bin soweit mit meinen Gesicht zu frieden, is seeehr gut geworden:D

hübsches mädl;)

Hoffe,dass ich von meiner Kieferorthopädin noch ein schönes Geschenk bekomme: Die Zahnspange kommt hoffentlich bis Weihnachten raus! Das wär mein nächstes Ziel!! :)

Schöne Grüße Mieze

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Heyyy,

freut mich, dass du es so gut überstanden hast =) Klang gar nicht so schlimm wie andere Berichte, so mit nicht mehr atmen können, Übelkeit und sowas =))

Was haben die bei der OP denn genau gemacht? Ging ja auch schnell, dass du wieder entlassen worden bist.

Ich habs noch vor mir und bin immer total gespannt auf OP-Berichte ;)

Liebe Grüße

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Also soo genau wollte ich das gar nicht vor der OP wissen, mein Oberkiefer wurde verbreitert und nach etwas nach vorne gekippt und mein Unterkiefer wurde nach hinten und weiter nach oben verschoben. Damit der Offene Biss geschlossen wurde.

Ja ich wurde nach gerade mal 24 Stunden entlassen und war heil froh, wieda zu Hause zu sein. Hatte auch keine Magensonde oder nen Katheter oder sowas....d Drainage habe ich nicht gemerkt, wie se mir entfernt wurde, tat überhaupt nicht weh....hat sich schlimmer anghört als da Doktor meinte: Ach etz kommt dann noch die Drainage raus....im Endeffekt hats nich weh tan und des ging ratz fatz... :)

Zur Zeit renn ich mit 6 Schrauben, 4 Platten und 6 Nägeln rum....wenn die draußen sin ergeben die nen schönen neuen Ring, den ich mir draus machen lasse :)

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Glückwunsch zu überstandenen OP :)

Wieso wurdest du denn schon nach 24 h entlassen...in den meisten Fällen dauert es eine woche?

LG

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Glückwunsch zu überstandenen OP :)

Wieso wurdest du denn schon nach 24 h entlassen...in den meisten Fällen dauert es eine woche?

LG

also meiner würde in der regel auch nach nem tag heim schicken

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Bei meinem KC ist das so üblich und wurde vorher auch so besprochen. Bei meiner ME im Februar 2011 brauche ich auch nur eine Nacht zur Kontrolle bleiben.

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also ich hab vorige woche von meinem kieferorthopäden erfahren, dass ich eine zahnspange brauche und danach eine operation um das unterkiefer nach vorne zu schieben!

kann mir noch jemand erfahrungen schildern und mir erzählen, wie lange man angeschwollen ist und wie lange man nichts normales essen kann? und natürlich ob es sehr schmerzhaft ist?

ligrü :)

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Hallo Claudsch,

das ist wirklich bei jedem sehr unterschiedlich und es kommt darauf an, was in der OP gemacht wird. Meine Schwellungen sind zum Beispiel sehr hartnäckig. Lymphdrainagen und bestimmte Medikamente helfen da aber auch weiter. Schmerzen hatte ich im Krankenhaus weniger, zuhause deutlich mehr. Aber alles lässt sich aushalten. Auch das Essen normalisiert sich bei mir erst so langsam wieder.

Stöber doch mal im Forum (es gibt auch eine Suchfunktion) da wirst du ganz viel finden! So bin ich auch vorgegangen.

LG :-D

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